Test my Site von Google – Tool-Empfehlung für eine bessere Ladezeit

Test my Site von Google - Tool-Empfehlung für eine bessere LadezeitGoogle forciert in den letzten Jahren die Optimierung von Websites, um deren Ladezeiten zu verbessern. Mit der neuen Version des Online-Tools “Test my Site” bietet man eine interessante Möglichkeit, die mobile Performance der eigenen Website zu checken.

Ich stelle im Folgenden das Tool „Test my Site“ vor und gebe Tipps, wie man es nutzen kann und die Empfehlungen umsetzt, um die Ladezeit zu verbessern.

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Test my Site von Google

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Google hat das Tool Test my Site weiterentwickelt und bietet damit nun eine noch bessere Analyse der mobilen Performance von Websites an. Gerade die Ladezeiten auf dem Smartphone werden für Google immer wichtiger, da immer mehr Menschen damit ins Internet gehen, statt am klassischen Desktop-Rechner daheim.

Das sehe ich auch an den Statistiken meiner Blogs und Websites, weshalb ich mittlerweile bei vielen Maßnahmen, unter anderem der Ladezeit-Optimierung, “Mobile First” herangehe.

Doch was genau soll man optimieren und wie gut ist meine Website überhaupt aktuell optimiert. Das kann man mit dem Google-Tool herausfinden.

Geschwindigkeit auf Mobilgeräten testen

In dem Google-Tool, welches interessanterweise in Kooperation mit WebPageTest.org bereitgestellt wird, gibt man einfach seine eigene Domain ein.

Daraufhin analysiert Google die Website und unterzieht diese einem Ladetest im 3G Standard-Bereich. Zudem werden auch HTML, CSS, JavaScript und andere Elemente der Website analysiert.

Als Ergebnis bekommt man erstmal einen Überblick über die Performance:

Test my Site von Google - Tool-Empfehlung für eine bessere Ladezeit

In dieser Übersicht bekommt man die (gerundete) Ladezeit angezeigt und eine Schätzung über den Besucherverlust, der durch die Ladezeit verursacht wird. Dazu gab es schon des öfteren Studien und Auswertungen. Es ist erstaunlich, was Ladezeiten-Verbesserungen für Auswirkungen auf den Traffic und damit auch die Einnahmen haben. Die Anzeige so einer Prozentzahl motiviert auch deutlich stärker, als wenn man nur sagt, dass 3 Sekunden besser wären als 4.

Klickt man auf den Pfeil nach unten, wird einem ein interessanter Branchenvergleich angezeigt.

Test my Site von Google - Tool-Empfehlung für eine bessere Ladezeit

In diesem Fall liege ich mit Blogprojekt.de und den 4 Sekunden im Bereich “Gut”. Allerdings gibt es doch einige, die besser abschneiden. Passt die vorausgewählte Branche nicht zur eigenen Website, kann man diese manuell auswählen.

Mit einem weiteren Klick nach unten kommt eine Prognose, um wie viele Sekunden die Ladegeschwindigkeit verringert werden könnte:

Test my Site von Google - Tool-Empfehlung für eine bessere Ladezeit

Die Ladezeit von Blogprojekt.de um 3 Sekunden auf dann nur noch 1 Sekunde zu verringern finde ich sehr sportlich, aber es wäre mal einen Test wert. :-)

Die 3 Screens sind interessant, aber man weiß noch nicht, wie man die Ladezeit optimieren kann. Hier kommt der Bericht ins Spiel, den ihr mit dem großen Button anfordern könnt.

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Analyse-Bericht mit Tipps

Um den Analyse-Bericht zugemailt zu bekommen, müsst ihr eure eMail-Adresse angeben. Warum das notwendig ist, verstehe ich allerdings nicht. Warum nicht, wie bisher auch, einfach die detaillierten Ergebnisse und die Tipps im Browser anzeigen.

Anscheinend versucht Google hier einen großen Newsletter*-Verteiler aufzubauen, da man damit auch der Zusendung von Google-Werbung zustimmt. Aber was solls, ich habe damit kein Problem.

Anschließend muss man noch die Anmeldung mit einem Klick in der Bestätigungsmail bestätigen und dann bekommt man die ausführliche Analyse zugemailt. Darin wird einem nochmal angezeigt, wie viel Prozent man wahrscheinlich an Besuchern verliert und wie viele Sekunden man mit den Empfehlungen gewinnen kann.

Darunter werden die Empfehlungen aufgelistet:

Test my Site von Google - Tool-Empfehlung für eine bessere Ladezeit

Zu den gefundenen Problemen werden Links angegeben, wo man zusätzlich Informationen und Anleitungen finden kann. Dabei handelt es sich um relativ ausführliche Tipps, die auch auf deutsch vorliegen. Allerdings wird ein Einsteiger damit immer noch nicht so viel anfangen können. Hier wären konkrete, sofort einbaubare Code-Beispiele z.B. besser, auch wenn ich natürlich verstehe, dass soetwas nicht einfach umzusetzen sein wird.

Zudem gibt es teilweise weniger Informationen, als in Google PageSpeed. Da werden ja zumindest die zu großen Bilder oder die blockierenden Scripte aufgelistet. In “Test my Site” ist das leider nicht der Fall. Das ist ein Nachteil dieses Tools und mir eigentlich nicht verständlich, warum man diese Informationen, die man offensichtlich bei der Analyse sammelt, den Nutzern nicht zur Verfügung stellt.

Natürlich wird in der Mail AMP als Lösung beworben, was im Grunde sicher auch stimmt, da diese natürlich schneller laden. Dennoch bin ich kein Fan von AMP und werde das auch nicht nutzen.

Ich kann zur Ladezeiten-Verbesserung meinen Artikel Ladezeiten-Optimierung nur mit WordPress Plugins empfehlen. Gerade Anfänger haben damit die relativ einfache Möglichkeit, einige Dinge auf der eigenen Website zu optimieren und so die Ladezeiten zu verringern.

Praktische Tipps für Optimierungsmaßnahmen

Auf Grund der Tatsache, dass dieses Google-Tool zwar Probleme aufzeigt, aber Einsteigern nicht wirklich die Mittel an die Hand gibt, diese Probleme zu beheben, plane ich in Zukunft eine Artikelserie dazu.

Darin will ich die einzelnen Probleme durchgehen und genau zeigen, was man machen kann, um diese zu beheben. Dazu gehören konkrete Code-Beispiele, Plugin-Empfehlungen, weitergehende Analyse-Tools und mehr. Ich möchte damit dafür sorgen, dass auch Einsteiger in der Lage sind die Probleme zu beheben.

Fazit

Mit dem Tool “Test my Site” hat Google ein schickes und interessantes Ladezeiten-Analyse-Tool veröffentlicht. Der Brachenvergleich und die Prognose über die Besucherverluste sind interessant und sicher motivierend.

Leider mangelt es aber dem ausführlichen Report an Details. Hier kommt man nicht herum weitere Tools zu nutzen, um wirklich zu wissen, was man optimieren muss. Das ist für mich unverständlich und sollte auf jeden Fall nachgebessert werden.

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13 Gedanken zu „Test my Site von Google – Tool-Empfehlung für eine bessere Ladezeit“

  1. Und was genau ist der große Unterschied zu den Pagespeed-Insights?
    Der branchenvergleich nur? Vielleicht kannst du dazu noch etwas schreiben :)
    Schönes Wochenende!
    Gruß Timo

    Antworten
  2. Hehe, ich hab es mal getestet.

    Bei mir kommt eine Ladezeit von 4 Sekunden raus. Ich könnte laut Analyse meine Ladezeit um 5 Sekunden verbessern^^ (ja richtig gelesen. Die Seite wäre 1 Sekunde zeitiger geladen, als überhaupt drauf gedrückt hat :-) )
    Ansonsten find ich die Seite ganz gut. Kannte ich bisher auch noch nicht.

    Antworten
  3. Hallo Peer,

    erstmal sehr interessanter Artikel. In aller Munde ist die Ladezeit, aber denkst du nicht diese ist nur etwas gehyped? Aus meiner Erfahrung raus konnte ich beobachten das von mir recht alte Seiten mit einer extrem schlechten Ladezeit auch ganz vorn Ranken, zudem ist mir das auch schon oft aufgefallen bei anderen Seiten in den Serps. Man sagt es wird immer mehr über Mobile gesurft und die Ladezeiten sind wichtiger denn je. Auch hier muss man aber auch die Kehrseite der Medaille sehen… die Anschlüsse werden immer schneller und besser, also dürfte es keinen großen Effekt geben auf die Rankings wenn man die Ladezeit erhöht. Jetzt werden Argumente mit der Nutzererfahrung kommen, ok aber wie gesagt die Anbindungen werden immer schneller, daher sehe ich auch dort kein Problem. Was sagst du dazu?
    beste grüße
    Philipp

    Antworten
  4. “Powered by webpagetest.com” … hm, also nicht von Google selbst. Alle anderen Pagespeed zeigen 3 Sekunden Ladezeit an. Test my sites 8 Sekunden. Report nur nach E-Mail eingabe erhältlich – wozu eigentlich?(Datensammlung?) Wirkt alles andere als seriös und kann deiner Meinungen hier kaum zustimmen. Großen Bogen darüber machen wäre die bessere Empfehlung.

    Antworten
  5. Das Tool sieht auf der ersten Blick gut aus, aber die Ergebnisse sind schon merkwürdig. Eine neue, noch nicht optimierte Seite kommt hier auf sehr gute Ergebnisse. Im klassischen Page Speed erhalte ich ein Ergebnis um die 50.

    Antworten
  6. Interessantes Tool. Ausser dem Branchenverflich eigentlich nix Neues, aber schönes Spielzeug.
    Habe dann mal eine meiner ältesten Sites getestet. Da diese noch immer (leider) im Stil der 2000er ist und absolut nicht Mobile-First, war die Ladezeit absolut super (auch im Branchenbergleich), nur an User-Experience fehlt es – Also vielleicht doch mal ein Projekt für die Sommerferien :)
    “www.sprachkurse-direkt.de ist schneller als die leistungsstärksten Websites im Bereich Nachschlagewerke Industry”
    Interessant ist hier wie G die Branche ermittelt. Habe auch andere Sites getestet und G
    lag meistens richtig.

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  7. Ich habe diesen Pagespeed Test von Google auch erst vor kurzer Zeit entdeckt. Es motivierte mich auf jeden Fall, die eigene Seite dann zu optmieren. Ich denke, nicht sehr viel mehr will Google damit erreichen ;-) … und es funktioniert!

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  8. Naja,. also die Ergebnisse sind genauso wie bei Insights nur mit bedacht zu geniessen. Die “Einsparungen” die man da erzielen kann oder sollte neben den Basics, bringen für die Endgeschwindigkeit nicht wirklich einen Vorteil.

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  9. Hallo Peer,
    ist das Ergebnis eigentlich von der Tageszeit abhängig, sprich zu lastarmen Zeiten wie morgens um 03:00 Uhr besser?
    Oder hat das keinen Einfluss?

    Antworten
    • Das ist eine interessante Frage, zu der ich auch gerne die Antwort wüsste. Um 3 Uhr bin ich selten wach, sonst würde ich es natürlich selbst testen :)

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  10. Hallo Peer,

    ich lese Deinen Blog schon länger mit und wollte einfach mal Danke sagen für die vielen nützlichen Tipps!

    Weiter so :)

    Antworten
  11. Test my Site von Google habe ich schon vor einiger Zeit entdeckt. An sich ein nützliches Tool, aber die Verbesserungsvorschläge finde ich recht rar und nicht unbedingt alle auch wirklich sinnig. Da gibt es durchaus bessere Tools…

    Wünschenswert wäre übrigens, dass Google selbst mal seine Dienste anpasst. Die stehen bei den Verbesserungsvorschlägen nämlich immer mit dabei.

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