Crowdfunding mit Kickstarter – Erfahrungen, Umsetzung und mehr im Interview

Crowdfunding mit Kickstarter - Erfahrungen, Umsetzung und mehr im InternetEine Idee umzusetzen kostet oft Geld. Ganz besonders gilt das für physische Produkte.

Kickstarter hat sich in den letzten Jahren als führende Crowdfunding-Plattform etabliert und teilweise werden Millionen-schwere Projekte darüber finanziert.

Mit Roman spreche ich im folgenden Interview über seine Startup-Idee und seine aktuell laufende Kickstarter-Kampagne.

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Hallo Roman. Bitte stelle dich meinen Lesern kurz vor.

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Hallo, ich bin Roman Zimmerli und komme aus der Schweiz.

Nun bin ich mit 21 Jahren meine eigene Firma am Gründen, mit welcher ich mir sowohl eine finanzielle, wie auch eigenständigen Freiheit ermöglichen möchte, damit ich nicht mehr von einem Chef oder anderen Personen abhängig sein muss.

Wie bist du zur Selbständigkeit gekommen und was machst du genau?

Den Schritt in die Selbstständigkeit wagte ich sehr schnell nach meiner Ausbildung, denn ich stelle mir mein Leben anders vor, als Stunde über Stunde für den Erfolg anderer zu arbeiten. Auch die ganzen gesellschaftlichen Leitlinien, wie das blinde und gehorsame Arbeiten, einen angeblich sichere Arbeitsstelle zu haben sagten mir nicht mehr zu.

Dadurch war schnell klar, dass ich mein eigner Boss sein möchte, um diesen ganzen Zwängen zu entkommen und mein Leben so zu leben, wie ich dies für richtig halte und eigene Entscheidungen zu treffen.

Ich habe die Dekorationsleuchte lightlou entworfen. Dies aus meinen Leidenschaften, dem Lichtdesign und der Gestaltung und Inneneinrichtung von Räumen. Das signifikante Alleinstellungsmerkmal von lightlou ist die komplexe Glasform, welche von einer LED beleuchtet wird, da diese aus Glas zu fertigen, an den Grenzen des Machbaren ist.

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Warum zieht es dich zu physischen Produkten und nicht zum reinen Online-Business?

Ich habe auch schon ein Online-Business in Erwägung gezogen, jedoch obsiegte in dieser Zeit die Begeisterung der und Leidenschaft zum Lichtdesign, was mich dann zum Ende zu diesem Projekt bewegte.

Jedoch werde ich nie einen lokalen Laden eröffnen, sondern werde den ganzen Vertrieb über einen Onlineshop abwickeln. Dadurch würde ich sagen, ist das Projekt so ein Mittelweg zwischen komplett Online und physischen Produkten. Denn der Online Shop* sollte am Ende auch Besucher und potentielle Kunden anziehen, was dann sehr stark auf das passende Online-Marketing und die Kundengenerierung zurückzuführen ist.

Wie wichtig ist gutes Licht beim Arbeiten und welche Tipps kannst du dafür geben?

Gutes Licht ist beim Arbeiten wohl einer der wichtigsten Kriterien, besonders dann, wenn man eine längere Zeit lang auf einen Bildschirm blickt. Die Augen beginnen ohne ausreichende Beleuchtung müde zu werden, da sich diese mehr anstrengen müssen.

Besonders ermüdend kann es dann für die Augen sein, wenn man in einem komplett dunkeln Raum sitzt und der Bildschirm nahe am Kopf ist. Dies gilt auch für das Lesen eines Buches, welches uns Menschen bei begrenzter Beleuchtung besonders schwer fällt, da die Augen einfach zu viel ausgleichen müssen.

Wie bist du auf die Idee für deine Designleuchte gekommen? Worum handelt es sich dabei genau?

Die Idee entstand durch die Leidenschaften zum Lichtdesign und dem Einrichten.

Zudem gerät, nach meiner Ansicht an, das Licht zu sehr in Vergessenheit in unserem kurzlebigen und hektischem Alltag, dabei ist Licht so viel mehr, als ein Mittel um zu sehen. Licht beeinflusst unsere Stimmung, wie auch die Gefühlslagen, welche wir unterbewusst entwickeln.

Das beste Beispiel dafür ist, dass wir uns an regnerischen und trüben Tagen nicht annähernd so wohl fühlen, wie an hellen und sonnigen Tagen.

So soll lightlou wieder mehr an die Schönheit des Lichtes erinnern, doch ist zu viel mehr von Nutzen, als eine Dekoration oder ein Wohn-Accessoire. Beispielsweise Morgens, nach dem Aufstehen, hilft uns ein angenehmes und gelbliches Licht, wach zu werden und angenehm in den Tag zu starten, bei den ruhigen und entspannten Abendstunden helfen uns hingegen blautönige Farben, um zu entspannen.

Doch auch bei jeder anderen Situation bietet lightlou die richtige Atmosphäre, denn nicht nur die Farbe kann frei aus 16 Millionen Farben gewählt werden, sondern auch die Helligkeit ist einstellbar.

Zudem bietet die Leuchte auch verschiedene Farbwechsel-Einstellungen, welche einfach über eine Wifi gesteuerte und mittels Berührung bedienbaren Fernbedienung regelbar sind, diese reicht problemlos über 20 Meter weit und kann auch durch dicke Mauern bedient werden.

Durch die extra starke, aber umweltschonende LED, erzeugt die Designleuchte auch tagsüber ein immer wieder verblüffendes Lichtbild, welches durch die speziell bearbeitete Oberfläche des Glases ermöglicht wird.

Warum hast du den Weg des Crowdfunding für dein Produkt gewählt?

Den Weg des Crowdfoundings habe ich gewählt, weil ich mit 21 Jahren noch etwas jünger bin und noch keine grossartigen finanziellen Ressourcen besitze. Mit dem Crowdfounding ist es mir somit möglich, meine Idee zu finanzieren und trotzdem keinen Investor zu benötigen, welcher dann Firmenanteile für seine Investition erhält. Denn dann wäre ich unter Umständen wieder genau am selben Standpunkt, dass ich nicht meine eigenen Entscheidungen treffen kann, ganz unabhängig von anderen Personen.

Wieso fiel die Wahl auf Kickstarter? Gibt es keine solchen Plattformen in der Schweiz?

Doch sicherlich gibt es solche Plattformen auch in der Schweiz, nur sind die Schweizer an dieser Stelle immer etwas zurückhaltend. Dies sieht man auch an der nur langsam wachsenden Onlinebranche, lediglich Kleider und Reisen werden sehr oft Online eingekauft.

Zudem bietet eine Plattform wie Kickstarter nicht nur die Möglichkeit des Crowdfoundings, denn nicht selten geschieht es, dass grössere Händler auf die Produkte aufmerksam werden und diese nach erfolgreicher Finanzierung ins Sortiment aufnehmen möchten.

Dadurch bieten sich teils auch Chancen und Gelegenheiten, welche man so noch gar nicht in Erwägung gezogen hat, da Kickstarter eine solch grosse Reichweite hat.

Wie lief die Planung der Kampagne und was musste dafür vorbereitet werden?

Die Planung für die Kampagne war durchaus aufwendig, denn als erstes mussten natürlich verschiedene Bilder und Videos an verschiedenen Orten und mit unterschiedlichen Ansichten gemacht werden. Danach kam das schneiden und bearbeiten eines Videos, welches den Menschen das Produkt einfach und schnell näher bringen soll.

Als dies erledigt war, kam eine Analyse von einer Vielzahl von anderen Kampagnen, um zu sehen, was gut ist, was schlecht ist und wie man was, wo gestaltet und darstellt.

Auch ein solcher Punkt war, wo bringe ich die deutsche Beschreibung meiner Kampagne unter, wie Löse ich dies am besten, denn gleich auf eine andere Seite umzuleiten, ist nicht die optimale Lösung. Doch auch englische und deutsche Texte untereinander zu setzen, ist nicht ratsam.

Somit entschied ich mich dafür, dass ich gleich nach Start der Kampagne, ein Update mit allen deutschen Informationen machte und auf dieses umleite, denn so verlässt man Kickstarter nicht.

Welche Marketingmaßnahmen führst du durch, um die Kampagne bekannter zu machen?

Marketing ist ein sehr grosses Stichwort bei solchen Kampagnen, oft der Schlüssel zum Erfolg, denn wie mit jeder Dienstleistung oder jedem Produkt, wenn es nicht gefunden wird, wird es auch nicht gekauft. Bei Kickstarter ist dies nicht anders.

Hier bietet sich jedoch der Vorteil der Pressemitteilung an, welche kostenlos ist, diese Pressemitteilungen können an lokale oder nationale Zeitungen, Blogs, Facebook-Seiten, Newsticker und viele weitere Stellen verteilt werden.

Nun steht jedoch ein immenser zeitlicher Aufwand dahinter, denn keiner möchte eine Standartnachricht erhalten, welche noch 300 weitere Personen erhalten. Dadurch sollte jede Nachricht einzeln und mit Hingabe geschrieben werden, damit der Empfänger auch weiss, dass man nicht einfach eine E-Mail rauskopiert und dann auf senden gedrückt hat.

Natürlich sollte man in einem passenden Blog oder einer passenden Zeitschrift anfragen, so dass diese Leute die Idee selbst unterstützen und Begeisterung für das Projekt aufbringen.

Wie hast du das Finanzierungsziel festgelegt?

Das Finanzierungsziel habe ich so fest gelegt, dass ich einmal beim Anfang, der Werkzeugherstellung für die Serienproduktion beginne, dann Materialwert, sowie auch der Zeitaufwand für die Produktion, welcher der Hersteller auch verrechnet.

Dann ist die Produktion im besten Fall schon einmal gesichert. Nun kommen jedoch noch viele weitere Details dazu, wie Verpackung des Produktes, Transport, Verzollung, Mehrwertsteuer in anderen Ländern, Marketing, Lagerung, eine zusätzliche Verpackung für den Transport wie auch Verpackungs- und Büromaterial, denn es wollen schliesslich auch Rechnungen geschrieben und die Pakete sollen zugeklebt werden.

Dies sind sicherlich alles Punkte, welche man beachten sollte. Je nach Produktionsland kommen dann noch zusätzliche Einfuhrgebühren, zusätzliche Verzollungen und weitere Transportkosten dazu, welche beachtet werden müssen.

Wenn dann all dies summiert wurde, sollte wie bei jeder Crowdfoundingplattform, noch 10% für die Abgabe an die Plattform dazugerechnet werden und ca. 2-5% Reserve, falls irgendwas dann mehr kostet als berechnet, oder noch etwas dazukommt.

Was machst du, wenn die Finanzierung nicht klappt?

Falls der Fall eintritt, dass die Finanzierung nicht erfolgreich ist, werde ich mich nach einem Investor umsehen, welcher soweit bereit ist, Kapital einzubringen, mich aber die Arbeit machen lässt und auch meine eigenen Entscheidungen fällen lässt, also so, dass ich noch selbst die Führung über das Unternehmen beibehalte.

Zum Schluss würde ich mich über deine wichtigsten Tipps für schweizer Gründer freuen.

Ich denke bei jeder Gründung, ob online oder physisch, sollte man sich im Klaren sein, dass es anfangs nicht leicht ist und man viel Gegenwind zu spüren bekommt.

Doch wer den Willen dazu hat, der wird sich davon nicht unterkriegen lassen und weitermachen, wo andere aufgeben. Ich denke dies ist genau das, was Gründer ausmacht.

Des Weiteren ist ein sehr wichtiger Punkt, dass man gesehen wird, das die Menschen von einem erfahren. In der heutigen Zeit hat keiner mehr wirklich Zeit zur Verfügung, um Startups oder Produkte zu suchen, daher darf man sich für nichts zu schade sein und auch keine Hemmungen haben.

Ob es ein aufgedrehtes Video ist, über welches man lächelt, oder eine andere etwas peinliche Situation, man muss immer seine Wohlfühlzone verlassen, dann kommt man auch weiter im Leben.
Besonders die auffälligen Aktionen von Menschen bleiben den Leuten im Gedächtnis hängen.

Danke für das Interview

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1 Gedanke zu „Crowdfunding mit Kickstarter – Erfahrungen, Umsetzung und mehr im Interview“

  1. Sehr interessanter Artikel! Das ist praktisch die neue Methode um Geld rein zu holen und es klappt. Privatpersonen profitieren von hohen Zinsen bzw. guten Anteilen und Unternehmen haben Geld ohne Banken im Nacken. Die Frage aber hier ist, ob man bei solchen privaten Projekte von spendenbasiertem Crowdfunding redet oder die Investoren erhalten doch eine Beteiligung an zukünftigen Gewinnen: das sogenannte Crowdinvesting (wie auch hier unternehmerich.de/Crowdfunding.html beschrieben) ?

    VG, Stefan

    Antworten

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