Google auf dem Weg zur dunklen Seite der Macht?

Die Google Suche ist gerade 15 Jahre alt geworden, was in Internet-Maßstäben schon fast ein biblisches Alter ist.

Doch von dem damaligen Google ist kaum noch etwas geblieben. Die früher so oft zitierte Firmenphilosophie Don’t be evil ist kaum noch zu hören.

Stattdessen zeigt Google immer mehr Züge eines Großkonzern, dem es nur ums Geld seiner Aktionäre geht. Das ist an sich nicht überraschend oder ungewöhnlich, widerspricht aber vielem, was Google früher bei den damaligen Big Playern angeprangert hat.

Ist Google auf dem Weg auf die dunkle Seite der Macht? Oder ist man dort bereits angekommen?

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Google auf dem Weg zur dunklen Seite der Macht?

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Eines möchte ich bereits zu Beginn klarstellen. Google ist ein Unternehmen und natürlich ist es das Kernziel eines jeden Unternehmens Geld zu verdienen. Das ist weder verwerflich, noch falsch.

Allerdings spielt es schon eine Rolle, wie man dieses Ziel verfolgt und ob man die eigenen Werte und Prinzipien irgendwann einfach über Bord wirft.

Google war lange Zeit mein Lieblings-Internet-Konzern, da er wirklich kreativ und dabei dennoch mehr oder weniger fair rüberkam. Doch mittlerweile sehe ich das eher skeptisch.

Doch ist Google wirklich so böse wie manche behaupten?

Services

Ein großer Faktor für den Erfolg von Google war die Bereitstellung diverser kostenloser Services. Unter anderem nutzen Millionen Websites Google Analytics, welches ein sehr gutes Statistik-Tool ist.

Doch nun scheint Google nach und nach die Funktionen einzuschränken. Zumindest fällt die für viele so wichtige Keyword-Recherche weg, da mittlerweile fast alle Suchbegriffe durch “not provided” unkenntlich gemacht wurden.

Das nun auch in Deutschland gestartete Analytics Premium lässt einige befürchten, dass Google den kostenlosen Stat-Service irgendwann einstellen wird. Mit anderen kostenlosen Services, wie z.B. Google Reader, hat man es ja auch gemacht.

Die angebotenen kostenlosen Services waren für Google sehr wichtig und sind es auch heute noch. Ich glaube nicht, dass Google auf absehbare Zeit seine erfolgreichen kostenlosen Services einstellen wird, denn sie bringen dem Konzern etwas sehr wichtiges: Daten. Und selbst wenn sie es tun, dann ist es ihr gutes Recht.
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Kooperationen

Viele fanden es cool, als Google bekannt gegeben hat, dass die neue Android Version KitKat heißt. Ich finde es eher bedenklich.

Zum ersten mal hat Google die Namensrechte seines mobilen Betriebssystems verkauft. Der Nestle-Konzern ist kein unbeschriebenes Blatt und die Tatsache, dass Google eine Kooperation mit Nestle eingegangen ist, lässt doch recht tief blicken.

Andere Kooperation sind aber sicher noch problematischer. So scheint es wohl doch so gewesen zu sein, dass Google mit der NSA kooperiert und Nutzerdaten herausgegeben hat.

Nun sind Kooperationen an sich nichts schlimmes und eine Software nach einem Schokoriegel zu nennen bedeutet sicher nicht den Weltuntergang. Dennoch hat Google mittlerweile keine Probleme mehr auf Methoden zurückzugreifen, die man früher den damaligen großen Konzernen vorgeworfen hat.

Werbung

Google lebt größtenteils von Werbung, das ist kein Geheimnis. Ohne AdWords wäre Google nur eine Internet-Firma unter vielen. Deshalb ist es nicht überraschend, dass Google alles tut, um AdWords weiter wachsen und gedeihen zu lassen.

Dass man allerdings auch mit dem recht umstrittenen AdBlock Plus Anbieter kooperiert und offenbar viel Geld bezahlt hat, um dort auf der Whitelist zu landen, ist zumindest fragwürdig. Ich bin kein Fan dieser Werbeblock-Software, aber das Beispiel zeigt sehr gut, dass Google um jeden Preis seine Werbung weiter wachsen lassen möchte.

Aber Google ist vor allem daran interessiert, noch mehr über seine Nutzer zu erfahren und da scheint der viel gescholtene Cookie wohl nicht mehr zu reichen. Stattdessen plant Google diesen abzuschaffen und stattdessen ein “anonymes Identifizierungsprogramm” einzuführen.

Der Name bereitet schon Bauchschmerzen und klingt wie der Produktname eines typisches Konzern, der die wahre Funktion eines Produktes verschleiern soll. Angeblich sollen die Nutzer damit besser geschützt werden, aber in der Realität läuft es wohl eher darauf hinaus, dass Google noch mehr Einfluss auf die Datenerfassung haben möchte und so eine proprietäre Lösung natürlich die Marktmacht von Google in der Online-Werbung stärken würde.

Google besitzt bereits ein großes Stück des Online-Werbekuchens und scheint diese Dominanz weiter ausbauen zu wollen. Dass man dies unter dem Deckmantel des besseren Schutzes der Nutzersicherheit ankündigt, zeigt deutlich wie Google mittlerweile tickt.
Netzneutralität

Auch beim Thema Netzneutralität hat sich Google von alten Werten mittlerweile abgewandt. Vertrat man früher noch die Meinung, dass die Netzneutralität das wichtigste sei, so sieht man dies heute offensichtlich anders. Kein Wunder, war man früher doch nur eine Suchmaschine, während man heute zumindest in den USA bereits als ISP auftritt und Netzzugänge anbietet.

Früher hat man andere ISPs für ihre Haltung kritisiert, heute übernimmt man deren Standpunkte, wie auf wired.com zu lesen ist.

Es ist schon recht deutlich zu erkennen, dass Google viele der früher kritisierten Standpunkte anderer Konzerne mittlerweile übernommen hat, weil man so einfach mehr verdienen kann.
Fazit

Google ist schon lange nicht mehr der Netzrebel, der es früher war. Ging es Google vor 10 Jahren noch darum das Netz zu einem besseren Platz zu machen und durch zufriedene Kunden und einen fairen Umgang mit diesen Geld zu verdienen, so wandelt man sich immer mehr zu einem klassischen Konzern, bei dem die Quartalszahlen und Aktionäre das Maß aller Dinge darstellen.

Nun ist es aber nicht so, dass Google damit alleine steht. Alle großen Konzerne sind vor allem ihren Aktionären verpflichtet und da bleibt für gute Taten und Idealismus nicht viel Platz.

Insofern habe ich auch kein Problem damit und möchte Google nicht an den Pranger stellen. Man sollte sich nur von der Vorstellung verabschieden, dass Google etwas besonderes ist und auf der Seite der Nutzer steht. Die Zeiten sind vorbei.


Umfrage

Ist Google zur dunklen Seite der Macht gewechselt?

  • Sie sind auf dem Weg dorthin. (50%, 122 Stimmen)
  • Google stand schon immer auf der dunklen Seite. (24%, 60 Stimmen)
  • Google ist immer noch besser als Facebook. (14%, 34 Stimmen)
  • Ist mir egal. (8%, 19 Stimmen)
  • Nein, Google ist nicht böse. (4%, 11 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 246 (1 Stimmen)

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37 Gedanken zu „Google auf dem Weg zur dunklen Seite der Macht?“

  1. Meistens ist es doch eigentlich so, dass alle “coolen” Firmen eine Art Kreislauf durchlaufen. Erst sind sie anders als das, was da ist, dadurch werden sie groß. Sind sie erstmal groß, wollen sie groß bleiben, daher passen sie sich an, werden vorsichtig, schauen verstärkt auf den Profit, werfen Werte über Bord, wie im Artikel beschrieben, und dann kommt eine andere “coole” Firma, die wieder anders ist, die dadurch groß wird, dann groß bleiben will, etc…
    Bin schon gespannt, wie Suchmaschinen in 10 Jahren aussehen, oder welche Social Media Plattform sich bis dahin entwickelt hat…

    Antworten
  2. Google ist schon lange nicht mehr das, wofür es mal stand und wofür die beiden Gründer damals gekämpft haben. Es geht mittlerweile nur noch um viel Macht und viel Geld.

    Es gab schon viele Unternehmen & Staaten oben an der Spitze, die irgendwann untergegangen sind…auch Google wird es irgendwann treffen.

    Antworten
  3. Das ist alles korrekt und ich kann deinem Bedenken nur all zu gut zustimmen. Auch wir leben mit unserem Shop sehr viel von AdWords.

    Andererseits investiert google auch wahnsinnig viel in wirklich interessante Projekte. Aktuelles Beispiel ist die Verlängerung des Lebens durch Auswertung von Meta-Daten, ein wirklich ehrgeiziges Projekt. Google ist wirklich überall zu finden, sie werden nach und nach zu einem übermächtigen Weltkonzern der überall seine Hände drin hat. Ob das in Zukunft gut oder schlecht für uns ist, steht auf einem anderen Blatt.

    LG
    Patrick

    Antworten
  4. Das Internet entwickelt sich mittlerweile in eine Richtung, die nicht im Interesse der Allgemeinheit sein kann. Die Nutzer werden schamlos ausgespäht, begründet mit einem Feigenblatt der allgemeinen Sicherheit etc. Dann können ein paar Hacker mal eben ein paar Millionen Kundendaten von Vodafone, Adobe (meine auch) usw. stehlen. Was kommt von den Unternehmen? Eine lapidare Entschuldigung und der Hinweis, dass die Sicherheit der persönlichen Daten ja immer im Vordergrund stehen würde. Die freie Meinung kann man auch kaum noch äußern. Passt einem Unternehmen etwas nicht, hat man gleich die kleffenden Abmahnhunde am Bein. Verwendet man bestimmte Wörter wird man gleich bei irgendwelchen Geheimdiensten geflaggt und wird erstmal einer “Online-Durchsuchung” unterzogen. Das Internet wird immer mehr zu Gotham City. Nur der Netz-Batman ist nicht in Sicht.

    Und Google? Ich mag Google nicht. Google gibt uns vor, wie wir das Netz zu nutzen haben. Wie ich meine Internetseite zu gestalten habe. Wen ich von dieser Seite verlinken darf und wen nicht. Wie ich verlinken darf. Wie ich meine Texte schreiben soll. Der unbedarfte Surfer wird gar nicht mitbekommen, wie Google-gesteuert er ist. Jemand, der mit dem Internet arbeitet, sieht das denke ich schon anders. Ich arbeite mit dem Internet, also muss ich Google mögen, lieb zu Google sein, es umgarnen, denn bin ich mal in Ungnade gefallen, kann es existenzbedrohend werden.

    Google, ich habe dich lieb! NICHT!

    ;-)

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  5. Google ist ein gewinnorientiertes Unternehmen, darin besteht überhaupt keinen Zweifel. Dementsprechend versucht Google auch mit vielen neuen Produkten oder den Einkauf von Unternehmen diese weiter zu steigern.

    Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Google ohne Blogger, Seitenbeitreiber & Co nicht existieren kann, da der Google-Motor immer noch mit dem Liefern von Suchergebnissen betankt wird.

    Sollte sich Google dennoch davon abwenden, was ich sehr bezweifle, so stehen Bing und Yahoo bereits in den Startlöchern.

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  6. Sehr kritische Worte, die aber genau ins Punkt treffen!
    Google wird zu einem Großkonzern und muss sich seinen Aktionären verantworten. Das Bild von Google muss uns aber bewusst sein. Deine deutlichen Worte zeigen sehr klar, wie wir Google in Zukunft zu sehen haben. Das macht dir Sache jedoch nicht einfacher.

    Zum Beispiel das Thema der Keyword Recherche liegt mir sehr schwer am Magen. Viele Daten habe ich bisher über Google Analytics oder dem ehemaligen Keyword Tool generiert. Mittlerweile werden die Daten nicht mehr deutlich. Und die Keyword Recherche immer schwieriger.

    Gibt es weitere Möglichkeiten, professionelle Keyword Recherche zu betreiben? Welche Tools würdet ihr empfehlen?

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  7. Schlussendlich macht Google das, was sie für richtig erachten und verfolge ihre Vision konsequent. Sie haben die Version mehr als nur ein Suchmaschine zu sein. Sie wollen zur Antwortmaschine werden und dies in allen Lebenslagen und -situationen.
    Dadrüber hinaus werden weitere zukunftswichtige Themen angepackt, die sonst keiner anzupacken versucht, Stichwort hier z.B. Google Health.
    Man kann es gut oder schlecht finden, aber nahezu alle Visionäre waren keine Wohltäter sondern konsequent auf ihr Ziel fokussiert. Das sie dafür finanzielle Mittel benötigen, selbst auch eine AG sind, die den Aktionären verpflichtet ist und dadurch Kollateralschäden entstehen, scheint wissentlich in Kauf genommen zu werden.

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  8. Öhm… Gegenfrage: Du bist Vorstand bei Google und in erster Linie dem Unternehmen verpflichtet.. würdest du anders handeln? In welche Richtung Google geht ist völlig klar und auch verständlich finde ich.

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  9. Ich finde du hast das schon recht passend und kritisch zusammengefasst. Ich hasse Google auch nicht und möchte sie nicht an den Pranger stellen. Sie sind mir immer noch sympatische als Facebook, kann aber nicht mal sagen warum, denn wirklich besser sind sie wohl nicht. Im Grunde steht am Anfang immer eine Vision und eine gute Idee, die Idee die die Menschen auch überzeugt. Wird ein Unternehmen dann zu groß, verliert man immer den Boden unter den Füßen. Viele viele Beispiele zeigen das und Aktionären sind da um Geld abzuschöpfen. Bin ich also so weit, das Aktionären mit im Spiel sind, geht es nun mal nur noch um Profit. Um jeden Preis!

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  10. In vielen Punkten stimme ich dir zu Peer. Dass Analytics für die kostenfreie Nutzung abgeschaltet wird, kann ich mir allerdings nicht vorstellen. Schließlich besitzt Google durch die Vielzahl an Websites die Analytics mittlerweile nutzen, einen riesigen Pool an Daten.

    Dass Google einerseits die Daten seiner Nutzer schützen will und daher nicht das Keyword übermittelt, ist einerseits nachvollziehbar und aus Datenschutzgründen völlig in Ordnung. Sieht man dann jedoch, dass werbetreibenden Unternehmen mit AdWords weiterhin genau diese Daten zur Verfügung stehen, kann man sich eigentlich nur noch an den Kopf fassen.

    Allerdings befürchte ich, dass Google zunehmend diese Rolle einnehmen wird. Zumindest kommt es mir so vor, dass Google mittlerweile deutlich häufiger den Ärger der Nutzer auf sich zieht. Eine weitere bedenkliche Entwicklung sehe ich in der Suchmaschine Google selbst. In anderen Ländern experementiert man bereits damit, Suchanfragen zu Themen wie Auto Versicherungen selbständig in den SERPs zu beantworten. Damit nimmt man natürlich einen Großteil des Traffics und damit auch Einnahmen der Websites, die ja eigentlich zum Großteil für Googles Erfolg verantwortlich sind. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Webmaster wehren werden, wenn Google eine gewisse Grenze überschreitet.

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  11. Komisch, daß immer alle von Google verlangen, der große Samariter zu sein. Google ist ein Wirtschaftsunternehmen und versucht Gewinne zu machen. Das ist alles. Keine Magie oder schwarze Seite.

    Auch Google hat mal ganz klein angefangen. Selbst beim Börsengang warnten noch einige “Experten” davor, daß Google vielleicht nicht überleben würde. Offenbar war man aber clever und innovativ genug, um viele zu überraschen.

    Da Google mittlerweile eine sehr große Marktmarkt hat, läßt sich vieles natürlich auch leicht durchdrücken. Das sieht dann wieder nach dunkler Seite der Macht aus, doch im Kern geht es nur um Marktanteile, Strategie und Gewinne.

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  12. Das Ziel eines Unternehmens legt das Unternehmen selbst fest. Einige Unternehmen wollen Menschen helfen, andere wollen Arbeitsplätze schaffen, andere wollen Geld verdienen. Google hat sich vor einiger Zeit dazu entschieden Geld zu verdienen und das als oberstes Ziel.

    Doch eins ist klar: Google lebt von unseren Daten. Wir benutzen Analytics. Wir googlen jeden Tag. Je schlechter der Ruf wird und je mehr dies von den Medien befeuert wird, umso interessanter werden die Alternativen. Ich benutze auf meinen Webseiten vermehrt Piwik, weil ich das lokal installieren kann und unabhängig vom Anbieter bin.

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  13. Wenn Google Analytics tatsächlich kostenpflichtig macht, werden viele wohl nach einer passenden Alternative suchen. Hier kommt für mich dann aktuell nur Piwik in Frage. Bin gespannt wie sich das Ganze weiterentwickelt.

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  14. Wer sich einmal den Börsenprospekt durchliest, der vor dem IPO verteilt wurde, hat sich Google von den damals propagierten Leitsätzen ganz schön entfernt. Vor 10 Jahren waren sie halt noch nicht durch Quartalszahlen und den Drang nach stetig exorbitant hohen Wachstumsraten belastest.

    Heute gibt es, wie von dir beschrieben, zahlreiche Beispiele, dass Google ziemlich viel macht, NUR um noch mehr Geld zu verdienen. Klar, es gibt auch noch viele gratis Dienste, aber letztendlich “bezahlt” der normale Nutzer viele dieser Dienste durch Preisgabe persönlicher Informationen, die Google wiederum zu mehr Geld durch besseres Targeting usw. verhelfen.

    Die Google Search Ergebnisse sind mittlerweile erschreckend voll mit Werbung bzw. mit “geklauten” Informationen von Wikipedia und anderen. Aber solange die Leute Google Search als Startplatz ins Internet benutzen, kann man dieses Verhalten von Google durchaus nachvollziehen…

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  15. “Zum ersten mal hat Google die Namensrechte seines mobilen Betriebssystems verkauft. Der Nestle-Konzern ist kein unbeschriebenes Blatt und die Tatsache, dass Google eine Kooperation mit Nestle eingegangen ist, lässt doch recht tief blicken”

    Das habe ich mir auch gedacht und wohin dieser Reise gehen soll werden wir in die Zukunft schneller erfahren als uns lieb ist, was ich jetzt schon weiß ist das das ganze sich wahrscheinlich nicht zum meinen Vorteil entwickeln wird

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  16. Ich finde es schon erschreckend, welche Markt-Macht Google besitzt. In den letzten Monaten habe ich mich zusammen mit einem Freund speziell mit dem Thema “Google-Ranking” beschäftigt. Wenn man Inhalte im Netz für viele Interessenten publik machen möchte, kommt man an Google einfach nicht vorbei. Wenn man dabei seinen Blog und die Informationen nicht nach den “Regeln” von Google bereitstellt, hat man keine Chance auf Besucher, die über Suchmaschinen nach bestimmten Themen suchen.

    Mich betrifft es jetzt nicht, aber wenn jemand z.B. einen Shop betreibt und plötzlich von Google aussortiert wird, kann das das Ende sein. Ich finde es einfach sehr bedenklich, wenn sich ein solches Monopol aufbaut.

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  17. Die Kommerzialisierung von ehemals kostenlosen Services hat sich für mich schon seit längerem abgezeichnet: Beispielsweise ist der tolle Service “Google Apps for Domains” auch nicht mehr kostenlos nutzbar ist. Daraus wurde dann “Google Apps for Education” und “Google Apps for Business”. Aus unternehmerischer Sicht ist der Schritt absolut nachvollziehbar, aber schade ist es doch. Wenn Google Analytics kostenpflichtig wird, dann passiert das Gleiche wie damals bei “Google Apps for Domains” – es wird sich nach kostenlosen und qualitativen Alternativen umgesehen, und die gibt es zweifelsohne (z.B. Piwik, wie Mark bereits erwähnt).

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  18. Sollte Google wirklich Analytics kostenpflichtig machen wird es wohl alternative Anbieter dafür geben. Was vielleicht gar nicht so schlecht ist, denn jeder weiß Konkurrenz belebt das Geschäft. Vielleicht werden sie eines Tages um denken wenn sie merken das in erster Linie die Kunden zufrieden sein müssen und nicht die Aktionäre. Zum Thema Adblock Plus, ich benutze ihn auch teilweise. Manche Webseiten betreiber über treiben es oft einfach mit der Werbung, da weiß man manchmal gar nicht wohin man kucken soll. Ich denke wenn alle Werbung dezent betreiben würden, wäre auch Adblock überflüssig und Google würde weiter hin gut Geld verdienen.

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  19. Die großen vergessen immer das WIR das Volk sind welches über Erfolg oder Niedergang entscheidet. Wenns irgendwann zuviel wird (Webmaster haben jetzt schon genug von google), wird google sich selbst stürzen indem es immer weniger Leute nutzen werden. Dafür müsste man eben nur überall in Zeitungen und Nachrichten genau erklären was google so macht.

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  20. Google ist und bleibt ein Unternehmen und will aus diesem Grund Geld verdienen, Gewinne maximieren. Ich hatte nie den Eindruck das Google ein Internet Rebell ist.

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  21. Bisher war es doch recht einfach: man gab Google seine Daten und bekam dafür kostenfreie Services. Google sollte sich aus meiner Sicht hüten, von dem Modell zu sehr abzuweichen.

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  22. Finde das ist eine scheinheilge Doppelmoral von Google. Vor Jahren noch die Bigplayer angeprangert und jetzt, wo sie selber einer sind, haben Sie ihre Vorsetzte vergessen. Echt traurig

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  23. Ist es nicht so, dass wir alle wie aus einem schönen Traum erwachen und feststellen, dass Geld verdienen zwar OK ist, aber auch erhebliche Nachteile mit sich bringt. Nämlich dann, wenn Umsätze & Profit eine gewisse Dimension überschreiten. Und was Google mit den Pandas & Pinguinen als Ziel verfolgt lässt sich schon gar nicht mehr mit den gezündeten Nebelkerzen verbergen. Der Bericht im Blog ist klasse mit tollem Fazit: “Man sollte sich nur von der Vorstellung verabschieden, dass Google etwas besonderes ist und auf der Seite der Nutzer steht. Die Zeiten sind vorbei.”

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  24. Also ich hätte ein wirkliches Problem wenn Google Analytics kostenpflichtig wird.
    Piwik ist absolut keine Alternative da es nicht annähernd den benötigen Funktionsumfang hat.
    Dann müsste ich wohl bezahlen oder es müsste schnell die Konkurrenz vorrücken.

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  25. Ich teile die Meinung, die im Fazit beschrieben ist. Ein Unternehmen dieser Größe, wird ausschließlich im Interesse der Aktionäre geführt. Und Aktionär wird nicht der, der am “Coolsten” ist, sondern der, der die meiste Kohle hat. Und wie im Text erwähnt, ist Google eben auch nur ein Unternehmen, dass Geld verdienen will (muss). Mir stellt sich nur noch die Frage welche Auswirkungen, positive wie negative, die Macht von Google auf uns Nutzer haben kann. Denn wie schon kommentiert, kommt man an dieser Suchmaschine nicht mehr vorbei…

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  26. Schön kritisch geschrieben, ohne dabei zu böse zu sein. Ich fand Google anfangs auch eine ganz tolle Innovation. Es wurde aber schon recht früh deutlich, daß ein Konzern eben immer ein Konzern bleibt.
    Allerdings haben sie dann mit dem Einstieg ins Affiliategeschäft eine deutliche Grenze überschritten. Wenn eine Suchmaschine sich am Kerngeschäft der um Toppositionen kämpfenden Seitenbetreiber (zum Beispiel Hotelbereeich, Reise, Flug, etc.) vergreift, klingeln hoffentlich nicht nur bei Kartellwächtern die Alarmglocken.
    Gruß, Max

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  27. Vielleicht ist nicht Google das Problem, sondern der Nutzer.
    Google wäre ohne Nutzer nichts.
    Es ist halt bequem mit Google zu arbeiten, nichtmal der NSA Skandal hat viel geändert.

    Dazu kommt der Geniestreich Pagerank der jetzt auf sich warten lässt.
    Damit hat Google alle Webmaster gekrallt, ähnlich mit Analytics.

    Google stellt Spielregeln auf und wir akzeptieren diese.

    Antworten
  28. google analytics ist für google eine einfache methode an kostenlose daten heranzukommen. warum sollten sie ihren status also defacto standart gefährden? das wäre so als wenn sie die suchmaschine gebührenpflichtig machen würden. jedoch können sie mit den daten viel mehr verdienen als mit den gebühren für den reinen service.

    Antworten
  29. Hallo,

    interessantes Zwischenergebnis der Umfrage. Google wandelt sich tatsächlich zum `Bad Boy´, zumindest unter den Webseitenbetreibern. Schwer zu sagen, ob das auf Dauer gutgeht…

    Grüße

    Gretus

    Antworten
  30. Wer als Webseitenbetreiber denkt, dass sich google nicht zum Bad Boy (ge)wandelt (hat) sollte noch mal tief in sich gehen.

    Gibt man “Versicherung” oder ein anderes kostenintensives Keywort in der google Suche ein, dann sind mehr als 3/4 der Seite Werbung auf dem PC und auf dem Smartphone noch mehr.

    “anonymes Identifizierungsprogramm”, “not provided” -> Ich finde das läuftg definitiv in die falsche Richtung.

    Antworten
  31. Als mal ehrlich, wer glaubt, Google zählt zu den coolen, lieben Unternehmen, der glaubt wohl auch noch, Apple hätte eine weiße Weste und die USA wären unser bester Freund, der uns nie im Stich lassen würde… Google hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie sich einen Dreck um Datenschutz und Privatsphäre scheren, einer der Höhepunkte für mich war, als herauskam, dass Google “aus Versehen” die Daten offener WLan-Netze abgreift, während es ungefragt Bilder von der ganze Welt machte.

    Dieser Artikel ist da echt schon niedlich-naiv. Allerdings ist es eher beängstigend, dass Image-Building und Marketing so einen starken Einfluss haben und offensichtlich so unkritisch aufgenommen werden, dass solche Artikel erst geschrieben werden, wenn es schon so offensichtlich ist, was Google für ein Laden ist. Zumal hier nur angeprangert wird, dass Google vorher kostenlose Dienste u.U. kostenpflichtig stellt – mal ehrlich, DAS ist Euer Problem mit Google??? Das ist ja fast noch beängstigender…

    Antworten
  32. Google ist ein Unternehmen mit Gewinnerzielungsmotiv, dass sollte schon mal jedem klar sein.

    Über ihre Steuerpolitik “Der Internetkonzern Google verscheibt offenbar riesige Geldbeträge ins Steuerparadies Bermudas.” lässt sich streiten. Eines steht jedoch fest, umsonst ist nur der ?????

    Vielleicht sollte man sich mal Gedanken über sein eigenes Nutzerverhalten machen und hinterfragen, ob ich auch ohne die Google-Dienste leben kann.

    Wer das für sich positiv beantworten kann, umso besser. Alle Anderen anderen haben ja nichts zu verbergen ;-)

    Antworten
  33. Auf der einen Seite können wir ja alle froh sein, dass es Google überhaupt gibt. Wir haben sicher schon alle von den Services und anderen Angeboten profitiert.

    Natürlich ist Google auch eines der größten Konzerne in diesem Bereich und hat eine überaus starke Kundenbindung oder auch Kundenfrequenz – das weiß Google natürlich!

    Wer würde nicht irgendwann daraus Profit schlagen wollen?

    Antworten
  34. Meine Frau surft über den selben Router. Da ich unser System gut geschirmt habe, bekomm ich Baby-Werbung und meine Frau Angebote zu Regenerativer Energie…. schon komisch. Das nervt mich auch irgend wo, zumal ich immerwieder das Gefühl habe, dass Google bei mir nicht das bringt, was ich such. Sucht mein Kumpel das selbe wird er razfaz fündig. Er hat aber auch die Sicherheit nicht hochgesteckt. Ich finde die Tranzparenz schrecklich – die NSA berteibt über Google Industriespionage und wir sind machtlos ausgeliefert.
    Andererseits macht Google wissenschaftlich echt viel weg, und im Gegensatz zum Amerikanischen Militär macht es das auch für jeden nutzbar. Denke man an Glass, X-Prize, etc. Von daher, Google ist noch nicht ganz tot.
    Letztlich ist es aber so, dass ich trotz meines privaten Hasses auf solche Systeme inzwischen überlege, ob es strategisch nicht sinnvoller ist, sich zumindest beruflich diesen zu ergeben. Etwa durch eine Firmenseite bei FB. Man erreicht einfach viel mehr Leute als über die Zeitung. Doch das System wird keine Grenze zu meiner Privatsphäre ziehen und ich kann hier nicht für den Rest meiner Familie entscheiden.

    Antworten
  35. Also GOOGLE ist mir mittlerweile so dermaßen unsympathisch. Die stehen am Rande der Demokratie, weil sie die Suche nach ihren wirtschaftlichen Interessen lenken. Sie haben einen Dukatenesel geschaffen und können nach ihrem Gusto die Sucher dorthin führen, wo sie ihn haben wollen. Das gilt sowohl im ökonomischen Bereich wie im polititischen, meinungsbildenden Bereich. Zudem greift Google alle Daten ab. Damit haben sie das Wissen von Geheimdiensten und können manipulieren, wie sie wollen. Ich denke, man sollte sozialere, demokratischere Suchmaschinen nutzen…

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