8 Ausreden, die ich immer wieder von erfolglosen Selbstständigen höre

Als Selbstständiger erfolgreich zu sein ist sicher nicht leicht und auch im Internet kein Selbstläufer. Dennoch liegt es oft an den Selbstständigen selber, dass der Erfolg ausbleibt.

Im Folgenden liste ich 8 Ausreden auf, die ich immer wieder höre und gebe Tipps, wie ihr dennoch erfolgreich werdet.

8 Ausreden von erfolglosen Selbstständigen

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Die folgenden Ausreden habe ich schon häufiger gehört. Immer wieder versuche ich diese zu widerlegen und Tipps zu geben, wie man dennoch loslegt.

Das Hauptproblem ist nämlich, dass viele es mit diesen Aussagen rechtfertigen, nicht loszulegen. So wird man garantiert nicht erfolgreich.

  1. Ich habe keine Zeit

    Einer der großen Klassiker unter den Ausreden erfolgloser Selbstständiger. Gerade wenn man nebenberuflich gründen will, ist Zeit natürlich ein rares Gut.

    Aber die allermeisten sollten sich mal vor Augen führen, wie viel Zeit sie vor dem Fernseher, beim Schauen von YouTube Videos oder im Biergarten verbringen. Natürlich sollte man Freizeit haben, aber man muss eben auch Kompromisse eingehen.

    Zeit für die eigene Selbstständigkeit findet so gut wie jede/r, wenn man nur will.

  2. Alle guten Ideen sind schon weg

    Das ist ein Problem, was bei unerfahrenen Einsteigern oft auftritt. Man sieht die vorhandenen Projekte, Websites oder was auch immer und weiß nicht, was man da noch besseres bieten kann.

    Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass Einsteiger so denken, denn woher sollen sie es auch besser wissen. Doch die Realität ist, dass es noch viele, viele Ideen gibt, die gar nicht oder nur schlecht umgesetzt wurden. Und jeden Tag kommen neue hinzu.

    Um diese zu erkennen, muss man sich aber erstmal in einer Branche auskennen und Erfahrungen sammeln. Dann erkennt man auch die Potentiale.

    Die gleiche Ausrede höre ich übrigens auch bzgl. Domains und Nischen immer wieder. Doch auch das ist quatsch. Es ist nie zu spät und man kann auch heute noch erfolgreich werden.

  3. Die Kunden kaufen einfach nicht bei mir

    Funktioniert ein Online-Shop nicht oder findet man einfach keine Kunden für die eigenen Dienstleistungen, machen viele erfolglose Selbstständige nur die Kunden dafür verantwortlich.

    Die kaufen einfach nicht oder sie sind so geizig, dass man einfach nicht erfolgreich sein kann.

    Nach meiner Erfahrung ist das aber in den meisten Fällen auch nur eine Ausrede. Man sollte als Selbstständiger erstmal an sich selber arbeiten, die eigenen Leistungen und Preise analysieren und versuchen herauszufinden, was die Kunden wirklich wollen. Meist liegen die Gründe nämlich eher in unpassenden und schlechten Angeboten.

  4. Ich weiß noch nicht genug/habe nicht genug Erfahrung

    Der eine oder andere legt gar nicht erst los, weil angeblich Erfahrung und Know How fehlen.

    Mal abgesehen davon, dass man sich dieses bis zu einem gewissen Grad durch Bücher und andere Medien aneignen kann, so wird man erst durch praktische Erfahrungen richtig gut.

    Alle erfolgreichen Selbstständigen haben mal angefangen und in der Praxis Erfahrungen und Wissen gesammelt. Das gehört einfach dazu. Also sollte man sich davon nicht abschrecken lassen.

  5. Ich will nichts umsonst machen

    Oft habe ich in letzter Zeit diese Ausrede gehört. Loslegen ja, aber mit der Garantie, dass man erfolgreich wird.

    Ich kann zwar verstehen, dass man nicht dutzende Stunden in etwas investieren will, dass am Ende nicht funktioniert, aber deshalb hat man seine Zeit noch lange nicht verschwendet. Ich habe von gescheiterten Projekten oft mehr gelernt, als von erfolgreichen.

    Mit jedem Projekt, egal ob dieses langfristig ein Erfolg ist, wird man besser und sammelt wichtige Erfahrungen.

    Zudem ist es einfach so, dass es keine Garantien gibt. Wer diese sucht, sollte nicht in die Selbstständigkeit gehen.

  6. Ich habe nicht genug Geld

    Früher brauchte man für die Selbstständigkeit auf jeden Fall Startkapital. Heute sieht das in vielen Bereichen anders aus.

    Wer nebenberuflich im Internet gründet, braucht oft sogar überhaupt kein Geld, um loszulegen. Das ist ein großer Vorteil, aber man sollte es auch nicht übertreiben. Mit der Zeit lohnt es sich einfach auch mal Geld in die Hand zu nehmen, um z.B. Zeit zu sparen.

    Generell sollte wenig Eigenkapital heutzutage aber kein Hinderungsgrund für die Existenzgründung sein.

  7. Ich muss noch mehr planen

    Ich bin zwar auch kein Fan davon gänzlich ohne Planung in diese Selbstständigkeit zu starten, aber viele übertreiben es einfach damit.

    Sie fühlen sich in der Planungsphase sehr wohl, da nichts schiefgehen kann. Aber natürlich kommt man auch nicht voran und verschwendet nur wertvolle Zeit.

    Deshalb sollte nach einer kompakten Planungsphase mit der Umsetzung begonnen werden, denn nur dann kann man auch erfolgreich werden.

  8. Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll

    Sehr oft lese und höre ich diese Ausrede. Der grundsätzliche Wille ist da, aber es wird nicht losgelegt.

    Diese Ausrede ist teilweise eine Kombination anderer Ausreden. Man traut es sicht nicht zu und will auch nicht umsonst arbeiten.

    Doch ich kann hier nur sagen, dass Anfangen (und Durchhalten) das A und O für erfolgreiche Selbstständige ist. Ideen und Pläne sind nichts wert, wenn man sie nicht in die Tat umsetzt.

    Und kann man dann auch mal mit einer Idee scheitern? Natürlich, aber bei der nächsten Idee weiß man dadurch schon so viel mehr.

    Zudem kann man sich an etablierten Best Practices orientieren. In meiner Artikelserie So startest du dein Online Business habe ich z.B. gezeigt, wie man anfangen kann.

Den inneren Schweinehund überwinden

Bei vielen der Ausreden spricht eigentlich nur der innere Schweinehund, den diese Personen nicht überwinden können.

Es gibt leider kein Patentrezept dafür. Ich kann nur sagen, dass man nicht erfolgreich wird, wenn man diesen inneren Schweinehund nicht bezwingt. Mit der Zeit wird das aber deutlich einfacher, das kann ich versprechen.

Wer sich selbstständig macht kann scheitern, keine Frage.

Wer aber erst gar nicht loslegt, hat definitiv keinen Erfolg.

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10 Gedanken zu „8 Ausreden, die ich immer wieder von erfolglosen Selbstständigen höre“

  1. Bei mir jetzt die Devise “machen”. Oder das Adjektiv wäre ich wohl längst schon gescheitert. Also Leute: Ärmel hochkrempeln und sich an die Arbeit machen.

    Antworten
  2. Interessanter Artikel. Ich dachte, ich schildere mal einfach mal meine Erfahrungen:

    Ich habe parallel zu einer Vollzeitausbildung (Tischler) und einem Nebenjob ( 8h die Woche im Treckingfachhandel) Anfang des Jahres mit 20 Jahren ein eigenes Unternehmen gegründet. Die drei Jahre davor habe ich schon mit der Produktentwicklung und dem Aufbauen von Kontakten begonnen. Das ist sehr viel Arbeit , meist insgesamt 70 Stunden die Woche, aber es ist mein Traum eine eigene
    Premium Outdoor-Equipment-Marke aufzubauen, die lokal produziert.
    Oft fragen mich die Leute wie ich das schaffe, (parallel habe ich zusätzlich im Frühjahr noch meinen Führerschein gemacht) ohne viel Geld zu investieren ( das was von den beiden Jobs im Monat übrig bleibt) weiterzukommen…

    Meine Lebenseinstellung: BARRIEREFREI DENKEN
    Man kann alles schaffen, und wenn auch nicht ganz alleine, dann mit Menschen, die die Begeisterung für das Thema teilen…

    In diesem Sinne
    Liebe Grüße
    Klemens

    Antworten
  3. Dem kann ich nur zustimmen. Besonders bei nur 7. kenne ich eine Person, die eine mega gute Idee hat, aber nach langer Zeit immer noch nicht angefangen hat, das Projekt umzusetzen.
    Er plant die unnötigsten Sachen :D

    Antworten
  4. Stimme ich voll und ganz zu. Ich spreche sehr oft mit Leuten, die mich Fragen was ich denn mache und wie ich erfolgreich wurde.
    Selbst wenn man es denen erklärt und sagt es war niemals einfach und ich habe immer weiter gemacht, hat man oft das Gefühl es wird nicht verstanden.
    Viele denken man müsste einfach hier und da kurz was einstellen und schon kommt der Erfolg…

    Antworten
  5. Ich bin Selbstständig im IT/Web Bereich und wollte für einen Kunden im Harz eine Internetseite machen, telefonisch 3 Monate vorher Termin angefragt, ok läuft, 1 Monat vor Termin angerufen, anchgefragt, ok läuft, auf dem Weg zum Kunden rufe ich an und man sagt, ne sorry Chefin ist bereits weg. Da fühlte ich mich verarscht, Termin angerfragt und nicht in der Lage mir den Termin telefonisch abzusagen.
    Habe dann schriftlich geschrieben und um Rückmeldung gebeten, da ich bereits 3 Vorschau Seiten erstellt habe um meine Leistungen für den Branchen Bereich zu präsentieren, da ich 2. Anfahrt (100km pro Fahrt) hatte, habe ich gesagt, das ich die 2. Anfahrt in Rechnung stellen müsse, da die 1. kostenfreie Fahrt nicht abgesagt wurde.
    Und verdammt nochmal, da bekomme ich zuhören, das 30€ Fahrtkosten für eine Professionell gestaltete Internetseite zuviel seien.
    Entsprechend wurde der Termin vom Kunden abgesagt und ich habe zeit umsonst in den Sand gesetzt.

    Man lernt aus der Erfahrung, ist nicht das erste mal das Kunden die von der IT/Web Arbeit Null Ahnung haben mich so verprellen. Habe daher entschieden, das telefonisch festgelegte Termine mir dann noch per Schreiben altmodisch per Brief bestätigt werden, so das ich im Falle einer vergessenen Termin Absage, nicht auf meinen Kosten sitzen bleibe.
    Ps. War im Harz und zeigt das Digitalisierung dort wohl nicht klappen wird bei der Einstellung das 30€ Fahrtkosten zuviel seien.

    Antworten
    • @Prov94: Das ist zwar nicht nett, aber das kommt leider hin und wieder vor. Sich darüber aufzuregen und dem potentiellen Kunden dann auch noch vorab 30,00 Euro in Rechnung zu stellen, führt nur dazu, dass du Aufträge nicht bekommst. Ich wäre in dem Fall so vorgegangen:
      – Freundlich für die Info bedanken und direkt einen Alternativtermin ausmachen
      – Vor der Fahrt zum Ersatztermin anrufen und fragen ob es klappt
      – Die zusätzlichen Kosten für Fahrt, Zeit usw. dann in einem späteren Projekt versteckt draufschlagen.

      Wenn du wegen 30,00 Euro rummachst, zeigst du damit nur, dass du dringend Geld brauchst. Ein erfolgreiches Unternehmen im IT/Web Bereich zahlt die 30 Euro aus der Kaffeekasse. Und mit Unternehmen die kurz vor der Insolvenz stehen arbeitet niemand gerne zusammen.

      Antworten
  6. Oh, oh. Da hab ich mich doch gleich bei ein paar Ausreden erwischt ;-)

    Besonders der innere Schweinehund lässt mich oft faul auf dem Sofa liegen, statt zu arbeiten.

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  7. Was viele Existenzgründer nicht verstehen, ist der Begriff selbstständig.
    Die Ableitung von selbst und ständig ist bei vielen noch nicht angekommen.

    Antworten
  8. Sehr gut geschrieben.

    Neulich habe ich jemandem von der Arbeit als Blogger erzählt. Da habe ich gesagt, „ … und wöchentlich schreibe ich dann Blogartikel …“, da fragte die Person verduzt, „ … was, du musst da wöchentlich und regelmäßig was machen?“

    Viele stellen sich das so vor, man entwirft etwas, eine Website, einen Blog, ein digitales Produkt oder ein sonstiges Produkt, stellt es ins Internet und das wird dann ein Selbstläufer.

    Es fehlt leider bei so manchen an elementarem Verständnis von Arbeit und Mehrwert erschafften.

    Daher scheitern so viele bevor sie eigentlich loslegen können. Du hast hier auf Selbständig-im-Netz mindestens 1000 Beispiele genannt, dass es sich immer lohnt etwas produktives zu starten.

    Viele Grüße,
    Sladjan Lazic

    Antworten
  9. Hallo Peer,
    das ist eine schöne Sammlung an Ausreden, die hier zusammengetragen wurde.
    Ich erkenne mich vor allem selbst darin, dass ich bis vor Kurzem auch noch alles zu 100% planen wollte. Erst langsam habe ich gelernt, dass man auch kleine Fehler machen dürfen muss, um zu lernen.
    Einfach mal anfangen, wenn man sich gut informiert hat. – Sehr gut ist schon zuviel, denn bis man da angekommen ist, sind die meisten Infos schon wieder alt …
    Ein Ausdruck, der mir zur Zeit im Kopf umgeht, ist die Umsetzung bzw. “Speed of Implementation”. – Und diese muss hoch gehalten werden! :)
    Grüße, Peter

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