Was bringen Infografiken? – Ein erfolgreiches Praxisbeispiel plus Tipps

Infografiken waren vor einer Weile in aller Munde und massenhaft im Internet zu finden.

Das hat ein wenig nachgelassen, sicher auch weil Google in Infografiken integrierte Links als nicht ganz so wertvoll ansieht.

Dennoch können Infografiken für viel Feedback und große Aufmerksamkeit sorgen.

Eine solche erfolgreiche Infografik möchte ich heute vorstellen und mir den Erfolg und die Gründe dafür etwas genauer anschauen.

Zudem gibt es Tipps, wie man selbst eine erfolgreiche Infografik veröffentlichen kann.

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Nischenprojekt

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Martin Mißfeldt ist kein Unbekannter in der Online-Szene. In der Vergangenheit hat er sich als Bilder-SEO Experte einen Namen gemacht und seine Zeichnungen sind ebenfalls recht bekannt.

Mit der Website brillen-sehhilfen.de hat er ein Nischenprojekt gestartet, welches er unter anderem mit Zwischenstandreports auf seinem Blog begleitet.

So einen Einblick in ein neues Projekt ist an sich schon sehr interessant und Martin hat unter anderem die Besucherzahlen und die Ranking-Entwicklung genauer beleuchtet.

Zudem geht er darauf ein, ob und wie er manuell Links aufbaut und warum er sich ärgert, zu zeitig ein Banner geschaltet zu haben.

Auch die Infos zum Content-Aufbau sind interessant und er geht darauf ein, warum er WordPress nicht für solche Nischensites nutzt.

Google Glass Infografik

Um sein Projekt weiter voran zu bringen und um selber zu testen, was mit Infografiken möglich ist, hat Martin eine Infografik zu Google Glass erstellt.

Dieses Thema ist aktuell ja besonders heiß und fast täglich gibt es im Web irgendwo News und Gerüchte darüber. Das Thema war also gut gewählt.

Die Erstellung der Infografik dauerte insgesamt rund 3 Tage, was Recherche und Umsetzung einschließt. Das ist nicht wenig Aufwand, wie ich finde.

Da diese Infografik natürlich auch mit dem Hintergedanken erstellt wurde, dass diese für Aufmerksamkeit und damit für Backlinks sorgt, hat er zudem eine englischsprachige Seite für die Infografik angelegt. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigen sollte.

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Langsamer Start

Doch zuerst ging es nur sehr langsam los. Ende Februar konnte die Infografik kaum für Aufmerksamkeit sorgen und fast niemand hat diese geteilt oder verlinkt.

Da sah es schon so aus, als würde sich der Aufwand nicht rentieren.

Hier zeigt sich ein Hauptproblem, dass man bei der Bekanntmachung von neuen Inhalten hat. Man muss erstmal eine gewisse Grundaufmerksamkeit bekommen, damit ein Selbstläufer daraus wird. Gerade neue und kleine Websites haben damit aber ein Problem und oftmals sehr gute Inhalte gehen unter, da niemand davon erfährt.

Backlinks in Massen

Doch Anfang April kam die Sache dann doch ins Rollen. Ein paar Blogs hatten die Infografik aufgegriffen und verlinkt. Wohlgemerkt die englischsprachige Seite.

Nach und nach wurden es mehr, so dass die Seite dann sogar auf der digg-Startseite landete. Digg scheint also immer noch eine gewisse Macht zu haben.

Ab da gab es dann kein Halten mehr und große Websites wie mashable.com, dailymail.co.uk, bild.de, gizmode.com, geek.com und viele andere verlinkten den Artikel mit der Infografik bzw. bauten die Infografik ein und setzen einen Link.

In seinem Auswertungsartikel listet Martin die wichtigsten Backlinks auf. Allerdings gab es noch weitaus mehr, die natürlich ebenfalls zum Backlink-Mix beitragen, auch wenn sie einen niedrigen PageRank haben.

Eine Auswertung, wie sich dies auf die Besucherzahlen ausgewirkt hat, gibt es zwar noch nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass dies einen sehr positiven Effekt hatte.

Erkenntnisse

Welche Erkenntnisse kann man aus dieser Erfolgsgeschichte nun ziehen?

Ich habe mal ein paar Punkte aufgeschrieben, die meiner Meinung nach wichtig sind:

  • keine Garantie
    Zuerst einmal muss man sagen, dass es sicher keine Garantie gibt, dass eine Infografik so erfolgreich ist, wie das hier der Fall war.

    Bedenkt man den Aufwand, den so eine hochwertige Infografik macht, dann ist das natürlich ein gewisses Glücksspiel.

  • kleine Dinge bringen Durchbruch
    Die Infografik lag 2 Monate mehr oder weniger unbeachtet auf der Nischenseite, bevor es zum großen Durchbruch kam.

    Man kann vermuten, dass die Reports über die Nischenseite evtl. dazu beigetragen haben, dass die Infografik überhaupt von anderen Bloggern wahrgenommen wurde. Wer weiß, ob diese die Infografik auch direkt auf der Nischenseite gefunden hätten.

    Auf jeden Fall waren es am Ende ein paar wenige Blogs, die die Sache ins Rollen gebracht haben.

  • englischsprachige Variante
    Ganz wichtig war dabei sicher, dass es eine englischsprachige Variante gab. Leider ist es so, dass so ein großes Online-Medienecho nur selten für deutschsprachige Inhalte funktioniert.

    Wer also auf Digg und den großen internationalen Plattformen erscheinen will, der braucht eine englischsprachige Version. Dass dabei eine einzige englischsprachige Seite auf einer ansonsten deutschsprachigen Website ausreicht, zeigt dieses Beispiel.

  • Vermarktung
    Etwas vernachlässigt hat Martin wohl die Vermarktung. Er hat die Infografik zwar auf Twitter und Google+ geteilt, soweit ich weiß, aber z.B. gibt es keine vernünftigen Social Sharing Buttons auf der Nischenwebsite.

    Hätte es die gegeben, wäre der Ansturm und der virale Effekt wahrscheinlich noch größer ausgefallen. So hat aber wenigsten der Server durchgehalten, wie Martin so schön bemerkt hat. Eine Website die down ist, wird nicht verlinkt.

    Dennoch würde ich empfehlen, die Besucher dazu anzuhalten und sie dabei zu unterstützen, die Seite im Social Web zu teilen.

  • Aufwand und Nutzen
    Der Aufwand für die Infografik war recht hoch. 3 Tage Recherche und Design für etwas, was vielleicht nichts bringt, ist mit einem gewissen Risiko verbunden.

    Allerdings hat es Martin Spaß gemacht und er hatte auch selbst Interesse an der Funktionsweise der Brille.

    Aber unter dem Strich muss man sagen. dass es sich ohne den Durchbruch wohl nicht gelohnt hätte. So aber hat er so viele hochwertige Backlinks bekommen, dass 3 Tage fast ein Schnäppchen sind.

  • Qualität
    Zum Erfolg hat sicher auch die Qualität der Infografik beigetragen. Da wurden nicht schnell ein paar allgemein bekannte Infos zusammengeschustert. Martin hat sich durch das Patent gekämpft und wirklich sehr gute Arbeit abgeliefert.

    So eine Infografik sollte schon besondere und attraktive Inhalte haben, damit sie oft verlinkt wird.

  • Seriös aussehen
    Die Nischenwebsite gewinnt sicher keinen Design-Award. Aber zumindest sieht sie seriös aus. Dass bedeutet, dass die Inhalte gut sind und das Layout nüchtern. Sie wirkt nicht wie eine typische Affiliate-Website.

    Martin hatte vorher auch schon mal ein Banner oben rechts verkauft, es dann aber wieder raus genommen. Es machte die Site etwas spammiger und wahrscheinlich hätten gar nicht so viele Blogs und Websites diese Infografik verlinkt, wenn da oben ein Affiliate-Banner oder ähnliches eingebaut gewesen wäre.

    Das sollte man bedenken, wenn man einen neue Nischenseite startet. Die Wahrscheinlichkeit Backlinks zu bekommen steigt sicher, wenn man erstmal auf Werbung verzichtet.

Fazit

Dieses Beispiel hat gezeigt, dass Infografiken noch immer sehr gut funktionieren und zu einer wahren Backlink-Lawine führen können.

Man sollte sich allerdings ebenfalls bewusst sein, dass dies ein wirklich extrem positives Beispiel ist und es sicher nicht immer so gut läuft.

Dennoch kann man mit hochwertigen und besonderen Inhalten eher für Aufmerksamkeit sorgen, als mit dem x-ten Newsrecyling. Und dann braucht man sich auch gar nicht um manuellen Linkaufbau oder Ähnliches kümmern. Das kommt dann fast von allein.

Umfrage

Hier noch eine neue Umfrage zum Thema Infografiken.

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20 Gedanken zu „Was bringen Infografiken? – Ein erfolgreiches Praxisbeispiel plus Tipps“

  1. Das ist echt krass ! Leider besitze ich nicht entsprechende Skills in Photoshop / Illustrator und könnte solche Grafiken technisch gar nicht umsetzen. Ob es sich wohl lohnen würde einen Grafiker zu beauftragen? Wäre ziemlich riskant, denke ich mal.

    Antworten
  2. Das sind antürlich Dinge die unheimlich Links ziehen. So gilt auch hier das Motto: Wer viel investiert, der wird dafür auch belohnt. Damit bekommt man auch auf ganz natürliche Art und Weise Traffic :)

    Antworten
  3. Infografiken sind scho praktisch. aba die müssen halt auch wirklich gut gemacht sein. Dürfen ja nicht zu überladen sein und sollen schon übersichtlich und ja auch gleichzeitig noch informativ sein. :) als es hört sich leichter an als es ist eine gute Infografik zu erstellen. :) Aber hat man dies mal geschafft kann so eine Infografik schon einiges bewirken (sprech da aus erfahrung) ^^

    LG

    Antworten
  4. Wenn ich die “Skills” dafür hätte, würde ich es sicherlich auch mal probieren. Aber das bezahlen zu lassen ist sicherlcih teuer, oder?

    Antworten
  5. Also das Beispiel von Martin hat mich motiviert. Ok es gehört schon auch etwas grafisches Geschick dazu, jetzt eine Infografik anzufertigen und natürlich eine gute Substanz an Informationen und natürlich Zeit, Zeit Zeit.

    Wer eventuell jetzt nicht soviel mit grafischen Programmen zu tun hat, kann ja auch mal auf der Internetseite: http://infogr.am/ nachsehen. Hier kann man ohne viel Know-How auch schon gut aussehende Infografiken machen.

    Schönes Wochenende

    Tom

    Antworten
  6. Das Thema Infografiken finde ich sehr interessant. Immer wieder liest man von optimalen Linkbaits mit Infografiken.

    Allerdings ist damit meist ein sehr grosser Aufwand verbunden und gewisse Design-Fähigkeiten sollte man schon mitbringen… Mir persönlich war bisher das Risiko zu hoch, viel Zeit für nichts zu verlieren, da meine Zeit schon sehr stark ausgelastet ist…

    Aber mal schauen, was mir da die Zukunft noch bringt…

    Antworten
  7. Hat jemand eine Idee für den Bereich Fitness, Muskelaufbau und Abnehmen.
    Ich habe mir schon immer mal vorgenommen eine Infografik zu erstellen, aber leider keine interessanten Sachen finden können, die auf großes Interesse stoßen.

    Antworten
  8. Ich habe den Artikel Anfang März gelesen und war erstaunt wieviel Zeit in diese Grafik gesteckt worden ist. Da freut es mich umso mehr, dass Martin damit auch Erfolg hat.
    Bin gespannt was aus seinem Brillen-Nischenprojekt wird.

    Antworten
  9. Hi Peer finde das Design das Martin Mißfeld da einsetzt etwas schwer, speziell die doppelte Navigation gefällt mir nicht besodners. Gleichzeitig ist der Inhalt wie meistens in seinen Blogs wieder Top, da sieht man mal wieder “Content is King” ist “das Auge ißt mit” vorzuziehen! man muß also kein Designer oder Programmierer sein um im Web erfolgreich zu sein.

    Antworten
  10. Ich habe bisher noch keine wirklichen Infografiken genutzt (hab auch gerade Mal eben passend dazu abgestimmt ;) ). Aber in Zukunft plane ich eine neue Webseite mit Blog und denke, dass das ein Punkt ist, denn ich dann auf jeden Fall verbessern werde.

    Beste Grüße,
    Lukas

    Antworten
  11. Ein sehr interessanter Ansatz um Aufmerksamkeit, Traffic und einen echten Mehrwert bei einem hochwertigen Artikel zu erreichen. Wir benutzen selbst auch redaktionelle Bilder in nahezu allen Seiten und Beiträgen, jedoch hätte ich selbst nicht geglaubt wie sehr sich dies auswirken kann. Es macht teils wirklich Sinn bei bestimmten Sachverhalten über eine professionell erstellte Infografik nachzudenken und diese produzieren zu lassen. Gerade durch die zahlreichen Freelancer Portale lässt sich sowas bereits für kleines Geld realisieren. Allerdings, wie ich auch im Artikel richtig bemerkt, ist es vorher nicht abzusehen, ob man einen ähnlich starken Effekt damit erreichen wird.

    Antworten
  12. Ich muss ehrlich gesagt auch zugeben, dass eine Infografik für mich immer noch das Non plus ultra ist, wenn es darum geht, schnell noch einmal Informationen in wenigen Sekunden aufzunehmen. Beispielsweise, wie sieht der perfekte Facebook-Post aus. Wenn man sich entscheiden muss zwischen langem Blog-Artikel oder einer Infografik, ist doch klar für was sich entschieden wird. Einziger Nachteil, der mich auch heute wieder genervt hat: In der Bahn auf dem Smartphone lässt sich dann doch ein Artikel besser lesen, als eine Infografik :D

    Als SEO-Instrument hab ich diese bisher noch nicht genutzt, einfach zu wenig Zeit dafür gehabt, da diese meiner Meinung nach eine lange Vorbereitungszeit fordern.

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  13. Hallo
    Infografiken wahren sind und bleiben 1Klasse!
    Ich werde mich mehr damit beschäftigen da mit CS6 Möglich ist werde nur noch Rechner aufrüsten.
    MFG
    Wendelin Gerein

    Antworten
  14. Ich denke, dass der Artikel von Martin nur den Erfolg hatte, wie er eben kein Unbekannter in Deutschland ist. Er kann ohne Probleme in Deutschland ein Grundrauschen für ein Thema aufbauen und hat viele Follower, die gerne Dinge teilen und sharen (wie jeder Online Marketer :-) ) Ich vermute mal, wenn das ein Unbekannter gemacht hätte mit der gleichen Domain (Keyword Domain) würde das kein Mensch teilen und somit hätte die Grafik keine Chance. Bin mal gespannt, wie sich das Projekt weiter entwickelt…es gibt ja auch Gerüchte, das zu viele starke neue Links einer frischen Domain schaden könnten…Wenn nicht bei diesem Fall wo dann sonst? ;)
    Grüße
    Greg

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  15. @Greg – Jaein. Wenn du eine gute Grafik hast, kannst du diese ja auch pushen, indem du ein paar größere Seiten darauf hinweist etc.

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  16. Ich hab meine Infografik für diesen Text taylorfit.de/schlechte-ernaehrung-macht-dicke-menschen mit Canva erstellt. Das klappt im Grunde ganz gut und geht nach ner Weile auch einfach von der Hand, leider sind einige Icons aber kostenpflichtig. Wenn jemand ne gute, günstige Quelle für hochwertige Icons kennt, wäre ich für einen Tipp dankbar.

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