Die Zukunft des E-Mail-Marketing – Trends, Tipps und Experten-Meinungen

Die Zukunft des E-Mail-Marketings - Trends, Tipps und Experten-MeinungenDas E-Mail-Marketing ist bereits jetzt eines der wichtigsten Standbeine für viele Unternehmen. Dabei beginnen die meisten Unternehmen aktuell erst eigene Strategien zu entwickeln und das Newsletter Marketing differenzierter und effektiver einzusetzen.

Die Chancen in diesem Bereich sind aktuell so hoch wie lange nicht mehr. Dies liegt nicht zuletzt an neuen und aktuell werdenden Technologien und technologischen Möglichkeiten. Hier zeige ich Euch, in welchem Maße sich das E-Mail-Marketing in den nächsten Jahren verändern wird und wie Ihr von den Veränderungen profitiert.

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Der aktuelle Stand der Entwicklung im E-Mail-Marketing

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Betrachtet man die Vorhersagen des letzten Jahres für den Bereich E-Mail-Marketing, so zeigt sich, dass viele Experten nicht allzu verkehrt lagen und sich die Entwicklung in großen Teilen wie prophezeit entwickelt hat. Doch wie ist die aktuelle Lage auf dem Markt und welche Technologien sind aktuell von besonderer Bedeutung?

  • Interaktive E-Mails

    Newsletter übernehmen immer mehr Funktionen, welche vor allem auf Landing-Pages gebräuchlich sind. Slider, Bildergalerien, Bilderkarussels und verschiedene Navigationselemente finden sich verstärkt in modernen Newslettern. Durch eine stärkere Interaktivität bei den E-Mails wird die Hemmschwelle der Nutzer zur Interaktion gesenkt, was wiederum der Steigerung der Conversion-Rate zugute kommt.

  • Videos in E-Mails

    Spätestens seit der Veröffentlichung von iOS 10 und der damit einhergehenden Unterstützung von HTML5 bei den Apple-Devices werden Videoinhalte in Newslettern bei immer mehr Marketern zu einer beliebten Lösung. Denn über Videoinhalte können viele Elemente deutlich einfacher erklärt und den Usern zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus kommen Videos der geringen Aufmerksamkeitsspanne der User entgegen und können somit durch ihre Effizienz überzeugen.

  • Automatisierte und reaktive E-Mails

    Immer mehr Unternehmen setzen auf einen automatischen E-Mail-Versand, welcher von unterschiedlichen Triggern ausgelöst wird. Sei es die Willkommens-E-Mail oder die E-Mail beim Abbruch eines Kaufvorgangs durch den Kunden. Bei vielen Unternehmen nehmen diese E-Mails bereits einen großen Teil des E-Mail-Versands ein und sorgen für entsprechend steigende Conversion-Rates. Durch die Definierung neuer Touchpoints lässt sich hier noch einiges an Potential erwecken.

Worauf dürfen wir uns in den nächsten Jahren gefasst machen?

In den nächsten Jahren werden sich einige der aktuellen Entwicklungen fortsetzen und weiter professionalisieren. Darüber hinaus wird vor allem der Big Data eine immer größer Aufmerksamkeit geschenkt werden, da sich diese nun immer einfacher in die verschiedenen Prozesse einbinden und für diese aufbereiten lässt. Sieben wichtige Veränderungen, welche in den nächsten Jahren zu erwarten sind:

  • E-Mails werden sich im Tonfall verändern

    Der Tonfall der E-Mails wird immer stärker einer normalen Konversation ähneln. Somit werden die Kunden nicht nur persönlicher angesprochen, sondern auch zu Aktivitäten animiert. Eine intensivere und somit effektivere Kundenbeziehung lässt sich über solche Newsletter problemlos realisieren. Marketing-Speech wird somit immer unwichtiger. Stellt Fragen, fordert Eure Kunden zu Antworten auf und sorgt für eine lockere Kundenkommunikation, um eine persönliche Verbindung zu Euren Kunden zu etablieren.

  • Marketing-E-Mails werden schrumpfen

    Dank der immer stärkeren Verbreitung von mobilen Endgeräten und der sinkenden Aufmerksamkeitsspanne werden viele Newsletter in ihrem Umfang schrumpfen. Bereits jetzt beträgt die optimale Länge zwischen 50 und 125 Wörtern. Dies wird sich in Zukunft noch verstärken.

  • Chatbots werden Marketing-Aktivitäten anstoßen

    Aktuell werden viele Newsletter-Aktivitäten vom Kundenverhalten angestoßen. In Zukunft werden auch Chatbots solche Marketing-Maßnahmen aktivieren können, wenn Kunden in einem Gespräch bestimmte Trigger auslösen. Dabei können die Daten der Chat-Sitzung in die Newsletter eingepflegt werden.

  • Eye-Tracking wird beim Testen immer wichtiger

    Um Kunden effektiv für die Inhalte von Newslettern zu begeistern werden Eye-Tracking-Tests in Zukunft immer wichtiger. Dank immer günstigerer Hardware lassen sich solche Tests kostengünstig und einfach in bestehende Testroutinen integrieren.

  • Kontext-basierte E-Mails werden stärker implementiert

    Kontextuelle Daten werden in E-Mails immer wichtiger. Die Inhalte können dabei aus verschiedenen Quellen stammen und abhängig von unterschiedlichen Faktoren generiert werden. Wichtige Faktoren sind dabei unter anderem die Geo-Location, das verwendete Gerät, die Uhrzeit, das Wetter, aktuelle Twitter-Trends oder auch die Lagerbestände des Unternehmens. Die E-Mails werden auf Basis von Echtzeit-Variablen im Moment des Öffnens erstellt. Die Inhalte werden also nicht mehr beim Versenden eng gefasst definiert.

  • Kanalübergreifende Daten werden zur Content-Generierung verwendet

    Die Datensätze der unterschiedlichen Marketing- und Vertriebs-Kanäle werden immer stärker ineinanderfließen und somit eine direkte und zielgerichtete Newsletter-Marketing-Strategie erlauben, welche sich sehr stark an den Interessen der User orientiert und somit deren Aufmerksamkeit weckt.

  • Automatisierte Prozesse werden Inhalte auf die User anpassen

    Die hohe Anzahl an Daten und die immer feinere Abstimmung der Datensätze wird eine direkte und automatisierte Ansprache der User erlauben. Somit können die zeitaufwändigen Bereiche der Segmentierung und des User-Generated-Contents automatisiert und entzerrt werden.

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Herausforderungen im Marketing ab 2018

Das E-Mail-Marketing wird in den nächsten Jahren deutlich komplexer werden, auch wenn die reine Arbeitszeit in vielen Bereichen sinken wird. Dies liegt vor allem an den immer besser werdenden automatischen Systemen und dem somit verbesserten Workflow. Die große Herausforderung für Marketer wird somit darin liegen, die Arbeiten der verschiedenen KI-Elemente zu überwachen und die notwendigen Tests durchzuführen, um über kurz oder lang die Automation vollständig laufen zu lassen.

Da die Grundlage für diese Vision vor allem in einem umfassenden Data-Management liegt, wird dieser Bereich für viele Marketer zu einem echten Arbeitsschwerpunkt werden. Neue Daten werden hierbei häufig von Chatbots hinzugefügt, welche Kundendaten – beispielsweise aus Support-Chats – immer stärker in die vorhandene Datenstruktur einpflegen werden. Die Ansprüche an das Customer-Relationship-Management und an dessen Schnittstellen mit allen Bereichen eines Unternehmens steigen somit deutlich an.

Hinzu kommt, dass insgesamt das Volumen an Newslettern deutlich ansteigen wird, wenn sich diese Technologien weiter durchsetzen. Dementsprechend wird es schwieriger sich von der Konkurrenz abzusetzen und den Kunden gezielt und innerhalb der Parameter des Kundeninteresses anzusprechen. Wer bereits jetzt eine umfassende Vertrauensbildung bei den Kunden betreibt und wer seine Newsletter bereits anhand der Interessen der Kunden und der Touchpoints mit dem Unternehmen aufbereitet, wird auch in Zukunft auf diese gemeinsame Basis zurückgreifen können. Dementsprechend werden jetzt die Grundlagen für ein erfolgreiches Newsletter-Marketing in der Zukunft gelegt.

Aber noch etwas wir sich in 2018 ändern, was eine Herausforderung bedeuten könnte. Am 25. Mai 2018 tritt die DSGVO in Kraft. DSGVO steht für Datenschutz Grundverordnung und hat als Ziel ein einheitliches Gesetz bezüglich personenbezogener Daten in den EU-Mitgliedsstaaten zu erlassen.

Was genau bedeutet das für Newsletter-Marketing?

Da mit dem Bundesdatenschutzgesetz und dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb in Deutschland bereits recht hohe Standards gelten, müssen wir uns keine Sorgen um großartige Änderungen machen. Wichtig ist, dass die Kontaktliste rechtskonform aufgebaut wird. Dafür muss eindeutig nachweisbar sein, dass der Kontakt seine Zustimmung erteilt hat, Nachrichten zu erhalten. Daher ist es empfehlenswert, ausschließlich auf das Double Opt-In Verfahren zurückzugreifen, da dies die einzig sichere Methode hierfür ist. Dabei macht es auch keinen Unterschied, ob es sich um einen B2B- oder B2C-Kunden handelt. Ähnlich sieht es mit der Datenverarbeitung aus. Hierbei gilt ebenfalls, dass diese nur bei eindeutiger Einwilligung erlaubt ist.

Daher empfehlen wir, in dem Anmeldeformular auf den Datenschutz hinzuweisen und durch das Setzen eines Häkchens, den neuen Kontakt bestätigen zu lassen, dass er einverstanden ist und einen Link zur Datenschutzverordnung zu hinterlegen.

Diese Entwicklungen erwarten Marketing-Experten

In einem Interview haben führende Experten der Branche ihre Erwartungen an die neuen E-Mail-Technologien und die neuen Möglichkeiten im E-Mail-Marketing genauer definiert. Viele Experten kommen hierbei zu ähnlichen oder zumindest zu vergleichbaren Ergebnissen. Das ist natürlich eine genauere Betrachtung wert. Schließlich haben diese Profis in Teilen bereits jahrelange Erfahrung im Bereich des Newsletter Marketings und können auf diesem Gebiet durch ihre Expertise überzeugen. Betrachten wir also einmal die Voraussagen im Detail, welche von fünf der führenden Marketing-Experten vorgenommen wurden:

  • Scott Brinker beispielsweise ist der Meinung, dass viele Elemente im Newsletter Marketing vereinheitlicht und rationalisiert werden. Außerdem nimmt seiner Meinung nach das Account based Marketing für viele Unternehmer eine zentrale Rolle ein.
  • Dank zunehmend niedrigeren Kosten, wird der Austausch der Daten zwischen dem Web-Tracking, den Social-Media-Kanälen, den BRM und den ERP-Systemen immer mehr vereinfacht und durch dies entwickelt sich laut Pawel Sala E-Mail-Marketing zu einer Maßnahme, die eine persönliche und direkte Relevanz für den Kunden aufweist.
  • Einen ganz anderen Aspekt bringt David Raab mit ein. Seiner Meinugn nach werden Videoinhalte im E-Mail-Marketing eine immer stärkere Verbreitung finden. Als einen Grund dafür nennt er die Entwicklung der Technik, die es immer einfacher macht, diese Inhalte zu erstellen und für den Nutzer entsprechend aufzubereiten.
  • Benoît De Nayer sagt überdies, dass die selbstständig lernende Technologie die Steuerung kleiner und adaptiver Kampagnen übernehmen und somit die Arbeit flexibler gestalten wird. Ihm zufolge können die Kampagnen somit an die Customer Journey im laufenden Prozess angepasst werden, wodurch sich die effekive Zahl der Touchpoints deutlich vergrößern lässt.

(Quelle: emailvendorselection.com)

So bereitet Ihr Euch und Euer Business optimal auf die Entwicklungen vor

Wenn Ihr die aktuellen Vorhersagen betrachtet und dabei auch die jeweiligen Entwicklungen auf dem Markt genauer in Augenschein nimmt, so wird die Zukunft im Bereich Newsletter-Marketing heiß und spannend. Denn es gilt nun die neuen Technologien nicht nur zu entwickeln, sondern diese auch früh genug zu nutzen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben. Vor allem im Bereich der Automatisierung der Content-Erstellung und im Bereich der automatisch ausgelösten E-Mails und Newsletter werden wir in Zukunft einiges erwarten dürfen.

Es ist dementsprechend sinnvoll und zielführend, sowohl die Entwicklung der Märkte weiter zu betrachten, als auch das eigene E-Mail-Marketing-Business zu professionalisieren. Hierzu gehört vor allem ein sehr gutes Benutzer-Management, welches mit einer ganzen Reihe an Daten unterfüttert wird. Je mehr Big Data Ihr über Eure Kunden und Eure Zielgruppen sammeln und strukturieren könnt, umso einfacher wird es in Zukunft sein, anhand dieser Daten Newsletter erzeugen zu lassen.

Diese Entwicklung kostet zwar zunächst mehr Aufwand und mehr Energie, macht sich jedoch mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung deutlich bezahlt. Denn aktuell sind die Bereiche der Segmentierung sehr Zeit- und somit Kosten-aufwändig, bieten aber einen enorm großen Nutzen. In den nächsten Jahren wird die Automatisierung eine immer wichtigere Rolle spielen.

Das bedeutet, dass kleine künstliche Intelligenzen Euch einen großen Teil dieser Arbeit abnehmen werden. Hierfür muss allerdings die notwendige Datengrundlage geschaffen werden. Wenn Ihr Euch frühzeitig dafür entscheidet und bereits jetzt eine solche Daten-Grundlage anlegt, könnt Ihr auf die neuen technologischen Entwicklungen schneller reagieren und Eurer Konkurrenz oftmals um Längen voraus sein.

Autorin – Leonie Heyden

Schon während des Studiums hat sie die Welt des Online-Marketings begeistert. Bei ihrem Job als Werkstudent bei der babymarkt.de GmbH wurde dieses Interesse verstärkt und sie lernte allerlei über die Bereiche SEO und Content Marketing. Dieses Wissen vertieft sie nun nach ihrem Studium und darf es im schönen Barcelona auf die Newsletter Branche anwenden.

Mailify ist ein E-Mail-Marketing Software Provider, der es kleinen und mittelgroßen Unternehmen bereits seit 2001 ermöglicht, in wenigen Klicks professionelle Newsletter Kampagnen zu erstellen.

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5 Gedanken zu „Die Zukunft des E-Mail-Marketing – Trends, Tipps und Experten-Meinungen“

  1. Sehr interessanter Artikel!
    Ich beschäftige mich auch seit einiger Zeit mit diesem Thema und kann dir bei deinem Artikel nur Recht geben.
    Gruß Christian

    Antworten
  2. Super Artikel Leonie,

    wir selber testen sehr sehr viel. Ich muss sagen, dass Email-Marketing noch sehr gut funktioniert. “Messenger Chatbots” hingegen haben eine enorme Öffnungsrate und können eine starke Beziehung zum Kunden aufbauen. Doch das gesamte Email-Marketing und Messenger-Marketing bringt nichts, wenn diese keine relevanten Inhalte und kein gutes “Storytelling” beinhalten. Ich glaube, dass Email-Marketing noch eine ganze Weile funktionieren wird. Wir sehen es ja an unseren Statistiken.

    Ich wünsche euch alles Gute und macht weiter so <3

    eure Julia von SolutionMarketing

    Antworten
  3. Moin,

    ich bin durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen und muss sagen das ich als Unternehmer auch 24h am Tag mit jeglicher Art von E- Mails zugeschüttet werde. Ich habe für mich Klick-Tipp entdeckt und muss feststellen das es eine Bereicherung ist.

    ich Wünsche noch weiter viel Erfolg

    Gruss
    Martin

    Antworten
  4. Hi Peer,

    ich selbst nutze Mailchimp mit dem “Forever Free” Tarif. Damit kann ich 2.000 aktiven Empfängern bis zu 10.000 E-Mails pro Monat schicken. Das reicht für meine Bedürfnisse völlig aus. Und so spare ich mir teure Initiialausgaben für eine Mail-Lösung, ohne vorher überhaupt Erfahrungen mit Sales Funnel, etc. gemacht zu haben. War für mich die einfachste Lösung um “reinzuschnuppern”. LG, Carolin

    Antworten

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