5 WordPress-Plugins für einen Blog ohne Cookies

5 WordPress-Plugins für einen Blog ohne CookiesHeute stelle ich 5 WordPress-Plugins vor, die dabei helfen im eigenen Blog Cookies zu vermeiden und damit die Anforderungen der DS-GVO und aktueller Datenschutz-Urteile zu erfüllen.

Dabei geht es unter anderem um die Opt-In-Zustimmung des Blog-Besuchers, die in Zukunft der Standard bei Cookies ist.

Wie man grundsätzlich einen Blog ohne Cookies betreiben kann, habe ich im ersten Artikel dieser kleinen Serie gezeigt.

5 WordPress-Plugins für einen Blog ohne Cookies

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Die im Folgenden vorgestellten WordPress-Plugins helfen dabei Cookies auf dem eigenen Blog zu blockieren oder zumindest nur nach Zustimmung des Besuchers zuzulassen.

Cookiebot

Für kleine Blogs ist das Plugin Cookiebot kostenlos. Es wurde für Blogger entwickelt, die sich nicht um Details kümmern wollen.

Das Plugin scannt automatisch nach vorhandenen Cookies auf einer Website und blockiert diese auf Wunsch, bis der Nutzer deren Setzung zugestimmt hat. Das macht es einfacher alle Cookies zu blockieren, als wenn man selber diese anlegen muss. Der Besucher hat dann die Auswahl aus mehrere Cookie*-Kategorien und kann diesen zustimmen oder eben nicht.

Einschränkungen gibt es beim Blockierung extern eingebundener Inhalte, wie YouTube-Videos. Hier wird nicht gerade ein schöner Hinweistext angezeigt.

Etwas aufwändiger ist die Ersteinrichtung, die man auf der Cookiebot-Website vornehmen muss. Dazu gehört dann auch die Einbindung von Skripten.

5 WordPress-Plugins für einen Blog ohne Cookies

Problematisch finde ich auch das Preismodell. Es orientiert sich nach Unterseiten. Bis 99 Unterseiten ist es kostenlos, was zumindest für Nischenwebsites eine interessante Sache ist, für Blogs und größere Websites dagegen nicht. Von 100 bis 499 Unterseiten kostet es 9 Euro im Monat (!) und geht mit 37 Euro im Monat.

4/5
Bewertung des Plugins
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Pixelmate - Das einfachste DSGVO-Plugin für WordPress Mit Pixelmate kannst du ganz einfach ein Cookie Banner mit Opt-In für Google Analytics, Facebook Pixel, YouTube, Vimeo und viele andere Ressourcen erstellen. Pixelmate

GDPR Cookie Consent

Ziemlich beliebt ist das Plugin GDPR Cookie Consent. Mehr als 800.000 mal ist es im Einsatz.

Das Plugin bietet nicht nur den mittlerweile bekannten Cookie-Banner an, sondern blockiert auch erstmal alle Cookies und Scripte, solange der Nutzer diesen nicht zugestimmt hat. Auf diese Weise werden Scripte von Google Analytics, Facebook und anderen Anbietern geblockt.

Das Plugin macht einen guten Eindruck, aber auch hier sollte man technisch versiert sein, um anschließend genau prüfen zu können, ob es auch alles so funktioniert, wie gewünscht. Mit einem einfachen Klick ist es nicht getan, es sind schon mehr Einstellungen notwendig, die aber angenehm umfangreich sind.

5 WordPress-Plugins für einen Blog ohne Cookies

Der Mehraufwand wird dadurch relativiert, dass das Plugin kostenlos ist.

3/5
Bewertung des Plugins

DSGVO Pixelmate

Von Hause aus unterstützt des kostenpflichtige Plugin DSGVO Pixelmate* externe Services wie Google Analytics, Twitter, Facebook, YouTube und andere.

Dabei ist das Plugin schnell installiert und funktioniert “Out of the Box”. Von Hause aus ist der Opt-In Modus aktiv, der dafür sorgt, dass Cookies blockiert werden, solange der Nutzer diese nicht akzeptiert hat. Das Plugin bietet zudem umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, Banner-Anpassungen und mehr.

Dagegen gibt es keine Statistiken und Einschränkungen beim Blockieren externer Ressourcen.

Das Plugin wird regelmäßig gepflegt und ist auch recht beliebt, obwohl es einmalig 39 Euro inkl. MwSt. für eine Website kostet.

Alles in allem macht das Plugin einen sehr guten Eindruck und ist auf jeden Fall einen Blick wert. Aber auch hier sollte man unbedingt testen, ob es auch so funktioniert, wie gewünscht.

4/5
Bewertung des Plugins

Borlabs Cookie

Bei Borlabs Cookie* handelt es sich um ein kostenpflichtiges Plugin, welches ebenfalls die Möglichkeit bietet Opt-Ins für Cookies einzuholen. Erst wenn der Nutzer zugestimmt hat, werden die Cookies gesetzt.

Dabei gibt es 2 Varianten beim Einholen der Zustimmung. Neben dem Akzeptieren von allen Cookies, kann der Nutzer entweder die einzelnen Cookies auswählen, die er akzeptieren möchte oder man bietet alternativ die Option an, nur die notwendigen Cookies zuzulassen, wie es z.B. in Shops nötig ist.

5 WordPress-Plugins für einen Blog ohne Cookies

Unterstützt werden z.B. Google Analytics und Facebook Pixel, aber auch das Re-Marketing Feature von Google AdSense. Aber auch YouTube, Vimeo, Google Maps und andere iframes werden blockiert und erst auf Wunsch des Nutzers nachgeladen.

Mit diesem Plugin, welches stetig weiterentwickelt wird und natürlich auch Support bietet, kann man den eigenen Blog sehr gut Cookie-frei machen. Zumal hier explizit Caching-Plugins unterstützt werden, ist das eine spannende Sache.

Allerdings kostet das Plugin jährlich eine Gebühr. Es geht bei 39 Euro inkl. MwSt. pro Jahr und Domain los. Wer nur eine große Website betreibt, für den ist es einen Blick wert.

5/5
Bewertung des Plugins

Embed videos and respect privacy

Ein etwas spezielleres Plugin ist Embed videos and respect privacy. Dieses ist ausschließlich für YouTube-Videos.

Das Plugin speichert lokal ein Thumbnail des Videos, so dass beim Aufruf einer Seite mit einem YouTube-Video keine Verbindung mit YouTube hergestellt wird. Erst mit einem aktiven Klick (Zustimmung) des Nutzers wird das Video geladen.

Kombiniert man dies mit der Einbindung des Videos über die youtube-nocookie.com URL, dann ist man hier schon recht sicher, was den Datenschutz angeht.

Leider wurde das Plugin schon länger nicht mehr aktualisiert, funktioniert aber nach wie vor sehr gut.

4/5
Bewertung des Plugins

Cookies nicht mehr nutzen oder Opt-In Lösung?

Diese Plugins ermöglichen nicht einfach nur die Entfernung von Cookies, sondern bieten eine mehr oder weniger umfangreiche Opt-In-Lösungen an. Das heißt, der Nutzer kann der Cookie-Setzung zustimmen und dann werden diese auch gesetzt, oder sie ablehnen.

Das ist eine interessante Lösung, die auch von vielen Blogs und Websites genutzt wird. Dennoch ist auch das nicht ohne Risiko. Zum einen sollte man sicherstellen, dass das dauerhaft korrekt funktioniert. Wechselt man z.B. das Caching-Plugin oder nutzt neue Einnahmequellen, muss man sicherstellen, dass die Cookie-Setzung erst mit Opt-In weiterhin korrekt funktioniert.

Zudem kann man sich leider nicht 100% sicher sein, dass die vorgestellten Plugins auch noch in ein paar Jahren weiterentwickelt werden und problemlos funktionieren.

Nicht zuletzt ist es nicht ausreichend die Zustimmung einzuholen, man muss diese im Zweifel auch nachweisen können. Auch hier sollte man genau prüfen, ob und wie die Plugins diese Zustimmung auf Dauer protokollieren. Das ist leider nicht bei allen Cookie-Plugins der Fall.

Nicht zuletzt kostet die guten Plugins auch Geld und das oft sogar immer wieder.

So gut diese Plugins teilweise auch sind, ich habe bei meinen Blogs lieber die nicht wirklich notwendigen Cookies entfernt oder sogar ganz auf diese verzichtet. Langfristig habe ich auf diese Weise weniger Arbeit und mehr Sicherheit.

Wie ich das gemacht habe, erläutere ich in diesem Artikel.

Stehen Cookies vor dem Ende

Das ist aktuell schwer zu sagen, aber die problemlose und massenhafte Nutzung von Cookies gehört schon jetzt der Vergangenheit an.

Die Datenschutzregelungen könnten in Zukunft noch verschärft werden, wobei es dabei ja generell um das Erfassen von personenbezogenen Daten geht, das unter anderem durch Tracking ermöglicht wird. Schon jetzt ist laut aktueller Urteile auf jeden Fall Opt-In bei den Tracking-Cookies notwendig.

Für das Tracking kommen aber nicht nur Cookies in Frage. Es gibt auch viele andere Möglichkeiten. Deshalb sollte man nun nicht einfach von Cookies auf eine andere Tracking-Methode umsteigen, sondern langfristig überlegen, wie man ohne personenbezogenes Tracking erfolgreich sein kann.

Auf der anderen Seite werden sicher Möglichkeiten kommen, wie man datenschutzgerechtes Tracking umsetzen kann. In welcher Form das dann passiert, werden wir sehen. Ich nutze seit einer ganzen Weile das Plugin Statify für die Seitenaufrufe und die Search Console für interessante Daten aus der Google-Suche. Das reicht mir.

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7 Gedanken zu „5 WordPress-Plugins für einen Blog ohne Cookies“

  1. Hallo Peer,

    durch deinen Artikel bin ich auf Cookiebot aufmerksam geworden!

    Ich wollte einfach mal Danke sagen, dass ich durch diesen Tipp endlich ein Plugin gefunden, was einem wirklich hilft und viel Arbeit abnimmt!

    Antworten
  2. Vielen Dank für die Ideen und Vorschläge!

    Hast Du auch einen Vorschlag, was man anstelle der Google Seach Engine (bzw CSE) verwenden könnte?
    Die Google-Lösung macht zwar genau das, was sie soll – nutzt aber wohl auch Cookies.

    Meine eigene Suche nach einem Ersatz hat bisher nur entweder viel zu mächtige Plugins ergeben (z.B. Relevanssi) oder zu einfache, die z.B. nicht in der Lage sind, auch Kommentare zu durchsuchen.

    Hast Du einen Vorschlag?

    Danke und Gruß, Tooni

    Antworten
    • Okay, danke für die Antwort. Aber die WP-Suche unterstützt meines Wissens nach keine Suche innerhalb von Kommentaren. Und das wäre mir schon wichtig. Muss ich wohl mal weiter suchen… :-(

      Gruß, Tooni

      Antworten
  3. Hallo Peer, das Thema Opt-In hatte ich lange Zeit vernachlässigt, da ich dachte, dies wäre schwierig umzusetzen. Ich habe heute mit dem Plugin “GDPR Cookie Compliance” auf meinen WordPress-Seiten experimentiert. Das funktioniert hervorragend: Man entfernt zunächst alle Scripte zu Fremdseiten / Einbettungen von Fremdseiten aus seinem regulären Quelltext und fügt diese im Backend des Plugins ein. Erst nach Klick auf “OK” werden diese nachgeladen.

    Bei mir geht es um Adsense, auf das ich nicht verzichten mag. Ich lade den globalen Adsense-Code (eine Zeile) einfach nach Klick nach.
    Theoretisch würde dies auch mit der VG-Wort funktionieren. Dieses lasse ich zunächst aber noch ganz regulär im Quelltext stehen (wird also sofort geladen). Ich glaube, so machst du dies derzeit bei der VG-Wort ja auch noch.

    Dadurch, dass die ganzen Adsense-Anfragen erst nach “OK” geladen werden, hat sich mein Pagespeed deutlich verbessert (von ca. 83 auf 99). Wie Google das wertet, muss ich noch beobachten.

    Nun aber meine Frage: Ich nutze einen riesigen Banner über die Hälfte der Website. Der Nutzer muss OK klicken, sonst geht der nicht weg. Ich verzichte auf eine “Ablehnen” Lösung. D. h. entweder nutzt man die Seite ohne Fremdcookies aber mit einem riesigen Banner im Bild oder man akzeptiert die Cookies und kann die Seite wie gewohnt bedienen.
    Wie würdest du dies einschätzen? Meiner Meinung nach obliegt es doch mir, wie ein Nutzer meine Seite betrachten kann. Oder würdest du auf jeden Fall einen “Ablehnen” Knopf nutzen? Natürlich wird zunächst nichts Fremdes geladen, bis man auf OK klickt. Nach Klick auf ein “Ablehnen” wäre einfach nur der Banner verschwunden (aber mir entgehen evtl. Adsense-Einnahmen).

    Noch eine Frage zum VG-Wort-Zählpixel: Ich kann hier gar keinen Cookie entdecken (Entwicklerwerkzeuge). Ist dies normal? Das Pixel selbst wird natürlich geladen.

    Viele Grüße

    Thomas

    Antworten
    • Solche Plugin mögen funktionieren, aber:
      a) ich verlasse mich dann auf Dauer bei so einer wichtigen Sache auf ein Plugin, welches vielleicht mal nicht mehr entwickelt wird oder bei einem Update Probleme hat.
      b) die meisten werden sowieso das Setzen von Cookies ablehnen, weshalb die AdSense-Einnahmen einbrechen, die Statistiken unbrauchbar sind …

      Deshalb verzichte ich lieber komplett darauf und fahre damit gut.

      Eine rechtliche Einschätzung zu deinem Cookie-Banner kann ich nicht geben, aber ich selber würde immer auch eine Ablehnungen-Funktion einbauen. Sonst hat der Nutzer ja eigentlich keine richtige Wahl. Glaube nicht, dass das so okay wäre.

      Der VG Wort Zählpixel setzt noch immer einen Cookie. Habe ich gerade getestet. Kann man aber natürlich mit Browsermitteln (Werbeblocker etc.) unterdrücken.

      Antworten

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