Festanstellung vs. Selbstständigkeit – Was ist ein “sicherer” Job?

Wer seinen Lebensunterhalt im Internet bestreitet, der hat sich oft bewusst dazu entschieden. Manch anderer ist eher zufällig ins Online-Business hineingewachsen.

Gemeinsam haben Sie aber meist, dass ein Wechsel in einen regulären Job für Sie nicht mehr in Frage kommt. Sobald sie es erreicht haben, ein auskömmliches Einkommen von zu Hause zu generieren, ist eine Umkehr zur Festanstellung für sie kaum vorstellbar.

Woran liegt diese Abkehr von der Festanstellung, wird doch der ‘sichere Job’ in einem etablierten Unternehmen nach wie vor als das große Ziel der meisten Schul- oder Hochschulabsolventen angesehen?

Hat man einen Job in einem der großen Unternehmen, so hat man es (so wird es seit jeher suggeriert) geschafft, und ist am sicheren Ufer angelangt.

Doch die Realitäten haben sich bereits seit einiger Zeit deutlich verschoben.

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Warum gilt die Festanstellung als sicherer?

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Um den Ursprung der Glorifizierung von Festanstellungen zu verstehen, muss man ein wenig in der Zeit zurück reisen – in eine Ära, in der erfolgreiche Selbstständigkeit und Unternehmensgründungen noch Menschen vorbehalten war, die ausreichend Eigenkapital mitbrachten oder aus Unternehmerfamilien stammten.

Damals wurde man in das Unternehmertum hineingeboren oder eben nicht. Man hatte also die Wahl als Selbstständiger täglich ums Überleben zu kämpfen oder am Monatsende ein regelmäßiges Einkommen auf das Konto* überwiesen zu bekommen. Die sichere Variante war schlichtweg die Festanstellung.

Heute stellt sich die Frage: Ist Sie das immer noch? Was ist wirklich die sicherere Variante? Haben sich die Grenzen nicht deutlich genug verschoben, um ein Umdenken auszulösen?

Selbstständigkeit ist heutzutage nicht mehr mit großen Risiken behaftet. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit einem sehr kleinen Startbudget sein eigenes Business zu starten und im digitalen Zeitalter finden sich Hilfsmittel in Hülle und Fülle, um einem diesem Schritt zu erleichtern.

Gründen war nie zuvor so leicht wie heute

Vieles erleichtert einem heute das Gründen enorm. Man kann mit Hilfe von Komponenten ein Unternehmen weitestgehend automatisieren. Dies bedeutet, man kann Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die einem ermöglichen, zu Beginn bereits wichtige Prozesse innerhalb eines Unternehmens auszulagern, um sich so ausschließlich auf das Voranbringen der eigenen Idee konzentrieren zu können.

Man gibt bestimmte Prozesse an Spezialisten ab, und wird selbst zum Dirigenten der Gesamtstruktur. Versandabwicklung, Rechnungswesen, Sekretariat, und vieles mehr lässt sich bequem an Dienstleister übertragen. Nur die Idee und deren Umsetzung muss man selbst liefern.

Es gibt viele Bücher, die diese Thematik vertiefen. Als ein Beispiel ist das Buch “Kopf schlägt Kapital” von Günter Faltin zu nennen, das bei der Gründung mit Komponenten noch weiter ins Detail geht.

Ein anderes, sehr gutes und brandneues Buch von Chris Guillebeau mit dem Titel “The 100$ Startup” erläutert, wie man mit einem sehr geringen Startbugdet erfolgreich gründet – bisher allerdings nur auf Englisch.

Das ebenfalls gerade erst erschienene Buch “The Start-Up of You” von Ben Casnocha und Reid Hoffman erläutert, wie man die Prinzipien des Entrepreneurship auf sein Leben übertragen kann. Auf meinem Blog www.earthcity.de finden sich laufend aktuelle Buchempfehlungen zu diesen Themen.

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Ideen gibt es genügend

Einmal angefangen über Möglichkeiten nachzudenken, um sich zu verselbstständigen, hat man nach einer Weile vielmehr das Problem, zu viele Ideen zur gleichen Zeit zu haben und nicht die Spreu vom Weizen trennen zu können. Man darf nicht dem Fehler unterliegen, zu viele Baustellen zur gleichen Zeit aufzureißen. Anfangen muss man jedoch irgendwo, vorher passiert gar nichts.

Um es mit den Worten von Richard Branson zu sagen: “Mit Geschäftsideen ist es wie mit dem Bus – der Nächste kommt bestimmt.” Man kann also ruhig einmal einen Bus vorbei fahren lassen, muss aber unbedingt irgendwann auch den Entschluss dazu fassen, einzusteigen!

Zeitenwandel bei der Jobsicherheit

In vielen Festanstellungen hat sich heutzutage die Angst vor der Entlassung verbreitet. In Zeiten von sinkendem Wirtschaftswachstum, Eurokrise und wachsender Konkurrenz auf den Weltmärkten können große Unternehmen einem längst nicht mehr die Sicherheit bieten, die sie vor einigen Jahrzehnten geboten haben.

Innerhalb der Unternehmen ist dieser Druck zu spüren. Angestellte arbeiten bereitwillig länger und bemühen sich, immer im besten Licht zu erscheinen. Der Konkurrenzdruck untereinander wächst und Krankheiten wie das Burnout-Syndrom sind dafür ein klares Anzeichen.

Sicher, eine Festanstellung bietet nach wie vor einige Vorteile. Diese sind vor allem die folgenden:

  • man hat ein konstantes Monatseinkommen
  • die Sorgen des Jobs kann man in der Freizeit besser ausblenden
  • man hat einen strukturierteren Tagesablauf
  • man muss sich nicht ständig selbst disziplinieren (das übernimmt der Chef)

Eine relativ hohe Sicherheit vor der Arbeitslosigkeit bietet aber heute auch kaum eine Festanstellung mehr. Das Ende kann auch hier unverhofft kommen.

24% aller Deutschen sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, ihren Job innerhalb der nächsten 2 Jahre zu verlieren, in etwa 50/50 ist. Lediglich 39% schliessen einen Jobverlust in den kommenden Jahren vollkommen aus.

Selbstständigkeit die sicherere Wahl?

Selbstständigkeit bietet hier aufgrund der Eigenverantwortung und der damit automatisch notwendigen Pro-Aktiv Einstellung mehr Planungssicherheit.

Auch wenn es hin und wieder schlechtere Monate geben und das Einkommen ständigen Schwankungen unterworfen sein mag, so gewinnt man doch die Kontrolle zurück über die eigene Zukunft, da man täglich die Richtung bestimmt. Die Zahl der Selbstständigen in freien Berufen hat sich in den letzten 20 Jahren in etwa verdoppelt.

Hier einige der Vorteile von Selbstständigen:

  • man weiß, wie man sich Jobs an Land zieht – Akquise gehört dazu
  • man kann schneller auf neue Umstände reagieren
  • man verliert ggf. mal einen Kunden, aber nicht den ganzen Job
  • man hat das Steuer in der Hand und bestimmt den Kurs

Vergleichen wir zum Beispiel einmal einen Redakteur bei einer Zeitschrift mit einem freien Journalisten. Der freie Journalist kennt die ständigen ‘ups and downs’, er hat kein regelmäßiges Einkommen und muss sich immer wieder um Aufträge bemühen. Dieses Vorgehen ist er jedoch gewöhnt und er ist darauf eingespielt und weiß, wie es geht.

Der Redakteur hingegen hat den vermeintlich sicheren Job und ein regelmäßiges Einkommen. Sollte die Zeitschrift jedoch einmal pleite gehen (Was bei Printmedien heute durchaus vorkommt), so wird es der Redakteur schwer haben. Er ist es nicht gewohnt, sich um Aufträge zu bemühen. Er hat immer nur auf äußere Umstände reagiert, und ist weniger anpassungsfähig.

Nicht unwahrscheinlich, das er in Lethargie verharren wird und keinen Job mehr findet. Dieses Beispiel lässt sich auf viele andere Branchen übertragen.

Als Selbstständiger muss man ständig aktiv handeln, anstatt nur auf äußere Umstände zu reagieren. In einer Lethargie des Reagierens stecken jedoch einige Angestellte – und sicherlich ist sie ein Hauptgrund für das Verharren im Status Quo.

Wie sieht es in en USA aus?

Schauen wir über den großen Teich, so stellen wir fest dass diese allgemeine Bewegungslosigkeit dort wesentlich weniger ausgeprägt ist. Die Menschen trauen sich mehr. Selbstständigkeit ist verbreiteter. Dies mag daran liegen, dass dort traditionell mehrere Jobwechsel während eines Karrierelebens nichts außergewöhnliches sind und ein für Entrepreneure wesentlich fruchtbareres Klima vorherrscht.

Unabhängig davon, ob der amerikanische Traum Legende oder Realität ist – der Traum allein scheint dort als Antriebsfeder zu funktionieren. Dort haben deutlich mehr Menschen bereits erkannt, dass eine selbstständige Tätigkeit heute ganz anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt als noch vor 10 Jahren. Es hat sich vieles zum Besseren verändert und macht es uns heute deutlich leichter – dem Internet sei Dank.

Ein Grund, warum die Selbstständigkeit in den USA einen anderen Stellenwert hat, ist sicherlich auch die soziale Absicherung. Sie ist in den USA deutlich schlechter, was vermutlich viele dazu bewegt, sich lieber selbstständig zu machen, als in der Arbeitslosigkeit auf den nächsten Job zu warten.

In Deutschland können wir uns erlauben in Ruhe eine Anschlusstätigkeit zu suchen, sollten wir einmal unseren Job verlieren. Die Arbeitslosenversicherung als Angestellter ist sicher auch ein Grund, warum viele Deutsche sich nicht in die Selbstständigkeit wagen. Aber auch diese greift nur für ein Jahr. Darüber hinaus kann man sie auch als Selbstständiger in Anspruch nehmen, wenn man es möchte. Man muss vorher natürlich einzahlen.

Chancen werden oft nicht wahrgenommen, weil die Risiken zu groß erscheinen. Meist wird dabei jedoch nicht gesehen, dass die Chance bei positivem Ausgang sehr viel zu bieten hat und das Risiko im Verhältnis klein ist.


Angestellte wird es immer geben

Klar, man benötigt sowohl große Unternehmen, als auch Angestellte die darin arbeiten. Wir können nicht alle zu Selbstständigen werden und uns in “Coworking Spaces” versammeln und der digitalen Bohème anschließen. Abgesehen davon, wollen die meisten das gar nicht.

Eine Selbstständigkeit ist und soll auch nicht für jeden der richtige Weg sein. Viele Menschen interessiert eine selbstständige Tätigkeit schlichtweg gar nicht. Sie lieben Ihren Job, er ist erfüllend für Sie und sie genießen die tägliche Interaktion mit Ihren Arbeitskollegen mehr als jede Freiheit, die eine Selbstständigkeit Ihnen bringen kann.

In diesem Falle gibt es keine Notwendigkeit auf eigenen Beinen in die Welt hinaus zu ziehen. Es wird immer Menschen geben, die in einer Festanstellung besser untergebracht sind und daher wird es auch zukünftig beide Möglichkeiten parallel geben, so dass ein jeder die Wahl hat.

Die Angst vor Selbstständigkeit bremst jedoch noch zu viele Menschen, die grundsätzlich zu diesem Schritt bereit sind. Die Zahl derer, die diesen Schritt wagen, ist hierzulande vergleichsweise gering, so sagen 50% der Deutschen, dass sie sich eine Selbstständigkeit “ganz sicher nicht” vorstellen könnten. 25% sagen „eher nicht“. Nur 17% sind dieser Idee positiv gegenüber eingestellt.

Die Risiken beim Schritt in die Selbstständigkeit sind deutlich gesunken – die Anzahl der Menschen, die bereit sind diese Risiken einzugehen, ist jedoch nicht mitgesunken.

Vielleicht ist es Zeit, dem Märchen vom vermeintlich sichereren Job endlich ihren Platz in der Geschichte einzuräumen.


Die neue Freiheit der Selbstständigen

Nicht immer, aber meistens, ist die Selbstständigkeit ein Schritt zu mehr Freiheit und in vielen Fällen sogar zu einer gewissen Ortsunabhängigkeit, die es ermöglicht, den Arbeitsort frei zu wählen.

Es gibt bereits zahlreiche Beispiele von Menschen, die Ihr Einkommen völlig ortsunabhängig generieren und währenddessen um die Welt reisen. Keine Angst – Sie können auch weiterhin an Ihrem Schreibtisch arbeiten – die Möglichkeit jedoch bestände.

Falls Sie immer schon einmal im Ausland arbeiten wollten oder Ihren Aufenthaltsort frei wählen möchten – Selbstständigkeit (vor allem im Internet-Business) bietet diese Möglichkeit.

Jeder, der in seiner Festanstellung glücklich ist, der sollte sich nicht irritieren lassen, denn darauf kommt es am Ende an – Zufriedenheit mit dem, was man tut. Vielmehr sollten Menschen, die schon oft über eine Selbstständigkeit nachgedacht haben, den Mut fassen, diesen Schritt tatsächlich zu gehen.


Der Autor

Mein Name ist Tim Chimoy. Mehr über die Themen Selbstständigkeit, Ortsunabhängigkeit und modernes Nomadentum finden Sie auf meinem Earthcity-Blog.

Darüber hinaus arbeite ich zur Zeit an meinem Buchprojekt “Bedienungsanleitung zum modernen Nomadentum”, diese Anleitung soll all denen nützlich sein, die gerne auf unbestimmte Zeit durch die Welt reisen und von unterwegs ihr Einkommen generieren möchten. Das Projekt wird zu einem großen Teil über Crowdfunding finanziert und ist auf Ihre Hilfe angewiesen. Hier geht es zum Projekt. Ich freue mich über jeden, der Lust hat mitzumachen und das Projekt zu unterstützen!

(Statistische Werte von de.statista.com)

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19 Gedanken zu „Festanstellung vs. Selbstständigkeit – Was ist ein “sicherer” Job?“

  1. Sehr interessanter Artikel! DEN sicheren Job gibt es mittlerweile schlicht und ergreifend nicht mehr, sei es nun im Angestelltenverhältnis oder als Selbstständiger. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind miserabel (und dabei gibt es doch immer sooooo viele offene tolle Stellen, die scheinbar keiner will!).

    Anfang des Jahres habe ich bei einem Klinikaufenthalt sehr viele Leute mit Burn-Out kennengelernt und ich fand es echt erschreckend, was Firmen teilweise für Praktiken an den Tag legen. Auch wird natürlich mit der Angst vor Entlassung der Angestellten gespielt, sodass diese länger arbeiten, kaum noch Freizeit haben und das Gehalt schon garnicht mehr entsprechend aufgestockt wird. Da macht man sich nur selbst kaputt und persönlich bin ich an einem Punkt wo ich mir sage: Wofür das Ganze? Warum jahrzehntelang für “irgendwen” arbeiten, wenn für einen selbst doch nichts bei rum kommt?
    Mein Vater arbeitet nun schon seit 25 Jahren in der selben Firma. Diese meldete schon des öfteren Insolvenz an, wurde dann übernommen etc pp. Er wurde dann zwar übernommen aber beim letzten Mal stellte man ihn über eine “firmeninterne” Zeitarbeitsfirma an, wo er weniger als die Hälfte seines Ursprungslohns bekam. Zu wenig zum Leben, zu viel zum Sterben. Sollte er irgendwann mal entlassen werden findet er aufgrund seines Alters wohl auch nichts mehr..
    Sowas finde ich einfach traurig und ich befürchte in naher Zukunft wird sich dieser Umstand leider nicht ändern.

    Es ist aber auch schade, dass viele tolle Ideen einfach nicht realisiert werden, weil man Angst davor hat, dass es schiefgeht. Deswegen ist wohl der beste Weg sich neben einer Festanstellung selbstständig zu machen (klar, ist dann natürlich ein zusätzlicher Haufen Arbeit neben dem normalen Job), weil es wohl die sicherste Methode ist. In dieser Zeit wird man sehr viele unterschiedliche neue Dinge lernen, eine andere Perspektive auf gewisse Sachverhalte bekommen, lernt sich selbst zu organisieren und wenn das Geschäft läuft ist ein Umschwenken auf die alleinige Selbstständigkeit ja immernoch möglich.

    Ich bin definitiv FÜR mehr Selbstständigkeit! :smile:

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  2. Ja ich bin auch hin und hergerissen. Ich starte gerade ins Berufsleben und sehe es keinesfalls so, dass ich einen sicheren Job habe. Auf der anderen Seite weiß ich aber, dass Leute aus meinem Bereich immer gesucht werde. Von daher habe ich keine Zukunftsängste.
    Egal ob selbstständig oder angestellt. Wenn man etwas mehr erreichen möchte (sagen wir nur mal finanziell) als der Durchschnitt, dann wird man in beiden Modellen viel arbeiten und wenig Freizeit genießen. Das ist nunmal so. Zumindest der Anfang muss mit viel Einsatz und Arbeitskraft gemacht werden!

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  3. Schöner Artikel, bin auch gerade am überlegen, ob ich den Sprung in die selbstständigkeit wage. Allerdings bietet sich ja auch die möglichkeit beides nebenbei zu machen. Einen festen Job Halbtags und Freiberufliche Aufträge nebenbei.

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  4. Ein toller Artikel. Früher hätte ich nie gedacht, dass ich mich mal selbständig mache und schon gar nicht so kurz nach dem Studium. Aber jetzt kann ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Ich wünsche mehr Menschen den Mut, sich selbständig zu machen.

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  5. Gute Gastartikel :)

    Vor allen die Tatsache das viele Unternehmen heute von Ihre Festangestellte eine Menge kostenlose Überstunden verlangen und ein auf längere Sicht kaum tragbare Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeiten verlangen, führt dazu das die Festanstellung immer weniger an Wert gewinnt.

    Zudem müssen die meisten heute mit befristete Arbeitsverträge auskommen, wobei man selbst mit großen Einsatz nicht sicher sein kann, ob der AG ein wirklich weiter verlängert.

    Hire und Fire gilt bei viele Unternehmen heute als Konzept!

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  6. Guter Artikel! Auch ich gehöre zu denjenigen, die sich (noch) nicht für eine Selbstständigkeit entscheiden können. Wie sagt man so schön: lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Ich baue mir gerade neben meinem Hauptjob pö a pö etwas auf und mein nächstes Ziel wäre erstmal, dass ich von meinem Chef ein Homeoffice genehmigt bekomme. Das würde dann vieles erleichtern und durch die Zeitersparnis könnte auch noch mehr an der Nebentätigkeit gefeilt werden.

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  7. Es dauert bis man wie ein Unternehmer denkt und handelt. Eine Selbständigkeit muss auch in einem reifen. So habe ich anfangs viele Fehler gemacht und so einiges musste ich mit teurem Lehrgeld bezahlen. Doch nun bin ich gereift und überzeugt von der Selbständigkeit. Mein Tipp: Lasst euch beraten! Das klingt ein wenig flach. Es ist aber sehr wichtig um schneller zu lernen.

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  8. Wunderbar geschrieben. Auch ich habe Anfang 2009 den Sprung in die Selbständigkeit gewagt – mit nichts mehr an Startkapital als dem damals noch weit einfacher zu bekommendem Gründungszuschuß. Was soll ich sagen – es war bestimmt nie wirklich einfach, aber ich habe den Schritt in den letzten 3 1/2 Jahren nicht eine Minute bereut.

    Und die Motivation? Kommt jeden Tag ganz von alleine…

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  9. Mein Traum war es schon als Teenager mich selbstständig zu machen. Ich sagte mir früher, das ich als Festangestellter erstmal Erfahrung sammle und dann mit irgendeiner Idee durchstarte. Das es jetzt dazu gekommen ist, das ich Selbstständig bin, war echt ein Zufall. Aber von Existenzängste oder dergleichen hatte ich damals keine Gedanken verschwendet. Die Motivation und die Überzeugung, meinen Kenntnissen und Wissen zu vertrauen, war damals sehr ausgeprägt. Heute sieht man das nicht mehr so unbekümmert, aber man weiß, wie man sich finanziell abfedern kann, wenn etwas scheitert.

    Ansonsten denke ich, das beides nicht sicher ist. Wirtschaftskrisen sind für beide Berufswege immer kritisch. Und je nachdem welche Branche man wählt, wirkt es sich gar nicht oder sehr extrem aus.

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  10. Ich stimme da Ma voll zu: Das ist wirklich ein sehr guter Gastartikel!
    Ich bin auch ein starker Vertreter der Personen, die Ihr eigenes Ding machen wollen. In heutiger Zeit geht das mit Hilfe des Internets auch deutlich einfacher als früher (wenn man weiß wie).

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  11. Der Beitrag ist Klasse.

    Ich habe bereits in den Jungen Jahren meine Erfahrung mit der Selbstständigkeit sammeln dürfen, was wesentlich entspannter ist, wenn man ein Dach über dem Kopf hat und für Essen, Trinken usw. gesorgt ist.

    Klar, ist es möglich mit 100 Dollars direkt durchzustarten – doch was hier übersehen wird sind die laufenden Kosten und auch die Lebenshaltungskosten.

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  12. Hey Tim,

    danke für den Artikel!

    Das eine sichere Position bei Hochschulabsolventen als großes Ziel definiert wird, kann ich aus eigenem Umfeld nur bestätigen. Ich persönlich habe da andere Ziele und damit stehe ich auch überwiegend alleine da.

    Ich denke auch, dass man heutzutage so viele Möglichkeiten hat, mit geringem oder keinem Startkapital zu gründen. Vor allem im Online oder Consulting Bereich.

    Ich sehe im Online Bereich viel Potential. Aus technischer Sicht, hat man immer mehr die Möglichkeit Menschen direkt zu erreichen (Smartphones sei Dank!). So fallen die “Zwischenhändler” (TV-Sender, Verlage, etc.) vielleicht irgendwann komplett weg und man hat die Möglichkeit Menschen direkt zu erreichen.

    Viele Grüße
    Vladislav

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  13. Vielen Dank an ALLE die positiven und vor allem interessanten Kommentare.
    @Thobias: Ich stimme Dir zu, dass es gut ist sich beraten zu lassen. Ich bin allerdings der Meinung, dass die typische Selbstständigen-Beratung a la ‘wie mache ich einen Business-Plan’ der falsche Weg ist.. aber sicher gibt es auch gute Beratungen
    @Vladislav: Ich glaube auch das diese “Zwischenhändler” irgendwann überflüssig werden. Das beste daran wird dann sicherlich sein, das Firmen endlich wieder gezwungen sind, sich um Ihre Kunden zu kümmern. Und kleinere Firmen oder Selbstständige können diesen dann mehr Paroli bieten. (Zu diesem Thema kann ich nur wärmstens Gary Vaynerchucks “Thank you Economy” empfehlen).

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  14. Finde deinen Artikel sehr gelungen. Ich bin auch selbstständig, zwar nicht im Internet aber auch ich genieße die Freiheit. Andererseits muss man grade am Anfang sehr viel mehr Zeit und Kraft investieren als in einen festen Job. Von geregelten Arbeitszeiten kann auch keine Rede sein. Ich glaub jeder Selbstständige Träumt von der Zeit wo alles wunderbar läuft und man relativ einfach viel Geld verdient aber bis dahin ist es ein langer Weg. Hab grade erst in nem Buch gelesen “The E-Myth” das viele Selbstständige das Problem haben, das Sie zwar ihr Job gut machen aber von allen anderen Geschäftsrelevanten Themen wenig Ahnung haben (Finanzen, Marketing, Mitarbeiterführung, …). Aber wie die anderen auch schon sagten, einen sicheren Job gibts sowieso nicht mehr. Aber wenn man gut ist und fleißig ist schafft man es egal ob in Festanstellung oder als Selbstständiger.

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  15. Fand den Artikel auch sehr gut, wobei ich sagen muss, dass das Paradies Festanstellung ohne Befristung durchaus noch existiert, halt nicht für die, die jünger als 45 sind. Mittlerweile ist der öffentliche Sektor schlimmer als die Privatwirtschaft. Wenn überhaupt gibt es nur noch Zwei-Jahres-Verträge mit garantiertem Rausschmiss nach dem ende der Vertragslaufzeit.

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  16. Das sollte jeder für sich selber wissen. Wir haben beide Seiten gesehen. Im gemachten Nest sitzen ist natürlich einfacher mit einigermaßen festen Zeiten und festem Gehalt. Auch für Versicherungen und Banken usw. ist man wesentlich attraktiver als selbstständiger. Jedoch ist man als Selbstständiger sein eigener Herr und sein eigenes “Problem” und das jeden Tag 365 Tage im Jahr und das ist gut so mehr Freiheit,mehr Geld, mehr vom Leben.

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  17. Sorry.Blöder Satzbau.
    Auch für Versicherungen und Banken usw. ist man als Angestellter wesentlich attraktiver als ein Selbstständiger. So wars gemeint.

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  18. Ich halte Selbstständigkeit als deutlich anstrengender und stressiger. Auch wenn man in einer Festanstellung viel Stress haben kann (besonders wenn das Arbeitsklima nicht stimmt)

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