Wie viel Traffic von Google ist normal?

Google ist für die meisten Website-Betreiber noch immer der wichtigste Traffic-Bringer, trotz Social Media.

Doch wie viel Traffic von Google ist normal und wann ist es zu wenig und wann zu viel?

Diesen Fragen gehe ich in diesem Artikel nach und werte dabei unter anderem eine Umfrage aus und schaue in meine eigenen Statistiken.

Google als #1 Traffic-Lieferant

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Auch wenn ich natürlich keine umfassende Studie dazu vorliegen habe, so ist es doch in der Regel so, dass Google die größte Trafficquelle der meisten Websites ist.

In meinen monatlichen deutschen und englischen Einnahmereports geben viele Blogs auch ihre Besucherzahlen an.

Wie viel Prozent eurer Besucher kommen von der Google-Suche?

  • 81-90% (21%, 32 Stimmen)
  • 71-80% (21%, 32 Stimmen)
  • 61-70% (20%, 30 Stimmen)
  • 91-100% (14%, 21 Stimmen)
  • 0-10% (7%, 11 Stimmen)
  • 51-60% (7%, 10 Stimmen)
  • 21-30% (5%, 7 Stimmen)
  • 41-50% (3%, 5 Stimmen)
  • 31-40% (3%, 5 Stimmen)
  • 11-20% (3%, 4 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 151 (1 Stimmen)

Ein Teil davon geht sogar noch weiter und geht auf den Anteil der verschiedenen Traffic-Quellen ein. Der Anteil des Google-Traffics an den gesamten Besucherzahlen ist allerdings breit gestreut.

Manche haben nur 20-30%, während andere Blogs mehr als 80 oder sogar 90% ihrer Besucher von Google bekommen.

Ein ähnliches Bild zeigt auch meine Umfrage zum Anteil des Google-Traffics, die ich vor kurzem durchgeführt habe. Deren Ergebnis sehr ihr rechts.

Ich habe darin 10 Antwortoptionen gegeben, welche jeweils einem 10 Prozent-Bereich entsprachen.

Von den 151 Teilnehmern an der Umfrage haben jeweils rund 20% angegeben, dass sie 61-70, 71-80 bzw. 81-90 Prozent ihres Traffics von Google erhalten. Bei mehr als 60% der Umfrageteilnehmer ist Google also nicht nur die größte Trafficquelle, sondern sogar absolut gesehen für den meisten Traffic verantwortlich.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch Websites, die weniger Traffic von Google bekommen. Insgesamt sind es rund 12%, die 30% oder weniger ihres gesamten Traffics von Google bekommen.

Es scheint also insgesamt schon so zu sein, dass die Mehrzahl eher viel Traffic von Google bekommt.

Meine Erfahrungen

Google Traffic Anteil in meinem BlogAuf Selbständig im Netz liegt der Anteil von Google bei rund 65%. Das sind zwei Drittel aller Besucher, was deutlich zeigt, wie abhängig man von Google ist.

In meinem Forum sin-forum.de liegt der Anteil sogar bei 72%.

Ebenfalls recht hoch ist der Google Anteil bei meinen Nischensites. Dort liegt er oft auch über 70%, teilweise sogar über 80%.

Da sieht der “Selbständig im Netz”-Wert doch schon wieder ganz anders aus. Eine gute Verlinkung in anderen Blogs, mehr Besucher über Twitter und Facebook und natürlich auch mehr Stammleser drücken hier etwas den Anteil von Google.

Doch spielt es überhaupt eine Rolle, wie hoch der Google-Anteil am Traffic ist?

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Wenn der Google-Traffic-Anteil zu niedrig ist

Wenn der Anteil des Google-Traffics zu niedrig ist (weniger als 50%), kann das darauf hindeuten, dass die eigene Site nicht sehr gut suchmaschinenoptimiert ist. Hier lohnt es sich zu analysieren, ob alle empfehlenswerten Onpage- und Offpage-Optimierungen durchgeführt wurden.

Es kann aber natürlich auch sein, dass man es übertrieben hat und Google die eigene Site mit schlechteren Rankings* bestraft hat. Ebenso könnte niedrige Content-Qualität ein Grund dafür sein, dass man nicht viel Traffic von Google bekommt (Stichwort Panda-Updates).

Generell sollte man bei niedrigem Google-Traffic auf jeden Fall feststellen, ob es Gründe dafür gibt, die man beheben kann.

Aber natürlich muss ein niedriger Google-Anteil nicht pauschal was schlechtes sein. Ich kenne z.B. Affiliates, die sehr stark auf Facebook setzen und von dort den meisten Traffic bekommen. Und diese sind darüber nicht unglücklich, da sie von Google nicht so abhängig sind.

Auch in den oben verlinkten englischen Blog-Einnahmereport gibt es ein gutes Beispiel. Ein Foodblog bekommt dort mehr als die Hälfte seiner Besucher von Pinterest* und nur rund 10% von Google.

Wichtig ist es herauszufinden, ob man bei Google möglichst optimal rankt. Ist das der Fall und man steht bei vielen wichtigen Keywords weit vorn, ist auch ein kleiner Anteil des Google-Traffics kein Problem. Das zeigt nur, dass man andere sehr gute Traffic-Quellen besitzt.

Ist dagegen der Google-Anteil gering und man stellt fest, dass auch die Rankings sehr schlecht sind, sollte man allerdings SEO-Maßnahmen ergreifen.

Wenn der Google-Traffic-Anteil zu hoch ist

Kann es ein Problem sein, wenn man zu viel Traffic von Google bekommt? Sollte man sich Sorgen machen, wenn man 80 oder 90% seiner Traffics von dieser Suchmaschine bekommt?

Nicht unbedingt, denn es kommt natürlich wieder auf den Einzelfall an. So hat man z.B. bei einer Nischenwebsite oft einen sehr hohen Google-Anteil, da man so gut wie keine Stammleser hat und auch nicht unbedingt Backlinks* von Blogs oder anderen Sites, die direkt Besucher bringen. Stattdessen kommen bei einer Nischensite eben oft die allermeisten Besucher von Google.

Allerdings birgt ein hoher Anteil an Google-Besuchern natürlich auch ein gewisses Risiko. Falls man bei Google mal in Ungnade fällt und Rankings einbüßt, bricht natürlich auch insgesamt der Traffic sehr stark ein.

Zudem kann ein sehr hoher Anteil an Google Besuchern ein Hinweis darauf sein, dass man andere Traffic-Quellen vernachlässigt. Zu wenig oder gar kein Engagement auf Social Media Plattformen bedeutet auf jeden Fall verschenktes Potential. Und auch die Bindung von Stammlesern ist in diesem Fall oft vernachlässigt wurden.

Niemand wird über viel Traffic von Google böse sein und bei bestimmten Website-Typen ist ein sehr hoher Google-Anteil am Traffic normal.

Dennoch sollte man immer versuchen das Risiko zu streuen und neben Google andere Traffic-Quellen aufbauen.

Fazit

Es gibt nicht den typischen Google-Traffic Anteil. Je nach Seitentyp, Content und Ausrichtung kann der Anteil des Google-Traffics höher oder niedriger liegen.

Dennoch sollte man sich die Traffic-Quellen immer etwas genauer anschauen und neben SEO-Maßnahmen versuchen andere Traffic-Quellen zu etablieren.

Ein zu starke Abhängigkeit von Google muss nicht nach hinten losgehen, aber ein gewisses Risiko besteht.

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14 Gedanken zu „Wie viel Traffic von Google ist normal?“

  1. Hi Peer,

    das deckt sich mit meinen Beobachtungen.
    In einer perfekten Welt mit einer perfekten Website sieht das Traffic-Verhältnis so aus:

    25% Google Suche (durch Suchmaschinenoptimierung)
    25% Verweisende Websites (durch Content [Marketing] auf zielgruppen-relevanten Websites)
    25% Direkte Zugriffe (durch Brand-Building)
    25% Bezahlte Zugriffe (durch Adwords und Display-Werbung)

    Warum sieht so die optimale Verteilung aus?
    – Weil niemand weiß, wie sich der Google-Algorithmus entwickelt. Oder wenn die Website aus irgendeinem Grund abgestraft wird. Auch in diesem Model brechen bis zu 50% an Traffic weg – aber immer noch besser als 70-100%.

    Meiner Meinung nach ist das zwar für die Mehrzahl aller KMU nicht zu erreichen. Aber dennoch erstrebenswert: Ist ein Stück des Traffic-Kuchens zu groß, dann zeigt das in welchen Bereichen beim eigenen Marketing hapert.

    Antworten
  2. Eine wirklich sehr sehr interessante Statistik (die Verteilung von Adwords, Seo etc meine ich). Da kann man etwas von lernen aber das ist bei den meisten Artikeln von dir so :)

    Antworten
  3. Hi,

    wir machen wenig offline Werbung sondern wir bekommen viel Zulauf über Google. Daher nutzen wir das Web. Und es funktioniert.

    Grüße aus München

    Ulrich Eckardt

    Antworten
  4. Ich hab Anfang des Jahres 3 Blogs / Seiten aufgesetzt aus dem Bereich Bauen & Wohnen, am ehesten auf der Grafik mit Handwerker zu vergleichen und jede Seite bekommt 95 % Traffic über Google. Ich bin aber auch ein Anfänger und arbeite mich erst in die Materie rein, Backlinks gekauft habe ich auch noch nicht. Social Media ist in den Bereichen nicht ganz so einfach. Also wo soll der Traffic sonst her kommen?

    Antworten
  5. Hab auch schon die Erfahrung gemacht das wenn google einen nicht mehr mag und 50% der Besucher weg brechen auch ein Großteil der Einnahmen weg sind. Die meisten Google Besucher sind wesentlich Klick Freudiger als die Stammkundschaft die wie die Geier nur nach neuem Content Ausschau halten.. sehr sehr schmerzhaft diese Ernüchterung.

    Antworten
  6. Auf etwa 2/3 Google-Traffic komme auch ich im Schnitt bei allen meinen Seiten. Websites, bei denen ich Zugriff auf die Analytics habe und die unter 50-60% liegen, bei denen wurde auch auf SEO-Seite wirklich nicht viel gemacht.

    Antworten
  7. ohne google läuft halt nix. aber ich seh eher google als freund im netz. google bietet extrem viele services an und wenn man mit diesen arbeitet hat man echt keine probleme. zeigt google einfach das ihr google mögt und dann mag google euch auch ;) bei meinen webseiten ist 80+ % traffic von google.
    gruß ted

    Antworten
  8. Bei mir kommen auch knapp 60 Prozent der Zugriffe über Google.

    Ich habe eher das Problem, dass ich die Anzahl der Zugriffe nicht mit den Rankings zu den Keywords in Einklang bringen kann.

    Wenn ich davon ausgehe, dass 30 – 40 Prozent der Suchenden auf die ersten 3 Positionen der Google-Ergebnisse klicken, müsste ich wesentlich höhere Besucherzahlen haben :(

    Antworten
  9. Hi Peer,

    danke für den Beitrag!

    Ich habe auch 50% Suchmaschinentraffic und 18% direkten Traffic. Was noch zu erwähnen ist, dass ca. 20% allein durch E-Mail-Marketing zustande kommt. Ist für mich ein kleiner Beweis für die Macht von E-Mails.

    (Die Zahlen beziehen sich auf letzten Monat)

    Gruß
    Vladislav

    Antworten
  10. Also mein Hauptprojekt (Blog) liegt auch bei etwas über 60 %. Bei meinen Affiliateprojekten sind es über 80 %.

    Mein Ziel für meinen Blog wären so knapp 50% – natürlich ohne dabei Rankings einzubüßen ;)

    Aber es ist schon fast ein wenig erschreckend, welche Stellung Google für uns alle hat… Zumal man bei deiner OnlineShop Grafik ja auch noch bedenken muss, dass die Besucher im Grunde alle über Google kommen, wenn auch nicht nur organisch.

    Aber bei Adwords kann man ja ebenso schnell rausfliegen wie aus den Serps…

    Naja, alles Jammern hilft nichts. Wenn ich mir meine Statistiken für die anderen Sumas angucke, sehe ich da keinen ernsthaften Konkurrenten.

    Antworten
  11. Der Ideale Wert ist meines erachtens 50% Google, 40 Wiederkehrende also direkte Zugriffe und 10% von anderen Seiten, damit ist das wichtigste getan.
    Wie sich Google oder das Suchverhalten ändert oder nicht, ist dabei völlig egal, es ist an sich auch egal woher der Traffik kommt, das wichtigste sollte eigentlich nur ne möglichst hohe Wiederkehrrate seiner Besucher sein, ne hohe Verweildauer und das man langfristig immer mit den Traffik zunimmt, dann hat man alles richtig gemacht.
    Woher am Ende der Traffik kommt oder ob sich dieser in die eine oder andere Richtung, andere Suchmaschinen, andere Seiten, etc… ist doch meines erachtens völlig egal.

    Antworten
  12. Ob man den meisten Traffic über Google oder Facebook bekommt, man hat eh das Problem von zu wenigen Quellen abhängig zu sein. Zudem würde ich den Anteil des Traffic nicht unbedingt als Bewertungsgrundlage nehmen, um einen “Normalwert” bestimmen zu wollen. Ich würde eher sagen, wenn der Wert der Quellen wie Google recht hoch ist, sollte man aktiv versuchen weitere Quellen aufzutun und Branding betreiben, damit man mehr direkte Zugriffe und freiwillige Verlinkungen bekommt.

    Antworten
  13. Zuviel Google-Traffic kann eigentlich nur wirklich gefährlich werden, wenn man a) Auf Stammleser setzen will oder b) Irgendwann ein Seo-Update kommt, man aber den Kredit abbezahlen muss, den man für ein Haus oder ähnliches als Selbstständiger genommen hat.

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