So kommen Selbstständige kostenlos in Presse, Radio und TV

Um der eigenen Geschäftsidee noch mehr Aufwind zu geben, lohnt es sich in Werbung zu investieren. Sei es Google Adwords, die Schaltung von Anzeigen in Zeitungen oder eine andere Maßnahme.

Doch so vielfältig die Optionen für Werbung sein mögen, so teuer sind sie in der Regel auch. Es lohnt sich also nach Alternativen zu suchen, um Aufmerksamkeit auf das eigene Unternehmen zu lenken.

Klassische Medien wie Zeitungen, Radiosender oder das Fernsehen sind dafür hervorragend geeignet. Mit ansprechenden Berichten über das eigene Unternehmen lassen sich viele Interessenten erreichen.

Das Beste dabei ist, dass man beinahe keine finanziellen Investitionen oder Risiken hat. Zudem strahlen diese Medien ein hohes Maß an Vertrauen aus und wirken glaubwürdig.

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Die einzelnen Medien im Kurzüberblick

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Die Zeitung
­Bei Zeitungen bieten sich vor allem regionale Zeitungen (insbesondere auf Landesebene) an, welche in der Regel immer einen Abschnitt haben, der sich auf eine bestimmte Stadt oder einen Großraum der Region bezieht. Hier müssen täglich neue Inhalte vorhanden sein. Es erscheint logisch, dass viele Redakteure hier an spannenden Themen interessiert sind.

Außerdem gibt es themenspezifische Fachzeitschriften, mit denen man die eigene Zielgruppe noch besser erreichen kann. Hier werden besonders gern Themen gesehen, die ein typisches Problem der Leser lösen.
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Das Radio
Das Radio wird in einer solchen Betrachtung häufig unterschätzt. Bei genauem Nachdenken stellt man aber fest, dass eigentlich alle Radiosender im Laufe des Tages das eine oder andere Interview führen. Auch Radiosender sind dabei besonders an Personen aus der eigenen Region interessiert. Am besten ist es, wenn man selbst zur Zielgruppe des Radiosenders gehört. So kann der direkte Bezug hergestellt werden und der Bericht erscheint authentisch.

Oft werden Beiträge im Radio übrigens mehrmals gesendet. Beispielsweise einmal wochentags (Morning­Show) und dann als Wiederholung am Wochenende.

­Das Fernsehen
Das Fernsehen ist sicher die Königsdisziplin, denn hier erreicht man am schnellsten die meisten Menschen. Auch hier sollte man am ehesten über regionale Sender wie WDR, MDR, NDR und RBB gehen, denn diese wollen in ihren Nachrichten und Nachmittagsmagazinen regionale Meldungen einbinden.

Positiv hierbei ist, dass die Produktion eines solchen Beitrags trotz der kurzen Spielzeit recht teuer für den entsprechenden Sender ist. So besteht die Möglichkeit, dass der Beitrag ­ wenn er beispielsweise für den WDR produziert wurde noch auf einem anderen Sender der Landesrundfunkanstalt abgespielt wird.

Was interessiert die Redakteure?

­1. Regionale Nähe
Wie bereits mehrfach erwähnt, ist vor allem die lokale Nähe zwischen dem Unternehmen und der Zielgruppe des Mediums sehr wichtig. Diese sollte man bei der Korrespondenz mit den Redakteuren auch unbedingt hervorheben, indem von Anfang an der regionale Bezug hergestellt wird.

2. Du als Person
Ein anderer zielführender Ansatz ist der des Personenmarketings. Das heißt kurz, dass nicht (nur) das Produkt oder die Dienstleistung im Mittelpunkt stehen, sondern du als Person oder euer Team.

Suche nach Alleinstellungsmerkmalen, die dich besonders machen oder aus der Masse hervorheben: Bist du vielleicht noch besonders jung? Oder hast du dich vielleicht mit ein paar Kollegen zusammengetan und möchtest dich nun selbständig machen?

Versuch mit diesen Ansätzen herauszufinden, was deine Geschichte für die Medien besonders spannend oder vielleicht auch lustig oder originell machen könnte.

­3. Auszeichnungen und Charity
Auch Auszeichnungen in deinem Fachgebiet oder neue Zertifizierungen sind eine gute Möglichkeit, um Aufmerksamkeit auf das eigene Unternehmen zu lenken. Teile das den Redakteuren mit und betone dabei immer, weswegen dies besonders ist. Sorge für Alleinstellungsmerkmale und schon wirst du interessant.

Auch Charity-­Aktionen sind eine Möglichkeit, um Zeitungsberichte abzugreifen oder gar zu erzwingen. Hier stehen die Chancen für Radio­ und TV­-Beiträge aber eher schlecht. Natürlich sollte hinter einer Charity-­Aktion aber immer eine Überzeugung und keine Marketingmaßnahme stecken. Das sind positive Nebeneffekte.

­4. Sonstiges
Du hast es jetzt bereits ins Fernsehen geschafft? Super, dann recherchiere die Kontaktdaten eines passenden Redakteurs aus deiner Regionalzeitung und berichte ihm darüber. Natürlich findet er es spannend, wenn einer seiner Leser im Fernsehen war.

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In 3 Schritten zu neuen Kontakten

­1. Pressemitteilung
Eine erste Möglichkeit ist es, eine Pressemitteilung in verschiedenen Presseportalen einzustellen. Das sollten natürlich immer individuelle Mitteilung sein. Es gelten die üblichen Basics für Pressemitteilungen. Welche das sind, kannst du hier nachlesen.

­2. Adresserecherche
Mache dir eine Übersicht über Medien aus deiner Großregion, die du gerne kontaktieren würdest. ­Beginne zu recherchieren, welche Redakteure jeweils für das für dich passende Ressort zuständig sind. Oftmals findest du E­Mailadressen auf der Internetseite oder unter Artikeln in den Archiven der Online­Zeitungen.

Prüfe außerdem, ob es sich bei den Redakteuren um freie Journalisten handelt. Das würde bedeuten, dass sie auch für andere Magazine schreiben. Wenn dies der Fall ist, haben sie häufig eine eigene kleine Webseite inkl. Themenportfolio und privater E­Mailadresse. Diese E­Mailadresse sollte man auf jeden Fall im Gedächtnis behalten und später für die eigenen Zwecke nutzen.

Auf diesen Weg habe ich es übrigens mit meiner Website in die SuperIllu geschafft. Ich habe recherchiert, wer dort in der Regel die Artikel zum Themengebiet Auto* schreibt und den Redakteur dann über das Internet gesucht. Daraufhin habe ich eine alte, kaum noch gepflegte Website gefunden, in deren Impressum* aber seine private E­Mailadresse stand. Zwei Wochen später wurde ein Artikel über mich und mein Projekt in erwähnter Zeitung veröffentlicht.

­3. E­Mails schreiben
Ich bin kein großer Fan davon Redaktionen anzurufen. In der Regel wird man immer wieder vertröstet und kommt letztendlich nicht zu einem Ergebnis. Daher bevorzuge ich es, E­Mails zu schreiben.

Versende personalisierte E­Mails an die Redakteure. Beginne mit einer kurzen Einleitung und schreibe danach zwei spannende Sätze über deine Person. Versuche dabei das Interesse auf dich zu lenken, indem du Alleinstellungsmerkmale nennst. Erläutere dann KURZ dein Projekt und schreibe, dass du dich über einen Bericht freuen würdest und auf jeden Fall ein Feedback möchtest.

Gib eine klare Handlungsaufforderung, dass man dir bitte Antworten möge und gib unbedingt deine Handynummer an, sodass du wirklich immer erreicht werden kannst. Die wenigsten Redakteure antworten per E­Mail, fast alle werden anrufen. Im Prinzip baust du ein solches Anschreiben also wie eine Bewerbung auf.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass beinahe alle E­Mails aufgehoben werden. Ich hätte damit eigentlich kaum gerechnet, aber die Realität scheint so zu sein. Ich wurde teilweise nach zwei oder drei Monaten angerufen und nach einem Interview gefragt.

Wie läuft das dann ab?

­Zeitungen
Die Redakteure rufen an und fragen nach einem Termin für das Interview. Entweder findet dieses am Telefon statt oder man trifft sich persönlich. Hier werden einem dann die üblichen Fragen gestellt. Meist trifft man sich unabhängig davon noch mit einem Fotografen, der dann das passende Bild zum Artikel beisteuert. Mein Tipp ist, dass ihr dem Redakteur immer sagt, dass ihr den Artikel vor der Veröffentlichung lesen möchtet.

Radio
Hier wird man meist vom Redakteur angerufen und macht dann einen Termin für das Telefoninterview mit einem der Moderatoren aus. Dafür sollte man immer einen Festnetzanschluss haben, da die Sprachqualität dann deutlich besser ist. Das Ganze ist in der Regel nie live und wird immer aufgezeichnet und anschließend geschnitten. Das Radioprogramm ist immer auf die Minute genau getaktet, sodass man meist eine sehr genaue Vorhersage erhält, wann das Interview zu hören ist.

­Fernsehen
Beim Fernsehen macht man zunächst einen Termin für die Dreharbeiten. Mein Bericht ging rund 2 Minuten, trotzdem haben wir gute 4 Stunden gedreht. Ein Grund dafür ist, dass man eigentlich immer mehr als einen Drehort benötigt. Außerdem werden sehr viele Szenen sehr oft aufgenommen, um dem Cutter am Ende viele Optionen zu lassen.

Fazit

Der Weg in die Medien für das eigene Unternehmen ist in der Regel immer eine sehr profitable Entscheidung. Wer die oben genannten Ratschläge annimmt, der hat gute Chancen auf neue Kontakte. Diese Kontakt sollte man übrigens sehr gut pflegen, denn häufig bietet es sich an, nach einem Jahr erneut einen Bericht zu platzieren. Wer dann schon den Draht zum passenden Redakteur hat, hat gute Karten.

Über den Autor

Paul Winkler ist ein selbständiger Online­-Marketer aus Dresden. Neben der Betreuung von Kunden arbeitet er auch an eigenen Webprojekten wie beispielsweise deine-­autoreparatur.de.

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13 Gedanken zu „So kommen Selbstständige kostenlos in Presse, Radio und TV“

  1. Hallo Peer,

    das sind meist die Möglichkeiten die man für sich nie in Betracht ziehen würde. Keine Ahnung wieso, allerdings wäre es eine Überlegung wert, denn wie du schon richtig schreibst, müssen alle Medien ihre Sendezeiten bzw. Seite voll kriegen und wenn man etwas interessantes zu bieten hat, wieso nicht ?!

    Vielen Dank für deinen Artikel!

    Cheers
    Anton

    Antworten
  2. Zeitung, Radio und Fernsehen sind eine ideale Plattform um eine Firma, Produkt etc. zu bewerben, doch meist hat man doch das Problem, dass man sich den Namen oder url nicht aufschreibt und dann ein paar Tage später im Internet sucht. Wenn man also keinen (vernünftigen) Internetauftritt hat und keine SEO-Maßnahmen unternommen hat, um gefunden zu werden, kann die Werbung in Print- und Funkmedien nicht optimal genutzt werden, daher sollte man alle Möglichkeiten ausschöpfen um sich bekannt zu machen udn erfolgreich zu werden.

    Antworten
  3. Regionales Denken bei die PR und Mediensuche scheint eine lukrativen Weg zu sein, wobei es jeden klar sein muss das es hier auch ein Win Win Situation für beide Seiten geben muss.

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  4. Viele von uns denken immer nur an Zeitungen, dabei ist auch das Radio und der TV eine optimale Plattform, um auf sich aufmerksam zu machen. Man sollte dabei aber auch wirklich etwas zu bieten haben und nicht einfach nur sagen: “So, da bin ich. Nehmt mich.” Das macht dann auch wieder keinen Sinn. Was Emma sagt, ist natürlich auch sinnvoll und wichtig!

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  5. Es ist wirklich bemerkenswert wie die Plattform Radio bei vielen zuhören Punktet. Wie du schon in deinem bericht geschrieben hast, ist die glaubwürdigkeit dadurch gegeben. Nur ist der Kostenfaktor einfach zu groß, denn kann man als Startup nicht stämmen…

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  6. Ich denke zunächst einmal, dass es immer die Mischung macht. Wer den Erfolg als Startup generieren möchte, muss präsent sein und da reicht es nun mal nicht sich nur auf digitale Werbung zu konzentrieren. Radio und TV sind als Offline-Medien wohl immer noch effektiver als die klassische Web-Artikel-Werbung (im Sinne der Eigenwerbung).
    Es sind schöne Tipps in deinem Artikel. Meine Erfahrung möchte ich auch zum Besten geben. Ein spezialisiertes Thema ausführlich darstellen und an die entsprechenden Redaktionen als Vorschlag einer Art Kurz-Dokumentation oder Berichterstattung bietet in der Masse vereinzelt ein positives Feedback, welches dann schneller als gedacht zum Erfolg führen kann und so einen TV- oder Radioauftritt möglich macht.

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  7. Toller Artikel! Danke ;) Bei meiner Themenseite stell ich mir allerdings die Frage ob das überhaupt jemanden interessiert.. müsste da mal ein kleines Storming betreiben wie man das am besten anstellt!

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  8. Hi,

    muss aber auch ein wenig davor warnen. Wenn man aktiv selbst tätig wird und “nur” ein Bait setzen möchte okay, dann gibts weniger Probleme. Wenn die Medien aber investigativ auf dich zugehen lehne ich mittlerweile 90% der Anfragen ab. Gerade die großen Print-Labels hören da gerne nur, was sie hören wollen und drucken später Stories, die man so nie von sich gegeben hat.

    Beste Grüße

    Marc

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  9. Super, manche Ideen sind so naheliegend aber man muss schon direkt mit der nase darauf gestossen werden! ist mit diesem artikel auf jeden fall gelungen! danke!

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  10. Super Tipps, die meisten Webseiten und Blogbetreiber vergessen, dass es noch eine Offline-Welt gibt, wenn es um Traffic-Generierung geht. Bei TV, Zeitungen und Zeitschriften kann ich mir noch vorstellen, dass das eine Besucherwelle auslösen kann. Beim Radio bin ich mit allerdings nicht so sicher. Viele lassen es nur wegen der Musik nebenbei laufen oder hören es im Auto, wo kein Internet bequem verfügbar ist.

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  11. Wahnsinn, ich finde diese Möglichkeiten wirklich gut und werde versuchen in dieser Richtung mal was anzuleiern, im Internet wird oft vergessen das es auch noch die “klassischen” Werbemöglichkeiten gibt. Also trotz Internet Business auch offline!

    Für mich ein sehr inspirierender Artikel.

    Herzlichen Dank

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  12. Interessanter Artikel – Vielleicht aber doch ein wenig Vorsicht: Präsenz in den Medien kann auch problematisch werden. Nämlich dann wenn die eigene Firma negative Artikel erhält. So gerade geschehen bei einem unserer Konkurrenten. Und diese Artikel stehen ewig im Netz. Auf Fairness sollte man dann lieber nicht hoffen. Journalisten entwickeln ihre eigene ‘Wirklichkeit’. Will man schließlich die Löschung dieser Artikel, landet man vor einem Landgericht mit hohen Prozeßrisiken. Man dreht also in jedem Fall an einem großen Rad ;-)

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