Warum das eigene Umfeld für Selbstständige so wichtig ist und wer dir wirklich schadet

Warum das eigene Umfeld für Selbstständige so wichtig ist und wer dir wirklich schadetSich selbstständig zu machen ist aufregend und das eigene Leben ändert sich dadurch spürbar.

Das eigene Umfeld reagiert allerdings ganz unterschiedlich darauf, wie ich damals selbst feststellen konnte.

In diesem Artikel gehe ich darauf ein, welche Personen in eurem Umfeld eurer Selbstständigkeit schaden können und warum das eigene Umfeld so wichtig ist.

Unter anderem werte ich eine Umfrage unter meinen Lesern aus und schildere meine eigenen Erfahrungen.

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Warum das eigene Umfeld für Selbstständige so wichtig ist

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Wer sich selbstständig macht, der entscheidet sich für ein Leben voller Möglichkeiten, aber auch mit vielen Risiken. Vor allem aber entscheidet man sich für eine Menge Arbeit.

Wer Single oder relativ ungebunden ist, für den ist das meist kein großes Problem. Wer dagegen eine Familie hat, für den ist es schon eine Gradwanderung, die nicht so einfach zu meistern ist.

Hinzu kommt das eigene Umfeld. Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde. Selbst Nachbarn haben oft eine Meinung zur eigenen Selbstständigkeit. Im Idealfall handelt es sich Interesse und Unterstützung.

Halte euch von Personen fern, die euch schaden

Leider ist es aber nicht immer der Fall, dass man Unterstützung erhält. Ein Teil des eigenen Umfeldes wird wahrscheinlich eher skeptisch sein oder sogar offen ablehnend. Das kann sehr demotivierend sein und damit der Selbstständigkeit schaden.

Es gibt z.B. jene, die von Anfang an der Meinung sind, dass das doch nichts werden kann. Irgendwie typisch deutsch, habe ich das Gefühl. Lieber das Glas halbvoll sehen, als die Möglichkeiten und Chancen in den Vordergrund zu stellen.

Neidische Menschen gibt es leider ebenfalls viele, die anderen nichts gönnen oder auch völlig falsche Vorstellungen haben. Zu den Mythen der Selbstständigkeit zählt unter anderem, dass viele denken, dass man als Selbstständiger automatisch massig Geld verdient und reich wird. Natürlich bietet die Selbstständigkeit viele Chancen, aber das geht nicht über Nacht. Gerade die ersten Jahre sind meist ziemlich hart, was Außenstehende meist nicht sehen.

Zudem gibt es die “Störer”. Die meinen es meist nicht böse, aber da man ja eh zu Hause ist, ist man doch auch immer erreichbar und hat Zeit. Dass man zu Hause ungestört arbeiten will/muss und das oft weit mehr als 8 Stunden am Tag, verstehen sie nicht.

Die Gefahr ist, dass man durch solche Menschen von der Arbeit abgehalten oder sogar demotiviert wird. Natürlich ist jeder Selbstständige anders und manchen machen negative Sprüche weniger aus als anderen. Dennoch sollte man sich genau überlegen, wie viel man mit diesen Leute zu tun haben will.

Ein offenes Gespräch hilft da oft schon weiter. So z.B. bei den “Störern”, denen man meist einfach nur erklären muss, dass man “auf Arbeit” ist. Andere kann oder will man nicht umstimmen. Hier sollte man sich gut überlegen, ob man den Umgang mit diesen Personen verringern sollte.

Wenn es das engere Familien-Umfeld betrifft, sollte man das Thema Selbstständigkeit auf jeden Fall vorher ansprechen und bestimmte Dinge klären.

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Wie euer Umfeld auf eure Selbständigkeit reagiert hat

Das ist ein wichtiges und spannendes Thema, was aber leider in so gut wie jedem Ratgeber zur Selbstständigkeit ignoriert wird.

Deshalb hat es mich interessiert, wie es euch bei der Gründung ergangen ist. Vor einer Weile habe ich eine Umfrage gestartet, wie euer Umfeld auf eure Gründung reagiert hat.

Hier seht ihr das Ergebnis:

Wie hat euer Umfeld auf eure Selbständigkeit reagiert?

Gut ein Viertel der Teilnehmer hat die Erfahrung gemacht, dass es gemischte Reaktionen gab. Hier gilt es sich dann eher an die Unterstützer zu halten.

Erschreckend ist allerdings, dass ein weiteres Viertel angegeben hat, dass sie kaum von ihrem Umfeld unterstützt wurden. Das macht den Start in die Selbstständigkeit sehr schwer. Hier hilft es auf jeden Fall das Gespräch zu suchen und sich zudem mit anderen Gründern und Selbstständigen zu vernetzen.

Das ist übrigens sowieso eine gute Idee, denn diese können die Probleme und Sorgen am besten nachvollziehen.

20% der Umfrage-Teilnehmer ist auf eher skeptische Reaktionen getroffen. Das ist an sich noch nicht das Problem, sofern man dennoch die Unterstützung erhält. Auch hier helfen Gespräche oft weiter. Und ganz ehrlich. Es gibt keine Garantie für eine erfolgreiche Selbstständigkeit, so dass man immer mit einer gewissen Unsicherheit gründet.

Lediglich 13% der Umfrageteilnehmer wurden vom eigenen Umfeld voll unterstützt. Das ist ein erschreckend niedriger Wert, wie ich finde. Wir scheinen in Deutschland tatsächlich kein wirklich gutes Gründer-Klima zu haben. Die meisten suchen doch eher die Sicherheit einer Anstellung oder verlangen vom Staat eine Rundum-Versorgung/Absicherung. Sie können nicht verstehen, warum man sich selbstständig macht.

Deshalb sollte man sich glücklich schätzen, wenn man zumindest von den wichtigsten Menschen im eigenen Leben voll unterstützt wird.

Wie mein Umfeld reagiert hat

Meine Gründung ist ja nun schon sehr lange her. Vor ziemlich genau 12 Jahren habe ich mich als Webdesigner selbstständig gemacht.

Meine Frau hat mich von Anfang an voll unterstützt, was unter anderem auch daran lag, dass ihre Mutter ebenfalls selbstständig war und sie damit schon wusste, wie das ist und worauf es ankommt.

Aber auch meine Eltern und die engere Familie haben mich immer unterstützt. Zu Anfang musste ich zwar dem einen oder anderen klarmachen, dass ich, nur weil ich zu Hause arbeite, nicht ständig verfügbar bin, sondern nur, wenn es wirklich wichtig ist. Das war aber recht schnell geklärt.

Im sonstigen Umfeld und bei meinen Freunden gab es sicher auch verschiedene Reaktionen. Nicht jeder verstand, was ich da eigentlich vorhatte und manche waren skeptisch. Aber richtig negativ hat niemand darauf reagiert.

Ich weiß im Nachhinein sehr zu schätzen, dass ich ein so gutes Umfeld für meine Selbstständigkeit hatte, auch wenn die ersten Jahre schwer waren.

Das hat sicher zur positiven Entwicklung meiner Selbstständigkeit beigetragen und mit den Jahren sind dann auch die skeptischen Stimmen verstummt.

Dennoch war es insgesamt nicht einfach Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen, wie ich im folgenden Video schildere, dass eine schon etwas ältere Antwort auf eine Leserfrage ist.

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Wie ist es euch mit eurem Umfeld ergangen?

Ich würde mich sehr über eure Kommentare freuen.

  • Wie war das bei euch, als ihr euch selbstständig gemacht habt?
  • Hat sich die Einstellung eures Umfelds mit der Zeit geändert?
  • Welche Tipps könnt ihr anderen Gründern geben?
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9 Gedanken zu „Warum das eigene Umfeld für Selbstständige so wichtig ist und wer dir wirklich schadet“

  1. Ein zweischneidiges Schwert, dieses Thema.

    Was ich für falsch halte ist, die Leute zu meiden, deren Meinung uns nicht gefällt. Das wäre typisch menschlich und nicht sonderlich intelligent. Wir entfernen immer instinktiv die Leute aus dem Umfeld, die Gegenwind bedeuten und umgeben uns mit solchen, deren Ansichten uns in den Kram passen. Das ist ein unbewusst laufender Prozess der negativen Verstärkung, wie beim operanten Konditionieren. Wir vermeiden grundsätzlich unangenehme Situationen – instinktiv.

    Das ist wie bei Sekten. Wenn ich in eine Sekte eintreten würde, dann kommen alle aus meinem Umfeld und nerven mich, dass ich es bloß nicht tun soll. Das mag ich dann natürlich nicht hören, wenn meine Entscheidung gefällt ist und fange an den Kontakt zu meiden. Irgendwann habe ich dann nur noch Sektenmitglieder in meiner Crew und die alle jubeln mir zu und bestärken mich in meiner Dummheit.

    Für viele Selbständige wäre es vermutlich besser gewesen, sie hätten ihre Entscheidung revidiert. Für andere war es der Weg zum Erfolg. Leider ist man immer erst hinterher klüger, so dass ich nicht generell sagen kann, dass die eine Verhaltensweise besser wäre als die andere.

    Wichtig ist nur, dass das grundlegende Verhalten dahinter immer das gleiche ist bei Menschen und den Fehler sollte man nicht machen. Es ist immer wichtig Leute zu haben, die die eigenen Ansichten stets hintnerfragen. Daher treffe ich mich auch gerne mit Leuten, mit denen es echt harte Diskussionen geben kann, weil sie total anders denken. Das ist zwar manchmal harte Arbeit, aber es schützt mich davor Scheuklappen anzulegen.

    Antworten
    • Hallo Peter,

      ganz kurz und knapp: Ich teile Deine Auffassung zu hundert Prozent.

      Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer hat schon Anfang des 19.Jahrhunderts angeführt: “Denn Sie hassen am Andersdenkenden nicht nur die andre Meinung, zu der er sich bekennt, sondern auch die Vermessenheit, selbst urteilen zu wollen; was sie ja doch selbst nie unternehmen und im Stillen sich dessen bewusst sind.”

      Und Shoppenhauer “zitiert” damit Deine Worte nur mit seinen eigenen :-)

      Antworten
      • Sehr richtig, sehr richtig.

        Und Schopenhauer hat auch gesagt, dass der echte Philsoph mit der Einstellung durchs Leben geht, dass er seine Überzeugungen sofort zu ändern / aufzugeben bereit ist, wenn er etwas hört, was den seinen Gedanken überlegen ist.

        Ja, er kannte die menschliche Natur gut und nur wenige sind dazu bereit sich so über ihre Instinkte hinwegzusetzen. Die meiten verfallen in Abewehrmechanismen, Verdrängung oder wie oben gesagt, sie fangen an den Kontakt mit Leuten zu meiden, die ihnen nicht in den Kram passen.

        Antworten
        • Es ist immer ein Balance-Akt, keine Frage. Offen für andere Meinung sollte man sein. Das ist sehr wichtig, um die eigenen Ansichten und Vorgehensweisen reflektieren zu können.

          Auf der anderen Seite ist es aber oft auch einfach zu viel und eben leider oft auch zu unqualifiziert, was andere so von sich geben. Von Neid und Missgunst gar nicht zu reden.

          Hier muss man also einen guten Mittelweg finden. Beide Extreme (alles auf sich zukommen lassen oder sich komplett abschotten) sind nicht gut.

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          • Absolut.

            Die Meinung der Doofen kann man natürlich getrost ausklammern. Die Stimmen zählen nicht.

  2. Ein separater Raum oder eine räumliche Trennung durch ein eigenes Büro außerhalb der eigenenen vier Wände ist recht hilfreich.
    Wie lief das bei dir Peer bevor du ein eigenes Büro hattest?

    Antworten
    • Ich habe viele Jahre im Heimbüro gearbeitet. Das war nicht groß, aber immerhin ein eigenes Büro in meinem Haus.

      Das ging auch grundsätzlich sehr gut. Aber irgendwann wollte ich dann doch eine stärkere Trennung von Arbeit und Privatleben.

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  3. Das ist wirklich ein Thema, dass man nicht unterschätzen sollte. Mein Freundeskreis belächelt mich eher und nimmt die Arbeit nicht richtig ernst, die ich mache. Aussagen wie, du schläfst den ganzen Tag sind mittlerweile keine Seltenheit… Das nervt natürlich, da die Wertschätzung für das was man gerne macht komplett fehlt. Wenigstens steht meine Familie voll und ganz dahinter und unterstützt uns.

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  4. Ich möchte mich selbstständig machen, jedoch finde ich nicht die Zeit dafür. Dafür müsste ich alleine wohnen, denke ich. Wenn andere sagen ich könnte das nicht machen oder sie geben ihr negative Meinungen dazu, dann fühle ich mich eingeschränkt.

    Manche sagen: Ich bräuchte viel Unterstützung bei einer Aufgabe. Ich könnte das nicht machen, weil ich das und das nicht habe. Ich bin schlecht in der Schule oder eben gut. etc.

    Ich bin deshalb gerne alleine.

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