Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom – Funktionen, Vorteile und Tipps

Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom - Funktionen, Vorteile und meine VorgehensweiseBevor man Fotos veröffentlichen kann, muss man diese in der Regel bearbeiten. Früher habe ich das mit Photoshop gemacht, aber mittlerweile nutze ich immer öfter Adobe Lightroom dafür.

Damit ist es einfacher und schneller viele Fotos auf einmal zu optimieren, aber auch einzelne Fotos können bearbeitet werden.

Welche Funktionen Lightroom mitbringt, welche ich davon bei meinen Blogs nutze und wie meine Erfahrungen mit Lightroom sind, erfahrt ihr im Folgenden.

Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom

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Ich muss vorausschicken, dass ich kein professioneller Fotograf bin und dadurch Photoshop und Lightroom sicher nicht in der vollen Breite der Möglichkeiten nutze.

Aber darum geht es hier auch nicht. Es geht darum, wie man als Blogger oder Website-Betreiber Lightroom nutzen kann, um die eigenen Fotos schnell und einfach zu optimieren.

Schließlich sind selbst bei sehr guten Kameras die Fotos nicht optimal, wie sie aus der Kamera “fallen”. Die Belichtung kann oft z.B. optimiert werden oder auch der Bildausschnitt.

Wie Lightroom dabei helfen kann und warum ich das Adobe Tool einsetze, erfahrt ihr im Folgenden.

Lightroom CC oder Lightroom Classic?

Ich habe auf meinem Rechner 2 Versionen von Lightroom installiert. Natürlich benötigt man für die tägliche Arbeit nur eine davon.

Die aktuelle Cloud-Version ist Lightroom CC, welche in einem monatlichen Paket mit Adobe Photoshop CC schon für rund 12 Euro zur Verfügung steht. Dabei erhält man auch zusätzlich Lightroom Classic. Man hat also die Wahl zwischen den beiden Version.

Der Unterschied liegt dabei vor allem bei der Cloud-Anbindung. Während Lightroom CC neben dem Desktop auch die Bearbeitung über das Web und Apps ermöglicht, liegt der Fokus der Classic Version auf dem Desktop. Hier gibt es keine Speicherung in der Cloud, anders als bei Lightroom CC.

Auch bestimmte andere Funktionen, wie automatisches Tagging und intelligente Suche sind nur in der Cloud-Version verfübar. Ansonsten aber ist auch die Classic Version eine vollwertige Bildverwaltungs- und Optimierungssoftware.

Die Oberfläche der beiden Versionen unterscheiden sich zudem ebenfalls etwas. Mir gefällt ehrlich gesagt die Classic-Oberfläche besser, weshalb ich damit arbeite. Aber das ist sicher Geschmackssache und ich benötige die Cloud-Funktionen einfach nicht.

Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom

Die folgenden Informationen und Screenshots stammen aus der Classic-Version.

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So funktioniert Lightroom

Als erstes lädt man die neuen Fotos in die Bibliothek von Lightroom, denn es ist vor allem eine Verwaltungssoftware, mit der man große Mengen an Fotos gut überblicken kann.

Dabei ändert Lightroom nicht den Speicherplatz der Fotos, sondern sammelt einfach deren Daten und eigene Angaben dazu in einer Datenbank. Und auch bei der Bearbeitung von Bildern wird das Originalbild nicht verändert (wenn man den Modus ‘Entwickeln’ nutzt), sondern Kopien gespeichert.

Optimal ist es dabei, wenn man die Fotos im RAW-Modus aufnimmt, falls die Kamera das unterstützt, statt als JPG oder einem anderen verlustbehafteten Format. Das hat den Vorteil, dass man in Lightroom dann viel mehr Möglichkeiten bei der Bildbearbeitung hat. RAW ist genau genommen gar kein richtiges Bildformat, sondern enthält alle unkomprimierten Informationen zu den Pixeln. Es wird auch als “digitales Negativ” bezeichnet.

In einem Tool wie Lightroom kann man diese dann sehr genau beeinflussen und am Ende der Bearbeitung das Bild in einem der üblichen Formate abspeichern.

5 Tipps für schöne Blog-Bilder

Hier nun ein paar praktische Tipps, wie ihr mit Lightroom aus euren Fotos das beste herausholen könnt. Natürlich muss man bei jedem Foto prüfen, was Sinn macht und wie man das beste Ergebnis erhält. Aber die folgenden Tipps wende ich bei den meisten meiner Fotos an.

Dabei kann man sowohl gleichzeitig viele Fotos anpassen, als auch ein einzelnes.

Automatische Anpassung
Lightroom bietet ein paar automatische Anpassungsmöglichkeiten an, mit deren Hilfe man schnell zu Ergebnissen kommt. Diese findet man unter dem rechten Reiter “Grundeinstellungen” im Bereich “Entwickeln”.

So kann man z.B. einen automatischen Weißabgleich vornehmen lassen, der das Bild meist deutlich heller und “strahlender” erscheinen lässt.

Ebenfalls automatisch kann man eine Tonwert-Kontrolle durchführen lassen. Dabei werden die Tonwerte optimiert und das Bild erscheint oft gesättigter.

Vorgaben
Es gibt standardmäßig eine Menge Vorgaben, die in Lightroom enthalten sind und die man auf Fotos anwenden kann. Diese findet man ebenfalls im Bereich “Entwickeln” und dort links unter Vorgaben.

Dort hat man viele Vorgaben, z.B. aus den Bereichen “Farbe”, “Kreativ”, “S/W”, “Gradiationskurve” und anderen. Diese sind für viele Fotos schon sehr gut. In dem man einfach mit der Maus darüberfährt, kann man das Ergebnis in der Vorschau sehen.

Aber man kann natürlich auch selber Vorgaben erstellen und bestimmte Einstellung auf diese Weise speichern und mit einem Klick auf andere Fotos anwenden.

Manuelle Anpassung
Die manuelle Anpassung erfolgt über die Optionen im Bereich “Entwickeln”. Auf der rechten Seite findert man diverse Schieberegler, die man einzeln nutzen kann.

So kann man damit z.B. Farb- und Helligkeitseinstellungen vornehmen, aber auch die Gradationskurve anpassen oder bestimmte Effekte anwenden. Die Möglichkeiten sind hier sehr umfassend und man sollte damit viel herumspielen und die einzelnen Optionen ausprobieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Beschneiden
Natürlich gibt es auch eher klassische Bearbeitungs-Funktionen, wie etwa das Beschneiden von Bildern. Mit dem Freistellen-Tool kann man bequem die Ränder beschneiden und z.B. auch eine Drehung vornehmen.

Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom

Retusche
Ebenfalls eine recht nützliche Funktion ist die “Bereichsreparatur”. Hiermit kann man einzelne Stellen auf dem Bild reparieren, in dem man einen anderen Teil dort einfügt.

Das ist sehr elegant gelöst und auf diese Weise kann man ansonsten tolle Fotos retten.

Weitere Funktionen sind z.B. das Taggen von Bildern und das Bewerten. Auch die Positionierung von Fotos auf einer Weltkarte ist automatisch oder manuell möglich. Ebenso kann man ein Fotobuch erstellen und eine Diashow. Nicht zuletzt kann man die Fotos direkt aus Lightroom drucken oder eine Web-Galerie erstellen.

So nutze ich Lightroom

Während ich bei den meisten meiner Websites und Blogs wenig Fotos nutze, sieht das bei meinem Brettspiel-Blog deutlich anders aus. Hier bietet es sich natürlich an Fotos von den einzelnen Brettspielen in Reviews und andere Artikel einzubauen.

Das nutze ich ausgiebig und setze dafür immer stärker auf Adobe Lightroom. Ich fotografiere bei unterschiedlichen Lichtverhältnisse und habe derzeit noch kein richtiges Foto-Studio mit einer professionellen Beleuchtung (auch wenn ich gerade daran arbeite).

Das sorgt dafür, dass die Fotos von den Spielen mal heller und mal dunkler sind. Das gleiche ich mit Hilfe von Lightroom aus und sorge so für schärfere und knackigere Bilder.

Hier ein Beispiel. Auf der linken Seite seht ihr das Original-Foto und auf der rechten Seite die Lightroom-Überarbeitung mit 2 Klicks.

Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom

Die Retusche-Funktion nutze ich dagegen selten, auch wenn sie wirklich gut ist. Aber da ich keine Personenfotografie mache, ist es in der Regel nicht nötig.

Das Beschneiden wiederum ist eine nützliche Funktion, die ich nutze, um Fotos hin und wieder schon mal anzupassen. Gerade für den Blog nutze ich dann aber noch Photoshop, wenn ich die Fotos in ein bestimmtes Format für den Einbau in einen Artikel bringen will.

Wo Lightroom mir wirklich viel Arbeit abnimmt ist die Vorbereitung von Fotos für meine Unboxing-Videos. Hierfür nehme ich nicht nur ein Video auf, sondern mache auch Fotos vom Spielmaterial. Mit Lightroom optimiere ich diese, bevor ich sie mit Davinci Resolve in das Video einbaue.

Fazit

Ihr habt sicher gemerkt, dass ich kein professioneller Fotograf bin und ich nutze bei Lightroom sicher nicht alle Möglichkeiten voll aus. Aber das ist auch gar nicht notwendig, denn für das was ich brauche, reicht ein Teil der Funktionen vollkommen aus.

Allerdings arbeite ich mich gerade in weitere Funktionen ein, denn es macht einfach Spaß mich damit zu beschäftigen. Man lernt halt nie aus. Deshalb wird es sicher in Zukunft nochmal einen weiteren Artikel zu Adobe Lightroom geben.

Wer eine kostenlose Alternative sucht, für den habe ich ebenfalls ein paar Tipps parat.

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3 Gedanken zu „Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom – Funktionen, Vorteile und Tipps“

  1. Hallo Peer,

    Lightroom ist auch für mich das Bildbearbeitungsprogramm, das ich am meisten nutze.
    Ebenso wie du benutze ich Lightroom Classic. Für mich ist Lightroom ein geniales Bildbearbeitungsprogramm.

    Man kann extrem viel aus den Bildern herausholen, vorausgesetzt man fotografiert im RAW Modus. Wenn ich Texte in die Bilder einbauen will, bearbeite ich die Fotos noch zusätzlich mit Photoshop CC. Beide Programme sind ja im Abo vorhanden.

    Was für Webseiten wichtig ist, sind die Komprimierungsfunktionen in beiden Programmen. Damit kann ich die bearbeiteten Bilder “verkleinern” und für das Internet anpassen, damit sie einigermaßen schnell geladen werden.

    Schöne Grüße

    Volker

    Antworten
  2. Hallo Peer, das vorher nachher Bild von deinem Brettspielblog ist wirklich ein gutes Beispiel. Ich selber habe auch schonmal mit Lightroom rum experimentiert, wenn man jedoch noch nie Berührungspunkte mit so einer Software hatte, dann fällt es schwer sich da rein zu arbeiten.

    Aktuell nutze ich sehr unprofessionell die Software von meinem Handy. Die Bilder sehen danach auch besser aus und es ist wirklich idiotensicher. Denke, dass das für die meisten ausreicht. Die Abosysysteme von Adobe schrecken ebenfalls ab. Wer nur mal ein Bild bearbeiten will, für den ist das nichts.

    Antworten
    • Das ist natürlich richtig. Für ein paar Fotos lohnt es sich nicht. Aber wer viele Fotos verwalten und bearbeiten muss, für den lohnt sich das schon.

      Antworten

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