Mehrwertsteuer auf eBooks von 19% auf 7% gesenkt – Auswirkungen und Erfahrungen

Mehrwertsteuer auf eBooks von 19% auf 7% gesenktSeit Ende letzten Jahres gilt in Deutschland auf eBooks und andere digitale Text-Publikationen der ermäßigte Mehrwertsteuer-Satz von 7%.

Warum dies für eBook-Autoren spannend ist und wie viel man jetzt mehr verdienen kann, darauf gehe ich im Folgenden ein.

Zudem schildere ich meine eigenen Erfahrungen und freue mich natürlich über euer Feedback.

Update: Vom 1.7.2020 bis voraussichtlich 31.12.2020 wurde die Mehrwertsteuer in Deutschland gesenkt. Für eBooks beträgt diese in dieser Zeit nur noch 5%.

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Mehrwertsteuer auf eBooks von 19% auf 7% gesenkt

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Am 18.12.2019 war es endlich soweit. Nach vielen, vielen Jahren, in denen es immer wieder Versuche gab die Mehrwertsteuer auf eBooks zu senken und damit den gedruckten Büchern gleichzustellen, wurde dies nun endlich umgesetzt.

Ermöglicht wurde dies durch eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2018, welche es ermöglicht hat, analoge und digitale Zeitungen und Bücher steuerlich gleichzustellen.

Bisher musste auf digitale Bücher und andere Textpublikationen 19% Mehrwertsteuer abgeführt werden, nun sind es nur noch 7%, was durchaus spürbare Auswirkungen hat.

Mehr Einnahmen mit eBooks?!

Was bedeutet dies nun für Autoren und Verlage?

Im Grunde bedeutet es erstmal die Gleichstellung von gedruckten und digitalen Büchern und Zeitschriften. Das ist schon lange überfällig meiner Meinung nach.

Doch es hat auch ganz konkrete finanzielle Auswirkungen. Da es auch für eBooks eine Buchpreisbindung gibt werden nun nicht einfach die Preise gesenkt. Stattdessen bleibt beim Verlag bzw. den Autoren mehr “hängen”.

Es gibt viele Berechnungen im Netz, aber oft sind es 10% oder mehr, die nun bei den Verlagen oder Autoren vom eBook-Preis zusätzlich ankommen.

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Lohnen sich nun eBooks mehr?

Ich selber habe die neue Mehrwertsteuer bei meinem Nischenseiten-Aufbau E-Book erst bei der neuen Auflage umgestellt, da das Anfang des Jahres irgendwie an mir vorbeigegangen ist.

Und das macht einiges aus. Ich habe den Preis bei 27 Euro brutto belassen. Bisher habe ich nach Abzug der Gebühren für Digistore24 und der Mehrwertsteuer 19,31 Euro pro in Deutschland verkauften Buch erhalten. Das sind rund 71%.

Durch die niedrigere Mehrwertsteuer erhalte ich nun 21,85 Euro, was ungefähr 81% vom Verkaufspreis sind. Unter dem Strich sind es damit 2,54 Euro (13%) mehr Einnahmen. Das ist schon ordentlich.

Muss ich was als Autor tun?

Das kommt darauf an. Wer seine eBooks z.B. über Amazon oder andere Online-eBook-Händler verkauft, für den wird das vom Händler übernommen. Man bekommt dort also einfach mehr ausbezahlt.

Bei Digistore24 war es allerdings so, dass ich manuell den Mehrwertsteuer-Satz von 19% auf 7% ändern musste (bzw. als Produktformat “Ebook” einstellen musste). Schließlich kann man dort diverse digitale Produkte und auch Bundles (mit Videos …) verkaufen. Wenn es nicht ein reines eBook ist, dann gilt auch weiterhin der Mehrwertsteuer-Satz von 19%.

Hier sollte man als Autor also auf jeden Fall prüfen, ob die niedrigere Mehrwertsteuer wirklich eingestellt ist.

7% Mehrwertsteuer auch auf Websites, Datenbanken und Co.?

Doch nicht nur “klassische” eBooks sind von dieser Gesetzesänderung betroffen, auch andere digitale Textformate sind eingeschlossen, wobei hier die Abgrenzung allerdings nicht ganz klar ist.

So gelten die 7% nun laut diversen Quellen auch für Leihmodelle und Datenbanken und damit z.B. auch für Kindle Unlimited von Amazon. Auch da sollten die Auszahlungen für die Autoren nun höher ausfallen.

Ich hatte zudem gelesen, dass dies z.B. auch Texte auf Website betrifft und ähnliches, aber dazu konnte ich leider keine fundierten Aussagen finden. Hier wird sich in Zukunft sicher durch Urteile noch etwas mehr Klarheit ergeben.

Fazit

Die Senkung der Mehrwertsteuer macht eBooks noch attraktiver, als sie bisher schon waren. Schließlich verdiente man z.B. als Selfpublisher auch vorher schon mehr mit einem eBook, als mit einem gedruckten Buch. Die Druckkosten sind hier der wesentliche Unterschied und durch die 7% MwSt. bleibt nun noch mehr bei den Autoren bzw. bei den Verlagen hängen.

Wer als Autor für einen Verlag schreibt, erhält übrigens nicht pauschal mehr Tantiemen. Hier gilt es den Verlag darauf anzusprechen und eine faire Verteilung der zusätzlichen Einnahmen zu besprechen.

Ich selber habe durch die Aktualisierung meines Nischenseiten-eBooks wieder Lust bekommen weitere eBooks zu schreiben und zu veröffentlichen. Das habe ich ja schon länger vor, aber die tägliche Blog-Arbeit etc. geht meist vor. Nach dem Ende der aktuell laufenden Nischenseiten-Challenge möchte ich mir aber endlich die Zeit nehmen, ein weiteres eBook zu schreiben und zu veröffentlichen.

Vielleicht mache ich das im Rahmen eines 13 Wochen Projektes, was den Druck und die Motivation für mich hochhalten würde. Mal schauen.

Verkauft ihr eigene eBooks und wenn ja, wie hat sich die MwSt.-Senkung auf eure Einnahmen ausgewirkt?

Geld verdienen mit eigenem eBook

5 Gedanken zu „Mehrwertsteuer auf eBooks von 19% auf 7% gesenkt – Auswirkungen und Erfahrungen“

  1. Ist auch irgendwo richtig so. Als eBook-Autor ist man ja auch bei der Buchpreisbindung nicht außen vor. Daher sollten auch die gleichen Umsatzsteuerregeln gelten. Immerhin wäre der Inhalt im Druckwerk der gleiche.

    Außerdem werden ja auch Bücher mit 7% besteuert, die von Verschwörungstheoretikern und Demokratiehassern verfasst werden. Das war bestimmt auch nicht im Sinne des Gesetzgebers. Buch ist Buch, egal von wem und egal in welcher Form es vorliegt.

    Für Autoren ist das doch ein glatter Jackpot. Gleicher Absatzpreise wie vorher, aber 12% Marge mehr.

    Antworten
  2. Sehr interessanter Beitrag, Peer!
    Ich habe mich noch gar nicht mit der Thematik eBooks auseinander gesetzt, was nun aber noch interessanter wird.
    Für mich stand die Thematik für nächstes Jahr auf den Plan, wenn meine Seite mit mehr Content gefüllt ist und ich eine gewisse Routine für mich selbst auch rein gebracht habe.

    Durch die Anpassung der Mehrwertsteuer, wodurch ja auch mehr hängen bleibt, wie Du ja auch schön erklärt hast, rückt die Thematik vielleicht doch noch etwas nach vorne.

    Vielen Dank für diesen Beitrag!

    Viele Grüße
    Tim

    Antworten
  3. Hallo Peer,

    ja, das ist eine sehr schöne Sache – auch, wenn sie zunächst mühsam war.

    Ich verkaufe meine e-Bücher bei Amazon, Digistore24 und über neobooks in zahlreichen Onlineshops.
    Bis DS24 und neobooks die Senkung der Mwst und somit höhere Netto-Einnahmen für die Autoren umgesetzt hatten, sind schon einige Wochen mit diversen Nachfragen meinerseits ins Land gegangen, mit den entsprechenden entgangenen Einnahmen in dieser Zeit :-(

    Nun habe ich die erste Gutschrift von Digistore24 nach der Umstellung erhalten und wundere mich über einen Posten, auf den zusätzlich zu den Nettoeinnahmen nur 7% USt. für mich ausgezahlt wurden. Da ich voll umsatzsteuerpflichtig bin und die Kundenbeziehung mit DS24 (und nicht dem Käufer des Buches) habe, sollte ich doch aber weiter die 19% erhalten, die ich ans Finanzamt abführen muß …

    Ist das noch jemandem aufgefallen? Wie ist das bei Dir, Peer?

    Ich habe leider von DS24 dahingehend noch keine klärende Antwort bekommen.
    Bei neobooks sind übrigens bei der Auszahlung die 19% drauf.

    Viele Grüße
    Anja

    Antworten

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