Crowdfunding für Websites – Ist das sinnvoll und möglich?

Schon lange machen Crowdfunding-Plattformen von sich reden, allen voran natürlich Kickstarter.

Millionen kommen dort für Filme, Spiele, Musikaufnahmen, technische Gadgets etc. zusammen.

Doch kann man dieses Crowdfunding-Modell auch als Selbständiger im Netz nutzen, um z.B. eine neue Website vorzufinanzieren?

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Crowdfunding-Idee

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Fast alles wird mittlerweile über Crowdfunding-Plattformen, wie z.B. dem bekanntesten Vertreter Kickstarter, finanziert.

Die Idee dahinter ist einfach. Statt erstmal in Vorleistung zu gehen und z.B. ein Produkt komplett mit eigenen finanziellen Mitteln zu entwickeln, bittet man um finanzielle Unterstützung bei potentiellen Käufern und Interessierten.

Mehr als eine Idee, ein Konzept und erste visuelle Entwürfe gibt es in der Regel noch nicht.

Menschen, die sich für dieses Produkt interessieren und möchten, dass es Realität wird, können einen Betrag sozusagen spenden oder investieren (je nach Crowdfunding-Modell).

Finden sich genug Menschen, die gern dieses Produkt hätten und kommt mindestens die angepeilte Geld-Summe zusammen, kann mit der Umsetzung des Produktes begonnen werden.

Was haben die Unterstützer davon, dass sie das Geld sozusagen vorschießen? Oft gibt es besondere Extras, wie z.B. eine Premium-Version des Produktes, Merchandise und vieles mehr.

Doch je nach Crowdfunding-Modell handelt es nicht um eine Investition oder um einen Vorverkauf, bei dem man das Produkt schon erwirbt.

Viele erfolgreich finanzierte Projekte bei Kickstarter haben am Ende jedoch nicht das Licht der Welt erblickt. Das ist natürlich ärgerlich für die Menschen, die Geld darin investiert haben, aber so ist das eben.

Etwas anders sieht es bei Plattformen wie seedmatch.de oder companisto.de aus. Dort geht es um Crowdinvesting.

Man bekommt also Anteile an Unternehmen/Startups, wobei das Risiko aber bleibt.

Aber auch hier ist nicht garantiert, dass das Unternehmen am Ende erfolgreich wird.

Unter dem Strich verlagert das Crowdfunding die Finanzierung eines Produktes vor den eigentlichen Start der Produktentwicklung und gibt damit mehr finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit.

Zudem bietet sich dadurch die Chance, dass Projekte realisiert werden, die auf klassischem Wege keinen Investor gefunden hätten.

Crowdfunding zur Website-Finanzierung

Bei vielen Projekten ist Crowdfunding bereits gang und gäbe. Allerdings habe ich es im Online-Business-Bereich bisher nicht oft gesehen.

Dabei wäre es doch eine gute Möglichkeit den Aufbau einer neuen Website über Crowdfunding zu finanzieren und nicht nur das.

Wie in dem Artikel 3 Wege, um ein Online-Geschäftsmodell zu testen beschrieben wird, kann man mit Crowdfunding sehr gut herausfinden, ob überhaupt Interesse an einer Website bzw. einem Online-Geschäftsmodell besteht.

Was haltet ihr davon, Websites, Online-Services und ähnliches per Crowdfunding zu finanzieren?

Ist so etwas möglich oder fehlt hier einfach der reale/materielle Gegenwert, den man als Unterstützer bei anderen Projekten bekommt?

Ich würde mich freuen, wenn ihr an der folgenden Umfrage teilnehmt:

Kann man neue Websites per Crowdfunding finanzieren?

Ergebnis anschauen

Zudem freue ich mich sehr, wenn ihr eure Meinung und vielleicht auch eure Erfahrungen (als Initiator oder Unterstützer) zu diesem Thema in den Kommentaren hinterlasst.

Ich werde diese Umfrage demnächst in einem großen Artikel über das Website-Crowdfunding auswerten.

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28 Gedanken zu „Crowdfunding für Websites – Ist das sinnvoll und möglich?“

  1. Hallöchen. Ich finde Crowdfunding auch sehr interessant und würde es gerne für ein Projekt bei mir machen, jedoch ist es ja so, dass die Umsetzung des Produktes eine Dienstleistung sozusagen ist. Es ist kein Produkt was ich in der Hand halten kann. Wie soll ich da dem “Spender” etwas zukommen lassen frag ich mich. Was hat er davon also? Es kommt da wirklich individuell auf die Website an, was sie anbietet. Wie könnte man z.B. solch einen Blog wie du hier hast per Crowdfunding aufsetzen? Ok, man könnte ein eBook anbieten aber da gehen mir schon die Ideen aus. Also einfach finde ich es auf jeden Fall nicht bei Websites. Bei Produkten sieht das schon anders aus.

    Grüße Martin

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  2. Chris hat sich so doch sein neues Design finanziert. Die Begründung war damals glaube ich, dass er es gerne machen würde, es sich aber nicht rechnet alles umzustellen. Bei Kickstarter kamen dann 89,697 Dollar zusammen. Ist aber sicherlich ein Einzelfall. Und ganz wichtig: In Deutschland würde, selbst wenn PayPal und Überweisung akzeptiert wird, kein Mensch spenden. So etwas funktioniert hierzulande einfach nicht bzw. wird für die falschen Dinge gezahlt.

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  3. Sicherlich abhängig von der Seite. Was bspw. in einer spezifischen Gaming-Nische (bspw. Point-and-Click Adventures) funktioniert, muss in anderen Bereichen (Gaming allgemein) nicht unbedingt funktioneren – in einem anderen Allgemeinen Blog, bspw. über Bücher kann das aber schon wieder ganz anders aussehen.

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  4. @ Speedy
    So sehe ich das auch. In Deutschland klappt sowas einfach nicht. Hier will man alles umsonst haben … Selbst likes für Facebook werden nicht annähernd so schnell vergeben wie in den USA.

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  5. Ich finde Crowdfunding auch sehr interessant. Bei einigen deutschen Anbietern leider ohne vorab Investitionen auch nicht möglich, da die Professionelle Video und Produktvorstellung auch Kapital kostet. Für Webdienstleistungen sicherlich nicht schlecht, da so Kapital für zusätzliche Visionen vorhanden ist.

    Für den Anleger ist es mehr oder weniger Risikokapital.

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  6. Crowdfunding ist für viele Bereiche eine gute Idee. Viele Projekte wurden schon durch Crowdfunding realisiert. Warum sollten Webseiten nicht auch dazu gehören?

    Ich würde das jederzeit machen

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  7. Hi,
    vielleicht interessant für den einen oder anderen:

    Wir sind gerade dabei ein Crowdfunding Projekt durchzuführen. Wir wollten allerdings nicht den Weg über Kickstarter & Co wählen, sondern das Projekt selbständig über eine Webseite durchziehen. Der Plan war Banken als Treuhänder zu beauftragen…
    Leider ist das so eine Sache… Die wenigsten Bankangestellten wissen was Crowdfunding ist noch bieten Sie sich als Treuhänder an… Mir vollkommen unverständlich, da sie Geld eingezahlt bekommen und mit dem Geld arbeiten können bis die Funding Summe zusammengekommen ist, oder auf unsere Kosten alles zurück zu überweisen…

    Naja es muss wohl doch anders gehen…

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  8. Ich denke auch, dass es WESENTLICH davon abhängt um welche Seite es sich eben handelt. Also inwiefern der “Supporter” eben auch einen Vorteil davon hat. Ob jetzt unterhaltend, oder informativ, oder sonstwie. Ohne eigenen Vorteil geht wohl heutzutage gar nichts mehr in dieser Welt. Also wäre mein Fazit: Die Seite muss schon sehr populär und erfolgreich sein. Was damit den Support schon wieder fraglich macht und eigtl. ja auch unnötig.

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  9. Interessant, habe mir auch schon öfter mal überlegt ob sowas sinn macht. Bin aber zu dem Entschluss gekommen, dass es kein Sinn macht, da es wenig Webprojekte gibt die wirklich so Groß sind, dass Sie eine solche Finanzierung brauchen. Denke niemand braucht den 5000 e-commerce shop oder noch einen weiteren LinkedIn, Facebook abklatsch. Bin aber mal gespannt ob es auch wirklich orginelle Lösungen gibt!

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  10. Ja da hat Marcus schon recht. Schade das es sowas nicht auch für kleinere Web Projekte gibt, die das Geld zum Aufbau eines kleinen Vertriebes, Beauftragung eines Call Centers, Büroräume, Mitarbeiter PC, Affilate oder einer weiteren Einnahmequelle benötigen. Da würden mit unter auch schon mal 5000 oder 10.000 reichen, um einen Anfang als kleines Unternehmen zu finden.

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  11. Also Crowdfunding ist sicherlich ein Thema welches in Deutschland bzw. Europa noch absolut in den Kinderschuhen steckt. Viele Marketer haben sicherlich mehr als nur einen Gedanken verschwendet ein Projekt welches sie noch in der Schublade bzw. Hirn haben mittels Crowdfunding realisieren zu können…
    Auch ich habe noch ein paar Projekte die sicherlich interessant wären, aber derzeit mangels verschiedener Faktoren noch nicht realisiert sind, wenn man dann hierfür Crowdfunding benutzen würde, bliebe als “Gegen-Vergütung” lediglich die “Währung Werbung” – also frei interpretiert: Gib mir Geld zur Realisierung, und dafür bekommst Du für X Monate Werbung auf der Seite… – und schon wirds dünn mit den Investoren, denn WER will Werbung schalten auf einem Projekt dass sich erst im Netz etablieren muss, keine Likes, keinen Traffik etc. hat…

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  12. Hi, ich glaube es kommt stark auf das Projekt an. Blogs, Informationsseiten oder ähnliches werden es sicher schwer haben. Wer investiert Geld schon in “Text”(Wüsten)? Aber wenn man eine wirklich Idee für ein Online-Tool hat, ein echtes Produkt eben, hinter dem auch ein vernünftiges Monetarisierungskonzept steht: Warum sollte es dafür nicht auch Finanzierungsmöglichkeiten durch Crowdfunding geben?

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  13. Finde ich generell eine super Sache, da meist Ideen nicht umgesetzt werden können, wo keine finanziellen Mittel vorhanden sind.
    Natürlich stellte sich die Frage, wer investiert schon in das ein odere ander Projekt, aber genau das dachte man auch bei der Gründung von Microfsoft, etc.
    Daumen hoch!

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  14. Ich halte das wie mein Vorredner für eine gute Sache, sehe das Ganze aber kritisch. Man muss wohl wirklich ein sehr überzeugendes Projekt haben, damit das Ganze auch eine Chance auf Erfolg hat!

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  15. Ich finde die Finanzierung über Crowdfunding generell interessant und machbar. Ich bin aber auch der Meinung, dass diese Art von Finanzierung natürlich von der Webseite abhängig ist. Hier werden eben nur große Projekte interessant für Investoren. Ich denke aber, dass Crowdfunding in Zukunft auch auf dem deutschen Markt immer mehr an Wert gewinnt.

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  16. Ich denke, dass Crowdfunding noch in den Kinderschuhen steckt und sich noch viel mehr Möglichkeiten entwickeln. Das “echte” Crowdfunding von Startups, bei denen die Investoren am Unternehmen beteiligt werden, ist auf jeden Fall schon ein Schritt in die richtige Richtung. Das wird sicherlich die Landschaft der Venture-Kapital-Welt in Zukunft ändern, weil viele Startups nicht mehr durch die klassischen Risikokapitalgesellschaften und ihrem enormen Einfluss auf die Unternehmenspolitik angewiesen sind.

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  17. Wenn man sich z.B. Seedmatch ansieht dann sind die meisten Projekt ja “nur” Websites. Okay, ziemlich gepimpt, das gebe ich zu. Z.B. mibaby, das ist – technisch gesehen – nur eine Linksammlung mit dem Geschäftsmodell “ich verdiene an Empfehlungen = Weiterleitung an andere”. 90% ist “Show” = richtig gute Vermarktung, vor allem aber sind es immer mehrere Leute die so ein Projekt betreiben – und wir hier sind ja Solopreneure. Insofern wäre das vielleicht tatsächlich eine (Markt)Lücke, cool! Sozusagen eine Schwester oder Vorstufe von https://flippa.com/ Wer machts?

    Mmmhh, die Website selbst ist ja für ein paar Hundert Euro erstellt. Aber dann geht’s ja erst so richtig los.

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  18. Hey,
    Ich habe abgestimmt und bin der Meinung, dass es Möglich ist. Ich habe selber schon darüber nachgedacht, aber im endeffekt diese Möglichkeit nie nutzen müssen.
    Dennoch ist es keine Garantie! Die Idee muss gut und überzeugend sein. Und wenn keine Erlösquelle zu sehen ist, macht das ganze erst Recht keinen Sinn. Trotzdem finde ich, dass es unserer Gesellschaft gut tut und eine Chance ist für neue und mutige Projekte.

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  19. Hi,

    ob hin oder her ich habe das gefühl das diese ganze Kickstarter einfach nur viel Zeit kostet. Da werden schon Videos produziert die erklären sollen um was es geht für ein paar 1000€ und dabei ruft man immernoch nach einer Finanzierung aus. Bis das alles fertig ist habe ich das ganze schon selbst programmiert. Dann doch lieber nach dem Bootstrapping prinzip.

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  20. Also ich kenne viele Leute die Crowdfunding ausprobiert haben, nur ein Bruuchteil hat überhaupt das Geld-Limit geknackt. Und ich gebe meinem Vorredner recht, es kostet schon viel Zeit und Geld sich überhaupt auf einer Crowdfundingseite bekannt zu machen. LG ein Franchise Nehmer

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  21. Crowdinvesting gibt es nicht. Niemand in den USA oder im UK kennt diese Vokabel. Auch beim (equity based) crowdfunding handelt es sich um crowdfunding!

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  22. Hallo Peer,
    ich glaube an der Umfrage stimmt etwas nicht, es sei denn Du wolltest eine Twitter-Umfrage in Deine Crowdfundng-Artikel einbauen.
    Stefan

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  23. Hallo in die Runde,
    finde die Kommentare sehr spannend. Ich betreibe seit einigen Monaten das Crowdfundingportal StartupProjekt.de und möchte uns euch anbieten. Wir würden euch gern beim Anlegen und Erstellen eines Webseite Projektes kostenfrei unterstützen.

    @Peer – vielleicht ist Selbstständig im Netz an einer Zusammenarbeit interessiert? Eine Art Kooperation und möchte das oder die Projekte während des Crowdfunding redaktional begleiten.

    Wir glauben, dass jede Idee und Vorhaben realisiert werden kann. Letztendlich kommt es auf kreative Goodies an, die man seinen Supportern beim Crowdfunding anbietet. Hier gibt es unendliche Möglichkeiten. Sehr entscheidend ist auch wie stark Werbung über die Social Network betrieben wird. Wer im Web präsent sein möchte, profitiert alleine schon während der 60 Tage Projektlaufzeit durch sein Social Marketing. Allein dieser Grund ist es schon Wert ein Projekt zu starten, um zukünftige User und Käufer im Vorfeld zu realisieren. Mann könnte ein Webprojekt z.B. durch eine Startup Party finanzieren und hierfür VIP Tickets anbieten.
    Für die Umsetzung und Start eines Crwodfunding-Pojektes sind eigentlich gar keine Investitionen nötig. Hier wurden Videos angesprochen. Diesen sollen kurz und authentisch sein und somit am besten selbst gedreht.
    Ich würde mich freuen, wenn sich Projektstarter finden und trauen, damit auch diese Art von Projekten realisiert werden.

    Gruß Danny

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  24. Hallo in die Runde,
    ich bin zufällig über den Artikel hier gestolpert. Gibt es den angesprochenen Nachfolgeartikel zum Thema Crowdfounding für Webseiten bereits? Der Artikel hier ist ja bereits etwas älter.

    Mich würde interessieren, zu welchem Ergebnis ihr gekommen seid. Ich habe neulich in meinem Blog zum selben Thema geschrieben ( https://www.raphael-bolius.com/webdesignblog/crowdfunding-finanzierung-fuer-webseiten/ ) und werde in Teil zwei meines Berichts die Ergebnisse einer Umfrage auswerten, bei der ich die wichtigsten Crowdfounding-Agenturen um ihre Meinuing zum Thema gebeten habe.

    Falls es auf SIN aktuellere oder detailliertere Infos zum Thema gibt, würde ich auch gerne darauf verweisen.

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