Fotograf werden, Spezialisierung und Tipps für gute Fotos – Interview

Ein guter Fotograf zu werden ist nicht einfach.

Über den Spaß am Fotografieren, der richtigen Technik und Tipps für bessere Fotos spreche ich in diesem Interview mit Michael Omori Kirchner.

Viel Spaß damit.

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Guten Tag Herr Kirchner. Bitte stellen Sie sich meinen Lesern kurz vor.

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Mein Name ist Michael Omori Kirchner und ich arbeite als Fotograf in Heidelberg und Mannheim.

Mein Slogan lautet: “Fotograf für das Besondere in jedem Menschen”. Mein Tätigkeitsgebiet ist also vor allem die Portraitfotografie.

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Wie fast jeder Mensch: Als Kind, angeleitet von meinem Vater.

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Leben Sie vom Fotografieren? Wie schwer/einfach ist es, damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten?

Ja, ich bestreite einen wesentlichen Teil meines Einkommens mit der Fotografie.

Durch die vielen Mitbewerber ist es in der Fotografie schwieriger als in anderen Bereichen, wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten, aber es ist möglich.

Für interessierte Fotografen veranstalte ich Workshops und Seminare zu genau diesem Thema.

Wie wird man überhaupt Fotograf? Gibt es eine spezielle Ausbildung?

Ja, Fotograf ist ein Ausbildungsberuf und man kann Fotografie auch studieren.

Oder man macht es wie ich: Ich habe sehr viel von anderen Fotografen gelernt und mich selber weitergebildet. Eine klassische Ausbildung besitze ich nicht.

Welche Technik nutzen Sie und was empfehlen Sie einem Einsteiger, der ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis möchte?

Ich nutze Vollformat-DSLRs von Canon, spiegellose Kameras von Panasonic sowie Blitztechnik von der Firma Hensel.

Mein Tipp ist, mehr Geld für gute Objektive auszugeben als für das Kameragehäuse. Hier sind vor allem ein/zwei lichtstarke Festbrennweiten sehr hilfreich.

Welche typischen Fehler sehen Sie immer wieder bei Fotos von Anfängern?

Oft wird ziemlich ziellos alles fotografiert, was einem vor die Linse gerät. Und so sieht das Portfolio des Hobbyfotografen dann auch aus.

Der Schmetterling neben dem Kölner Dom bei Nacht und dann noch ein nutellaverschmiertes Kindergesicht.

Besser ist es, sich auf einen Stil zu beschränken und zu versuchen, den möglichst gut zu verfolgen. Ein tolles Portfolio mit Schmetterling-Fotos imponiert mir viel mehr als ein Sammelsurium von Ansätzen, die nicht zu Ende gedacht sind.


Was sind Ihre wichtigsten Tipps für Foto-Laien? Wie kann man die Qualität seiner Fotos am einfachsten verbessern?

Wichtig ist, sich Zeit für die Bildgestaltung zu nehmen und die Fotos nicht einfach nur im Vorbeigehen zu machen.

Auf Reisen ist es beispielsweise sinnvoll, mit anderen Fotografie-Interessierten unterwegs zu sein, die nicht schon gleich wieder zum Reisebus drängen.

Und sehr hilfreich ist der Austausch mit anderen Fotografen, beispielsweise in einer lokalen Fotografen-Gruppe.


Wie wichtig ist die Foto-Nachbearbeitung und welche Software nutzen Sie dafür?

Ich nutze Adobe Photoshop. Wie wichtig die Bildbearbeitung ist, hängt vom eigenen fotografischen Stil ab.

Bei mir dient die Software vor allem zur Optimierung der Fotos, aber nicht dazu, das Foto grundsätzlich zu verändern oder gar ganz neu zu gestalten, wie das beispielsweise die Künstler der Bildbearbeitung mit ihren Composings machen.


Sie bloggen über das Thema Fotografie. Wieso und wie sind Sie zum Bloggen gekommen?

Mich hat damals (ca. 2005) die Möglichkeit fasziniert, einfach und schnell Texte zu publizieren und Leser zu erreichen. Und so ist das auf fotografr.de bis heute geblieben.


Wie finden Sie neue Themen für Ihren Blog und welche Ziele verfolgen Sie mit dem Blog?

Ehrlich gesagt, manchmal finde ich gar keine Themen, dann blogge ich auch ein paar Tage nicht.

Wenn ich dann etwas schreibe, ist das in aller Regel etwas, was mich ohnehin selber interessiert.

Ich schreibe also nicht in erster Linie für meine Leser, sondern schreibe das auf, was mir ohnehin im Kopf herumschwirrt.


Zum Schluss würde ich mich über Ihre wichtigsten Tipps für tolle Fotos freuen.

Mit offenen Augen durch die Welt gehen.

Die Lichtsituationen beobachten, die Menschen um einen herum beobachten und natürlich Landschaften, Architektur und alles andere.

An manchen Dingen geht man, wenn man nicht aufpasst, achtlos vorbei und verpasst ein tolles Motiv.

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10 Gedanken zu „Fotograf werden, Spezialisierung und Tipps für gute Fotos – Interview“

  1. Ein nettes Interview. Es gibt leider zu viele Fotoblogger, die Anfängern gerne das große Geld vom Stockfoto versprechen. Das gefällt mir, dass es hier nicht so ist :-)

    Ich habe vor einiger Zeit ein Ebook mit Fotoaufgaben runter geladen und seitdem verbessern sich meine Bilder deutlich. Übung macht den Meister und wenn man dann lernt, dass man nicht eben alles fotografiert, was einem so vor die Linse kommt, dann kommt die Verbesserung fast von ganz allein.

    Ist wie bei der Selbstständigkeit: Fokussierung hilft ungemein.

    Antworten
  2. also ich fotografiere sehr gerne, bin aber eher knipserin, trotz DSLR-Kamera und Festbrennweite :-) Aber für meine Seiten reicht es. Ich bin aber kritisch genug zu wissen, dass ich wohl keine Fotos verkauft bekommen würde. Wobei mich ja interessieren würde, hat schon mal jemand eine Möglichkeit gefunden, Fotos so zu organisieren, dass man auch was wiederfindet??? Hat da jemand Tipps?
    Schöne Grüße

    Antworten
  3. @Bella

    Geht mir genauso. Ich fotografiere gerne und viel, habe aber nicht den Anspruch mich in dieser Richtung zu professionalisieren. Die Organisation mache ich persönlich einfach mittels einer Ordnerstruktur auf Windows.

    Antworten
  4. Hmm… also ich werde aus diesem Artikel nicht schlau. Er wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Herr Kirchner benutz also Kameras verschiedener Hersteller. Warum tut er das?
    Sich auf Schmetterlingsfotos konzentrieren, um als professioneller Fotograf anerkannt zu werden? Aber wie damit Geld verdienen?
    Handelt es sich um einen bezahlten Artikel? Wenn nicht, verstehe ich echt nicht, was das alles zu bedeuten hat…

    Antworten
  5. Es ist an sich ganz einfach, Kunden wollen Spezialisten und da das Gebiet sehr groß ist, ist Spezialisierung sehr wichtig. Mit Models arbeiten ist etwas anderes Landschaft oder Autos. Da Canon im Spieglreflexbereich sehr gut ist, Panasonic führend bei den leisen Spiegellosen, hat er beides in Benutzung. Bin selbst nur Hobbyfotograf, würde sehr gern mehr, aber das Geld dazu. Habe allerdings mir allerdings sehr Wissen angeeignet dazu.

    Antworten
  6. Keine Ahnung, ob es am Artikel oder am Interviewpartner liegt, aber sonderlich informativ ist das Interview nicht. Da wäre ein Interview mit Günther Wegner vielleicht schöner gewesen; auf dessen Seite (und einem dazugehörigen YT-Kanal mit Foto-Tipps) finde ich persönlich doch viel interessanter, auch als Hobby-Knipser.

    Dass fast jeder Mensch von seinem Vater (oder überhaupt seine Familie) zur Fotografie bekommen ist, bezweifle ich mal stark. Aber gut, man muss die Aussagen ja nicht auf die Goldwaage legen.

    Bin selbst nur Hobby-Fotograf und habe massig Fotos, die sicherlich niemand kaufen würde – aber Hauptsache, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. DSLRs sind ja mittlerweile recht erschwinglich, die Festbrennweiten günstig (zumindest zwei von Nikon gibt es für unter 200). Da schäme ich mich schon fast, wie ich damals mit den Fotos der billigen Kompaktknipsen zufrieden sein konnte. Insofern stimme ich auch der Aussage zu: Bei den Bodys darf tendenziell gespart werden, die für sich passende Marke findet im Endeffekt jeder durch das Vergleichen der Features. Denn ob Nikon oder Canon, da tut sich nicht viel – mehr eine Philosophie-Frage ;)

    Dann lieber gescheite Objektive; Festbrennweiten unterstützten dabei, sich mehr auf das Motiv zu konzentrieren. Am Anfang eher ungewohnt, scheint vielleicht auch unpraktisch, aber je mehr man damit herumprobiert, desto mehr wird einem bewusst, dass mit den günstigen Festbrennweiten schon eine Menge getan werden kann. Besser als Draufhalten, am Zoomring herumspielen, und fertig.

    Antworten
  7. Danke für Eure Rückmeldungen, auch wenn die meisten wenig schmeichelhaft sind.

    Ein paar Antworten:

    Ich benutze die verschiedenen Kamera-System für unterschiedliche Anforderungen: Vollformat DSLR für das Fotostudio und sonstige Aufträge, spiegellose Kameras für unterwegs.

    Ich habe nicht gesagt, dass man mit Schmetterlingsfotos sein Geld verdienen soll, sondern dass man sich als Fotograf sein Spezialgebiet suchen soll, in dem man am besten ist.

    Festbrennweiten haben die Vorteile, dass sie eine höhere Lichtstärke bei einem vertretbaren Preis bieten. Und die Lichtstärke braucht man unter anderem, um ein schönes Bokeh zu erreichen.

    Viele Grüße
    Michael

    Antworten
  8. Danke für den Tipp mit der Foto-Spezialisierung! So habe ich auch damals angefangen und mich in einem Bereich immer verbessert. Nun arbeite ich hauptsächlich als Pressefotograf. Ich lasse mich immer gerne von anderen Fotografen inspirieren.

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