1:n statt 1:1 – Mit diesem Geschäftsmodell verdienst Du mehr mit deiner Arbeit!

1:n statt 1:1 - Mit diesem Geschäftsmodell verdienst Du mehr mit deiner Arbeit!Die meisten Selbständigen, die ich kenne, arbeiten mit Kunden in einen 1:1 Geschäftsmodell. Das heißt, sie arbeiten immer jeweils nur für einen Kunden an einem Auftrag oder Projekt. Danach kommt dann der nächste Kunde und so weiter.

Für viele Selbständige wäre es meiner Meinung nach sinnvoll zumindest einen Teil ihrer Arbeit auf ein 1:n Geschäftsmodell umzustellen. Was genau das 1:n Geschäftsmodell bedeutet, was dessen Vorteile sind und wie du damit mehr verdienen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Zudem schildere ich meine eigenen Erfahrungen und gebe praktische Tipps.

Viele Selbständige arbeiten zu eindimensional

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Viele Selbständige verkaufen ihre körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit. Und da man nur einen Körper und nur ein Gehirn hat, kann man auch immer nur an einem Projekt oder für einen Auftraggeber arbeiten. Hier liegt dann eine 1:1 Beziehung vor. Also z.B. 8 Stunden Arbeit und dafür bezahlt ein Kunde 8 Stundensätze. Natürlich kann man auch parallel mehrere Kunden bzw. Aufträge haben, aber wenn man arbeitet, dann arbeitet man immer nur jeweils für einen Kunden bzw. an einem Auftrag.

Nun ist es gerade für kleine Selbständige in Branchen mit viel Konkurrenz schwierig einen halbwegs profitablen Stundensatz durchzusetzen und so stehen viele Selbständige immer mit einem Bein im Konkurs.

Doch welche alternativen Geschäftsmodelle gibt es und was kann ein Selbständiger tun, um auf einer besseren Einkommensbasis zu stehen? Hier gibt es sicher kein Patentrezept, da natürlich jede Branche und jede Region unterschiedlich ist. Aber es gibt die Möglichkeit die eigene Grundeinstellung zu ändern und von der reinen 1:1 Arbeit weg zu kommen.

1:1 oder 1:n Geschäftsmodell? Was ist der Unterschied?

Wie schon gesagt, ist die typische Arbeitsweise vieler Selbständiger sowohl im Internet, als auch besonders im Offline-Business, eine 1:1 Beziehung mit den Kunden. Gerade im Bereich der Dienstleistungen ist dieses Geschäftsmodell weit verbreitet. (Die 1:1 und 1:n Beziehungen kommen übrigens aus der Datenbankmodellierung, siehe Wikipedia.)

Als Beispiel sei hier z.B. ein Web-Designer genannt. Er erstellt Internet-Auftritte für Kunden und kann logischerweise nicht gleichzeitig an 5 Projekten arbeiten, sondern nur nacheinander. Er arbeitet 5 Stunden an Projekt 1, 3 Stunden an Projekt 2, dann wieder etwas an Projekt 1 und so weiter. Ein Landschaftsgärtner macht dies genauso. Er kann nicht gleichzeitig in 3 Gärten sein, sondern immer nur in einem. Ist er dort fertig, kann er in einen anderen Garten gehen.

Dies nennt man also eine 1:1 Beziehung mit dem Kunden. 1 Stunde Arbeit für einen Kunden kann auch nur mit einem Stundensatz abgerechnet werden.

Im Gegensatz dazu arbeitet z.B. ein eBook-Autor in einer 1:n Beziehung. Er schreibt ein Buch und dann kann er es (je nachdem wie gut es ist), an viele, viele Leser verkaufen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es 1.000 oder 10.000 Leser kaufen. Für den Autor bleibt es der gleiche Aufwand. Nur der Ertrag steigt. Ähnlich sieht es bei einem YouTuber aus, der einmal ein Video erstellt und tausende oder zehntausende Menschen schauen sich dieses Video dann an. Für die Videoerstellung macht das keinen Unterschied.

Hier eine schematische Darstellung dieser beiden Geschäftsmodelle:

1:n statt 1:1 - Mit diesem Geschäftsmodell verdienst Du mehr mit deiner Arbeit!

Gerade das Internet bietet vielen Selbständigen die Chance, ebenfalls eine 1:n Beziehung zu Kunden herzustellen und damit mehr Geld bei gleicher Arbeit zu verdienen.

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Was ist schlimm an einer 1:1 Kundenbeziehung?

Nicht, dass hier Missverständnisse aufkommen. An einer 1:1 Kundenbeziehung ist grundsätzlich nichts Schlimmes. Im Gegenteil. Wenn man eine Nische gefunden hat, in der man sich einen Namen gemacht hat und entsprechende Stundensätze verdient, spricht überhaupt nichts gegen dieses Geschäftsmodell.

Es gibt viele Experten, die sehr hohe Stundensätze verlagen können, weil sie etwas Besonderes bieten, keine Konkurrenz haben und/oder einen sehr guten Ruf besitzen.

Leider schaffen es aber viele Selbstständige nicht in diese Position und können dadurch auch keine Preise realisieren, von denen Sie nicht nur Leben können, sondern mit denen sie ihr Unternehmen weiter ausbauen und finanzielle Rücklagen bilden können.

Die 1:1 Kundenbeziehung wird zum Problem, wenn sie am Rande der Firmenexistenz betrieben wird. Spätestens dann sollten Selbständige schauen, dass sie zusätzliches 1:n Einkommen realisieren können.

(Virtuelle) Produkte verkaufen

Nach einigen Überlegungen wird sicher fast jeder Selbständige Möglichkeiten entdecken, eine 1:n Kundenbeziehung aufzubauen. Doch gerade im Internet ist es am einfachsten dies umzusetzen.

So bieten z.B. virtuelle Produkte, die über das Internet einfach und schnell verkauft werden können, großes Potential. Das liegt an der Tatsache, dass virtuelle Produkte (z.B. eBooks, Plugins, Themes, Videokurse …) unbegrenzt und ohne Kosten kopiert werden können. So kann man z.B. eine Musikdatei tausenden Nutzern zur Verfügung stellen und muss diese aber nur einmal erstellen. Hierbei handelt es sich also um eine 1:n Beziehung. Ich kann gleichzeitig einer fast unbegrenzten Zahl Kunden Leistungen bzw. Produkte verkaufen, die ich nur einmal erstellt habe.

Doch auch der Verkauf von physischen Gütern, z.B. über einen Online-Shop, bietet die Chance profitable 1:n Beziehungen aufzubauen. Im Grunde ist jede Website eine 1:n Beziehung, wenn Sie denn richtig vermarktet und genutzt wird. Ich blogge hier z.B. fast täglich und erreiche damit hundertausende im Monat. Und dabei spielt es keine Rolle, wie viele meine Website lesen, der Aufwand für das Schreiben der Artikel ändert sich nicht. Durch Werbung, Affiliate Marketing und andere Einnahmequellen kann ich mit den Inhalten aber viel Geld verdienen und mit der VG Wort kommen z.B. auch noch Jahre später Einnahmen rein.

1:n Geschäftsmodell-Beispiele

Ich möchte und kann hier gar nicht alle 1:n Varianten aufzählen. Dazu gibt es einfach zu viele. Fast in jeder Branche bieten sich Ansatzpunkte neben 1:1 auch 1:n Kundenbeziehungen zu etablieren. Ob man dann 5, 10 oder 1.000 Kunden gleichzeitig bedient ist nebensächlich. Hauptsache man kommt von der reinen 1:1 Beziehung weg.

Ich möchte zum besseren Verständnis hier noch ein paar Beispiele bringen:

  • Ein Web-Designer könnte z.B. Layout-Templates für weit verbreitete Content-Management oder Shop-Systeme programmieren und diese online verkaufen.
  • Ein Finanzberater könnte einen kostenpflichtigen Newsletter* mit aktuellen Börsen- und Finanztipps versenden.
  • Ein Koch könnte in einem Blog aktuelle Rezept-Ideen veröffentlichen, Kochbücher vorstellen und ein eBook veröffentlichen.
  • Ein Landschaftsgärtner könnte Kurse anbieten, in denen er “Stadtmenschen” das Gärtnern beibringt.
  • Ein Inneneinrichter könnte einen Podcast starten mit regelmäßigen Tipps und darin dann z.B. Werbung bringen oder sich über Patreon von den Hörern finanzieren lassen.

Gemeinsam ist all diesen Beispielen, dass der Unternehmer nicht mehr nur mit einem Kunden arbeitet, sondern mit vielen gleichzeitig. Natürlich ist nicht jede Idee sofort profitabel. Oft dauert es, bis man 1:n Kundenbeziehungen aufgebaut und finanziell erfolgreich gemacht hat. Aber es lohnt sich, da man so seine Abhängigkeit von einzelnen Projekten verringert.

Meine Erfahrungen

1:n statt 1:1 - Mit diesem Geschäftsmodell verdienst Du mehr mit deiner Arbeit!Ich habe vor mehr als 12 Jahren als Webdesigner angefangen und für Kunden aus der Region neue Websites erstellt. Zudem habe ich auch noch weitere Computer- und Design-Leistungen erbracht. Das alles waren 1:1 Aufträge.

Recht schnell erkannte ich die Nachteile. Immer das Warten auf die Kunden, die Suche nach neuen Aufträgen, Probleme mit Rechnungen, die nicht bezahlt werden und so weiter.

2007 habe ich dann angefangen meine ersten Blog zu starten, welcher dieser hier ist. Damals hatte ich gar nicht mal das Ziel 1:n Einnahmen damit zu erzielen. Das hat sich dann aber so langsam entwickelt und ich habe die Vorteile schnell erkannt. Daraufhin habe ich in den Folgejahren weitere Blogs und Websites aufgebaut.

Vor ein paar Jahren habe ich dann zudem ein eigenes eBook veröffentlicht, was schon ein ziemlich perfektes 1:n Geschäftsmodell bei entsprechender Reichweite ist. Man hat einmal Arbeit und dauerhafte Einnahmen, wenn auch sicher nicht für immer.

Insgesamt hat sich mein Business über die Jahre also vom reinen 1:1 Business hin zum kompletten 1:n Business entwickelt und ich bin damit sehr zufrieden.

Fazit

Wie man sein Geld verdienen will, muss natürlich jeder für sich selbst wissen. Manch einer liebt die Arbeit für Kunden und will gar nichts anderes, was auch völlig in Ordnung ist.

Für viele andere ist aber zumindest ein 1:n Geschäftsmodell als ergänzende Einnahmequelle interessant und hilfreich, weshalb ihr euch damit beschäftigen solltet.

Wie sieht das bei euch aus? Arbeitet ihr nur 1:1 für Kunden oder verdient ihr mit 1:n Geschäftsmodellen Geld? Wenn ja, mit welchen?

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4 Gedanken zu „1:n statt 1:1 – Mit diesem Geschäftsmodell verdienst Du mehr mit deiner Arbeit!“

  1. Natürlich klingen die Möglichkeiten bei einer 1:n Beziehung super. Aber ganz so einfach ist es leider nicht. Der Vertrieb eines Produktes muss auch erst einmal aufgebaut werden, dazu kommen Marketing, Kundenanfragen usw.

    Ein Webdesigner kann dagegen trotz 1:1 Beziehung seine Produktivität erhöhen, in dem er z.B. mit fertigen Templates arbeitet, bessere Tools benutzt oder Arbeit an Subunternehmer abgibt.

    :-)

    Antworten
  2. @Bertram
    Stimme zu. Einfach ist es nicht und auch 1:1 Kundenbeziehungen können profitabel sein.
    Wichtig ist nur, dass man beide Möglichkeiten zumindest prüft.

    Antworten
  3. @Peer
    Danke für diesen tollen Blogartikel. Allerdings halte ich diese Möglichkeit nur zu prüfen für fahrlässig!
    Was passiert bei 1:1 wenn der Selbständige im Urlaub ist, krank im Bett liegt oder mit den Kindern im Schwimmbad ist?

    Antworten
  4. Interessanter Aspekt,

    von den vielen Berufen es im Offline gibt, gerade den Landschaftsgärtner als bsp. dafür zu nennen.

    Da ich selbst diesen Beruf erlernt habe, hatte ich diese Problematik erkannt und bildetet mich weiter. So führte ich Gruppen und konnte diese Situation umgehen.
    Heute bin ich unendlich dankbar, dass ich abends mir die Zeit genommen habe, um mich laufend fortzubilden. Ansonsten wäre ich heute nicht da, wo ich bin und generiere gut 30 Prozent meinen Einnahmen übers Netz.

    Unter anderem lernte ich von Dir sehr viel, allerdings erst als ich durch den Ralf in einem Video auf die Nischenchallenge hingewiesen wurde, vorher kannte ich dich gar nicht.
    Es war eine sehr interessante Reise bzw. Entwicklung.
    Danke für deine Arbeit

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