Content Cutting – Worauf ihr bei dieser SEO-Strategie unbedingt achten solltet!

Content Cutting - Worauf ihr bei dieser SEO-Strategie unbedingt achten solltet!Google mag bekanntlich viel Text, der Nutzer hingegen möchte das was er liest auch genießen, es sollte also nicht künstlich oder unnötig in die Länge gezogen werden. Die übliche Methode ist nun, einen Text sehr umfangreich zu recherchieren, allumfänglich zu schreiben und ihn anschließend wieder auf das Wesentliche zu reduzieren. Content Cutting. Was übrig bleibt, ist ein perfekt lesbarer Text, mit allen Infos und wenig Überfluss.

Content Cutting bedeutet aber auch bestehende Inhalte einer Website zu reduzieren, in der Hoffnung auf bessere Ergebnisse. Wenn zum Beispiel festgestellt wird, dass der Leser nicht bis zum Ende liest oder aber das sogenannte Pogo-Sticking (Vor- und Zurück innerhalb der Suchmaschine) auftritt, weil die Suchenden auf ihre Fragen keine Antworten finden oder diese erst viel zu spät erhalten.

In solchen Fällen heißt es dann Inhalte reduzieren, neu anordnen, herausschneiden. Content Cutting eben. Warum das zwar wichtig, aber auch gefährlich ist und auf was genau ihr dabei achten solltet, darum geht es in diesem Artikel.

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Gefahren beim Content Cutting

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Beispiel 1: Entfernen elementarer Inhalte

Beim Content Cutting gibt es zwei typische Beispiele, die die Gefahr verdeutlichen. Beispiel eins betrifft den Inhalt, in Hinblick auf die tatsächlichen Besucher. In einem Anfall von SEO-Optimierung (oder warum auch immer), fangt ihr plötzlich an bestimmte Absätze und Passagen aus der Website zu entfernen. Warum ihr das tut? Weil ihr glaubt, der Inhalt ist für Google nicht relevant oder verwässert das Fokusthema, verschlechtert also das Ranking bestimmter Keywords.

Der Fehler, der bei dieser vermeintlichen Content-Optimierung entsteht, ist der, dass ihr in Wahrheit Inhalte entfernt, die für den Besucher selbst von großer Bedeutung sind. Das können vermeintliche Randnotizen sein, die ihr nicht als Geheimtipp erkennt. Empfehlungen nach denen alle, die in diesem Bereich suchen, sich förmlich sehnen. Textpassagen, die sie einfach überzeugen. Also wirklich wertvolle Abschnitte für den Besucher.

Durch blinde Optimierung, ignoriert ihr den Menschen und merkt nicht, dass genau diese Textblöcke, Bilder oder Grafiken, für den eigentlichen Leser von ausschlaggebender Bedeutung waren. Vielleicht sogar Linkmagneten, aufgrund derer ihr automatisch Backlinks gesammelt habt. Diese zu entfernen, war ein großer Fehler und schon sinken die Besucherzahlen.

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Beispiel 2: Entfernen SEO-Relevanter Inhalte

Das Beispiel zwei geht von der umgekehrten Variante aus. Weil ihr bei der Erstellung eurer Website zu SEO-Optimiert vorgegangen seid und nun, bei all den Nutzersignalen und Content-is-King-Gerede, unsicher werdet, schneidet ihr Inhalte heraus, die überoptimiert schienen. Inhalte, die so schlecht geschrieben sind, dass sie kaum noch lesbar sind. Richtige SEO-Inhalte eben.

Das ist aber gefährlich, denn so plump und schlecht Inhalte auch wirken können, so sind sie dennoch häufig SEO-Relevant. Soll heißen: Unter Umständen entfernt ihr genau den Teil eures Contents, der als einziger und ausschließlich dafür verantwortlich war, dass ihr für ein bestimmtes Keyword überhaupt bei Google erschienen seid.

Auch hier entsteht also wieder eine Überoptimierung. Diesmal allerdings für den Leser selbst, nicht für Google. Doch beides ist schädlich, wenn es zu exzessiv betrieben wird. Und beides kann nicht »einfach so« wieder entfernt werden, weil das meist einen Schaden nach sich zieht.

So geht Content Cutting richtig

Als Content-Manager kümmere ich mich nicht nur um Inhalte, immer öfter geht es inzwischen auch darum, bestehende Inhalte gezielt zu reduzieren, also das sogenannte Content Cutting zu betreiben. Das erfordert vor allem Vorsicht, da es schnell zu Veränderungen beim Ranking der Website kommen kann und oder die Nutzer plötzlich nicht mehr das finden was sie suchen.

Der erste Ansatz sind daher immer Scroll Maps und Heatmaps. Wo bewegt sich die Maus, welche Textzeilen werden markiert oder kopiert, wie weit scrollen die Nutzer auf der Website? Die erste Frage die so geklärt werden kann ist, ob es bestimmte Passagen oder Stellen gibt, die von hohem Interesse sind. Solche Inhalte zu entfernen, hätte also ganz sicher negative Auswirkungen.

Dann folgt die Gliederung. Werden wichtige W-Fragen gleich zu Beginn beantwortet? Eine Website ist kein Roman und die meisten wollen ihre Suchintention sofort befriedigt wissen. Erst danach kann geschickt auf weitere Absätze oder Passagen geleitet werden. Die Gliederung betrifft dabei auch die Zwischenüberschriften und Textblöcke, genau wie Bilder und Videos. Content Cutting bedeutet immer auch eine Bestandsaufnahme zu machen. Wird ein Video weit unten gut geklickt, würde es weiter oben nicht vielleicht noch viel besser ankommen? Auf der anderen Seite: Wenn das Video keinen interessiert, wozu dann die zusätzliche Ladezeit? Weg damit!

Beim Content Cutting sollten außerdem immer die typischen Textmetriken im Auge behalten werden. Wie verändert sich zum Beispiel die Keyworddichte, in Hinblick auf das Hauptkeyword? Am besten ihr gleicht dies an anderer Stelle aus, sodass sich derartige Werte nicht oder nur sehr geringfügig verändern. Wer Inhalte herausschneidet, sollte also dafür sorgen, dass Algorithmen dennoch dieselben Keywords finden und erkennen können, die Website also nicht völlig neu einordnen müssen. Oberflächlich betrachtet, muss alles beim Alten bleiben.

Schlussendlich kann und sollte bei einem Content Cutting immer der gesamte Text noch einmal analysiert werden. Unter Beachtung der vorhergegangenen Hinweise natürlich, können so unnötige Phrasen oder Floskeln entfernt werden, um den Inhalt knapper und besser lesbar zu gestalten. Gleiches gilt für Zwischenüberschriften. Klingen die wirklich noch so gut? Hat sich die Zielgruppe vielleicht geändert? Gibt es neue Fragen? Auch hier gilt es aber darauf zu achten, dass keine wichtigen Keywords aus den Überschriften entfernt werden. Mögen solche Keywords auch nicht mehr die Bedeutung von früher haben, komplett unwichtig sind sie heute keinesfalls.

Bei großen Portalen kann es darüberhinaus helfen, einfach mal seine Leser selbst zu fragen. Eine Umfrage schafft Klarheit darüber, welche Bereiche sie interessieren oder was sie stört. So etwas ist für das Content Cutting sehr hilfreich, allerdings nur dann repräsentativ, wenn genügend Besucher vorhanden sind und die richtigen Fragen gestellt werden. Ganz so einfach sind solche Umfragen daher auch nicht.

Und die Moral von der Geschicht?

Beide Beispiele zeigen vor allem eines: Überoptimierung ist in jede Richtung vollkommen verkehrt und nutzlos. Content ist immer dann perfekt, wenn er für Nutzer und Google geschrieben wurde. Spätere Anpassungen hingegen, sind fast immer ein Problem oder können zu einem solchen werden.

All das zeigt, dass Content Cutting ein sehr schwieriges Thema ist. Auf der einen Seite muss schlechter Content früher oder später entfernt werden, damit er nicht zu schädlich wird, auf der anderen ist die Gefahr groß, dass man selbst gar nicht erkennt, welcher Content von elementarer Bedeutung ist und welcher keinerlei Wert besitzt. Nicht immer deckt sich das Besucherinteresse mit der eigenen Vorstellung.

Vor allem ist beim Content Cutting aber Vorsicht angesagt. Inhalte sollten nicht einfach herausgetrennt werden. Nehmt euch Zeit, analysiert und plant, statt kopflos ganze Passagen zu streichen. Denn das führt meist nicht zu dem gewünschten Push, sondern eher zu negativen Effekten. Das eigentliche Ziel ist schließlich, mit Content Cutting dafür zu sorgen, dass der Inhalt von Besuchern und Suchmaschinen besser angenommen wird. Viel Erfolg dabei.

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1 Gedanke zu „Content Cutting – Worauf ihr bei dieser SEO-Strategie unbedingt achten solltet!“

  1. Content-Cutting schön und gut. Aber es gibt Inhalte, die fliegen nicht aufgrund der Texte, sondern aufgrund verwendeter Elemente, die den Nutzer binden. SEOs sollten auf dem Radar haben, dass Texte weiterhin eine Rolle spielen werden um solche Inhalte nach vorn zu bringen.

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