Sollte man sein Hobby zum Beruf machen?

Sollte man sein Hobby zum Beruf machen?Einen der häufigsten Sprüche, den ich früher im Zusammenhang mit Beruf oder Selbstständigkeit gehört habe, war dieser: “Mach dein Hobby zum Beruf

Die Leidenschaft, die man für das eigene Hobby aufbringt, helfen einem im Job auf jeden Fall weiter. Und was gibt es besseres, als mit Spaß an einem Thema zu arbeiten, für das man sich sowieso interessiert?

Deshalb müsste der Rat “Mach dein Hobby zum Beruf” doch der beste von allen sein. Oder doch nicht?

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Hobby zum Beruf machen

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Wie schon gesagt, spricht vieles für dieses Motto.

Es gibt so viele Angestellte, die sich jeden Tag auf Arbeit quälen und keinen Spaß an ihren beruflichen Aufgaben haben.

Das ist natürlich nicht schön und auf Dauer kann einen das sehr belasten. Deshalb versuchen viele den Absprung zu schaffen und ihr Hobby zum Beruf zu machen (oder zumindest träumen viele davon).

Und es gibt auch Experten, die das raten. Die Buchautorin Svenja Hofert (von ihr habe ich das Buch “Das slow grow Prinzip” vorgestellt) hat vor langer Zeit in einem Artikel auf spiegel.de positive Beispiele aufgezeigt und Tipps gegeben.

Vorteile

Was sind die Vorteile, wenn man das eigene Hobby zum Beruf macht?

Hier eine Liste mit ein paar Vorteilen:

  • Man hat Spaß an der Arbeit und beschäftigt sich gern mit dem Thema.
  • Wenn man sich mit seinem Hobby selbstständig macht, dann kann man auch selber entscheiden, wo es lang geht.
  • Man schaut nicht mehr auf die Uhr, denn man empfindet die Arbeit nicht mehr als Arbeit.
  • Viele sind einfach glücklicher, auch wenn sie oft weniger Geld verdienen.
  • Die Leidenschaft, die man mitbringt, wirkt sich positiv auf den Geschäftserfolg aus.

Die Vorteile sind also nicht zu unterschätzen. Wer schon mal in einem Job gearbeitet hat, den er nicht mochte, wird diese Vorteile zu schätzen wissen.

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Nachteile

Doch meiner Meinung nach gibt es auch Nachteile, wenn man sein Hobby zum Beruf macht.

  • Ein Hobby ist einfach kein Hobby mehr, wenn man es zum Beruf macht.
  • Es besteht die Gefahr, dass man den Spaß am Hobby verliert, wenn man sich damit täglich 8 oder mehr Stunden beschäftigt.
  • Es gibt in der Selbstständigkeit immer wieder Tätigkeiten, die keinen Spaß machen oder man erlebt Rückschläge. Das kann einem das vorher so schöne und positive Hobby kaputt machen.
  • Hobbys sind meist entspannend und helfen einem die Balance nach einem harten Arbeitstag wieder zu finden. Das geht verloren, wenn man daraus einen Beruf macht.
  • Hobbys haben in der Regel auch nichts mit Geld verdienen zu tun. Das ändert sich, wenn man es zum Beruf macht.

Die Nachteile, das Hobby zum Beruf zu machen, werden meist unterschätzt und machen sich oft erst nach einer gewissen Zeit bemerkbar.

Meine Erfahrungen

Ich selber bin seit über 14 Jahren selbstständig und habe auch ein Hobby zum Beruf gemacht. Ich habe seit meinem Studium Mitte der 90er Jahre Websites gebastelt und das Internet hat mich seitdem nicht mehr lo gelassen.

Und wirklich bereut habe ich es nicht, dass ich nun als Selbstständiger im Netz mein Geld verdiene. Aber natürlich ändert sich die Wahrnehmung. Es ist eben was anderes, wenn man etwas als Hobby betreibt oder wenn man davon leben muss.

Das ist ähnlich wie der Unterschied zwischen Urlaub in einem Land machen und in diesem Land wirklich leben. Viele Menschen genießen ihren Urlaub und träumen davon, dort leben zu können. Macht man diesen Traum dann wahr, sieht die Realität meist deutlich anders aus, als man es als Urlauber wahrgenommen hat.

In den letzten Jahren habe ich öfter überlegt, andere Hobbys von mir beruflich zu nutzen. So zum Beispiel Websites über TV-Serien, Hörspiele oder über Konsolen-Spiele zu erstellen.

Doch ich habe gemerkt, dass ich diese Hobbys wirklich nur als Hobbys behalten möchte. Die Selbstständigkeit ist anstrengend und man hat recht wenig Freizeit. Und in dieser Freizeit möchte ich mich mit Dingen beschäftigen, die nichts mit meiner Arbeit zu tun haben.

Ich könnte nicht mehr abschalten, wenn ich beim “Serien schauen” immer daran denken würde, wie man daraus einen guten Artikel für eine Website machen könnte. Ebenso würde ich einfach nicht mehr so viel Spaß am Zocken haben, wenn ich gleichzeitig an einer Website über diese Spiele arbeiten würde.

Ich bin der Meinung, dass man Hobbys braucht, die nichts mit dem Beruf zu tun haben.

Dennoch habe ich mit abenteuer-brettspiele.de einen neuen Blog gestartet, auf dem ich über mein Hobby Brettspiele schreibe. Und auch wenn es mir sehr viele Spaß macht dort zu schreiben und zu podcasten, so merke ich hin und wieder doch, dass es etwas anderes ist, wenn man ein Brettspiel spielt, weil man dazu ein Review schreiben will und nicht einfach so.

Sollte man sein Hobby zum Beruf machen?

Sollte man sein Hobby zum Beruf machen?

Ist es gut, wenn man einen Beruf bzw. als Selbstständiger eine Branche wählt, die einem Spaß macht und mit der man eine Leidenschaft verbindet.

Natürlich! Gerade als Selbstständiger sollte man Spaß an seiner Arbeit haben, da es sonst sehr schnell zur Qual wird.

Doch man sollte dennoch vorsichtig dabei sein, seine liebsten Hobbys beruflich “auszuschlachten”. Es ist wichtig, dass man Dinge hat, die einfach nur Spaß machen und bei denen man abschalten kann.

Zudem ist es eine sehr traurige Erkenntnis, wenn man irgendwann einfach keinen Spaß mehr an einer vorher geliebten Sache hat, nur weil man es zum eigenen Job gemacht hat.

Deshalb sollte man den Spruch “Mach dein Hobby zum Beruf” nicht einfach blind hinnehmen, sondern sich ganz genau überlegen, welche Konsequenzen das hat.

Mein Fazit lautet: Man sollte zumindest nicht alle seine Hobbys zum Beruf machen! :-)

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6 Gedanken zu „Sollte man sein Hobby zum Beruf machen?“

  1. Die Frage kann ich nur mit “Ja” beantworten, wenn man die Voraussetzungen dafür mit bringt, dann sollte man sein Hobby zum Beruf machen. Ob dem so ist, kann man sich im Vorfeld beraten von einen Experten, Coach oder auch Mentor beraten lassen! ;-)))

    Antworten
  2. Hallo Peer

    Ich habe vor 10 Jahren damit begonnen im Keller bei mir mit CD`s musi zu machen. Das hat sich dann als Leidenschaft rausgestellt. Heute verdiene ich als Kleinunternehmer mein Geld Nebenberuflich als mobiler DJ. Es mach einfach Spaß. Ich freue mich auch jedesmal Teil einer schönen Party zu sein. (Jetzt in der Krise ist das natürlich von 100 auf 0 eingebrochen) Ich hoffe ich kann bald wieder loslegen.

    LG
    Steve

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  3. Peer, da kann ich dir nur voll zustimmen. Vor allem das man die Nachteile nicht vernachlässigen darf.
    Vor ein paar Jahren habe ich meine Leidenschaft Fotografie zum Nebenberuf gemacht. Dabei gönne ich mir aber den Luxus nur Projekte anzunehmen die mir wirklich Spaß machen. Allerdings wird es dann schwer davon zu leben. In meinem Falle würde es nicht für Vollzeit reichen. Müsste ich davon leben, könnte ich viele Dinge nicht einfach ablehnen. Das wiederum würde mir die Leidenschaft nehmen. So habe ich aber einen guten Mittelweg gefunden – Spaß am Fotografieren und Geld damit verdienen.
    Aber wie gesagt, das funktioniert meist nur wenn man seinen Lebensunterhalt nicht komplett damit verdienen muss.
    VG
    Alex

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  4. Guten Abend Peer,

    tatsächlich sehe ich auch die Gefahr, dass bei der Vermischung von Hobby und Beruf eine geistige Schere vorhanden ist und hier nicht mehr der Genuss am Hobby durch den Gedanken der Verwertbarkeit im Hintergrund immer vorhanden ist.

    Auf der anderen Seite sehe ich aber auch dass ein Hobby auch eine kreative Spielwiese sein kann und sich damit auch rechnen kann.

    Hier sehe ich allerdings auch ein Hauptgrund daran, dass sobald man auf die Einnahmen aus Hobby angewiesen ist dieses nicht mehr (nur) aus Leidenschaft betrieben werden kann.

    Dieses kann sehr schnell dazu führen, dass man sich hier mit Zielen und Vorgaben (Zeichenanzahl bei Blogtexten, Zeitplan, …) auch sehr schnell einen weiteren Mittelpunkt aufbaut und hier die Grenzen zwischen Arbeit und Vergnügen noch mehr schwinden.

    Sofern die Möglichkeit besteht ein Hobby auch beruflich nutzen zu können ist das eine schöne Sache und etwas, dass ich auch bei mir sehr schätze…problematisch sehe ich es aber, wenn der berufliche Anteil zum Druck sich wandelt und die Erholung oder Freude am Hobby dann weg sind :-(.

    EIne gewisse Ausgewogenheit und selfcare sollte daher tatsächlich immer beim Hobby oder auch bei der “eingeplanten” freien Zeit vorhanden bleiben.

    Viele Grüße
    Andreas

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  5. Ich finde es gut, wenn Menschen Ihr Hobby zum Beruf machen! Man sollte nur vorher gut überlegen, ob man auch wirklich dazu in der Lage ist und ob es sich am Ende rechnet, ohne in finanzielle Not zu geraten.

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  6. Was gibt es besseres, als sich mit seinem Hobby selbstständig zu machen? Für mich gab es im Leben keine größere Selbstverwirklichung. Wichtig ist natürlich, dass man sich mit Risiken der Selbstständigkeit auseinandersetzt, damit der Traum nicht zum Albtraum wird.

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