Alles kostenlos im Netz? Wie du trotzdem Geld verdienst!

Alles kostenlos im Netz? Wie du trotzdem Geld verdienst!Mit dem Internet ist auch eine ganz neue Form des Konsums entstanden. Man bekommt fast alles kostenlos.

Die Erwartungshaltung, dass man alles umsonst bekommt, ist besonders stark bei jüngeren Zielgruppen ausgeprägt und beeinflusst in vielen Bereichen den Aufbau von neuen Geschäftsmodellen. Viele klassische Geschäftsmodelle im Bereich Informationen und Dienstleistungen funktionieren im Internet nicht mehr.

Wie du trotzdem Geld verdienen kannst, erfährst du im Folgenden.

Kostenlos ist nicht gleich kostenlos?

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Nicht alles, was wir landläufig als kostenlos ansehen, ist auch wirklich kostenlos.

Einige Varianten von “kostenlos” sind:

  • Komplett kostenlos

    Hierunter fallen z.B. Hobby-Software-Projekte, die Wikipedia, wirklich werbefreie Blogs etc.. Menschen machen etwas in der Freizeit, verwirklichen sich selbst und tun es einfach zu ihrer eigenen Befriedigung.

  • Teilweise kostenlos

    Oft es ist im Software-Bereich so, dass die Software kostenlos ist, aber der Support etwas kostet. Das funktioniert teilweise sehr, sehr gut.

  • Werbefinanziert

    Hierbei handelt es sich um indirekte Kosten. Ich muss mir Werbung anschauen. Oder es werden persönliche Daten gesammelt, die dann für Werbung genutzt werden.

  • Querfinanzierung

    Ein Produkt finanziert das andere. Die Monetarisierung ist auf andere Produkte oder auf einen späteren Zeitpunkt (durch gewonnene Marktanteile) verlagert.

Daran sieht man, dass wirklich nur die wenigsten Angebote wirklich kostenlos sind. Gerade im Business-Bereich hat natürlich niemand etwas zu verschenken.

Die Frage ist nun, wie man als Unternehmen oder Selbstständiger in der “Kostenlos-Kultur” ein lohnendes Geschäftsmodell etablieren kann.

Ist das alles neu?

Auch wenn man das Gefühl hat, dass das Thema “kostenlos” ein Phänomen ist, welches durch das Internet entstanden ist, so gibt es dies doch schon viel länger.

Es war 1895 als ein Herr Gillette darüber nachdachte, wie er in der harten Konkurrenzsituation erfolgreich sein könnte. Eines Tages kam ihm die Idee, statt der bisher üblichen Rasiermesser, austauschbare Rasierklingen zu entwickeln.

In den folgenden Jahren versuchte er alles mögliche, um seine Produkte an den Mann zu bringen. Auch wenn die Idee genial war, verkaufte er im ersten Jahr gerade mal ein paar hundert Rasierer.

Nach vielen Marketing-Maßnahmen kam er auf die Idee, den Rasierer selbst zu verschenken (bzw. sehr, sehr günstig abzugeben) und nur die Rasierklingen zu verkaufen. Das Ergebnis war, dass Millionen Männer einen Rasierer hatten und nun Klingen brauchten.

Solche Beispiele gab es danach haufenweise und viele Firmen haben sich dieses Geschäftsmodell zu eigen gemacht. Smartphones bekommt man fast kostenlos, man bezahlt nur für die Dienste etc..
Kaffeeautomaten werden in Firmen kostenlos aufgestellt und man verdient am Verbrauch.

Das Geschäftsmodell “Kostenlos” ist also nicht neu, es hat mit dem Internet nur eine neue Dimension erreicht. Während es mit physikalischen Produkten noch recht gut kalkulierbar und kontrollierbar war, ist es mit digitalen Produkten eine ganz andere Sache.

Ohne Produktions- und Vertriebskosten ist es viel einfacher digitale Produkte kostenlos zu veröffentlichen. Deshalb ist es im Internet auch schwieriger, das Gillette-Modell umzusetzen.

Das musste z.B. Netscape erfahren, die Mitte der Neuziger die Software-Welt revolutionierten, indem sie ihren Browser verschenkten. Leider ging das Geschäftsmodell (spezielle Software für Unternehmen zu verkaufen, die auf den Netscape-Browser zugeschnitten war) nicht auf, da andere daraufhin ebenfalls kostenlose Software veröffentlichten und niemand mehr dafür bezahlen wollte.

Es stellt sich also die Frage, wie man in Zeiten des Internets trotz der vielen, vielen kostenlosen Informationen Geld verdienen kann.

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Es gibt kein wirkliches Geschäftsmodell “kostenlos”

Wie man schon weiter oben an den Varianten gesehen hat, gibt es kein wirkliches Geschäftsmodell “Kostenlos”. Unternehmen haben unter dem Strich nichts zu verschenken.

Um also mit denen zu konkurrieren, die kein Geld verdienen müssen (zumindest nicht sofort), muss man sich schon etwas besonderes einfallen lassen.

Werfen wir dafür erstmal einen Blick auf die Nachteile von kostenlosen Informationen:

  • Wenn etwas kostenlos ist, wird es oft beliebig. Man freut sich zwar über kostenlose Infos, verbindet damit aber oft keinen Wert. Viele Leute verbinden physische Güter mit Kosten. Musik auf CDs darf etwas kosten, als MP3-Dateien wollen viele die Musik aber kostenlos.
  • Wenn etwas kostenlos ist, kann es nicht besonders gut sein. Natürlich kann man das nicht pauschalisieren. Aber viele Buchautoren werden als kompetenter wahrgenommen, als z.B. Blog- oder eBook-Autoren. Zumindest in klassischeren Zielgruppen.
  • Viele Kostenlos-Startups sind heute nur darauf aus Marktanteile zu gewinnen und dann gekauft zu werden. Das funktioniert aber leider nur bei den wenigsten.
  • Es gibt Erfolgsstories, die einzelne Firmen, Bands, Künstler etc. zeigen, die mit kostenlosen “Produkten” erfolgreich waren. Das funktioniert aber nur, wenn nur ein Teil dies so macht. Wenn alle Bands ihre Musik kostenlos bereitstellen würden, würde das Modell nicht mehr funktionieren. Und auch heute wird nicht jede Band, die ihre Musik bei YouTube oder Spotify einstellt, erfolgreich.

Das Problem, was sich uns also stellt, ist, dass kostenlose Informationen und Produkte zwar sehr gern genommen werden und ein große Verbreitung finden, dass aber kaum jemand bereit ist, für diese Dinge später Geld zu bezahlen.

Das heißt im Umkehrschluss, dass “kostenlos” nur ein Teil unserer Strategie sein kann. Die Frage ist also nicht, wie kann ich mit kostenlosen Produkten erfolgreich sein, sondern wie kann ich kostenlose Produkte (oder Informationen) nutzen, um kostenpflichtigen Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen.

Vorteile von bezahlten Informationen gegenüber der Masse an freien Infos

Auch wenn hier im Blog immer wieder Leser schreiben, dass es doch alles kostenlos gibt und sie nie für Informationen/Produkte bezahlen würden, so ist das nur die halbe Wahrheit.

Die folgenden Liste der möglichen Vorteile eines kostenpflichtigen Produktes zeigen in vielen Punkten auch Nachteile der kostenlosen auf.

  • Die Informationen in einem Fachbuch sind in der Regel gut zusammengefasst, geordnet und bauen aufeinander auf. Informationen über Suchmaschinenoptimierung findet man im Internet haufenweise. Meist sind es aber immer nur Artikel über einzelne Aspekte, die dann auch vom Alter und damit der Aktualität schwanken. In einem Buch oder eBook wird das Thema umfassend behandelt.
  • Die Präsentation von kostenpflichtigen Produkten ist oft besser. Ich vermisse schon immer mal wieder ein schönes und informatives Booklet, wenn ich ein neues MP3-Album gekauft habe.
  • Über den Punkt Qualität kann man sicherlich diskutieren. Allerdings bekommt man häufig doch eine bessere Qualität (in verschiedenen Bereichen wie Inhalt, Aufbau, Rechtschreibung, Aktualisierung etc.) bei kostenpflichtigen Produkten, Dienstleistungen und Informationen.
  • Es dauert doch recht lange, bis man im Internet bestimmte Informationen zusammen gesucht hat. Gerade für Einsteiger in eine Materie ist der Punkt Zeitersparnis oft ein wichtiger. Und den bezahlt man dann auch gern.
  • Die Verfügbarkeit ist bei digitalen Produkten so eine Sache. Gerade bei zeitlosen Informationen will man später immer mal wieder darauf zugreifen. Und da ist es einfacher ein Buch zur Hand zu nehmen oder z.B. in den Mitgliedsbereich zu gehen und dort die gesammelten Infos liegen zu haben. Die spezielle Info nochmal über Google zu suchen, ist meist aufwendiger und nicht immer von Erfolg gekrönt.
  • Kostenpflichtige Produkte und Informationen bieten oft einen zusätzlichen Support an.
  • Wenn eine Dienstleistung oder Information etwas kostet, dann sorgt dies auch für eine gewisse Exklusivität. Und zumindest für einen Teil der Zielgruppe ist das Grund genug, Geld dafür hinzulegen.

Diese Vorteile mögen nicht für jeden von euch ausreichen, um Geld dafür hinzulegen. Aber das muss auch nicht sein.

Denn die Grundphilosophie des Geschäftsmodell “Kostenlos” ist:
Kostenlose Produkte sorgen für Reichweite, die man dann nutzt, um an einen Teil dieser Gruppe dann kostenpflichtige hochwertige Produkte zu verkaufen.

Das ist das eigentliche Geheimnis hinter diesem Geschäftsmodell und die Antwort auf die Frage “Alles Kostenlos im Netz? Wie man trotzdem Geld verdient!”.

So nutzt man kostenlose Inhalte

Es gibt viele Beispiele für dieses Geschäftsmodell.

So haben z.B. Microsoft und Adobe lange Jahre das Raubkopieren ihrer Software-Produkte geduldet, da man so eine große Marktdurchdringung erreicht hat. Photoshop ist z.B. der Quasi-Standard im Bereich Bildbearbeitung geworden.

Heute nutzen viele Jugendliche Photoshop und wenn sie dann in Firmen kommen, haben Sie bereits viele Erfahrungen mit Photoshop und die Firmen kaufen dann diese Software.

Firefox vertreibt seinen Browser auch kostenlos, verdient aber Millionen damit. Wie? Google bezahlt viel Geld, damit als Standard-Suchmaschine in Firefox eben Google eingestellt ist.

Es gibt viele kostenlose Online-Rollenspiele und Browsergames, welche viel Geld in der Entwicklung gekostet haben. Um schneller im Spiel voran zu kommen, kann man im Spiel aber Items kaufen, wenn man das möchte.

Viele Tageszeitungen bieten einen Teil ihrer Inhalte kostenlos im Netz an. Der andere Teil der Inhalte (im idealfall der interessanteste) ist kostenpflichtig und das teilweise auch für einem ziemlich hohen Preis.

Viele Experten veröffentlichen hochqualitative Inhalte im Web, verdienen dann aber ihr Geld mit Consulting, eBooks oder Vorträgen. Letzteres mache ich ja mit meinem Blog und meinem Nischenseiten-Aufbau E-Book aus so.

Freemium-Modell

So wäre es zum Beispiel denkbar, dass ein Blogger ein Freemium-Geschäftsmodell umsetzt. Einen Teil der Inhalte veröffentlicht er kostenlos, z.B. die Artikel einer thematischen Serie. Zusätzliche Informationen im Form von Video, Audio, Checklisten, einer einstündigen pesönlichen Beratung, eBooks etc. kosten aber Geld.

Man könnte auch die selben Infos in diversen Varianten anbieten, die dann unterschiedlich viel kosten:

  1. Einzelcoaching
  2. als kostenpflichtiger Kurs inkl. Support
  3. kostenpflichtiges eBook + Audio + Video
  4. als kostenloser PDF-Download (Basisinfos)

Wer eine persönliche Betreuung haben will, der bezahlt am meisten.

Man könnte Informationen auch zeitlich staffeln. Wer bestimmte Infos sofort haben will, der muss dafür bezahlen. Das habe ich erst letztens bei einem Blog für Finanzinfos gesehen. Wer Börsen- und Aktiennews schon früh um 7 Uhr haben wollte, der musste dafür bezahlen. Ab 12 Uhr waren Sie dann kostenlos.

Oder man gibt so große Teile seiner Produkte kostenlos heraus, dass man die Nutzer damit schon bindet und diese bereit sind, für den Rest zu zahlen. Bei einem Online-Rechnungs-Service könnten bis zu 10 Rechnungen im Monat kostenlos sein. Wer mehr braucht, der zahlt dann dafür.

Wichtig ist dabei:
Kostenlose Infos sind die, deren Kosten für mich relativ niedrig liegen (deshalb bieten sich gerade digitale Info-Produkte an). Also Infos, die ich z.B. sowieso habe als Selbstständiger.

Ich hatte früher z.B. einen Kunden, der renoviert Treppen. Er verkauft auch recht günstig das notwendige Material und stellt die Anleitung dafür und Tipps online in seiner Website bereit. Die Kunden könnten also auch selbst ihre Treppen renovieren, nur zu den Material-Kosten.

Er bekommt aber viele Aufträge. Warum? Viele denken erst: “Das mache ich selber”. Doch die Anleitung zeigt ihnen dann, dass es wohl doch ein Profi machen sollte. Qualität und Zeitersparnis sind hier der Grund dafür, dass die Leute bereit sind, mehr Geld zu zahlen.

Fazit

Es ist ein sehr komplexes Thema, welches in den nächsten Jahren weiter spannend bleiben wird. Und ich weiß auch, dass es genügend Leute geben wird, die nun denken “Ich bezahle trotzdem nicht für Info, die ich im Web kostenlos finde.” Doch gerade im B2B-Bereich sind Unternehmen sehr oft bereit Geld hinzulegen, auch wenn es die notwendigen Infos im Web kostenlos gibt.

Es hängt eben stark von der Zielgruppe ab.

“Alles kostenlos” ist jedenfalls nicht die Zukunft, auch wenn der ein oder andere das voraussagt. Die Masse an kostenlosen Informationen ist mittlerweile so gewaltig, dass Kosten auch bereinigend und regulierend wirken können.

Man muss also keine Angst vor “kostenlos” haben. Im Gegenteil, wenn man kostenlose Dinge optimal für sich nutzt, kann man davon sehr profitieren.

Wie nutzt ihr kostenlose Angebote, um damit Geld zu verdienen?

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6 Gedanken zu „Alles kostenlos im Netz? Wie du trotzdem Geld verdienst!“

  1. Bei Werbefinaziert könnte man noch die ganzen Arten von In-App-Advertising nennen wie Rich-Media-Ads, Native Ads, Interstitials-Ads, Overlay Ads, Captureform Ads, Notification Ads:und vor allem zukünftig Video-Ads (einschl. rewarded videos).

    By the way, das ganze Thema In-App-Apps oder auch generell Apps kommt hier noch zu kurz auf SiN, wären mal Artikel wert … ;-)

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    • Das Thema kommt zu kurz, das stimmt. Aber da ich da nicht aktiv bin, könnte ich da nur theoretisch drüber schreiben und das bringt wenig, denke ich.

      Antworten
  2. Ich selbst bin etwas spendabler geworden seit ich von 20 Jahren selbst angefangen habe Geld zu verdienen. Nicht wegen dem Geld, sondern weil die gute Leistung belohnt gehört.

    Viele Blogs und Medien liefern heute aber durch die indirekte Finanzierung auch nichts mehr, wofür ich Geld bezahlen würde, weil es eben Werbung in Artikelform ist. Was bei diesem Artikel, der wieder sehr fundiert ist, nicht der Fall ist.

    Mir ist sehr unklar, wann die Menschen viel und wenig Geld ausgeben und wie man an solche gut zahlenden User kommt, was aber generell viele zu beschäftigen scheint.

    Mich frustriert es aber schon sehr, dass es diese Erwartungshaltung gibt, das alles kostenlos zu sein hat und man sich dann empört, wenn das indirekte Bezahlmodell Daten sammelt oder anders skurril erscheint.

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