Google Quality Rater Guidelines – 7 wichtige Content-Tipps, auf die du achten solltest!

Google Quality Rater Guidelines - 7 wichtige Content-Tipps, auf die du achten solltest!Ende Juli hat Google neue Quality Rater Guidelines veröffentlicht. Darin wird sehr ausführlich beschrieben, wie die Mitarbeiter von Google die Qualität von Website-Inhalten beurteilen sollen.

Da es Anfang August zudem ein großes Google-Update gab, welches viele Experten mit den neuen Guidelines in Verbindung gebracht haben, gehe ich heute genauer darauf ein.

Im Folgenden liste ich 7 wichtige Erkenntnisse aus den Guidelines für Website-Betreiber, Blogger und andere Selbstständige im Netz auf.

Google Quality Rater Guidelines

TarifCheck24 Kredit Hammer
Werbung

Die Google Quality Rater Guidelines (wobei die Rater hier nun Evaluator genannt werden) gibt es schon lange und früher ist hin und wieder mal eines an die Öffentlichkeit gelangt. Doch mittlerweile veröffentlicht Google dieses PDF selber. Ende Juli 2018 ist eine neue Ausgabe (PDF) der Guidelines veröffentlicht worden, die immerhin 164 Seiten enthält.

Doch was sind diese Quality Rater eigentlich. Das sind Mitarbeiter von Google, die nichts anderes machen, als sich Suchergebnisse anzuschauen bzw. die Websites, die dort angezeigt werden. Sie führen also eine manuelle Prüfung von Websites bzw. einzelnen Seiten durch.

Prüfen diese alle Websites? Natürlich nicht. Das ist gar nicht möglich. Es sind nur stickpunktartige Prüfungen. Aber wozu ist diese Prüfung dann gut?

Da es nur Stichproben sind, wird die Beurteilung nicht Teil des Algorithmus. Die Beurteilung wirkt sich also nicht direkt auf die Rankings aus.

Soweit man weiß, werden die Algorithmus-Updates seitens Google aber mit den Ergebnissen der Rater verglichen. Google scheint hier also zu schauen, wie gut ein neues Update ihres Algorithmus zu den menschlichen Beurteilungen passt und wo es noch Optimierungbedarf gibt. Anscheinend versucht Google eine Annäherung der Rankings an das zu erreichen, was diese Guidelines als ideal definieren.

Sich diese Google Quality Rater Guidelines genau anzuschauen und zu beachten ist also keine Garantie dafür schon morgen gut zu ranken. Aber es ist eine gute Idee sich die wichtigsten Anforderungen anzuschauen und Probleme zu beseitigen, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein.

10 wichtige Content-Tipps

Ich habe mir das Dokument genauer angeschaut und 7 wichtige Punkte für euch im Folgenden zusammengestellt. Diese beziehen sich teilweise auf neue Formulierungen und Anforderungen, aber behandeln teilweise auch schon länger bekannte Qualitäts-Merkmale.

Zudem gebe ich praktische Tipps, wie ihr auf euren Websites den Quality Ratern entgegenkommen und damit für gute zukünftigen Rankings die Basis legen könnt.

  1. Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness (E-A-T)

    Besonders prominent und neu sind die Ausführungen in dem Google-Dokument zum sogenannten E-A-T. Das ist die Abkürzung für Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Übersetzt also Fachkenntnisse, Autorität und Vertrauenswürdigkeit.

    Google weist seine Rater explizit darauf hin, dass sie stärker den Autor bzw. die Autoren beurteilen sollen und nicht nur die Inhalte selbst. Know How, Ruf und Erfahrung des Autors spielen eine größere Rolle bei der Beurteilung der Inhalte. Damit will Google unter anderem gegen Fake News und Verschwörungstheorien stärker vorgehen. Aber natürlich auch gegen minderwertige Inhalte von Autoren, die keine Ahnung vom Thema haben, über das sie schreiben.

    Die Reputation eines Autors bzw. einer Redaktion herauszufinden ist bei großen Websites leichter. Bei kleinen Websites ist das oft schwerer. Laut Google ist das aber auch kein Problem, wenn man online nicht viel findet. Gerade bei kleinen Firmen, Nischen-Angeboten etc. ist das durchaus normal. Dennoch sollte man alles tun, um Fachkenntnisse, Autorität und Vertrauenswürdigkeit zu zeigen.

    Zum einen solltest du ein Thema für deine eigene Website wählen, bei dem du Erfahrungen und Know How hast und dies auch präsentieren kannst. Das kannst du z.B. mit einer ‘Über mich’-Seite erreichen, die du in der Navigation oder direkt in der Sidebar verlinkst.

    Google Quality Rater Guidelines - 7 wichtige Content-Tipps, auf die du achten solltest!

    Auch Kontaktdaten, Referenzen, Publikationen etc. sind nützlich, um zu zeigen, dass du ein Experte bist. Vertrauensbildende Angebote, wie ein Kundenservice oder ähnliches, werden ebenfalls gern gesehen.

  2. Your Money or Your Life (YMYL)

    Diese Abkürzung ist in letzter Zeit immer häufiger zu hören bzw. zu lesen gewesen und Google geht im PDF explizit darauf ein. Damit sind Websites gemeint, die sich mit sensiblen Themen beschäftigen, die besonders das Geld oder das Leben von Menschen betreffen.

    Typische Websites-Themen, die in diese Kategorie fallen, sind Gesundheit, Medikamente, Fitness, teure Produkte, Finanzen, Recht, Sicherheit und so weiter. Für Inhalte mit solchen Themen gelten intern bei Google noch höhere Anforderungen bei der Bewertung.

    Das letztes Update am 1.8.2018 soll unter anderem viele Gesundheits-Websites betroffen haben, was ja zu der Prioritätensetzung in den Guidelines passen könnte.

    Deshalb solltest du auf jeden Fall vorsichtig bei der Wahl deines Website-Themas sein. Dir sollte klar sein, dass es bei solchen sensiblen Themen noch schwerer ist dafür gut zu ranken und in den Augen von Google gut beurteilt zu werden. Allerdings bietet das natürlich auch eine Chance. Wenn du Experte in einem der sensiblen Themen bist, dann kannst du dich gegenüber anderen Suchergebnissen vielleicht gerade dadurch durchsetzen.

    Vielleicht sind wenig sensible Themen die bessere Wahl, gerade wenn es deine erste Website ist oder du nicht ganz so viel Zeit für die Inhalte hast.

  3. Nützliche Inhalte für den Nutzer

    Google geht zudem sehr genau darauf ein, dass Website-Inhalte einen Beneficial Purpose erfüllen sollen. Das könnte man mit ‘Nützlicher Absicht’ übersetzen. Das sollte in meinen Augen eigentlich selbstverständlich sein, aber hier wird es nochmal explizit aufgeführt.

    Die Bedürfnisse der Besucher sollen erfüllt werden und die Inhalte sollen für sie nützlich sein. Google nennt als Beispiel-Inhalte Informationen, Erfahrungen, Fakten, Beispiele, Bilder, Meinungen, Kommentar-Mögichkeit und vieles mehr.

    Als Website-Inhaber solltest du das Ziel deiner Website kennen, genauso wie die Wünsche, Bedürfnisse und Probleme deiner Zielgruppe. Indem du Lösungen und Hilfe für diese anbietest und insgesamt einfach nützliche Inhalte online stellst, machst du nicht nur die Besucher glücklich, sondern auch die Quality Rater von Google.

  4. Qualität der Inhalte

    Gehen wir noch genauer auf die Inhalte ein, denn darum dreht es sich größtenteils in den Google Quality Rater Guidelines. Sehr ausführlich wird hier gezeigt, wie die Rater die Qualität von Websites beurteilen sollen.

    So ist es z.B. ein schlechtes Zeichen, wenn es dem Autor/Inhaber anscheinend nur um das Geld verdienen geht. Stattdessen sollte man darauf achten, dass die Inhalte das Ziel der Website erfüllen helfen. Wer also Hilfe in einem bestimmten Bereich verspricht, muss genau das mit den Inhalten bieten. Dabei spielt neben den Hauptinhalten auch der sogenannte Supplementary Content (SC) eine Rolle. Das sind ergänzende Inhalte, die den Besuchern noch mehr Hilfe und Information bieten und nützlich sind.

    Andere Faktoren, wie eine gute Rechtschreibung und Grammatik, ein passender und seriöser Titel, einzigartige und nicht kopierte Inhalte sind hier ebenfalls wichtig.

    Um diese Google-Anforderungen zu erfüllen, solltest du Inhalte von niedriger Qualität von deiner Website löschen oder überarbeiten. Zudem solltest du von Anfang an auf Qualität achten. Gerade bei großen Website, wie langjährigen Blogs, solltest du ein Auge auf die nicht gepflegten Inhalte haben. Diese werden mit der Zeit immer mehr und können Probleme verursachen.

  5. Inhalts-Menge

    Auch der Inhalts-Menge widmet sich das Dokument. Holistische Inhalte, die besonders lang und umfangreich sind, erfreuen sich aktuell einer großen Beliebtheit.

    Allerdings zeigt das Dokument sehr genau, dass das nicht immer das Beste ist. Die Länge der Inhalte richtet sich nach dem Thema und der Intention der Besucher. Es müssen ausreichende Informationen zur Verfügung stehen.

    Ein Blog über Autos hat natürlich sehr viele Inhalte und die sollte er auch haben. Eine Nischenwebsite über Auto-Felgen hat dagegen deutlich weniger Informationsbedarf und wird deshalb auch eher weniger bzw. kürzere Inhalte haben.

    Die passende Menge an Inhalten pro Seite und auf der Website insgesamt ist ein Beurteilungs-Faktor. Du solltest das Thema deiner Website umfassend und hilfreich für die Beuscher behandeln. Zu wenig Inhalte können sich genauso negativ auswirken, wie zu viele (überflüssige) Inhalten. Auch hier ist es also sehr wichtig, dass du deine Zielgruppe genau kennst.

  6. Werbung

    Auch das Thema Werbung wird in dem Google-PDF explizit behandelt. Demnach sollen die Rater bei der Beurteilung die Werbung einbeziehen.

    Ganz wichtig ist es erstmal zu wissen, dass Werbung nicht pauschal schlecht ist: “The presence or absence of Ads is not by itself a reason for a High or Low quality rating.”

    Google weist selber darauf hin, dass die Betreuung einer Website und die Erstellung von Inhalten teuer ist und Werbung oft dazu beiträgt, dass die Betreiber das überhaupt machen können.

    Es kommt, wie so oft im Leben, auch hier auf das “Wie” an. Störende oder ablenkende Werbung sieht Google gar nicht gern.

    Für dich als Website-Betreiber heißt das, dass du zum einen auf passende Werbung achten solltest. Also z.B. zu Produkten aus dem Themengebiet deiner Website und nicht völlig themenfremde Werbung.

    Zudem solltest du es damit nicht übertreiben und die Werbung kennzeichnen, damit die Nutzer diese klar erkennen können. Bezahlte Inhalte zum Beispiel, die nicht gekennzeichnet sind, werden natürlich negativ bewertet.

  7. Needs bei der mobilen Suche

    Ein großer Teil der Quality Rater Guidelines dreht sich zudem um die speziellen Anforderungen der mobilen Suche. Ohne hier allzu tief in die Materie zu gehen, ist für Google der Begriff Needs in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Die Bedürfnisse der Website-Besucher zu erfüllen, spielt bei der mobilen Nutzung anscheinend eine noch größere Rolle.

    Wer nach dem Wetter in seiner Stadt am morgigen Tag sucht, der will nicht die Geschichte des Wetters, Messmethoden, Klima-Modelle und so weiter wissen. Holistische Inhalte haben hier eben auch ihre Grenzen. Das Bedürfnis des Nutzers sollte im Vordergrund stehen.

    Deshalb solltest du gerade bei Websites, wo der mobile Nutzeranteil sehr hoch ist, noch stärker darauf achten, dass einzelne Inhalte genau die Bedürfnisse der Nutzer erfüllen. Nicht weniger, aber auch nicht unnötig mehr.

WERBUNG
100 % mehr Besucher für deine Website! SEO Coach und Ex-Google Mitarbeiter Jonas Weber bietet über 15 Jahre SEO Know-how. In seinem Online-Kurs verspricht er 100% mehr Besucher. Spare 50 € mit dem Code SIN50 seo-kurs.de

Die Google Guidelines sind nicht alles

Das sind einige sehr interessante Erkenntnisse, wie ich finde, auch wenn natürlich nicht alles völlig neu ist. Aber dies so von Google selbst zu lesen, finde ich schon sehr aufschlussreich.

Dennoch sollte man bedenken, dass dies nur die Google Quality Rater Guidelines sind. Die Algorithmen von Google, mit denen am Ende die Rankings entstehen, funktionieren anders. Viele andere Faktorenm, wie z.B. Backlinks, Onpage-SEO, Social Signals, Ladezeit und so weiter, spielen im Ranking eine Rolle. Nicht nur die Beurteilung der Inhalte.

Zudem stellt sich die Frage, ob Google die im Dokument genannnten Anforderungen jemals in den Algorithmus einbauen können wird. Die Beurteilung durch einen Menschen und durch eine Maschine sind noch immer zwei sehr verschiedene Sachen.

Dennoch halte ich die genannten Tipps für sehr wichtig, denn wie schon erwähnt, ist es offensichtlich Googles Ziel mit dem Algorithmus irgendwann der menschlichen Beurteilung von Websites nahe zu kommen. Und da hat man in den letzten Jahren schon deutliche Fortschritte gemacht.

Fazit

Wen das Thema interessiert, der sollte die Quality Rater Guidelines mal selber lesen. Sie sind recht lang, aber interessant. Es werden dort viele reale Beispiele gezeigt, wie die Rater einzelne Inhalte beurteilen sollen. Da kann man schon einiges von lernen.

Viele sprechen davon hochwertige Inhalte zu erstellen, aber so genau sicher, wie diese aussehen sollen, waren sie nicht. Mit den genannten Tipps ist man für die Zukunft gerüstet und kann zukünftigen Google Updates recht entspannt entgegen sehen.

Was haltet ihr von den Google Quality Rater Guidelines? Wie groß ist deren direkter und indirekter Einfluss?

Kostenloser Newsletter mit Tipps, Beispielen, Einblicken ...

  • Für den Versand unseres Newswletters nutzen wir rapidmail. Mit deiner Anmeldung stimmst du zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Die Anmeldung erfolgt mit Hilfe des sogenannten Double-Opt-Ins. Dabei erhältst du eine Mail, in der du einen Bestätigungslink für den Newsletter findest. Nur wenn du diesen anklickst, wird deine Mail in den Newsletter-Versand aufgenommen.
    Weitere Informationen zum Newsletter-Versand, den Datenschutzmaßnahmen, Statistiken und deinen Rechten findest du in der Datenschutzerklärung.



Business Ideen
Werbung

5 Gedanken zu „Google Quality Rater Guidelines – 7 wichtige Content-Tipps, auf die du achten solltest!“

  1. Hallo Peer,

    der Punkt 2 (schwierig, in Gesundheitsthemen gut zu ranken) ist für mich nicht nachvollziehbar. Nehmen wir an, es gibt momentan 1000 Seiten zum Thema Beschwerden am kleinsten Zehen. Okay, nun ändert Google den Algorithmus, um bei Gesundheitsthemen besser zu entscheiden. Wieviel Seiten zum Thema gibt es nun danach ?: natürlich immer noch 1000. Vermutlich sind nicht mehr die selben 10 Webseiten zuoberst, dh: für die einen wurde ein gutes Ranking schwieriger, für die anderen einfacher.

    Peter

    Antworten
    • Punkt 2 ist doch absolut nachvollziehbar. Früher konnte jeder Dödel über sensible Gesundheitsthemen schreiben, obwohl er gar keine Ahnung hatte. Jeder selbsternannte “Heiler” konnte über medizinische Angelegenheiten höchst unwissenschaftlich referieren. Dies bestraft Google nun. Du musst Google jetzt irgendwie darlegen können, dass du dich mit Gesundheit und Medizin als Experte, also mind. Therapeut, besser Dr. med. auskennst. Klar, kann man auch hier bescheissem und sich als Fake-Arzt ausgeben, allerdings ist das auch Titelerschleichung und wenn es auffliegt, biste auch strafrechtlich dran.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar