Leser fragen, Ich antworte – Teil 7: Gewinnspiele, Zeitplanung, Kinder, Blog-Namen und mehr

Obwohl ich schon über 60 Fragen von Lesern in meiner Artikelserie Leser fragen, Ich antworte beantwortet habe, kommen immer wieder neue Fragen bei mir an.

Natürlich könnt ihr gern weiter Fragen über meine Selbständigkeit und Online-Business-Themen generell stellen. Einfach die Fragen hier in den Kommentaren hinterlassen.

Diesmal geht es unter anderem um Gewinnspiele, Zeitplanung, Kinder, Blog-Namen und mehr.

Bisherige Artikel mit Antworten auf Leser-Fragen:
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12, Teil 13, Teil 14, Teil 15, Teil 16

Leser fragen, Ich antworte – 7

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Im Folgenden beantworte ich wieder eine ganze Reihe von Leserfragen, wobei ein Leser gleich 4 Fragen gestellt hat.

Wie planst du deine Zeit ein?
von Lucas

Das ist seit dem Beginn meiner Selbständigkeit ein “Work in Progress”. Ich arbeite also ständig daran, mein Zeitmanagement zu optimieren und anzupassen.

Zum einen liegt das daran, dass ich schon Optimierungsmöglichkeiten sehe. Wichtiger ist aber, dass ich Abwechslung brauche. Ich bin zwar jemand, dem eine Zeitplanung hilft, gerade wenn ich mal nicht ganz so hochmotiviert in den Arbeitstag gehe, aber dennoch brauche ich auch immer mal wieder Veränderung, damit es nicht eintönig wird.

In der Praxis ist es so, dass ich einen groben Plan habe, was ich über die nächsten Monate machen will. Ich plane zumindest die Highlights länger voraus, wie z.B. die Nischenseiten-Challenge.

Zum Wochenanfang plane ich dann sehr genau die anstehende Woche. Ich lege fest, welche Artikel in welchem Blog an welchem Tag erscheinen sollen. Zudem plane ich besondere Arbeiten, wie z.B. Layoutanpassungen, eine neue Nischenwebsite etc..

Und an jedem Morgen lege ich dann auf einer ToDo-Liste fest, was ich an dem Tag alles erledigen will. Neben den Artikeln und größeren Arbeiten aus meinem Wochenplan kommen hier natürlich dann noch viele kleinere Sachen hinzu, die es zu erledigen gilt.

Natürlich schaffe ich nicht jeden Tag meine ToDo-Liste komplett abzuarbeiten und auch bei meinen Wochenplänen gibt es immer mal wieder Artikel oder Arbeiten, die ich nicht schaffe. Dennoch hat sich diese Planung insgesamt ganz gut bewährt und ich schaffe relativ viel.

Wann und warum lässt du dir helfen?
von Lucas

Ich lassen mir vor allem bei Arbeiten helfen, die ich entweder nicht so gut kann oder die mir keinen Spaß machen.

So habe ich z.B. die komplette Buchhaltung und alles was Steuern betrifft ausgelagert. Ich schreibe meine Rechnungen selber und sammle alle Belege, aber dann gebe ich das einem Buchhaltungsbüro und die erledigen den Rest.

Ebenso ausgelagert habe ich alles was Hosting betrifft. Ich habe also keinen Root-Server, bei dem ich selber alle Einstellungen, Aktualisierungen etc. vornehmen muss. Das lasse ich alles machen, weil ich mich da einfach nicht einarbeiten will.

Ansonsten gibt es gar nicht mehr so viele größere Dinge, bei denen ich mir helfen lasse. Um die Inhalte und die Anpassung meiner Blogs kümmere ich mich größtenteils selbst. Gastartikel und Interviews sind hier vielleicht kleine Ausnahmen, aber bei beiden bin ich ja auch involviert, entweder als Fragensteller oder für die Korrektur.

Es ist aber so, dass ich für die Zukunft einige Routine- und Verwaltungsarbeiten abgeben will. Das wird ab dem nächsten Jahr möglich sein, wenn ich in ein größeres Büro umziehe, und es dort auch Platz für einen Mitarbeiter geben wird.

Was waren deine ersten Ziele? Was hattest du dir für Ziele gesteckt, als du mit dem (prof.) Bloggen begonnen hast?
von Lucas

Ich habe schon mit dem Bloggen begonnen, als ich noch angestellt war. Damals war es einfach meine Neugier auf dieses für mich recht neue Medium, das damals (ca. 2005) in den USA gerade recht angesagt war.

Selbstaendig-im-Netz.de habe ich dann Anfang 2007 ins Leben gerufen, als ich schon selbständig war. Damals hatte ich als Ziel nicht das Geld verdienen, sondern eine eigene Übungsplattform für SEO-Maßnahmen und ähnliches zu erstellen. Zudem hoffte ich dadurch etwas mehr Kontakt zu anderen Existenzgründern im Netz zu bekommen.

Erst nach und nach stieg der Traffic und ich probierte erste Einnahmequellen aus. Da dies gut funktionierte kam das Ziel hinzu, zumindest ein paar hundert Euro mit dem Blog hinzu zu verdienen, um mein Webdesign-Business zu unterstützen.

Dass SiN einmal mein Hauptbusiness sein würde, war damals nicht abzusehen.

Wie belohnst du dich für erreichte Ziele?
von Lucas

Ich versuche einerseits die kleinen Meilensteine zu genießen und die kleinen Erfolge motivieren mich. Das kann ein neuer Besucherrekord sein, eine neue Kooperation, eine neue Artikelserie oder ähnliches. Wenn man diese kleinen Erfolge nicht aus den Augen verliert, sind das schon viele kleine Belohnungen.

Ansonsten ist es aber natürlich auch so, dass ich mir hin und wieder was leiste. Das letzte war die PS4, die ich mir zugelegt habe. Ich versuche, anders als in den ersten Jahren meiner Selbständigkeit, sehr darauf zu achten Freizeit zu haben und meinen Hobbies nachzugehen. Dass ich das heute kann und nicht mehr so viele Überstunden schieben muss wie in der Anfangszeit, ist ebenfalls eine Belohnung.

An sich ist für mich aber das Erreichen von Zielen an sich schon Belohnung genug. Es macht einfach Spaß, wenn man seine Ziele erreicht und man sich dann neue setzen kann.

Mich würde interessieren wie deine Erfahrungen mit Gewinnspielen im Bezug auf Traffic-Zugewinn sind und wie viel Prozent deiner Besucher durchschnittlich an deinen Gewinnspielen teilnehmen.
von Anon

Gewinnspiele kommen ganz gut an, auch wenn es prozentual gesehen nur wenige sind, die daran teilnehmen. Je nach Art des Gewinnspiels (wie aufwändig es ist daran teilzunehmen) und nach Wert und Menge der Preise nehmen zwischen 40 und 100 Leser an einem Gewinnspiel teil. Es gibt zwar leichte Traffic-Anstiege, aber diese sind vor allem heute nicht mehr das Hauptziel, wenn ich Gewinnspiele veranstalte.

Ein Gewinnspiel läuft meist so ca. 2 Wochen und wenn man bedenkt, dass in dieser Zeit vielleicht 80.000 Besucher auf meinem Blog unterwegs sind, dann klingt die Teilnehmerzahl nicht viel.

Zum einen ist es aber so, dass viele Leser über Google auf alte Artikel kommen und das Gewinnspiel, trotz z.B. Teaser in der rechten Sidebar, gar nicht mitbekommen. Von denen, die es mitbekommen nimmt aber auch nur ein kleiner Teil an Gewinnspielen teil.

Dennoch denke ich, dass Gewinnspiele Sinn machen. Jenen Lesern, die auf Gewinnspiele stehen, macht man damit eine Freunde. Man bindet diese Leser etwas mehr ein und sorgt für Abwechslung. Zudem gibt es ein paar Backlinks und einige Social Media Shares. Über meine Social Media Kanäle locke ich zudem den einen oder anderen damit in meinen Blog.

Mit einem richtig großen Preis könnte man zwar sicher mehr Aufmerksamkeit erzielen, aber nach meiner Erfahrung macht es mehr Sinn lieber öfter ein paar kleinere Preise (z.B. ein Buch) zu verlosen. So gibt es immer mal wieder ein Gewinnspiel und die Leser sehen bessere Chancen was zu gewinnen.

Zudem zieht man mit sehr wertvollen Preisen viele “Gewinnspiel-Touristen” an, die an allen möglichen Gewinnspielen teilnehmen, aber gar kein Interesse an meinem Blog haben. Solche Teilnehmer brauche ich nicht.

Hast du schon mal darüber nachgedacht für SiN einen kürzeren Namen zu registrieren?
von Alex

Nicht wirklich. Ich finde “Selbständig im Netz” schon kurz genug. Es ist mittlerweile schon so was wie eine kleine Marke und dennoch wird sofort jedem neuen Besucher klar, worum es auf meinem Blog geht. Das finde ich schon ziemlich optimal.

Man könnte zwar einen kürzeren Namen für bestimmte Dinge verwenden, aber Nachteile hatte ich bisher nicht. Deshalb habe ich bisher nicht wirklich daran gedacht.

Wie schwer ist es, Kinder mit Business zu vereinigen? So wie ich verstehe, hast du ja früher (oder vielleicht auch jetzt?) im Home-Office gearbeitet und ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach mit Kindern ist.
von Sergej

Kinder machen es sicher nicht gerade einfacher. Als ich mich selbständig gemacht habe, war meine große Tochter gerade mal 3 Jahre alt. Zudem kam unsere zweite Tochter zur Welt, als ich rund 1 Jahr selbständig war.

Gerade als diese noch sehr klein und immer mal wieder krank war, war es nicht so einfach.

Mittlerweile geht es aber. Beide sind tagsüber in der Schule und ich kann problemlos arbeiten. Nur jetzt in den Ferien ist es manchmal nicht ganz so einfach. Beide sind zu Hause und da ist schon ein wenig Ablenkung da. :-)

Dennoch ist es insgesamt eigentlich ganz gut gelaufen, zumal meine Kinder für mich ja auch Motivation und Ansporn waren und immer noch sind. Wenn man nur für sich selbst sorgen muss, dann lässt man eher mal “Fünfe gerade” sein.

Doch durch meine Kinder war der Druck gerade am Anfang meiner Selbständigkeit natürlich schon höher. Ich musste genug für die Familie verdienen, auch wenn natürlich meine Frau ebenfalls arbeiten ging (heute ist sie ebenfalls selbständig). Das war gerade auch in schweren Zeiten ein wichtiger Antrieb.

Es war also sicher etwas Belastung, aber auch Ansporn und Motivation.

Neben meinem Studium betreibe ich neben meiner Hauptseite noch 2 weitere Seiten und verdiene mir damit ein Taschengeld. Hältst du es für ratsamer, wenn man sich mehr auf ein Projekt konzentriert und dieses aufbaut, oder doch eher in “Masse produziert” und sich (sagen wir 50 bis 100 Nischenseiten) aufbaut und diese wenigstens 10€ monatlich abwerfen?
von MUsic

Also 10 Euro sind auf Dauer generell zu wenig würde ich sagen. Selbst bei 100 Nischenwebsites wären das ja gerade mal 1.000 Euro brutto, wovon man nicht leben kann.

Generell aber sind beide Strategien möglich. Ich bevorzuge eher weniger Projekte, um die ich mich dann aber stärker kümmern kann. Das sind vor allem meine Blogs, aber auch bei meinen Nischenwebsites habe ich sicher mehr Zeit und Arbeit investiert, als manch anderer.

Es gibt aber auch genug Leute, die in die Breite gehen und viele kleine Websites aufsetzen. Das kann ebenso funktionieren, wobei mir aber insgesamt der Pflegeaufwand einfach zu hoch wäre.

Zudem sind solche in “Masse produzierten” Websites oft nicht gerade hochwertig und haben es deshalb in Google sicher nicht gerade einfach.

Wie haben sich deine Deutschkenntnisse während der Blogzeit entwickelt? Hattest du am Anfang Mühe einen Artikel zu verfassen? Und wie bist du damit umgegangen?
von Pra

Ich habe schon in der Schule gern geschrieben und konnte auf diese Weise die eine oder andere bessere Note ergattern, obwohl ich vielleicht gar nicht so viel gewusst habe. ;-)

Grundsätzlich lag mir das Schreiben also schon vor dem Start meines ersten Blogs.

Dennoch war es sehr ungewohnt für die Öffentlichkeit zu bloggen. Bei den ersten Artikeln war es deshalb nicht einfach loszulegen und schon gar nicht loszulassen und den Artikel zu veröffentlichen.

Ich habe dann aber versucht die Sache lockerer zu sehen und nicht mehr versucht perfekt zu sein. Solange ich mit den Artikeln zufrieden bin, werden es auch die meisten Leser sein, sagte ich mir. Und so war es dann auch.

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass es mit der Zeit deutlich einfach wird. Hier gilt es am Anfang einfach durchzuhalten und weiterzumachen. Zudem schadet es auf keinen Fall, wenn man selber andere Blogs und auch Zeitschriften und Bücher liest. Mal abgesehen von dem Know How, das man sich dadurch aneignet, verbessern sich auch die sprachlichen Fähigkeiten, was dem Schreiben zugute kommt.

Also dran bleiben und Spaß haben.

Gibt es weitere Fragen?

Habt ihr weitere Fragen an mich? Dann einfach hier in diese Kommentare schreiben. Ich beantworten diese dann im nächsten Teil dieser Serie.

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5 Gedanken zu „Leser fragen, Ich antworte – Teil 7: Gewinnspiele, Zeitplanung, Kinder, Blog-Namen und mehr“

  1. Mich würde interessieren, was du von Google als Trafficquelle hältst, ob du deine Artikel teilweise danach ausrichtest und ob du schon Auswirkungen der Updates gespürt hast, die Google ja seit gut 2 Jahren ziemlich kontinuierlich ausspielt.

    Antworten
  2. Hallo peer, vor allem der punkt “Wie planst du deine Zeit ein?” halte ich für seeehr sinnvoll und informativ. Ich denke, dass ist einer der umfangreichsten und schwierigsten aufgaben die ein selbständiger sich stellen muss. Optimierung ist das A und O. Was ich selbst als bewährte Methode verwende ist das 80/20 prinzip. Auch als Paretoprinzip bekannt. Also vielen dank für das Interview. :-) Gruß Christian

    Antworten
  3. Meine Frage ist ähnlich wie die von Rick S. (Kommentar 2), nutzt du verschiedene Phrasen/Überschriften und schaust z.b. per Google Trends, welche Wortkombinationen evtl. besser wären?
    Sicher hast du Werbemaßnahmen kaum noch nötig, aber versuchst du noch immer deinen Blog bekannter zu machen? Blog ist bald der falsche Begriff, mit den Artikelserien ist es schon eine Selbständigkeit-Bibel.
    Weiter so! Bin seit 5 Jahren dein täglicher Leser ;)

    Antworten
  4. Hallo Peer, ich hätte ein paar Fragen zu deinem SIN-Forum.

    Wie viel Zeit musst du regelmäßig in das Forum investieren? Oder ist der Zeitaufwand sogar sehr niedrig und es läuft “fast von alleine”?

    Zusätzlich fände ich grobe Angaben zu der Besucherzahl und den Einnahmen mit deinem Forum sehr interessant (natürlich nur wenn du dazu was sagen möchtest).

    Antworten

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