22. Schnelligkeit?! – 52 Tipps für eine erfolgreiche Selbständigkeit

Schnelligkeit - 52 Tipps für eine erfolgreiche SelbständigkeitIm heutigen Tipp der Woche geht es primär um die Frage, ob man als Selbständiger immer der erste sein muss, um erfolgreich zu sein.

Gerade bei der Selbständigkeit im Netz wird ja immer wieder davon gesprochen, dass man sofort starten soll und die Schnelligkeit ein großer Erfolgsfaktor ist.

Doch ist das wirklich so? Und welche Rolle spielen Gründlichkeit und Planung?

Dieser Artikel gehört zur Serie:
52 Tipps für eine erfolgreiche Selbständigkeit

Schnelligkeit?!

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Besonders bei Online-Startups scheint einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren die Schnelligkeit zu sein. Der erste Prototyp soll so schnell es geht online gehen, um erfolgreich zu sein.

Aber auch bei “normalen” Selbständigen, ob online oder offline, wird oft gewarnt, dass man sich nicht zu viel Zeit lassen sollte.

Doch ist Schnelligkeit wirklich so wichtig?

Kein Zeit verschenken
Wenn man sich selbständig macht, sollte man natürlich aktiv werden. Ohne das eigene Engagement wird man keine Einnahmequellen aufbauen können. Deshalb ist es für die meisten Existenzgründer normal, dass sie sofort loslegen.

Eine paar handfeste Gründe dafür sind:

  • So bekommt man frühzeitig Feedback von Nutzern/Kunden, das man nutzen kann, um das eigene Angebot besser zu optimieren/weiterzuentwickeln.
  • Man investiert nicht mehr Zeit und Arbeit als notwendig in Funktionen, Produkte, Leitungen …, die dann von den Nutzern oder Kunden nicht angenommen werden.
  • Man baut frühzeitig Reichweite auf und macht sich einen Namen.
  • Man ist schneller als die Konkurrenz.
  • Ein Online- oder Offline-Business braucht Zeit zum Wachsen. Je eher man beginnt, um so eher wächst es.

Das sind alles gut Gründe, die den Erfolg der eigenen Selbständigkeit positiv beeinflussen.

Deshalb kann man auf jeden Fall sagen, dass eine gewisse Schnelligkeit durchaus zu empfehlen ist.

Nicht Blind starten
Allerdings kommt es mir beim Lesen mancher Artikel so vor, als ob Schnelligkeit alles ist, oder zumindest wird das von manchen so dargestellt. Das sehe ich aber ganz anders.

Unbestritten ist es so, dass man als Gründer aktiv werden muss, denn von allein wird es sicher nichts. Doch neben der Schnelligkeit gibt es noch andere wichtige Faktoren, die den Erfolg mitbestimmen:

  • Eine gute Planung hilft dabei Fehler im Vorfeld zu vermeiden und schon vor dem Start eine gute Grundlage für den späteren Erfolg zu legen.
  • Es kann sich sehr lohnen von bestehenden Marktteilnehmern zu lernen. Der Erste zu sein ist also gar nicht mal immer so ideal.
  • Unter der Schnelligkeit leidet oft die Qualität. Gerade der erste Eindruck ist bei den potentiellen Kunden und Nutzern aber sehr wichtig.

Darüber hinaus bedeutet ein permanenter Fokus auf Schnelligkeit auch einen hohen Stresslevel, dem man sich aus gesundheitlichen Gründen aber nicht dauerhaft aussetzen sollte.

Die Mischung macht es
Wie so oft im Leben halte ich es für am besten, wenn man eine gute Mischung findet.

Sicher ist es hilfreich, wenn man aktiv wird und nicht zu lange plant, grübeln und zögert. Ich kenne einige angehende Blogger und Affiliates, die ewig überlegen zu welchem Thema sie etwas starten sollten, welche Software sie nutzen sollen oder welches Layout am besten passen würde. Und so vergehen die Monate.

Dann lieber gleich eine Website starten. Die hat vielleicht nicht das perfekte Layout, aber dafür ist sie online und kann anfangen zu wachsen. Zudem lernt man aus der Praxis viel mehr, als wenn man zu lange über der Theorie grübelt.

Allerdings ist Geschwindigkeit nicht alles. Wer einen schlechten ersten Eindruck hinterlässt und potentielle Kunden bzw. Nutzer abschreckt, hat sich ein Eigentor geschossen.

Deshalb sollte man eine gute Balance aus Planung, Vorbereitung und Schnelligkeit anstreben.

Meine Erfahrungen

Ich bin jemand, der gern plant, bevor er etwas startet. Dabei geht es gar nicht so sehr um aktive Planung, als um das Durchdenken und “setzen lassen” von Ideen.

Dann allerdings versuche ich die Idee zeitnah umzusetzen, auch wenn sie noch nicht 100% ausgereift ist. Das schafft man aber auch gar nicht, da sich in der Praxis sowieso neue Entwicklungen ergeben und man nie genau das umsetzt, was man sich mal überlegt hat.

Ich habe aber auch erfahren wie wichtig es ist überhaupt erstmal loszulegen. Als ich Anfang 2007 meinen Blog “Selbständig im Netz” gestartet habe, war es damals nicht viel mehr als ein Experiment und eine Spielwiese. Der Blog war weder zu 100% durchdacht, noch habe ich damals im Traum daran gedacht, dass ich damit mal Geld verdienen kann.

Aber ich habe angefangen und heute bin ich darüber sehr froh. Hätte ich noch ewig geplant und gegrübelt, würde der Blog heute sicher noch nicht das sein, was er ist.

Deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll zeitnah einfach mal anzufangen, denn der Zeitfaktor spielt eine wichtige Rolle. So sollte man noch während des Studiums die eine oder andere Website starten, statt damit zu warten bis man sich selbständig macht.

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Fazit

Schnelligkeit ist sicher nicht alles und gerade für Einzel-Unternehmer bestehen viele Möglichkeiten langsam und stabil zu wachsen.

Dennoch sollte man nicht zu spät starten oder die eigenen Pläne ewig vor sich herschieben. Anfangen ist auch jeden Fall sinnvoll, wenn auch nicht um jeden Preis.

Soll das eigene Business lieber schnell oder langsam wachsen?

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6 Gedanken zu „22. Schnelligkeit?! – 52 Tipps für eine erfolgreiche Selbständigkeit“

  1. Vielen Dank Herr Wandiger, für diesen Beitrag! Es ist wirklich wichtig einen Blick auf die subjektiven Gründe des “Zeit lassen” zu werfen. Aus unserer Erfahrung sind die häufigsten: Perfektionismus sowie die Angst zu scheitern. Solange man noch im stillen Kämmerlein an seiner Webseite, seinem Flyer oder seinem Angebot feilt, hat man einen gewissen Schutz und muss sich noch nicht der Realität stellen. Um ein wirklich kundengerechtes und damit verkäufliches Angebot zu entwickeln, brauchen wir aber genau diese Realität. Deshalb lieber mit einer 80%-Lösung starten und dann kontinuierlich optimieren. Unser Motto in der Produktentwicklung lautet: “Lieber schnell auf den Markt als nie”.

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  2. Hallo Frau Stahl,
    ich stimme Ihnen da zu, jedoch finde ich, dass die “Lösung” schon mindestens zu 80% fertig gestellt sein sollte. Die Gefahr bereits anfangs durch eine 40% “Lösung” zu “verbennen” würde ich nicht unterschätzen. Aber dennoch ganz klar: Wer wirklich erst mit einer völlig perfekten Lösung starten will, der wird am Markt wohl enttäuscht sein, da immernoch Optimierungen nötig sind!

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  3. Vielen Dank für die tollen Tipps :) Schnelligkeit ist wirklich wichtig, aber manchmal sollte man einige Dinge ruhiger angehen lassen, sonst läuft man Gefahr Fehler zu machen ;)

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  4. Die Tipps sind echt gut und ausführlich aufgebaut. Der Grund warum ich mich gerne hier tummel, da ich es super finde wie diese Informationen bereitgestellt werden.
    :-)

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  5. Sehr guter Artikel!
    Zu meinen Zeiten als Freiberufler musste ich auch immer feststellen, dass Leute meistens schnell und ohne Plan handeln, was im Nachhinein mehr Zeit kostet und nicht effektiv ist.
    Im Grundgenommen ist es wie bei jedem Projekt immer das Gleiche: Plan -> Do -> Check -> Act. Auch wichtig: Reflexion nach gewissen Zeitabständen. Erst wenn man versteht, warum man so gehandelt hat und eventuell Abweichungen erkennt, kann man nachhaltig wachsen.

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  6. Viele wahre Worte… Ich denke man sollte eine gesunde Mischung finden: schnelles Wachstum um jeden Preis kann in vielen Fällen schaden. Zu viel Nachdenken lässt Aufträge versickern, da die Konkurrenz meist schneller ist. Was dabei rauskommt, ist die andere Sache ;)

    Ein Kunde sollte stets merken, dass man sich Gedanken macht und sich um ihn sorgt. Der persönliche Kontakt ist da A und O und lässt einem teilweise viel Spielraum – aber keine Narrenfreiheit. Eins ist jedoch für alle Selbständigen wichtig: #vollgas!

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