Online Marketing – 4 Experten-Prognosen und praktische Tipps für 2016

Online Marketing - 4 Experten-Prognosen und Tipps für 2016Um mit einer eigenen Website erfolgreich zu sein, bedarf es der Nutzung aller sinnvollen Online Marketing Instrumente.

Doch auch hier ändern sich Dinge und neue Entwicklung sollte man nicht verpassen.

Deshalb habe ich 4 Online Marketing Experten um ihre Fazit für 2015 und ihre Tipps für 2016 gebeten.

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4 Experten-Prognosen und Tipps für 2016 zum Thema ‘Online Marketing’

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Meine Interviewpartner sind (alphabetisch):

Bevor es zu meinen 5 Fragen und den interessanten Antworten der Experten geht, noch eine kleine Umfrage:

Macht WhatsApp als Marketing-Tool Sinn?

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Was waren deine wichtigsten Erkenntnisse und -Erfahrungen im Online Marketing im Jahr 2015?

“Regelmäßigkeit. Man muss gar nicht auf jeden neuen Trend aufspringen. Wichtig ist, dass man regelmäßig und verlässlich mit seinen Lesern/Kunden in Kontakt tritt (Stichwort E-Mail-Marketing) und regelmäßig gute Inhalte bereitstellt.

Diese Stetigkeit schafft immenses Vertrauen in den Lesern und führt zu einem massiven Anstieg an Kontaktaufnahmen. Das war heuer besonders faszinierend zu beobachten.”
David Asen

“Qualitativ hochwertiger Content ist wichtig. Immer noch und immer mehr. Was ich außerdem in vielen Fällen beobachten konnte: Funktionalität – also Mehrwert – und ehrliche Meinung können einem Thema einen echten Boost verschaffen.

Außerdem: Googles Algorithmus ist deutlich cleverer geworden, was die Erkennung von Spam angeht. Gewisse Maßnahmen sollten also mit Vorsicht genossen werden.”
André Goldmann

“Für mich hat sich in 2015 weiter bestätigt, dass das Zusammenspiel zwischen Themen und Marken eine entscheidende Rolle sowohl beim Google-Ranking, als auch beim Erfolg von Content-Marketing-Kampagnen spielt.

Eine weitere Erkenntnis war, dass Reichweite in Form von Kontakten eine immer unwichtigere Rolle spielt. Es geht viel mehr um die Qualität der Beziehungen zu allen Marktteilnehmern. Je intensiver man es schafft Beziehungen zu Zielgruppen, Bedarfsgruppen, Multiplikatoren und Influencern aufzubauen, desto besser wirkt sich dies auf die Markenrelevanz und dadurch auch auf die Kampagnen-Performance aus.”
Olaf Kopp

“Alle einzelnen (Online) Marketing Disziplinen können nur dann ihre volle Kraft entfalten, wenn sie in einer Gesamtstrategie verzahnt werden. Wenn z. B. eine große Brand ein neues Produkt über alle TV Kanäle bewirbt, es auf der Website aber hierfür noch keine Landingpage gibt, die in Google rankt, dann ist dies schlichtweg verschenktes Potenzial.

Andererseits macht es nur begrenzt Sinn für ein innovatives Produkt SEO oder SEA zu betreiben, bei dem es noch keine Nachfrage gibt. Hier gilt es über andere (Push-)Marketingkanäle zunächst ein Bedürfnis zu schaffen, dass die Nachfrage generiert.”
Jonas Weber

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Welche wichtigen Entwicklungen im Online Marketing erwartest du für das Jahr 2016?

“Ich denke, dass die größte und wichtigste Entwicklung nach wie vor im Content-Marketing liegen wird. Hier gibt es noch sehr viel Potential. Sowohl große Firmen als auch kleine Blogger werden 2016 vor der Herausforderung stehen, wie sie sich in dem ganzen Lärm und dem Informationsüberfluss behaupten können. Dies werden sie nicht schaffen, indem sie noch lauter schreien und noch mehr Kanäle und soziale Plattformen bedienen.

Im Gegenteil: 2016 wird es ganz wichtig, dass wir uns reduzieren und analysieren, welche Marketing-Kanäle uns am meisten bringen und uns auf ein paar wenige konzentrieren. Die neu gewonnene Zeit sollten wir nutzen, um vermehrt Augenmerk darauf zu legen, ein eigenes Profil, eine eigene Stimme zu entwickeln. Guter Content ist natürlich wichtig, aber das ist mittlerweile eine leere Phrase. Es gibt eine Menge guten Content da draußen. Das alleine ist zu wenig.

Daher wird zum einen entscheidend, dass wir unsere Zielgruppe und deren Anliegen ganz genau kennenlernen, damit wir punktgenau darauf eingehen können, zum anderen wird es ganz wichtig, dass sich jeder profiliert, seinen eigenen individuellen Stil in der Content-Erstellung herausarbeitet. Auf diese Weise können wir vielen Websites aus dem Weg gehen, die zwar thematisch in Konkurrenz zu uns stehen, von der Stimmung her aber eine andere Zielgruppe ansprechen. Zum anderen bietet uns das die Chance, uns noch fokussierter zu positionieren. ”
David Asen

“Ich rechne damit, dass personalisierte Suchergebnisse an Schwung gewinnen werden. Im Zusammenspiel mit der eigenen Suchhistorie könnten Nutzer der Suche noch bessere Ergebnisse mit noch weniger Aufwand erhalten. Suche ich also nach „Mannschaft Bayern München“ und danach „Welche Rückennummer hat Mario“, wird Google wissen, dass mich interessiert, welche Rückennummer Mario Götze hat, und nicht die von Mario Barth.

Suche ich oft nach Produkten von Fujifilm, könnten mir bei der Eingabe „Weitwinkel-Objektiv“ zukünftig Gläser der Marke Fujifilm vor allen anderen gezeigt werden. Dadurch könnten Brands – zum Beispiel durch kraftvolles Content-Marketing – indirekt Einfluss auf die Anzeige der Suchergebnisse haben.

Das Ranking könnte natürlich auch durch die Kaufhäufigkeit beeinflusst werden. Stichwort Google Shopping & CTR innerhalb der Suchergebnisse.”
André Goldmann

“Die großen Gatekeeper wie Google, Youtube, Facebook, Instagram und Amazon werden weiter das Internet unter sich “aufteilen”. Das ist für neue und kleine Unternehmen eine große Markteintrittsbarriere.”
Olaf Kopp
“Das datengetriebene Online Marketing wird immer wichtiger, es ist auch extrem erfolgreich und verdrängt viele Mittelständler mit weniger technischen Ressourcen. Diese müssen jetzt auf andere Alleinstellungsmerkmale setzen, anstatt zu jammern.

Einfaches Beispiel: mit Amazon kann fast keiner konkurrieren. Fokussiere ich mich jetzt als Unternehmen z.B. auf Geschäftskunden und garantiere eine sofortige Rechnungszustellung per E-Mail (immer!), habe ich schon ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem unbesiegbaren Riesen ausgearbeitet.

Weitere Argumente könnten sein: ein direkter Ansprechpartner mit persönlicher E-Mail Adresse und/oder Telefonnummer, Spezialisierung auf eine bestimmte Nische, Steuerzahler in Deutschland, TÜV Zertifikat (auch in Bezug auf Datenschutzrichtlinien), Miete statt Kauf, persönliche Expertentipps, etc.”
Jonas Weber

Welche Online Marketing Maßnahmen sollte man heutzutage nicht mehr nutzen?

“Abgesehen von den üblichen Verdächtigen wie etwa Blackhat-SEO oder Content-Spinning halte ich eine viel harmlosere Sache für überholt: Keyword-Optimierung. Noch bis vor kurzem war die richtige Keyword-Dichte und -Platzierung im Text ein wichtiger Faktor im SEO. Das führte dazu, dass man mehr für die Suchmaschinen denn echte Leser schrieb. Das hört sich nun ganz auf.

Google wird immer intelligenter und legt Tag für Tag mehr Fokus auf den Kontext und immer weniger auf manipulierbare Faktoren wie Keyword-Dichte. Das sind grundsätzlich wunderbare Nachrichten. Wir können nun viel freier und echter zu einem Thema schreiben, allerdings werden wir jetzt auch mehr denn je gefordert, relevante Inhalte zu liefern. Die Keyword-Optimierung ist auch nicht ausgestorben, aber sie muss jetzt auf die gesamte Website bezogen werden.”
David Asen

“…oder vielleicht nicht mehr so wie früher? Dann sage ich „Facebook“. Wenn man ein neues Projekt startet, muss man sich bewusst sein, dass man ohne ein kräftiges Budget nicht mehr weit kommt. Für kleine Projekte ist nicht einmal mehr ein Krümel vom Kuchen übrig. So ist es leider.

Ich würde Zeit und Geld lieber in guten Content und Kooperationen mit anderen Größen meiner Branche stecken.”
André Goldmann

“Alle Marketing-Aktivitäten, die Reichweite als primäres Ziel ausgeben und bei der Auslieferung kontextlos funktionieren, halte ich schon seit längerem für überholt. Daraus ergibt sich auch, dass TKP-Werbesysteme nach meiner Meinung sinnlos sind.

Aufgrund der Werbeblindheit und der breiten Nutzung von Ad-Blockern finde ich generell alle Push-Werbe- und Vertriebsarten wie Banner-Werbung, TV-Werbung, Printwerbung, aber auch Kaltakquise in Form von Cold-Calls zumindest für den Erstkontakt bzw. Erstansprache nicht mehr zeitgemäß.”
Olaf Kopp

“Die meisten Unternehmen schauen sich das aktuell erfolgreichste Unternehmen am Markt oder in Google an und versuchen es dann zu kopieren, “weil es ja so am besten funktioniert”. Das ist der große Fehler.

Sinnvoller wäre es wiederum sich eigene Alleinstellungsmerkmale heraus zu arbeiten, das schaffen die wenigsten. Sind diese erst einmal da, erleichtert es die Ausführung der (Online) Marketingmaßnahmen enorm. Gerade im Online Business ist dies so einfach wie nirgends, da Marketingmaßnahmen weltweit ohne Streuverluste durchgeführt werden können.”
Jonas Weber

Was sind deine wichtigsten Marketing-Tipps für 2016?

“Netzwerken. Alleine kann man nicht mehr überleben. Es wird immer wichtiger, nicht nur Beziehungen zu seinen Lesern sondern auch zu seinen “Konkurrenten” aufzubauen. Wenn wir das tun, können wir zum einen viel lernen und zum anderen starke Synergien erzeugen, die uns viel Reichweite bringen.

Hier ist es natürlich entscheidend, dass wir unsere Hausaufgaben machen und speziell mit den Influencern in unserem Themengebiet in Kontakt treten. Hierbei ist es besonders wichtig, dass man bereit ist zu geben und nicht nur nimmt. Dann ist viel möglich.”
David Asen

“Mehr Gesicht zeigen. Das wird besonders von Affiliates oft übersehen. Hinter dem Produkt, dass man verbreitet, muss man dann allerdings stehen und man muss dazu passen. Es wird als männlicher Endfünfziger wahrscheinlich schwierig sein, Beauty-Produkte glaubhaft zu verkaufen.

Warum Gesichter? Geschichten lassen sich im Marketing am besten mit Menschen erzählen. Jeder mag Geschichten. Das ist nichts neues.”
André Goldmann

“Unternehmen sollten strategisch in den Markenaufbau investieren und immer wieder Ihre Marke mit Themenbereichen in Verbindung zu bringen. Das ist die Grundvoraussetzung, um im semantischen Web gefunden zu werden und erfolgreich zu sein.

Für kleinere und neue Unternehmen ist es wichtig die eigene Nische zu finden und als Marke zu besetzen. So können sie beim wichtigsten Gatekeeper Google gegen die großen Komplettsortimentler durchsetzen, da diese Probleme haben den für das Ranking notwendigen Autoritäts-/Expertenstatus zu bekommen. Im kleinen beginnen und langsam Stück für Stück in andere Bereiche expandieren. Zalando hat vor Jahren mit Schuhen begonnen und hat das Sortiment nach und nach ausgebaut. Amazon hat mit Büchern begonnen und verkauft jetzt fast alles. Bei der Expansion sollte man aber immer noch darauf achten nicht die Schärfe des Markenprofils zu verlieren.”
Olaf Kopp

“Meiner Meinung nach wird YouTube immer noch extrem unterschätzt, immerhin die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Schaffe ich es als Unternehmen hierfür hochwertige Videos zu produzieren, sind diese mehrfach einsetzbar. U.a. auch auf der Firmen-Website oder die Bewerbung über den eigenen E-Mail Newsletter.

Bei zufriedenstellendem Benutzerverhalten werden die Videos auch das SEO-Ranking in Google positiv beeinflussen.”
Jonas Weber

Welche Online Marketing Tools hast du in 2016 lieben gelernt?

“Lieben gelernt habe ich Optimizely. Ich habe bisher noch kein Tool gesehen, mit dem ich dermaßen einfach Split-Tests erstellen und durchführen kann.

Das Festlegen von Zielen, das Auswechseln von Elementen für den A/B-Test: Alles lässt sich sehr intuitiv umsetzen. Auch die Auswertung ist aufschlussreich.”
David Asen

“Mein Kollege Christian hat dazu erst kürzlich einen Artikel geschrieben, der mir zum Thema Tools aus der Seele spricht.

Meine ehrliche Empfehlung für ein Online-Marketing-Tool ist die Canon PowerShot G7 X. Mit der kann man hervorragenden Foto- und Video-Content produzieren. Mache ich selbst auch. Natürlich kann man auch eine andere Kamera nutzen. In jedem Fall ran an den Content. Der ist nämlich immer noch König. So ausgelutscht das auch klingen mag.”
André Goldmann

“Meine größte Entdeckung war für mich das Tool Eyeplorer. Es ist eine semantische Suchmaschine, die es aufgrund sehr schöner Usability erlaubt tief in Themen und Begriffe einzusteigen und sich einen semantischen Überblick zu verschaffen.

Ein weiteres schönes Tool dafür ist Wikistalker. Daraus kann man dann Themenwelten schaffen. Wir arbeiten allerdings auch viel mit manueller Recherche, um z.B. Suchabsichten hinter Suchbegriffen, Fragestellungen zu bestimmten Themen und deren Gewichtung vorzunehmen.

Yandex Metrica hat mich auch noch überzeugt, da es gerade in puncto Nutzerverhalten einiges an Analyse-Funktionalitäten bereitstellt, die Google Analytics z.B. nicht anbietet. Leider kann der Einsatz von Yandex Metrica in Deutschland aus datenschutzrechtlichen Gründen zu Problemen führen.

Zum Thema Tools muss ich aber auch sagen, dass Tools immer nur als Zuarbeiter funktionieren. Die Bewertung der Daten und die Zusammenführung zu einem ganzheitlichen Gesamtbild erfolgt deswegen zum Großteil immer noch ‘zu Fuss’ bzw. per Kopf.”
Olaf Kopp

“Sehr viel habe ich mit similarweb.com gearbeitet, um gewisse Benchmarks beim Userverhalten und Traffic zu erhalten. Teilweise sind die Zahlen sehr grob geschätzt, aber ein sinnvoller Trend ist meistens abzulesen.

Sehr zufrieden bin ich mit der Weiterentwicklung der Google Search Console (früher Webmaster Tools). Für die eigene Website finden sich hier inzwischen einmalige Daten (z.B. Impressionen und Klicks pro Keyword). In Kombination mit Onpage.org können die Daten dauerhaft gespeichert, viel feiner gefiltert und mit anderen Onpage-Daten kombiniert werden. Möglich macht es die neue API der Search Console.”
Jonas Weber

Fazit

Qualität statt Quantität ist für viele Online Marketing Experten ein wichtiger Tipp für 2016. Statt alles ein wenig zu nutzen, sollte man sich auf die passendsten Instrumente konzentrieren und diese richtig gut nutzen.

Darüber hinaus lohnt es sich das eine oder interessante Tool anzuschauen, aber am Ende wird dieses allein keine Erfolge bringen, sondern nur, wenn man sich auch damit intensiv beschäftigt.

Und auch im Online Marketing bleibt das Fazit, dass gute und nützliche Inhalte am Ende das Wichtigste sind.

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4 Gedanken zu „Online Marketing – 4 Experten-Prognosen und praktische Tipps für 2016“

  1. Ich denke auch das es immer mehr auf den Content drauf ankommt.

    Es stimmt schon, das Internet ist aufgeteilt und man bekommt manchmal nicht mal mehr ein Krümmel =)

    Antworten
  2. Ich nutze auch verstärkt die Search Console, da meiner Meinung nach hier sehr gute Arbeit von Google geleistet wurde. Mittlerweile finde ich sie sogar fast besser wie manch anderes Tool, da es direkt Daten von google sind, und man sich darauf verlassen kann. VG Karsten

    Antworten
  3. Schöner Beitrag! Man bekommt ja immer häufiger mit, dass Qualität jetzt wichtig ist.
    Trotzdem sollte man sich auch auf Backlinks konzentrieren, denn diese haben ihren Wert noch nicht verloren.

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