Stundensatz oder Festpreise anbieten? So rechnet ihr ab und meine Erfahrungen

Festpreise oder Stundensatz - So rechnet ihr abVor kurzem habe ich eine Umfrage ausgewertet, bei der es darum ging, wie viel Selbständige im Monat verdienen.

Doch wie kommt es überhaupt zu diesen Einnahmen? Habt ihr einen festen Stundensatz oder bietet ihr euren Kunden Festpreise an?

Im folgenden schildere ich meine eigenen Erfahrungen diesbezüglich und werte eine Umfrage mit mehr als 500 Teilnehmern aus.

Festpreise oder Stundensatz?

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Vor dieser Frage stehen viele Selbständige, zumindest wenn sie eine Dienstleistung anbieten. Ob Webdesigner, Programmierer, Grafiker oder Gärtner, soll man lieber einen Stundensatz ansetzen oder dem Kunden einen Festpreis offerieren?

Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile, die ich bereits vor einer Weile in einem Artikel aufgelistet habe.

Grob gesagt ist der Festpreis eher kundenfreundlich, während die Stundensatzabrechnung eher dem Selbständigen entgegenkommt. Allerdings kann man das so pauschal auch nicht sagen.

Meine Erfahrungen

So habe ich z.B. recht gute Erfahrungen mit Festpreisen gemacht. Als ich noch als Webdesigner tätig war, habe ich alle Angebote mit einem Festpreis versehen. Dafür war es natürlich notwendig, dass ich gut kalkuliere und alle Aspekte der geplanten Website bedenke.

Das hat in der Regel auch gut geklappt. Nur einmal habe ich etwas übersehen und das gab dann auch Ärger mit dem Kunden. Es ging um einen Online-Shop. Während ich den Aufbau für die Erstellung des Shops korrekt eingepreist hatte, übersah ich die Einpflege der Produkte. Der Kunde wollte nun tausende Produkte für den ausgemachten Festpreis ebenfalls mit eingebaut haben. Da haben wir uns dann später allerdings geeinigt.

Und auch heute noch setze ich auf Festpreise. Wenn ich nämlich Werbebanner hier im Blog und auf anderen Websites vermiete, dann rechne ich im Voraus mit einem Festpreis ab. Die Alternative wäre zwar kein Stundenlohn, aber auch hier ist der Festpreis für mich die bessere, weil einfachere Variante. Zudem kann ich den Festpreis vorher kassieren.

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Mehr als nur Geld zum Leben

Bei der Überlegung, wie man die eigene Arbeit beim Kunden abrechnet, sollte vor allem die grundsätzliche Kalkulation bedacht werden.

Ersteinmal sollte man sich klar machen, wie viel Geld man bei der Gründung benötigt und wie viele man später in der Selbständigkeit verdienen muss, um gut leben zu können.

Bei der Festlegung des Stundensatz, wie auch bei der Kalkulation eines Festpreises, muss man nicht nur alle Kosten einfließen lassen, sondern auch noch einen Puffer einfließen lassen, sowie natürlich einen Gewinn. Die meisten Gründer unterschätzen die Tatsache, dass sie keinesfalls ihre gesamte Arbeitszeit bezahlt bekommen und dass es einfach auch schlechte Zeiten geben wird.

Deshalb sind die Stundensätze von erfolgreichen Selbständigen auch so hoch.

So rechnet ihr ab

Doch kommen wir nun zur Auswertung der Umfrage, bei der es um die Frage ging, ob ihr nach Stundensatz oder Festpreis abrechnet. Immerhin 512 Leser haben an der Umfrage teilgenommen und ihre Stimme abgegeben.

Hier ist das Ergebnis:

Rechnet Ihr nach Festpreis ab oder nach Stunden?

  • mal so, mal so (40%, 203 Stimmen)
  • nach Stunden (30%, 155 Stimmen)
  • Festpreis (30%, 154 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 512 (1 Stimmen)

40% der Umfrageteilnehmer rechnen mal so und mal so ab. Sie legen sich also nicht auf den Stundensatz oder den Festpreis fest, sondern setzen situationsbedingt das eine oder das andere ein. Wobei man sagen muss, dass sich der Festpreis in der Regel direkt aus dem Stundensatz ergibt. Dieser sollte also so oder so gründlich vorher definiert werden.

30% der Teilnehmer rechnet nach Stunden ab und ist damit zumindest flexibler.

Ebenfalls 30% setzen dagegen auf den Festpreis, was es sicher oft einfacher macht Kunden zu gewinnen. Kunden lieben Festpreise, da dieser ihnen ein Gefühl der Sicherheit gibt.

Fazit

Beide Varianten sind häufig im Einsatz und da beide Vor- und Nachteile mit sich bringen, sollte man den Weg wählen, der besser zur eigenen Situation passt. Dafür muss man beides aber auch mal ausprobiert haben.

Generell sollte man sich als Gründer intensiv mit dem Thema Kalkulation beschäftigen. Wer hier mit zu niedrigen oder zu hohen Preisen an den Markt geht, wird früher oder später finanzielle Probleme bekommen.

Zum Schluss noch eine neue Umfrage. Bitte nehmt auch daran zahlreich teil.

Wie alt warst du, als du dich selbständig gemacht hast?

  • 18-29 (56%, 136 Stimmen)
  • 30-39 (23%, 56 Stimmen)
  • 40-49 (9%, 23 Stimmen)
  • jünger als 18 (6%, 15 Stimmen)
  • 50-59 (5%, 12 Stimmen)
  • 60 oder älter (0%, 1 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 243 (1 Stimmen)

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5 Gedanken zu „Stundensatz oder Festpreise anbieten? So rechnet ihr ab und meine Erfahrungen“

  1. Hey Peer!

    Danke für den Artikel und deinen Erfahrungsbericht. Ich sehe das genau wie du. Ein Festpreis ist vor allem für den Kunden der beste Weg und ein Pluspunkt für deinen Service / deine Produkte (aus der Sicht des Kunden).

    Danke und einen schönen Tag,
    Kevin

    Antworten
  2. Hallo Peer,

    es kommt bei mir auch immer auf das Projekt an. Wenn ich ein neues Angebot schnüre dann ist es meistens ein Festpreis. Wenn ich nachträglich Änderungen vornehmen muss, dann rechne ich das Stunden-basierend ab. Natürlich spielt hier der Kunde ein große Rolle.

    Interessant finde ich ja die neue Umfrage: die meisten scheinen ja sehr junge Gründer zu sein. Es gibt sogar einige unter 18 – wow.

    Antworten
  3. Hi Peer,

    Ich finde die Version mit dem Festpreis besser. Man zahlt ja sozusagen für ein “fertiges Produkt”.
    Es ist toll, dass du auch immer persönliche Erfahrungen mit einbringst.

    Beste Grüße

    Antworten
  4. Hallo Peer,

    interessanter Beitrag. Eine gute Kalkulation der eigenen Arbeitsressourcen vorausgesetzt, halte ich Festpreise auch für sinnvoller. Vor allem in Bezug auf Kundenfreundlichkeit und Transparenz.

    Grüße

    Antworten

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