Content-Jahresplanung wie die Staffel einer TV-Serie – Praxis-Tipps und Beispiele

Content-Jahresplanung wie die Staffel einer TV-Serie - Praxis-Tipps und BeispieleIch bin großer Serienfan und schaue deshalb mit meiner Frau fast täglich neue Folgen auf Netflix und Co.. Dabei ist mir aufgefallen, dass man die Content-Jahresplanung eines Blogs oder einer Website wie eine Staffel einer TV-Serie sehen und planen könnte.

Und da der Jahreswechsel nicht mehr weit entfernt ist, gehe ich im Folgenden auf die Content-Jahresplanung genauer ein und wie man sich dabei am Aufbau einer Serien-Staffel orientieren könnte.

Dazu gibt es natürlich Praxis-Tipps und Beispiele von meinen eigenen Websites. Zudem freue ich mich über eure Meinung dazu.

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Der Jahreswechsel ist perfekt für die Content-Jahresplanung

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Der Jahreswechsel ist für viele Menschen eine starke Zäsur, auch wenn es genau genommen auch nur der Übergang von einem Monat auf den nächsten ist.

Dennoch bietet sich dieser Zeitpunkt an, um in der Ruhe zwischen Weihnachten und Silvester das vergangene Jahr zu analysieren und vor allem das kommende Jahr zu planen. Selbstständige planen zum Beispiel ihre neuen Projekte und Maßnahmen, aber zum Beispiel auch Inhalte.

Für Website- und Blog-Besitzer ist es eine gute Möglichkeit die Content-Jahresplanung für die nächsten 12 Monate vorzunehmen, denn mit einem Plan fällt vieles leichter.

Man arbeitet nicht mehr einfach so in den Tag hinein, sondern hat einen roten Faden, an dem man sich orientieren kann, was unter anderem in weniger Überstunden resultiert. Das macht zudem die Motivation leichter und ermöglicht es auch dann neue Inhalte zu erstellen, wenn man mal nicht ganz so gut drauf ist. Konsistenz ist hier ein wichtiger Punkt.

Ich habe außerdem gute Erfahrung mit einem Jahresplan gemacht, um mehr zu verdienen und im Folgenden schildere ich euch, wie ihr das kommende Jahr wie die Staffel einer TV-Serie planen könnt.

Content-Jahresplanung wie die Staffel einer TV-Serie

Ich finde diese Analogie zwischen der Jahresplanung einer Website und der Staffel einer TV-Serie recht passen. Nicht nur, dass es seit Netflix und Amazon oft nur 12 Folgen in einer Staffel gibt (passend zu den 12 Monaten eines Jahres), sondern auch von den Vorbereitungen und dem Zusammenhang gibt es da durchaus Parallelen.

Schließlich sollte man eine Website oder einen Blog ebenfalls mit einer gewissen Vorausplanung angehen und nicht einfach nur vor sich hinschreiben. Das kann man zwar machen, aber man verpasst damit einige Möglichkeiten.

So kann man größere Events, lange Artikelserien, neue Themenschwerpunkte und so weiter besser umsetzen, wenn man diese vorausplant. Gerade Aufgaben, die einiges an Planung und zusätzlicher Zeit bedürften, sollte man länger vorher planen, sonst wird das meist nichts. So zumindest meine Erfahrung.

Deine Website ist deine TV-Serie

So könnte man es sagen, denn genauso wie eine Serie hat auch eine Website oder ein Blog ein Thema. Und genauso wie bei der Serie, entwickelt sich eine Website. Neue Inhalte kommen hinzu, andere fallen weg. Idealerweise steigt die Zahl der Zuschauer/Leser mit der Zeit. Und man muss sich immer mal wieder etwas Neues einfallen lassen, um das Interesse hoch zu halten.

Auch den Erfolg einer Website könnte man mit dem einer TV-Serie vergleichen. Schließlich gibt es immer wieder Serien, die 8, 10 oder mehr Jahre laufen. So ist The Big Bang Theory im gleichen Jahr wie mein Blog, nämlich in 2007 gestartet und andere Serien, wie NCIS oder Supernatural, laufen sogar noch länger.

Aber es gibt auch viele Serien, die nach wenigen Staffeln oder gar nur einer Staffel wieder abgesetzt wurden. Auch das ist etwas, was ich bei Websites und Blogs immer wieder beobachte. Über eine so lange Zeit einen Blog oder eine Website zu betreuen und das durchzuhalten, erfordert Planung.

Also finde ich es eigentlich einen ganz guten Vergleich und auch eine durchaus tolle Motivation, die eigene Website als TV-Serie zu betrachten und diese mit jeder Staffel erfolgreicher machen zu wollen.

Der große Handlungsbogen – Das Hauptthema im kommenden Jahr

Zum einen gilt es für das neue Jahr den “Handlungsbogen” festzulegen. Dabei geht es also vor allem um den thematischen Schwerpunkt, der die folgenden 12 Monate dominiert. In Serien ist so ein Staffel-übergreifender Handlungsbogen häufig anzutreffen. Natürlich geht es auch ohne, aber man kann auf diese Weise Schwerpunkte setzen

Bei einer Website oder einem Blog könnte man solche inhaltlichen Schwerpunkte ebenfalls setzen. Ich habe ich z.B. im Jahr 2019 einen Schwerpunkt im Bereich Blog-Aufbau gesetzt. Durch die sehr guten Erfahrungen mit meinem Brettspiel-Blog habe ich dazu unter anderem eine Case-Study-Serie verfasst.

Durch den Erfolg meines eBooks wird 2023 ein Schwerpunkt meine eBook-Challenge sein, die ich bereits geplant habe.

Je nach Zeit und Aufbau, die man in eine Website oder einen Blog stecken kann, wird die Planung unterschiedlich umfangreich ausfallen. Wer nur alle 1-2 Wochen mal einen Artikel veröffentlicht, der ist mit einem Schwerpunkt im Jahr schon ausgelastet. Wer dagegen täglich bloggt, wird eher mehrere Schwerpunkte in der Jahresplanung verankern.

Aber auch eine grundsätzliche Ausrichtung, eine Einstellung zum Thema, drückt sich im “Handlungsbogen” einer Website aus, genauso wie Ziele, die man im neuen Jahr erreichen will. So oder so hilft so ein “Handlungsbogen” (oder mehrere) dabei, die genauere Planung vorzunehmen.

Ideensammlung für die “neue Staffel”

Zum einen ist es immer zu empfehlen das vergangene Jahr, also die “letzte Staffel” der eigenen Website, zu analysieren. Was lief gut und was nicht? Was kam bei den Lesern gut an und was weniger gut? Welche neuen Interessen hat man selbst und was interessiert einen nicht mehr so sehr?

Wie man so einen Content-Audit durchführt, habe ich schon ausführlich hier im Blog erklärt.

Content Audit durchführen - Welche Website-Inhalte machen in Zukunft wirklich Sinn?

All das sollte in die Jahresplanung mit einfließen, denn nur so entwickelt sich ein Blog oder eine Website weiter.

Zudem kann man sich natürlich von außen inspirieren lassen. Wichtige Termine oder Events in der eigenen Branche können passende Anlässe für bestimmte Inhalte sein. Dieser Online Marketing Kalender ist zwar älter, aber hier findet man eine Menge saisonaler Anregungen. Und für das kommende Jahr findet man online sicher auch solche Kalender mit wichtigen Daten. Ein weiterer Überblick mit Ideen fürs ganze Jahr findet sich hier und auf meinem Affiliate-Blog habe ich für jeden Monat im Jahr einen Artikel mit lukrativen Themen pro Monat veröffentlicht.

All diese Ideen, Ziele, Interessen, Erfahrungen und so weiter trägt man dann zusammen und verteilt diese auf die 12 neuen Episoden der eigenen “Website-Staffel”.

12 Episoden einer Staffel – Die Monatsplanung für die Website

Von der Staffelplanung geht es nun zur Episodenplanung.

Das Jahr hat 12 Monate und so kann man wie bei einer Serie auch in der Content-Jahresplanung 12 Episoden schon mal vorausplanen. Natürlich wird die Planung nicht so detailliert sein, gerade für den zweiten Teil des Jahres, aber eine grobe Planung hilft sehr bei der Umsetzung.

Ich plane das kommende Jahr für meine Blogs in 12 Monaten/Episoden und setze schon mal inhaltliche Eckpunkte. So plane ich zum Beispiel für das kommende Jahr die schon erwähnte eBook-Challenge. Das könnte man als Mehrteiler verstehen, der mehrere Episoden/Monate dominiert.

Aber da man das Interesse der Zuschauer bei einer Serie über die gesamte Staffel hochhalten will, plane ich auch für den Sommer und die zweite Jahreshälfte größere Aktionen auf Selbstständig im Netz.

In einer Tabellenkalkulation trage ich eine Übersicht über die 12 Monate ein und liste darunter meine Blogs auf. Dann trage ich besondere Events, Artikelserien, Gewinnspiele, neue Projekte, Infoprodukte etc. ein und verschiebe diese in den Monaten so lange hin und her, bis ich zufrieden bin.

Zum einen möchte ich erreichen, dass es über das Jahr hinweg immer was spannendes und interessantes gibt. Auf der anderen Seite muss es für mich aber auch umsetzbar sein. Zudem plane ich zum Beispiel in der Urlaubszeit im Sommer einfach etwas weniger ein, als zu anderen Zeiten.

Am Ende habe ich für meine Blogs eine Staffelplanung mit 12 Episoden, bei der mal etwas mehr und mal etwas weniger passiert. Ein paar Highlight-Episoden sind dabei, aber auch der eine oder ander Mehrteiler.

Hier als Beispiel die Content-Jahresplanung für meinen Brettspiel-Blog.

Content-Jahresplan in Blog und Website Beispiel

Nichts ist in Stein gemeißelt

Auch wenn ich die Planung für wichtig und hilfreich halte, so ist nichts in Stein gemeißelt. Nur weil man am Anfang des Jahres die 12 Monate vorausgeplant hat, kann sich da immer noch was im Verlaufe des Jahres ändern.

Manchmal kommen private Dinge dazwischen oder man finde neue Ideen und Anregungen für Inhalte. Hier sollte man also vom Gedanken einer TV-Serie bzw. Staffel ein wenig Abstand nehmen und sich deutlich mehr Flexibilität erlauben.

Das ist auch der Grund, warum ich die erste Hälfte eines Jahres deutlich genauer plane, als die zweite Hälfte. Im Sommer setze ich mich dann nochmal hin und plane die restlichen 6 Monate dann genauer.

So oder so soll dich der Jahresplan nicht einschränken, sondern dir dabei helfen tolle Inhalte zu erstellen und einfach mehr Zeit auf das Wesentliche zu fokussieren.

Episodenplanung für einzelne Events

Diese Vorgehensweise kann man übrigens auch für einzelne Events nutzen. So plane ich z.B. meine Challenges immer genau vor und weiß im Vorfeld schon sehr genau, was in welcher Woche dran ist. Das erlaubt mir natürlich die deutlich bessere Abwägung der Arbeiten und einen runderen und problemlosen Ablauf.

Auch bei der Nischenseiten-Challenge gab es eine recht genaue Planung der insgesamt 3 bzw. 6 Monate. Nur dadurch ist es möglich dieses Projekt nebenbei zu stemmen und die Teilnehmer auch zu betreuen, während ich meine eigene Nischenwebsite erstelle.

Bei meiner kommenden eBook-Challenge habe ich bereits einen genauen Wochen-Plan erstellt, den natürlich nicht nur ich, sondern auch die Teilnehmer nutzen können.

Solltet ihr also größere Events oder Aktionen auf eurer Website planen, die viele Wochen oder Monate gehen, solltet ihr diese vorausplanen und dabei hilft es auch hier, dies wie die Episoden der Staffel einer TV-Serie zu sehen.

Wie plant ihr euer Website-Jahr?

Endlich konnte ich meine Serien-Leidenschaft mal in einem Artikel hier im Blog unterbringen. ;-) Und ich denke, dass eine TV-Staffel eine sehr gut Metapher für die Content-Jahresplanung ist.

Mir hat diese Denkweise auf jeden Fall geholfen und sie macht die sonst etwas abstrakte Vorausplanung eines Blogs oder einer Website greifbarer. Gerade wenn man wie ich mehrere Websites und Blogs betreut.

Wie geht ihr eure Content-Jahresplanung an? Nutzt ihr auch so einen Denkansatz oder habt ihr eine ganz andere Methoden zur Planung?

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3 Gedanken zu „Content-Jahresplanung wie die Staffel einer TV-Serie – Praxis-Tipps und Beispiele“

  1. Hallo Peer,

    Ich finde den Vergleich zu den TV-Serien sehr gelungen.

    Bei VolleyballFREAK handhaben wir es seit 2 Jahren ähnlich. Spätestens in der ersten Januarhälfte wird “gebrainstormed”. Dann schauen wir welche größeren Projekte / Events im aktuellen Jahr vorangetrieben werden bzw. anstehen. Wir arbeiten hier aber nicht mit einer Excel sondern rein Trello. Dort hängen dann an einzelne Aufgaben Termine und Name für die Verantwortlichkeiten.

    Auch die von dir beschriebene Flexibiliät kommt bei uns immer wieder zum Einsatz. Damit sind wir in der Lage auf aktuelle Geschehnisse aus der Volleyballwelt zu reagieren und diese zu bewerten.

    Mit eigenen Volleyballturnier, welches wir über den Blog ausrichten, handhaben wir es auch so, wie du beschrieben hast. Es gibt einen groben Plan in welcher Woche was stehen soll. So lässt sich das Turnier super organisieren.

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  2. Gute Idee!
    Bisschen ähnlich handhabe ich das auch, nur dass ich es noch nicht als Serie gesehen habe. Eher als ein Buch mit 12 Kapiteln. Das liegt mir näher. ?

    Mit dem Gedanken ein 12-Kapitel-Buch zu schreiben, kann ich ebenfalls problemlos mehrere Blogs parallel planen. Dazu nehme ich für alle Blogs dasselbe Grundthema, welches dann aus Blogperspektive gesehen und bearbeitet wird. Das Ergebnis jst eine Matrix, die deiner Tabelle ähnelt.

    Gerade hast du mich sehr motiviert diesen Gedanken wieder verstärkt zu verfolgen. Er war etwas nach hinten gerutscht. Danke dafür!

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