Vom Hobby zu Videokursen und einer Mitgliederseite – Interview

Vom Hobby zu Videokursen und einer Mitgliederseite - InterviewVon den ersten Erfahrungen bei der App-Entwicklung hin zu Videokursen und einem Mitgliederbereich.

Mein heutiger Interview-Partner hat sich aus seiner Programmierleidenschaft ein Business aufgebaut und dafür auch noch einige interessante Pläne.

Im Folgenden gibt es interessante Einblicke und praktische Tipps für alle, die eigene Videokurse anbieten wollen.

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Hallo Jan. Bitte stell dich meinen Lesern vor.

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Hi! Ich heiße Jan Brinkmann und bin 34 Jahre alt. Ich arbeite mittlerweile selbstständig als IT-Trainer und Freelancer.

Abseits vom Bildschirm laufe ich leidenschaftlich gerne und habe einen kleinen Sohn.

Wie bist du zum Programmieren gekommen?

Schon in früher Kindheit durch den Vater von Freunden. Er hatte Zuhause einen Computer.

Selbst angefangen habe ich aber erst später durch Computerspiele. Ich habe die Game- und VoIP-Server für den damaligen Clan inkl. IRC-Bots usw. administriert. So bin ich auf Perl, schließlich auf PHP und C gestoßen. Damit ging es so um das Jahr 2000 herum los.

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Warum hast du dich auf App-Entwicklung spezialisiert und kann man davon leben?

Ich habe um 2002 herum Windows komplett über Board geworfen, wollte eigentlich nur noch Linux verwenden. Für manche Anwendungen brauchte ich aber eine Alternative, die mir Mac OS X geboten hat. Zudem war es ein perfekter Kompromiss zwischen Unix-Shell und hübscher Oberfläche. So bin ich in das Apple-Universum gekommen.

Die App-Entwicklung war fast die logische Folge durch den entsprechenden Spieltrieb. Um iOS5 herum habe ich damit angefangen. Neben meiner Festanstellung war ich später ohnehin freiberuflich tätig. So habe ich über einen bestehenden Kundenkontakt schließlich erste Aufträge als iOS-Entwickler bekommen.

Davon Leben kann man, gerade in den Ballungszentren wie Hamburg, Berlin, München und Co gibt es oft Stellenangebote. Es geht auch als Freiberufler. Wenn man aber als Freelancer arbeitet und ausschließlich iOS-Entwickler ist, reicht es finanziell vermutlich nicht im Homeoffice zu bleiben. Während das als Webentwickler durchaus machbar ist, macht der sehr eng gefasste Markt Einsätze bei Kunden vor-Ort notwendig. So ist man also z.B. mal 3 Monate in München, dann vllt. 3 Monate in Hamburg und so weiter.

Du betreibst einen Blog. Warum, über was und wie schreibst du neue Artikel?

Mein Blog codingtutor.de hat als Nischenseite begonnen. Ich wollte gute Artikel liefern und dann z.B. Bücher empfehlen. Es war aber nicht der reine finanzielle Aspekt. Ich hatte schon während meiner Zeit als Angestellter immer den Wunsch echten Mehrwert zu schaffen. Das hat mir bei der doch eher anonymen Arbeit an Webprojekten gefehlt. Es waren zwar wirklich viele spannende Projekte und tolle Herausforderungen. Es ist viel entstanden, auf das ich wirklich stolz bin. Trotzdem fehlte aber das Gefühl gesellschaftlich einen Unterschied zu machen.

Bloggen war damals noch ein ganz heißes Eisen und ich brauchte ein Thema. Meins war schließlich Programmieren. Und so ist die Seite zum Thema Programmieren lernen im Jahr 2011 gestartet. Aktuell schreibe ich viel zu iOS-Themen. Den Fokus möchte ich aber noch auf Web- und Appentwicklung erweitern.

Die Artikel bereite ich entweder als Mindmap oder direkt mit Quellcode vor. Ich schreibe meist direkt im WordPress Backend.

Seit wann bietest du Videotrainings an und wie hast du damit begonnen?

Das Thema der Seite war damals “Programmieren lernen”. Ich habe für Einsteiger einen kostenlosen 7-tägigen Grundkurs aufgenommen, der die Grundlagen erläutert. Das hat ziemlich viel Überwindung gekostet – den Klang meiner eigenen Stimme finde ich bis heute ein wenig seltsam.

Das Feedback war aber (zu meiner echten Überraschung) sehr positiv. So ist die Idee entstanden in der Richtung weiterzumachen.

Das erste kostenpflichtige Videotraining habe ich schließlich 2013 veröffentlicht. Im Nachhinein eine wirklich gute Entscheidung. Nach über 700 Bewertungen habe ich von maximal 5 möglichen Punkten den Schnitt von etwa 4,5.

Wie läuft deine Videoproduktion heute ab? Wie planst du Themen und Inhalte?

Ich versuche nicht nur isolierte Themen zu finden, sondern mehrere Kurse vorab zu planen. So kann auch das Marketing insgesamt etwas strategischer erfolgen.

Den ersten größeren Erfolg hatte ich aber mit einem ziemlich umfangreichen iOS9 Kurs. Durch den habe ich dank Udemy eine hohe Reichweite aufgebaut. Dadurch habe ich die Zielgruppe besser kennengelernt. Gerade Webinare und Co. haben mir dann geholfen, Themen für weitere Kurse zu finden.

Vor der Produktion bereite ich eine Excel-Tabelle (hier ein Template) mit der kompletten Outline vor (Kapitel und Lektionen). Die Inhalte versuche ich vorzubereiten, gerade bei Themen für Entwickler kann ich so viel elegantere Beispiele wählen und die Videos kürzer halten. Meist verfeinere ich diese Liste bei den Aufnahmen noch etwas. Das grobe Konzept steht aber vorab. Hilft ungemein, um den roten Faden beizubehalten.

Welche Technik und welche Software verwendest du für deine Videoaufnahmen?

Ich habe ein AKG Mikrofon (Nackenbügelmikro). Das hilft bei Aufnahmen am Bildschirm, da der Abstand zum Mund immer gleich bleibt. Mein Audiointerface ist ein Scarlett 2i2. Davor habe ich mittlerweile einen Vorverstärker. Das Signal vom Mikrofon ist sonst sehr leise und kann mit dem Gerät noch geringfügig verbessert werden.

Als Software nutze ich ScreenFlow – speziell wegen dem Batchexport (eine ganze Reihe von Videos gesammelt umwandeln).

Wie bist du zu Udemy gekommen und was gefällt dir besonders daran?

Auf Udemy bin ich auf Einladung gestossen. Ich hatte schon auf meiner Seite Kurse online, aber wirklich kaum Ahnung vom Marketing.

Überzeugt hat mich der angeschlossene Marktplatz. Der kann Kunden auf die eigenen Trainings bringen, ähnlich wie bei Amazon. Eine gute Ergänzung zur eigenen Plattform.

Wie verdienst du online Geld und was funktioniert besonders gut?

Über Udemy und codingtutor.de. Und natürlich auch über das Freelancing. Das habe ich aber aktuell etwas heruntergefahren.

Gut funktionieren gezielte Werbeaktionen und E-Mailmarketing. Auch über organischen Traffic kommen immer wieder Verkäufe, aber das ist wirklich eher wenig.

Aktuell arbeite ich an der Automatisierung. Da ich nur einen zusätzlichen Assistenten habe, kann ich noch nicht so viel am Business arbeiten – sondern halt oft viel darin.

Du hast einen Mitgliederbereich auf deiner Website. Wie kam es dazu, welche Inhalte gibt es und wie vermarktest du dieses Angebot?

Gute Frage, eigentlich habe ich viel ausprobiert. Der Mitgliederbereich hat schließlich besser funktioniert, als die Einzelkurse. Nun gibt es beides. Ich biete darin meine Trainings inkl. individuellem Support an.

Die Vermarktung läuft weitestgehend über E-Mail. Aus der Vogelperspektive arbeite ich zusammengefasst mit Content-Marketing. Das war das erste Werbekonzept, das sich “richtig” anfühlte.

Was hast du in Zukunft noch im Business-Bereich vor?

Mein Ziel ist es mittel- und langfristig für Entwickler eine echte Anlaufstelle zu werden. Ich habe begonnen die Plattform für andere IT-Dozenten zu öffnen. Die können ihre Kurse als Zweitveröffentlichung im Mitgliederbereich zur Verfügung stellen und/oder über Einzelverkäufe anbieten.

Damit könnte die Plattform noch deutlich weiter wachsen – Win-Win-Win Situation für die Studenten, andere Dozenten und am Ende mich.

Zum Schluss würde ich mich über deine wichtigsten Tipps für angehende Udemy-Dozenten freuen.

Udemy ist gerade für den Einstieg perfekt. Die niedrigen Preise sind teilweise heftig. Aber selbst wenn die ersten Kurse gefühlt viel zu günstig verkauft werden: es wird Reichweite aufgebaut. Über die Promotions der Plattform können später verwandte Kurse relativ schnell erfolgreich werden.

In Verbindung mit einer eigenen Plattform kann aber Udemy auch ein Funnel sein. Das sollte parallel aufgebaut werden. Selbst wenn es erstmal nur ein eigenes Blog mit einem regelmäßigen Newsletter wird. Zu Beginn immerhin schon ein Marketinginstrument.

Gleichzeitig sollte man nicht vergessen: nur auf Udemy baut man kein Business auf. Die Spielregeln können sich jederzeit verändern. Daher ist es wichtig unabhängig zu bleiben.

Fertig ist außerdem wichtiger als perfekt. Einfach anfangen und nicht schon Probleme lösen, die es noch gar nicht gibt. Extrem große Investitionen sind auch nicht notwendig. Nur beim Mikrofon und der Audioqualität sollte man wirklich nicht auf die günstigste Variante setzen.

Danke für das Interview

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1 Gedanke zu „Vom Hobby zu Videokursen und einer Mitgliederseite – Interview“

  1. Kennst du bzw. Jan bereits Coachy? Mit Coachy ist der Einstieg ebenfalls extrem leicht, einen eigenen Mitgliederbereich (Onlineschule) zu erstellen. Ein riesiger Vorteil ist im Gegensatz zu Udemy, dass mein seine eigenen Preise festlegen kann, seine Mitglieder selbst verwalten kann und vorallem auch mit einem eigenen Branding arbeiten kann. Nicht zu vergessen, dass man bei Udemy zig Richtlinien/Vorgaben einhalten muss und auf die Genehmigung des Kurses warten muss. Wenn du einen Mitgliederbereich mit nur wenigen Klicks via Coachy erstellst, hast du diese ganzen Minuspunkte nicht. Einfacher als mit Coachy gehts echt nicht. Probierts aus!

    Vielleicht habt ihr auch Interesse die Entwickler von Coachy zu einem Interview einzuladen?

    Antworten

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