4. Das eigene Büro – 52 Tipps für eine erfolgreiche Selbständigkeit

Das eigene Büro - 52 Tipps für eine erfolgreiche SelbständigkeitObwohl die meisten bei einem Startup oder einem Gründer eher an eine Garage oder zumindest an ein schönes Büro denken, sieht die Realität anders aus.

Viele Existenzgründer, gerade im Bereich Internet, starten vom eigenen Wohn- oder Schlafzimmer aus ihre Selbständigkeit.

Dass dies nicht unbedingt ideal ist und worauf man beim ersten eigenen Büro achten sollte, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Zudem berichte ich über meine eigenen Erfahrungen und wie ich es in Zukunft halten will.

Dieser Artikel gehört zur Serie:
52 Tipps für eine erfolgreiche Selbständigkeit

Das eigene Büro

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Eines der Dinge, die man mit Selbständigen sehr oft verbindet, ist ein schickes Büro. Und sicher träumen davon auch viele Gründer.

Doch nur wenige Selbständige haben ein externes Büro, zumindest in der Anfangszeit.

Das scheint auch eine Umfrage hier auf Selbständig im Netz unter meinen Lesern zu bestätigen.

Hast du ein externes Büro?

  • Nein (71%, 239 Stimmen)
  • Ja (15%, 51 Stimmen)
  • Nein, aber ich plane den Umzug in ein externes Büro. (14%, 48 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 338 (1 Stimmen)

Von den 338 Teilnehmern der Umfrage haben gerade mal 15% angegeben, dass sie ein externes Büro haben. 14% planen zumindest, in ein externes Büro umzuziehen, während es 71% anscheinend noch nicht mal vorhaben und lieber von zu Hause arbeiten.

Doch die Arbeit auf dem Küchentisch oder im Wohnzimmer mag zwar ihren Charme haben, aber ideal ist es nicht.

Vor- und Nachteile eines eigenen Büros
Ein richtiges Büro würde ich zumindest so definieren, dass man ein eigenes Zimmer in der Wohnung oder im eigenen Haus hat, das ausschließlich als Büro genutzt wird.

Ein Heimbüro spart Kosten, da man keine Miete zahlen muss und man muss nicht zur Arbeit fahren.

Auf der anderen Seite ist es aber natürlich nicht ideal, wenn man Kundenverkehr hat und viele Gründer haben zudem Probleme sich daheim wirklich konstant auf die Arbeit zu konzentrieren.

Vor- und Nachteile eines externen Büros
Ein externes Büro zur Miete entspricht natürlich eher dem, was viele erwarten. Und es hat auch Vorteile.

So kann man dort natürlich ganz anders die eigenen Kunden empfangen und zudem hat man auf diese Weise oft mehr Kontakt zu anderen Menschen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor und das macht zum Beispiel Coworking-Spaces so interessant.

Ein psychologischer Vorteil ist zudem, dass man leichter privates und berufliches trennen kann. Das fällt daheim doch schwerer.

Allerdings kostet ein externes Büro Geld, was gerade Gründer nicht im Überfluss haben.

Es kommt darauf an
Keine der beiden Varianten ist pauschal besser als die andere. Es kommt auf die eigene Situation und die eigenen Bedürfnisse an.

So spielt zum Beispiel die Art der Selbständigkeit und die Branche eine Rolle. Nicht jeder hat Kunden, die einen besuchen kommen.

Zudem hat jeder Selbständige eine andere Arbeitsweise und deshalb kann sich der eine problemlos im Heimbüro konzentrieren, während der andere das nicht kann.

Die Kosten sind natürlich ein Faktor, sollten aber nicht allein ausschlaggebend sein. In so gut wie jeder größeren Stadt gibt es mittlerweile Coworking-Anbieter, die günstige Büroflächen bereitstellen.

Am Ende kommt es darauf an, was dem Selbständigen am besten liegt und wie er am produktivsten arbeiten kann. Man sollte nicht darauf achten, was die anderen denken, außer es sind Kunden. ;-)

Meine Erfahrungen

Ich habe meine Selbständigkeit im Heimbüro gestartet und bis heute komme ich damit gut zurecht. Das Büro in meinem Haus ist nicht riesig, aber ich fühle mich dort wohl und habe keine Probleme mit der Konzentration.

Ein Problem in der Anfangszeit war allerdings die fehlende Akzeptanz im Familien- und Freundeskreis. Man war ja zu Hause und deshalb konnte man einfach mal kommen oder was erledigen. Es hat gedauert bis allen klar war, dass ich ganz normal auf Arbeit bin.

Ebenso kann es mit dem Partner Probleme geben. Hier sollte man sich aussprechen und klare Linien ziehen. Da meine Frau ebenfalls selbständig ist, war das bei mir aber nie ein Problem.

Mittlerweile ist allerdings der Punkt gekommen, wo ich eine Veränderung anstrebe. Zum einen brauche ich einfach mal eine Luftveränderung und zum anderen möchte ich gern jemanden einstellen. Das geht im Heimbüro natürlich in der Regel nicht.

Deshalb werde ich Ende 2014 in ein neues Büro umziehen.

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Fazit

Gerade für Selbständige im Netz ist das Büro sehr wichtig, da sie hier die meiste Arbeitszeit verbringen.

Deshalb sollte man ausprobieren, was einem liegt und welche Umgebung der eigenen Arbeit gut tut. Ich empfehle aber sehr, dass man auf jeden Fall ein extra Büro nutzt, ob zu Hause oder auswärts.

Die Arbeit im Wohn- oder Schlafzimmer ist weder besonders produktiv, noch ist es insgesamt gesund. Ein guter Bürostuhl und ein ordentlicher Bürotisch schonen des Rücken und zudem fühlt man sich einfach mehr wie ein Selbständiger, wenn man nicht auf der Couch oder in der Küche sitzt.

Für mich war es auf jeden Fall sehr wichtig, von Beginn an ein eigenes Büro zu haben.

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15 Gedanken zu „4. Das eigene Büro – 52 Tipps für eine erfolgreiche Selbständigkeit“

  1. Beide Seiten haben Ihre Vor- und Nachteile. Ich habe mir vor ein paar Jahren ein Zweifamilienhaus gekauft. Unten ist die Wohnung und oben sind die Büros für mich und meine Mitarbeiter. So kann man im Prinzip von zuhause aus arbeiten ist aber doch nicht zuhause. Wichtig ist die Selbstbeherrschung Privates und Arbeit strikt zu trennen. Wenn man dies kann hat es zumindest für mich mehr positive Aspekte.

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  2. Hi Peer,

    mit dem Thema sprichst du mir aus der Seele. Das ist eines der zentralen Probleme, mit dem ich mich gerade herumschlage. Ich arbeite auch zu Hause und das geht solange gut, bis die Freundin nach Hause kommt. Auch, wenn Sie sich rücksichtsvoll zurückzieht, ist es nicht das gleiche Arbeitsklima wie davor. Das, was mich aber am meisten stört, ist die fehlende Kollegenschaft. Man hat nicht jeden Tag jemanden zum Austauschen (oft tut eine Kaffeepause mit banalen Alltagsthemen einfach gut). Und wenn man mit Kundenaufträgen zugedeckt ist, kommt man an manchen Tagen von Morgens bis Abends gar nicht hinaus. Diese Punkte haben für mich zur Entscheidung geführt, dass ich mich bis Jahresende in einer netten Bürogemeinschaft einmieten möchte. Dagegen spricht für mich vor allem der finanzielle Nachteil. Um das, was das Büro kostet (derzeit setze ich einen Teil meiner Wohnung ab), muss man auch mehr verdienen…

    LG, Manuel

    Antworten
  3. Hallo Peer,

    ich habe ein Heimbüro, aber das kann man nicht als Büro erkennen. Es ist eher etwas zwischen einem Abstellraum & Bibliothek und einem Messiraum. Deshalb ich das Ziel diese Jahr alles aus diesem Zimmer zu verbannen ausser meiner täglich genutzten Dinge für den Büroalltag. Ein Tisch, ein Stuhl, ein Schrank und meine zwei Monitore. Mein PC und Server sollen auch aus diesem Zimmer in den Keller verbannt werden, sodass ich eventuell ein Loch durch den Boden für die Verkabelung bohren muss. Grund sind die ganzen beweglichen Teile (Festplatten, Lüfter, usw) machen sehr viel Lärm.

    Ich hoffe ich schaffe das noch diese Jahr…
    Schöne Grüße
    Metin

    Antworten
  4. Der Umzug in ein eigenes Büro muss ein echter Höhepunkt sein, du erwähnst das gefühlt in jedem 2ten Artikel. ^^ Schön zu sehen das sich auch alte Hasen noch auf etwas freuen können

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  5. Hallo,

    ich bin nach 2,5 Jahren Homeoffice im August 2011 in ein Gemeinschaftsbüro umgezogen. Mir war das zu Hause auf Dauer einfach zu einsam und die Motivation ließ auch nach.

    In dem Büro arbeiten neben mir einige Architekten, Juristen, Grafiker und Marketingfachleute, insgesamt sind wir 12 Leute. Ich fühle mich dort wirklich wohl, es ist ein bisschen so wie in einer WG, mit gemeinsamen Mittagessen und Parties.

    Anfangs habe ich mir auch Sorgen wegen der Kosten gemacht (135 Euro plus Mehrwehrtsteuer), aber die waren unbegründet. Ich arbeite dort viel effektiver, und ich kann Kunden einladen. Wir haben auch einen Besprechungsraum. Das Büro ist nur einen Kilometer von meiner Wohnung entfernt.

    Ich kann nur jedem zu dem Schritt raten in ein externes Büro umzuziehen.

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  6. Ich bin eher der Fan von einem normalen Homeoffice, man ist flink da und hat alles am Mann. Ob man sich ablenken lässt ist – denke ich – eher eine Sache der Disziplin.

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  7. Ich bin der Meinung man sollte gerade am Anfang die Kosten erst mal klein halten. Wenn man sich am Markt gefestigt hat, kann man ja immer noch ein externes Büro anmieten. Je mehr fixe Kosten man hat, desto größer ist der Druck am Anfang. Den würde ich mir gar nicht machen und lieber klein anfangen. Bill Gates hat auch in einer Garage angefangen Computer zusammen zu schrauben…

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  8. Hi Peer, toller Artikel über die Vor- und Nachteile eines eigenen Büros. Es gibt Menschen die kommen super mit einem HomeOffice zurecht. Das habe ich auch 2,5 Jahre gemacht und kam auch zurecht, aber irgendwie bin ich anscheinend der Typ für ein externes Büro. Meiner Meinung nach arbeite ich da wesentlich produktiver.

    Lieber Gruss Daniel

    Antworten
  9. Im Rahmen von Coachings begleite ich auch Menschen in die Selbständigkeit. Meine Empfehlung: Je klarer die Gründungsstrategie ist und je präziser jemand weiß, was er will und wie er das umsetzt – um so wichtiger ist ein eigenes Büro, um sich auf seine Arbeit konzentrieren zu können. Als Ergänzung empfehle ich Coworking: Hier gibt es Kontakte, neue Ideen etc. Doch der Boom von Coworking-Anbietern hat schon manche Knicke. Mehrere Zentren wurden bereits wieder aufgegeben.

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  10. Hey Peer,

    der Begriff “Coworking-Spaces” war mir neu und ich musste eben mit erstaunen feststellen, dass mir in meiner Stadt solche Büroflächen zur Verfügung stehen.

    Ich werde es auf jeden Fall einmal ausprobieren!

    Grüße Marc

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  11. Angefangen wurde bei uns mit einem Homeoffice. Dann folgte längere Zeit eine Mischung aus Homeoffice und Büro im Lager . Jetzt im Moment besteht weiterhin ein Homeoffice, das am Wochenende und nach Feierabend genuzt wird. Unser Hauptbüro befindet sich auserhalb direkt neben unseren Lagerflächen was ziemlich praktisch ist. Auch hätten wir mehrere Räume im Gebäude zur Auswahl doch irgendwie haben sich alle in einem Raum eingefunden da keiner alleine sein wollte…

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  12. Du hast vollkommen recht damit das man aufjedenfall ein richtiges Büro haben sollte, ob zu Hause oder extern. Ich habe selbst schon gemerkt das es einfach nicht das selbe ist ob man in seinem Schlafzimmer arbeitet oder in einem richtigen Homeoffice.

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  13. Hinsichtlich des eigenen Büros kann man in meinen Augen keine allgemein-gültige Aussage treffen, da man hier bzgl. den unterschiedlichen Berufsgruppen diversifizieren muss. Ich persönlich leite eine Unternehmensberatung und benötige hierfür allein schon für den Empfang von Mandanten ein eigenes externes Büro. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass man in vielen anderen Branchen (zB. Webdesign, Onlinehandel etc.) auch von zuhause aus arbeiten kann, was dann mitunter lediglich durch die individuellen Präferenzen (wie im Artikel beschrieben) bestimmt wird.

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  14. Bei uns hat es auch mit einem Homeoffice angefangen. Seit Mai habe ich eigenes Büro und würde jeden empfehlen, der es auch leisten kann. Mir persönlich war es sehr wichtig, dass ich mein Privatleben und Arbeitsleben trenne. Was auch von Vorteil ist, dass ich Kunden direkt ins Büro einladen kann , was viel professioneller ist.

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