Lern die Regeln und dann brech sie!

Lern die Regeln und dann brech sie!Wer im Internet Inhalte veröffentlicht und insbesondere Artikel verfasst, der sollte über einen großen Wortschatz verfügen, die Rechtschreibung beherrschen, Grundlagen der Formatierung kennen und sich im besten Fall noch hier und da mit Design beschäftigen, schließlich ist auch die richtige Optik am Ende entscheidend. Doch braucht es das alles wirklich?

Meine Oma hat immer gesagt, dass Regeln wichtig sind. Meine Mutter meinte dagegen immer, dass Regeln dazu da sind, um gebrochen zu werden. Die Regel der Regel, oder nur eine Ausnahme die zur Regel wird?

Heute wollen wir uns das mal genauer anschauen. Wie viele Regeln muss man als Blogger oder Website-Betreiber wirklich beherrschen? Wie viele darf man getrost ignorieren und welche sollte man tatsächlich unbedingt brechen?

Regeln ohne Ende

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Es gibt Regeln, die sind zum Schreiben von guten Artikeln einfach wichtig. Die Regel mit den 5 W-Fragen zum Beispiel, die ich euch vor kurzem vorstellte. Nur wer diese Fragen schnell beantwortet, hält seine Leser bei Laune und informiert sie zielgerichtet.

Rechtschreibregeln sind auch nicht unwichtig, denn mit zu vielen Fehlern oder falschen Satzzeichen, werden Artikel gerne mal unlesbar. Formatierungsregeln helfen ebenfalls beim Scannen des Textes und für die grafische Gestaltung, Typographie und Grafikbearbeitung, gibt es dann ebenfalls wieder ganz eigene Regeln.

Nicht zu vergessen das Thema Suchmaschinenoptimierung, denn auch hier möchte Google, dass ihr mit eurem Blog oder eurer Website bestimmte Regeln befolgt.

Ihr merkt es schon, Regeln gibt es unendlich viele und zwar für jeden Bereich im Web, im Leben und sonst wo, einfach für jede nur erdenkliche Situation. Regeln ohne Ende also. Doch sind diese wirklich von so großer Bedeutung, wie es uns manch einer weismachen möchte?

Lern die Regeln, brech die Regeln

Ja, sind sie! Regeln sind wichtig, aber Regeln sind dafür da um gebrochen zu werden. Das bedeutet aber eben nicht, dass ihr die herrschenden Regeln einfach pauschal ignorieren könnt.

Wer z.B. mit dem Bloggen beginnt, muss diese Regeln erst einmal mühsam erlernen. Sie alle, weil sie tatsächlich wichtig sind, um ein Grundverständnis zu erhalten. Die Regeln für SEO-Texte, die Regeln zur Grammatik und Rechtschreibung, die Regeln für scannbare Texte, Typographie und all die anderen Regeln ebenfalls. Sie habe ihre Daseinsberechtigung und helfen euch besser zu werden, oder unterstützen euch dabei keinen Mist zu bauen.

ABER: Regeln bleiben am Ende dann trotzdem immer nur Regeln und wer die Regeln kennt, kann sie durchaus mal gezielt brechen. Muss sie gezielt brechen, um etwas Neues zu schaffen, um sich nicht endlos abzumühen, um ganz bewusst dagegen zu verstoßen und einen Effekt hervorzurufen.

In Büchern werden zum Beispiel hin und wieder mit Absicht bestimmte Rechtschreibregeln gebrochen, um die Lesbarkeit zu erhöhen (solche Anpassungen übernimmt dann ein Lektorat). Ich breche hier und da bestimmte SEO-Regeln, um zu schauen ob ein anderer Weg nicht effektiver ist. Und so solltet auch ihr die Regeln zwar kennen, aber niemals den Mut verlieren sie einfach mal zu brechen, wenn ihr es für angebracht haltet.

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Regeln sind wichtig, aber auch relativ

Regeln sind wichtig, weil Regeln bestimmte Bereiche abstecken und Grenzen aufzeigen. Auf der anderen Seiten ist nichts schlimmer, als immer brav die Regeln zu befolgen. So etwas bringt einen oft nicht weiter, führt nur dazu, dass jeder immer dasselbe macht und niemand mehr selbst überlegt.

Selbständig im Netz sein heißt auch immer anders zu denken. Selbständig im Netz sein heißt aber nicht, alles komplett anders zu machen.

Journalisten durchlaufen beispielsweise eine Ausbildung, vieles davon ist fast schon Ethik und betrifft das Verhalten, aber auch die Schreibe selbst muss gepflegt werden. Es gibt eben gewisse Regeln für Journalisten. Das bedeutet aber nicht, dass manch ein Bericht oder Artikel durch das Brechen der Regeln nicht bedeutend besser werden kann. Es bedeutet dann aber auch nicht, dass die Regeln per se für die Mülltonne sind. Sie sind schon wichtig, nur eben nicht immer und überall.

Sie haben ihre Daseinsberechtigung, mehr aber auch nicht. Es ist wichtig zu wissen, dass eine rote Ampel Stop bedeutet, aber es gibt eben Situationen im Leben, da hält einen einen auch keine rote Ampel auf. So etwas meine ich damit, wenn ich sage, dass Regeln ruhig öfter mal gebrochen werden sollten. Kreativität entsteht schließlich nicht im Gewächshaus, sondern nur auf weitem Felde.

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9 Gedanken zu „Lern die Regeln und dann brech sie!“

  1. Ich finde auch, dass es gerade anfangs sehr helfen kann, wenn man sich an anderen orientiert. Ob dies eine Orientierung an Regeln ist oder auch an anderen Bloggern und Website Betreibern spielt dabei keine Rolle.

    Irgendwann muss man aber definitiv seinen Fokus auf die Entwicklung eines eigenen Stils legen. Denn wenn sich ein bestimmter Stil durch eine Website oder einen Blog zieht, haben es Besucher viel einfacher Vertrauen aufzubauen.

    In der Hektik und im Lärm des World Wide Web ist Vertrauen meiner Meinung nach das Wichtigste. Es entscheidet letztendlich darüber, ob Besucher wiederkommen, sich an der Community beteiligen und eventuell sogar die Produkte oder Dienstleistungen kaufen, die angeboten werden.

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    • Das würde ich ähnlich sehen. Gerade in den aktuellen Zeiten, wo sich nur noch wenige halten können und immer mehr bekannt wird, über Schleichwerbung, Produktplatzierung und Co, suchen viele jemanden, dem sie WIRKLICH vertrauen können. Dem sie glauben, dass seine Affiliate Links ehrlich sind und nicht nur des Affiliate Links wegen, zum Beispiel.

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  2. MOMENT. Wo werden in Büchern bitte von Lektoren (!!!!) die Rechtschreibregeln absichtlich missachtet?
    Im Gegenteil, wenn da noch Rechtschreibfehler sind, hat entweder der Korrektor etwas übersehen oder der Autor hat auf Biegen und Brechen seinen Willen durchgesetzt.
    Die Lektoren machen von sich aus garantiert keine Rechtschreibfehler in einen fehlerfreien Text.

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    • Es geht nicht um Rechtschreibfehler, sondern um bestimmte Satzbauregeln und oder ähnliches. Hatte ich in einem meiner Bücher. Manchmal müssen bestimmte eigentlich “sinnige” Regeln missachtet werden, damit der Text besser lesbar oder richtig verstanden wird. Also doch, tun sie definitiv, zumindest meiner. Aber natürlich nicht simple Rechtschreibregeln… richtig schreiben sollte man schon, das stimmt natürlich.

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  3. Gelungener, etwas philosophischer Artikel! Regeln und Guidelines sind gut und vor allem am Anfang (egal bei was) hilfreich. Wer jedoch nur den gewöhnlichen Weg geht, ist langweilig und uninteressant. Wie du im Artikel gut beschrieben hast, sollte man (manche) Regeln manchmal gezielt brechen, um neue, aufregende Dinge zu schaffen.

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  4. Hmmm, das hätte man auch kürzer schreiben können:
    Regeln sind gut und wichtig. Und wenn Du sie verstanden und verinnerlicht hast, kannst und sollst Du sie auch mal bewusst und gezielt brechen.

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  5. Finde den Gedankengang grundsätzlich super – musste auch unbedingt mal niedergeschrieben und in die Community getragen werden.

    Ich persönlich denke auch, dass es gut und wichtig ist die ein oder andere Regel mal bewusst zu brechen. Wenn sich immer jeder an alle Regeln hält verfallen wir doch alle im selben Trott.

    Gruß

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  6. Sehr schöner Artikel Peer, ich sehe es auch so, viele Regeln die befolgt werden sollten aber nicht um jeden Preis befolgt werden müssen.

    LG Der Andreas

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