Neben- oder hauptberuflich selbständig machen? Die Antworten zur Blogparade – Teil 2

Selbständig machen? Neben- oder hauptberuflich? Fragen, die viele von euch beschäftigen.

Deshalb haben wir dieses Thema in unserer letzten Blogparade aufgegriffen. Den ersten Teil der Beiträge habe ich in der letzten Woche bereits ausgewertet.

Heute folgt Teil 2 und damit sieben weitere, sehr interessante und inspirierende Beiträge.

Überzeugt euch selbst.

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Die Antworten zur Blogparade ‘Neben- oder hauptberuflich selbständig machen?’

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londonundmehr.com
Werfen wir einen Blick über den Kanal nach Großbritannien. Genauer gesagt nach London. Von dort aus hat sich Tina an unserer Blogparade beteiligt. Vor ihrem Umzug hat sie sich als literarische Übersetzerin nebenberuflich selbständig gemacht. Ihr Hauptjob damals: Verwaltungsangestellte in Teilzeit. Die nebenberufliche Selbständigkeit beim Arbeitgeber anzumelden stellte kein Problem dar, da neben dem Hauptjob ohnehin noch ausreichend Zeit war.

Inzwischen lebt sie seit 14 Jahren in London und arbeitet außerdem als Lehrerin einer deutschen Sprachschule, Übersetzerin, Redakteurin und Journalistin. Mit dem Umzug kam also der Sprung in die hauptberufliche Selbständigkeit, denn in England sind Teilzeitstellen rar gesät.

Im vergangenen Jahr startete sie mit dem deutschsprachigen Blog londonundmehr.com und einem englischsprachigen Blog zum internationalen Self-Publishing. In ihrem Beitrag zu unserer Blogparade nennt sie Freiheit, Flexibilität und Vielfalt in der Arbeit als größte Vorteile der Vollzeit-Selbständigkeit. An der Vielzahl von Tinas Tätigkeiten sieht man, dass sie sich von Zeit zu Zeit immer wieder neu erfunden hat.

Mittlerweile hat sie sich an die ständigen Veränderungen gewöhnt und kann beinahe nicht mehr ohne diese Abwechslung. Diese Einstellung ist wichtig. Den Lebensunterhalt in einer teuren Stadt wie London alleine zu verdienen, ist dennoch ihre größte Herausforderung.

Ihre Tipps für zukünftige neben- oder hauptberuflich Selbständige:

  • Überlege dir, wofür du brennst, damit du auch Durststrecken gut überbrücken kannst.
  • Miss dich nicht mit anderen. Entscheide für dich, was du in deinem Leben willst.
  • Besprich deine Entscheidung auch mit deinem Partner. Je eher, desto besser.
  • Erlaube dir, nicht perfekt zu sein.
  • Gönne dir Pausen während der Arbeit.
  • Vernetze dich mit anderen. Auch offline.

Allgemein empfiehlt sie darüber hinaus, zunächst nebenberuflich in die Selbständigkeit zu starten, um herauszufinden, ob einem die Selbständigkeit tatsächlich liegt. Tina meint, dass man sich bei dieser Entscheidung für die Thematik der Selbständigkeit ruhig Zeit lassen sollte. Nur so wird klar, ob man auch langfristig dafür brennt oder ob es am Ende doch nur eine kleine Stichflamme war.

blog.graccem.com
Florian ist bereits seit 2006 nebenberuflich selbständig. Seine ursprüngliche Intention war, sich zu seinem Hauptjob etwas hinzuzuverdienen. In seinem Beitrag zur Blogparade berichtet er, dass es seitens des Arbeitgebers auch keine Einwände gegeben hat.

Um weitere Einnahmemöglichkeiten auszuloten, hat sich Florian kürzlich Peers eBook zum Nischenseitenaufbau erworben. Auf seinem Blog dokumentiert er seine Fortschritte dazu.

Seine größte Herausforderung ist sich täglich nach dem Hauptjob noch für die nebenberufliche Selbständigkeit zu motivieren. Außerdem: Die Monetarisierung seines Blogs. Langfristig möchte er den Übergang in die Voll-Selbständigkeit wagen. Noch sind die Einkünfte dafür jedoch zu gering.

clickport.de
David Karpik ist der Mann hinter Clickport. Im Jahr 2011 gründete er diese Content-Marketing-Agentur, die sich auf Konzeption und Design viraler Infografik-Kampagnen spezialisiert hat. Dank zahlreicher persönlicher Kontakte zu Influencern und Journalisten kümmert sich David außerdem auf Wunsch darum, die Infografiken anschließend strategisch gut, also zielgruppenorientiert, zu platzieren.

In seinem Beitrag zu unserer Blogparade hat sich der Solopreneur und Internet-Unternehmer Gedanken gemacht über Sinn und Unsinn einer nebenberuflichen Selbständigkeit. Zu unserer Kernfrage ‘Neben- oder hauptberuflich selbständig machen’ folgt sogleich die erste Erkenntnis: Es kommt drauf an. Und zwar eben darauf, was und wie man gründet.

Die ersten eigenen Erfahrungen mit der Vollzeit-Selbständigkeit machte David mit zarten 21 Jahren als Franchise-Unternehmer in der Systemgastronomie. Auch in den danach folgenden Unternehmungen gründete er in den meisten Fällen hauptberuflich. Die Entscheidung für die neben- oder hauptberufliche Selbständigkeit würde er immer vom verfügbaren Eigenkapital abhängig machen. Wessen Ersparnisse mindestens sechs Monate ausreichen, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, kann beruhigt auch in Vollzeit gründen. Und: Idealerweise gibt der Inhalt des Hauptjobs den Anstoß zur Selbständigkeit.

Gearbeitet wird im Hause Karpik übrigens von 6 Uhr bis ca. 14 Uhr. Potentielle Kunden werden rechtzeitig darüber informiert, dass E-Mail*-Kontakt zwecks höherer Effizienz und besserer Produktivität dem Telefon vorgezogen werden. Der Nachmittag steht dann zur freien Verfügung. Dies schafft für David die perfekte Balance zwischen Familie und Business.

Abschließend noch 3 Tipps von David:

  • Autodidaktische Fähigkeiten sind für Gründer wichtiger als Studium und Berufsausbildung.
  • Arbeiten um zu leben, beweglich bleiben und sich nicht übernehmen.
  • Der beste Ratgeber ist die eigene Erfahrung.

startworks.de
Einer der ausführlichsten Beiträge zu unserer Blogparade kommt von Matthias: Studierter Kommunikationsdesigner und Gründer, CEO, Art Director und Chefredakteur von Startworks.

Mit Startworks unterstützt er Gründer dabei, ihre Ideen zu verkaufen und ihre Marke am Markt zu etablieren. Vor einem Jahr kündigte er dafür seinen Job und setzte alles auf eine Karte. Direkt in die hauptberufliche Selbständigkeit.

Heute blickt er zurück und würde es anders machen. Nämlich nebenberuflich. Obwohl das Grundkonzept für Startworks schon nach wenigen Wochen stand, scheiterte er als notorischer Perfektionist an der zeitnahen Umsetzung. So ging einige Zeit ins Land. Und beim endgültigen Launch musste er zähneknirschend feststellen, dass die Welt irgendwie nicht auf ihn und seine Idee gewartet hat.

Deshalb würde Matthias beim nächsten Mal nebenberuflich starten und schon vorher die richtigen Kontakte herstellen. Dazu braucht man auch keine Erlaubnis vom Chef, meint er. Stattdessen sollte man seinen aktuellen Job als sicheren Hafen nutzen, um nebenbei den Businessplan zu erstellen und sein Produkt zur Vollendung zu bringen. Schließlich kann dir niemand verbieten, dich in deiner Freizeit mit relevanten Personen zu vernetzen, an Veranstaltungen teilzunehmen, um diese Personen auch im Real Life kennenzulernen oder einen eigenen Blog zu starten. Außerdem laut Matthias ein schöner Nebeneffekt der nebenberuflichen Selbständigkeit: Der Duft der Freiheit.

newlifeblog.de
Oli schreibt auf seinem Newlifeblog über die Selbstverwirklichung als Unternehmer. Dabei geht es hauptsächlich um die nebenberufliche Selbständigkeit. Sein aktueller Fokus liegt allerdings auf einem anderen Projekt: kletterturm.de. Mit dieser Nischenseite hat Oli den Schritt in die nebenberufliche Selbständigkeit gewagt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Projekten, die er in der Vergangenheit immer gründlich geplant, aber nie umgesetzt hat, hat er in diesem Fall nach einer kurzen Marktanalyse einfach mal gemacht. Und aus einem Übungsprojekt ist inzwischen ein zeitaufwendiges Business geworden. In seinem Beitrag zu unserer Blogparade erzählt er, dass ein einträglicher Job als Wertpapierhändler und die Versorgung der eigenen Familie ausschlagender Grund für die neben- statt hauptberufliche Selbständigkeit waren. Ein kontrollierbares, kleines Abenteuer. Sozusagen.

Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Den Übergang in die Voll-Selbständigkeit hat Oli nicht auf dem Schirm. Auch, weil die aktuelle Nische zu klein ist. Den Arbeitgeber zu informieren, bedeutete für Oli nicht nur den Chef, sondern auch HR und Compliance Bescheid zu geben. Während letzteres nur Formsache war, war die Absprache mit dem Chef schon schwieriger, da Oli aufgrund Job und Fahrzeit bereits 12 Stunden pro Tag fest eingespannt ist. Da er allerdings keinen strikten Zeitplan für sein Projekt verfolgt, schafft er auch den Balance-Akt zwischen Job, Familie und Gründung. Zumindest halbwegs.

Die größten Herausforderungen: Zeitmangel, dranbleiben und nicht durch neue Ideen den eigentlichen Fokus verlieren. Zu den negativen Erfahrungen zählt Oli, dass er mehr Kosten und weniger Umsatz hat und mehr Zeit braucht als erwartet. Aufgrund der schlechten Internetverbindung beim Zugfahren kann er auch dort nicht wie geplant die An- und Abfahrt zu und von seinem Hauptjob sinnvoll in sein nebenberufliches Business investieren.

Dennoch überwiegen die positiven Erfahrungen. Die Gründung beim Amt verlief einfach, schnell und günstig. Die Unterstützung durch andere regionale Unternehmer ist gut und das Gefühl, den ersten Euro Umsatz zu machen, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Und statt Fachidiot kann man endlich der ganzheitlich denkende Allrounder sein.

Sein Tipp für zukünftig nebenberuflich Selbständige: Organisation. Organisation. Organisation. Dabei kann auch das Auslagern einzelner Aufgaben an Dienstleister durchaus in Betracht ziehen, um Zeit zu sparen und sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren.

nebenbei-reich.de
Auch Karsten von nebenbei-reich.de hat an unserer Blogparade teilgenommen. Vor allem Peer sollte den Grund seines Einstiegs in die nebenberufliche Selbständigkeit freuen. Karsten ist nämlich nicht nur fleißiger Leser von Selbständig im Netz, sondern auch Teilnehmer der Nischenseiten-Challenge. Im Rahmen dessen hat er gesehen, wie viel man mit einer Nischenseite verdienen kann und war angefixt.

Heute betreibt er selbst mehrere Nischenseiten, die sich allesamt sehr gut entwickeln. Zeitgleich zur Gewerbeanmeldung informierte Karsten auch seinen Arbeitgeber. Nach kurzen Fragen zu Zeitaufwand und Konkurrenz zum Hauptjob war auch schon alles geklärt. Weniger einfach ist es, die Balance zwischen Job, Familie und nebenberuflicher Selbständigkeit herzustellen. Gerade zu Beginn standen familiäre Verpflichtungen, Abendschule und der Hauptjob dem Drang nach schnellem Fortschritt gegenüber.

Heute geht Karsten alles etwas lockerer an. Schließlich sprechen wir ‘nur’ über einen Zuverdienst. Mit Microsoft OneNote und einem simplen Tischkalender organisiert er sich. Zu bisherigen negativen Erfahrungen zählt er Backlink-Spam und Umsatzeinbrüche bei einzelnen Nischenseiten. Doch aus negativen Erfahrungen lernt man und deshalb sieht Karsten in seinem Beitrag eher auf den Erfolg seiner Seiten und das Erfolgskonzept Nischenseiten im Allgemeinen zurück.

Außerdem aus seiner Sicht positiv: Die Hilfsbereitschaft der Blogger-Kollegen. Die größte Herausforderungen ist, am Ball zu bleiben. Manchmal tritt erst nach sechs Monaten mühevoller Kleinstarbeit ein Erfolg ein. Die ersten Rankings, Besucher und Einnahmen. Das zehrt an den Nerven und erfordert permanente Eigenmotivation. Der Übergang in die Voll-Selbständigkeit steht vorerst nicht zur Option.

Sein Tipp zum Abschluss: Online Geld zu verdienen ist nicht schwer und Blogger-Kollegen helfen in den allermeisten Fällen gerne weiter. Das sollte man nutzen.

leotas.com
Unser letzter Teilnehmer der Blogparade ist Sven. Sven stammt aus dem hanseatischen Bremen im schönen Norden, wie er selbst schreibt. Und dies erklärt nach eigenen Angaben seine kühlen Texte und sachlichen Formulierungen. Bei diesem Einstieg auf seiner ‘Über mich’-Seite musste ich erst einmal schmunzeln.

Da Sven seit einigen Jahren nebenberuflich selbständig ist, hat er seine Erfahrungen in einem Beitrag zu unserer aktuellen Blogparade geteilt. Hauptberuflich studiert er Wirtschaftsinformatik. Zuvor machte er eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann und war danach fünf Jahre lang als strategischer Einkäufer tätig.

Wie er nebenberuflich selbständig geworden ist? Naja, das hat sich so ergeben. Aus einem Freundschaftsdienst heraus. Eingesprungen als Buchhalter, kümmert er sich dabei heute auch um das Online-Marketing und die Softwareprogrammierung. Ein richtiger Allrounder.

Von den vielen Erfahrungen als Teilzeit-Selbständiger möchte er euch allen drei Dinge besonders ans Herz legen: Der Einstieg in die nebenberufliche Selbständigkeit muss zeitlich passen. Wer Montag bis Freitag von 8-17 Uhr auf Arbeit ist, kann nicht per Telefon für Kundenanfragen zur Verfügung stehen.

Wer nebenberuflich gründet, sollte außerdem schauen, wie seine Arbeitszeiten im Hauptjob im Jahresverlauf schwanken, um zusätzliche Belastungen in stressigen Phasen zu vermeiden. Und zu guter Letzt: Gemeinsam mit einem Partner zu gründen, kann für den ein oder anderen durchaus Sinn machen.

Fazit

Im Namen von SiN möchte ich mich noch einmal bei allen Teilnehmer für ihre Beiträge zu unserer Blogparade ‘Neben- oder hauptberuflich selbständig machen’ bedanken.

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