Alternative zum Marktführer Google AdWords – Werbedienst Atlas von Facebook

Alternative zum Marktführer Google AdWords - Werbedienst Atlas von FacebookBereits seit geraumer Zeit wird darüber spekuliert, ob und wann Facebook Google, dem Platzhirschen im Bereich der Internetwerbung, Konkurrenz macht.

Der Suchmaschinengignat verdient mit AdWords Milliarden, wirkliche Alternativen gibt es nicht. Facebook hätte als einer der wenigen immerhin das Zeug dazu dem Marktführer ernsthaft Paroli zu bieten.

Mit Atlas (benannt nach nichts weniger als einem Titan aus der griechischen Mythologie) hat Facebook im September 2014 einen ersten wesentlichen Schritt in diese Richtung unternommen.

Nachdem Mark Zuckerberg zuvor das brachliegende Projekt von Microsoft gekauft hatte, will er mit der neuen Werbeplattform vieles besser machen als Erzrivale Google. Und er will ein Stück vom Kuchen abhaben. Ein größeres, als es mit Facebook allein zu haben wäre.

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Facebooks Datenpool als Grundlage

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Atlas ermöglicht es in Applikationen (Apps) und auf Internetseiten zielgerichtete Werbung zu schalten. Während Google auf Cookies und den Kontext setzt, nutzt Atlas den Datenpool der Mutter Facebook.

Ist der Besucher eines Internetangebots auf dem Atlas eingesetzt wird Facebook-Mitglied, wird er erkannt. Anhand seiner Daten und Interessen, die er beim sozialen Netzwerk direkt oder indirekt bekanntgegeben hat, sowie aufgrund der Daten die Facebook zum Beispiel durch Facebook Connect und die “Gefällt mir”-Schaltflächen auf Seiten Dritter gesammelt hat, wir dem Besucher auf ihn zugeschnittene Werbung angezeigt.

Dadurch, dass Atlas beim Targeting auf den Datenbestand von Facebook zurückgreift, soll eine deutlich genauere Zielgruppenbestimmung möglich sein als bisher. Vorausgesetzt natürlich, ein Besucher ist Facebook-Mitglied. Folgerichtig hängt der Erfolg von Atlas auch vom Erfolg von Facebook ab, nicht nur in quantitativer (Anzahl der Mitglieder) sondern auch qualitativer (Intensität der Nutzung) Hinsicht.

Atlas erkennt Internetnutzer auch geräteübergreifend

In Anbetracht der Tatsache, dass viele Konsumenten immer mehr internetfähige Geräte parallel nutzen, dürfte auch das Identifikationsversprechen von Atlas auf großes Interesse stoßen. Atlas verspricht nämlich einzelne Internetnutzer wiedererkennen zu können, egal auf welchem Gerät oder mit welchem System sie gerade surfen. Konkret analysiert der Werbedienst wer welche Anzeigen betrachtet, was er danach ansurft und was danach einkauft wird.

Cookies hingegen sind browser- bzw. gerätegebunden und erkennen nicht, ob ein und dieselbe Person auch mithilfe weiterer Geräte ins Netz geht oder aber ob mehrere Personen (mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Interessen) sich einen Computer teilen.

Weil das Gerätenebeneinander von Laptop, Smartphone und Tablet aber heute eher zur Standardausstattung als zur Ausnahme gehört, neigt sich das Zeitalter der Cookies langsam aber sicher dem Ende zu. Alternativen müssen gefunden werden. Atlas bietet eine.

Voraussetzung für die Besucheridentifizierung dürfte jedoch sein, dass sich jeder Facebook-Nutzer auf jedem seiner Geräte mindestens einmal bei Facebook angemeldet hat oder dass Facebook seine Nutzer auf ähnlich eindeutige Weise erkennt. Der Referenzpunkt ist aber in jedem Fall die Facebook-Mitgliedschaft.

Zusätzlich soll Atlas auch in der Lage sein Personen anhand der Facebook-SDK für Apps und über mobile Identifizierungsmittel wie die Werbe-IDs von Android und iOS zu erkennen. So können über den Dienst auch zielgerichtete Anzeigen in Apps geschaltet werden, die nicht den Login-Service von Facebook anbieten.

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Facebook-Daten lassen sich mit eigenem Datenmaterial kombinieren

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal von Atlas ist, dass Werbekunden ihre eigenen Daten mit denen von Facebook kombinieren können. So kann ein Onlineshop beispielsweise gezielt Anzeigen bei den Besuchern schalten, die den Shop* bereits besucht, aber dort noch nichts eingekauft haben.

Auf Grundlage der Facebook-Daten kann beispielsweise nur eine bestimmte Altersgruppe oder ein spezifisches Geschlecht dieser potentiellen Kundengruppe angesprochen werden.

Andersherum ist dies allerdings nicht möglich. Facebook leitet nach eigenen Angaben keine Daten an Atlas-Kunden weiter. Diese können also zwar Daten zur Zielgruppe importieren, aber nicht exportieren. So soll der Datenschutz sichergestellt werden.

Möchten Facebook-Mitglieder verhindern, dass ihre Daten für Werbezwecke und somit durch Atlas genutzt werden, muss man seine Mitgliedschaft nicht unbedingt aufkündigen. Über Umwege kann man der Nutzung widersprechen.

Sowohl Facebook als auch der eigenständige und unabhängige Dienst Atlas sind Mitglied der Digital Advertising Alliance (DAA), einem freiwilligen Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden aus dem Bereich der Internetwerbung. Das selbstregulierende Organ sorgt dafür, dass Mindestanforderungen an den Datenschutz der Internetnutzer eingehalten werden.

Im Rahmen seiner Tätigkeit bietet die Allianz auf seinem Internetauftritt auch die Möglichkeit die Nutzung persönlicher Daten zum Zweck der zielgerichteten Werbung bei einzelnen oder allen Mitgliedern zu untersagen.

Fazit

Dass Facebook mit Atlas eine Alternative zum Angebot von Google bietet ist zu begrüßen. Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft. Dass Atlas dabei zumindest technisch gesehen neue Wege geht, ist in Anbetracht des sich ändernden Surfverhaltens ebenso positiv.

Facebook weiß mehr über seine Nutzer als jeder andere Dienst. Und Facebook hat weltweit viele Nutzer. Werbekunden profitieren von der Sammellust des Netzwerks und können ihre Zielgruppe so konzentriert ansprechen wie selten zuvor. Teure Streueffekte lassen sich vermeiden. Das ist Werbekunden viel Geld wert und könnte Google tatsächlich Marktanteile kosten.

Wer Atlas nutzt, macht sich aber auch vom Datenbestand Facebooks abhängig. Wer kein Mitglied ist, kann nicht gezielt erreicht werden. Das erschwert mitunter die Ansprache ganzer Zielgruppen, eben jener, die das soziale Netzwerk nicht wie selbstverständlich nutzen.

Letztlich ist vor allem interessant, wie Google AdWords auf den neuen Mitbewerber reagieren und sich weiterentwickeln wird.

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14 Gedanken zu „Alternative zum Marktführer Google AdWords – Werbedienst Atlas von Facebook“

  1. Wo kann man sich anmelden, wie ist das mit der Einbindung, was muss man als Werbetreibender beachten? Ab wann steht Atlas auf dem Deutschen Markt zur verfügung? Keine vernünftige Frage wird beantwortet. Das sind alles Uraltinformationen aus 09.2014 mit hätte, düfte, sollte ohne echte Hardfacts. Was soll das? Für solche inhaltsleeren Artikel ist mir meine Zeit als Selbständiger zu schade.

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    • Leider sind für den deutschen Markt noch nicht mehr Infos bekannt.

      Aber ich denke, dass viele Leser hier überhaupt zum ersten mal davon hören. Deshalb ist der Artikle hier auch erschienen. Sobald es mehr Infos gibt, folgen natürlich weitere Infos.

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    • Dieser Artikel soll eine Einordnung bieten – sowohl für Advertiser als auch für Publisher. Sollte jemand Interesse haben Atlas auszuprobieren, dann wird er sich über den Dienst näher informieren. Sich in diesem Artikel mit Einzelheiten, wie zum Beispiel der Einbindung zu befassen, wäre für die meisten Leser uninteressant und deshalb fehlplatziert.

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  2. An Facebook kommt man ja eh nicht vorbei und sich von dort Kunden zu generieren versucht ja jeder. Also daher eine gute Idee wieder mal. Wir mit unseren Kenia Safaris bekommen auch viele Gäste direkt von Facebook. Atlas werde ich mir jetzt mal ansehen.

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  3. Für Werbetreibende ist das sicher eine interessante Möglichkeit.
    Für Publisher (Blogbetreiber) auf der Adsense-Seite hat das wahrscheinlich sinkende Klickpreise zur Folge.
    Google möchte das Display-Netzwerk sicher auch weiterhin für Adwords-Kunden interessant gestalten.

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  4. Ich höre davon zum ersten mal hier. Es ist mir vorher irgendwie nicht aufgefallen. In diesem Sinne vielen Dank für den Artikel!

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  5. War mir bis jetzt auch noch nicht so richtig bekannt. Aber vielen Dank für den Artikel. Dann werde ich mich auch mal in Zukunft mit diesem Thema beschäftigen und sehen ob es sich lohnt.

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  6. Danke für den Artikel. Habe Facebook Ads immer wieder gemacht, ohne spürbare Erfolge. Atlas würde mich schon interessieren. Weiß jemand wann Atlas auf den deutschen Markt kommt ?

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  7. Von Google Adwords habe ich schon seit langem nichts gehalten, da es auch ohne funktionieren kann (seo).

    Atlas hingegen scheint aber um einiges vielversprechend sein.

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    • Ja, also wir habens bisher irgendwie auch nicht geschafft uns für Atlas anzumelden..?!?
      Zum Thema SEO haben wirs mit premiumclass versucht. Ist eine auch echte Alternative zu Adwords. Wir mussten nicht einmal was an unserer Seite ändern, und es lohnt sich für uns wirklich für 40-50 Euro im Monat, da Kosten pro Klick entfallen…

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  8. Ich höre auch zum ersten Mal von “Atlas” in dieser Form und bin sehr dankbar für die erste Info. Schade dass manche Leute meinen den Verfasser für vermeintlich fehlende Info derart attackieren zu müssen.
    Die neue Werbeplatform MAP mit der ich arbeite, hat zwar noch keine Abermillionen Nutzer und ist vielleicht noch nicht soooo stylish, aber mit Übertreffen der 100,000er Nutzer Marke macht sie inzwischen auch größere Firmen auf sich aufmerksam und mit dem gebotenen Nutzen und innovativen Produkten wird man in Zukunft noch viel von MAP hören. Vor allem dass innovative Prinzip des Profitsharing ist unübertroffen bewährt und um den Unkenrufen und Besserwissern gleich vorzugreifen, seit 1997 bei vergleichbaren Systemen tragbar ….

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