So nimmst du deine Videos optimal auf – Technik, Software und Tipps

So nimmst du deine Videos optimal auf - Technik, Software und TippsNach den vielen Vorbereitungen für den eigenen YouTube-Kanal, gibt es heute endlich Tipps für die eigenen Videos.

Dabei gehe ich auf 2 unterschiedliche Typen von Videos ein, Screencasts und Videos mit Kamera, und erkläre, worauf es jeweils ankommt und welche Technik und Software notwendig ist. Zudem gibt es praktische Tipps und eigene Erfahrungen bei der Video-Aufnahme.

Dieser Artikel ist Teil meiner großen YouTube-Artikelserie.

Videos aufnehmen für den eigenen YouTube-Kanal

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Wenn man es mit dem Schreiben von Artikeln und dem Aufzeichnen von Podcasts vergleicht, ist das Aufnehmen von Videos nicht so einfach. Zumindest für den Einsteiger, denn mit der Zeit wird es natürlich leichter und schneller.

Dennoch steht man gerade am Anfang vor der Frage, was man eigentlich für Technik benötigt und worauf es bei den eigenen Videos ankommt. Im Folgenden gebe ich dazu ausführlich Tipps.

Vorbereitungen

Bevor man überhaupt eigene Videos aufnimmt, gilt es ein paar Vorbereitungen zu treffen.

Als erstes sollte man eine gewisse Planung vornehmen, da die meisten Videos nicht einfach aus spontanen Inhalten bestehen, sondern man möchte etwas bestimmtes zeigen, ein konkretes Ziel erreichen oder was auch immer.

Darüber sollte man sich im ersten Schritt erstmal klar werden. Was genau möchte ich mit dem Video erreichen, was will ich zeigen und wie will ich das rüberbringen? In dieser Phase erstellen viele eine Art Script oder Storyboard, in dem das Video komplett durchgeplant wird. Auf diese Weise muss man später nicht nachdenken und überlegen und man vergisst auch nichts wichtiges.

So nimmst du deine Videos optimal auf - Technik, Software und Tipps

Anschließend geht es um die Einrichtung der Technik, da man diese meist nicht dauerhaft stehen lassen kann, zumindest wenn eine Kamera, Lichtquellen und ähnliches dabei sind. Und man sollte die Aufnahmetechnik natürlich auch vor der richtigen Aufnahme testen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn eine gute Aufnahme gar nicht gespeichert wurde oder z.B. der Ton fehlt.

Das Aussehen ist ebenfalls wichtig. Das betrifft bei Screencasts vor allem den eigenen Desktop, den man natürlich nur mit relavanten Icons gefüllt haben möchte. Auch der Bildschirm-Hintergrund spielt bei Screencasts eine wichtige Rolle. Setzt man dagegen eine Kamera ein, dann muss man sich um das eigene Aussehen und den Hintergrund kümmern, will man bei den Zuschauern gut rüberkommen.

Alles in allem gibt es einige Punkte bei der Planung und Vorbereitung, um die man sich kümmern muss.

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Screencasts aufnehmen

Beginnen wir mit der einfacheren Variante, den Screencasts. Dabei wird im Grunde nur der eigene Computerbildschirm abgefilmt (komplett oder ein Ausschnitt davon) und oft nimmt man dazu noch den Ton von einem Mikrofon auf.

Das wird sehr oft im Online-Business-Bereich gemacht, da man auf diese Weise Tutorials sehr gut präsentieren kann, aber auch andere Tipps, Reviews und ähnliches. So sind z.B. die meisten meiner YouTube-Videos Screencasts, da ich z.B. die Analyse von Websites zeige oder auch Präsentationen veröffentliche.

Aufnehmen kann man Screencasts z.B. mit einer Videobearbeitungssoftware, da viele auch die Möglichkeit bieten Screencasts aufzuzeichen. Oder man nutzt eine spezialisierte Software, wie das kostenpflichtige Camtasia oder das kostenlose CamStudio.

Ich selber nutze SnagIt von TechSmith. Diese Screencasting-Software bietet viele Funktionen und Voreinstellungen und bietet eine sehr gute Usability.

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Allerdings ist diese Software nicht für Gaming oder ähnliches gedacht. Die Zahl der Frames pro Sekunde liegt hier zwischen 10 und maximal 30 Frames (aber auch die nicht immer durchgehend). Damit eignet sich das Tool ideal für Präsentationen, Tutorials und ähnliches.

Generell sollte man bei Screencast auf langsame Mausbewegungen achten. Wer zu viel mit seiner Maus auf dem Bildschirm hin und her rast, verärgert und verwirrt damit die Zuschauer.

Screencasts eignen sich vor allem für Präsentation, Website-Vorstellungen, Tutorials und andere eher “trockenere” Videos, die den Bildschirm des eigenen PCs zeigen.

Aufnahmen mit der Digitalkamera

Die Alternative dazu sind Aufnahmen mit einer Videokamera, wobei das heute keine spezialisierte Videokamera mit ist, sondern meist eine Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR). Natürlich kann man auch eine billige Webcam nutzen, aber mit einer DSLR bekommt man eine sehr hohe visuelle Qualität.

Allerdings sind solche Videoaufnahmen aufwändiger und die Investitionen sind am Anfang viel höher, als beim Screencast. Vor allem die Kamera kann schon gut ins Geld gehen.

Meine Canon 700D habe ich unter anderem für Videoaufnahmen gekauft und die Qualität ist schon beeindruckend.

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Hinzu kommen weitere Anschaffungen, wie z.B. ein Stativ, eine Fernbedienung, diverse Lichtquellen (Softboxen), um den Raum gut auszuleuchten. Auch der Hintergrund muss beachtet werden.

Hinzu kommt, dass solche Videoaufnahmen deutlich besser geplant werden sollten, da diese Videos im Nachhinein schlechter zu schneiden sind. Zumindest fallen Schnitte hier weit mehr auf, als bei Screencasts.

Heute zählt bei Videos die Qualität und je besser die Auflösung des Videos und dessen generelle Qualität ist, umso besser kommen die Videos meist an.

Aufnahmen mit der Digitalkamera sind natürlich besonders für personenbezogene Aufnahmen geeignet und wenn man z.B. verschiedene Hintergründe nutzen will. Die hohe Qualität aktueller Kameras erkauft man sich mit zusätzlichem Aufwand und deutlich höheren Kosten.

Videos mit dem Smartphone

Ein dritte Möglichkeit ist heute auf YouTube ebenfalls sehr beliebt. Es geht um die Videoaufzeichnung per Smartphone. Heutige Smartphones haben meist sehr gute Kameras, die teilweise sogar in 4K aufzeichen. Dennoch ist es meist eine Frage der Qualität, denn optischer Zoom und andere Funktionen fehlen meist bei Smartphones. Deshalb gibt es z.B. Zusatz-Linsen.

Nutzen sollte man hier auf jeden Fall ein Ministativ, um die Handy-Kamera erschütterungsfrei nutzen zu können. Zudem sollte man den Flugmodus aktivieren, um bei der Aufnahme keine Störungen zu haben.

Audio spielt natürlich auch hier eine große Rolle, und da sind viele Smarthphones eher nicht so gut ausgestattet. Deshalb gibt es einige Erweiterungsmöglichkeiten, wie externe Mikrofone, die aus dem Smartphone eine richtige Digitalkamera machen.

Software-seitig kann man die Video-App nutzen, die beim Smartphone dabei ist. Aber es gibt einige spezielle Video-Apps, die mehr Einstellungen ermöglichen, z.B. festen Fokus, und damit für deutlich bessere Ergebnisse sorgen.

Smartphones sind für stationäre Aufnahmen sicher nicht unbedingt die erste Wahl, aber sie eignen sich sehr gut für unterwegs, z.B. für Reiseblogger, für Events oder auch zum Üben, ohne viel Geld in die Hand nehmen zu müssen.

Kombination aus Screencast und Videokamera

Da reine Screencasts oft etwas trocken sind, gibt es viele, die eine Kombination aus Screencast und Kamera-Bild für ihre Videos nutzen.

Das sieht man oft bei Tutorials und ähnlichem, wo der Hauptteil des Videos von dem Computerbildschirm ausgefüllt ist, in der Ecke aber auch noch ein Kamera-Bild des Videoerstellers zu sehen ist. Dieses “Bild in Bild” vereint die Vorteile des Screencasts, als auch die emotionale Ansprache der Kamera-Aufnahme.

Hier ein Beispiel, welches ich noch mit meiner einfachen Webcam aufgenommen habe.


Das Video wird von Youtube eingebettet und erst beim Klick auf den Play-Button geladen. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Allerdings ist hier der Aufwand noch höher, so dass man damit nicht unbedingt starten sollte.

Audio nicht vergessen

Ich habe es zwar weiter oben schon angesprochen, aber auf das Thema Audio/Ton muss ich nochmal eingehen. Das ist bei Videos ein sehr wichtiges Element.

Manche sagen, dass der Ton wichtiger als die Bildqualität ist. Ganz soweit würde ich zwar nicht gehen, aber der Ton ist sehr wichtig. Es ist sehr schmerzhaft, wenn der Ton eines Videos nicht gut ist. Viele Zuschauer springen da ab.

Das integrierte Kamera-Mikrofon ist in den meisten Fällen nicht gut genug, weshalb zusätzliche Mikrofone zum Einsatz kommen. Das sind meist Großmembran-Mikrofone, aber auch andere Arten sind für spezielle Zwecke sinnvoll. Ich habe aktuell ein Rode Podcaster im Einsatz, welches sehr gute Audioaufnahmen ermöglicht, gerade in meinem doch recht schallempfindlichen Büro.

So nimmst du deine Videos optimal auf - Technik, Software und Tipps

Man sollte die Audio-Qualität in Videos auf keinen Fall unterschätzen und hier lieber ein paar Euro mehr in die Hand nehmen.

Wie lang sollte das Video sein?

Das kann man so pauschal nicht beantworten. Es gibt seitens YouTube keine Begrenzung der Videolänge, wenn man den eigenen Kanal verifiziert hat. Das ist sehr einfach per SMS oder Sprachanruf möglich (ansonsten kann man maximal nur 15 Minuten-Videos hochladen).

Doch wie lang sollte ein Video nun sein? Immer 2 Stunden oder generell nur 5 Minuten?

Das hängt stark von der Art des Videos ab, welches man aufnimmt. Ein ausführliches Tutorial mit diversen komplizierten Schritten ist meist länger, aber eine kleine Anleitung oder ein paar Tipps kann man in wenigen Minuten zeigen. Zuschauer wollen konkrete Tipps und Infos so schnell es geht.

Talks, Gaming-Sessions und ähnliches sind dagegen oft eher länger, da es hier mehr um das Zuschauen und “sich unterhalten lassen” geht.

Dennoch sollte man im Zweifel lieber etwas kürzere Videos machen. “So lang wie nötig, so kurz wie möglich” ist hier ein gutes Motto.

Zudem sollte man später dann mal in die Video-Statistiken schauen und verschiedene eigene Videos vergleichen. Wie erfolgreich sind die eigenen Videos generell und wie lang waren diese jeweils? Dabei ist natürlich besonders interessant, wie lange die Videos jeweils geschaut wurden. Daraus kann man eine Menge für zukünftige Videos lernen.

Zur Nutzung der YouTube-Statistik gibt es in einem späteren Teil dieser Artikelserie mehr Infos und Tipps.

Video-Aufnahme üben!

Zu guter Letzt kann man nur sagen, dass die Aufnahme von Videos geübt werden muss. Du wirst Fehler machen, du wirst aufgeregt sein und du wirst erst mit der Zeit lernen, was für dich und deine Zwecke am besten funktioniert.

Deshalb solltest du dich auch nicht von den ersten nicht so guten Ergebnissen demotivieren lassen, sondern weitermachen.

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7 Gedanken zu „So nimmst du deine Videos optimal auf – Technik, Software und Tipps“

  1. Hey Peer,

    interessanter Artikel. Kann man mit SnagIt ausschließlich aufnehmen oder auch produzieren? Und benutzt du für deine Kamera ein zusätzliches Mikrofon?

    Viel Grüße
    Sven

    Antworten
  2. Hallo Peer, du sprichst über Audio als wichtiges Element in deinen Videos. Dazu möchte ich anmerken, das die Lautstärke in deinem Testvideo sehr grenzwertig ist. Bei meinem Samsung Galaxy S7 muss ich die Lautstärke komplett hochdrehen, damit ich dich verstehen kann. Nur mal so als Info. Hat noch jemand die gleichen Erfahrungen gemacht?

    Antworten
  3. Hi Peer,

    erstmal danke für den Artikel! Genau auf so etwas habe ich gewartet. Ich hatte nie wirklich den Mumm und den Ehrgeiz mit Youtube anzufangen. Klar ich blogge schon seit längerer Zeit aber wollte bisher nie mit YT starten, da ich große Bedenken hatte. Aber gerade mit Screencasting lässt sich in meiner Nische sehr viel machen. Das ist mir nun klar geworden.
    Allerdings hätte ich hierzu eine Frage: Was hälst du von der OBS (OpenBroadcaster Software) ? Ich habe gehört, viele nutzen dieses Tool um zu streamen, allerdings weiß ich nicht, ob man damit auch Videos sinnvoll erstellen kann.
    Auch das mit dem Script ist durchaus wichtig, um nicht den Faden zu verlieren, was dann in nachträglicher Schneidearbeit endet.

    Jedenfalls werde ich mich nun hinsetzen und mit Youtube starten. Dieser Artikel ist definitiv ein super Einsteiger- Guide!

    Grüße Manuel

    Antworten
  4. Hi Peer,

    eine super Artikelreihe die auch wahnsinnig motiviert (bin selbst noch in den Startlöchern was YT angeht und probe noch).

    Als allerersten Punkt, noch lange bevor man sich mit der ganzen Technik befasst, ist meiner Meinung nach das Üben vor der Kamera. Die beste Technik nützt nichts, wenn man selbst nicht videoaffin ist und bei laufender Kamera nur so vor sich hin stottert.

    Ein berühmter Youtuber (über 50K) hat ein ganzes Jahr gebraucht, um sein erstes Video zu produzieren. In diesem Jahr hat er einen Kurs besucht um seine Angst in den Griff zu kriegen.

    Viele Grüße
    Sladjan

    Antworten
  5. Ich plane aktuell auch, meine bisherigen Erfahrungen und mein erlerntes Wissen in Form von Videos weiterzugeben. Die ersten Videos sind bereits im Kasten.

    Als Alternative zum Rode Podcaster empfehle ich übrigens noch das Rode NT USB, das ich besitze und mit dem ich auch vollstens zufrieden bin.

    Beste Grüße
    Pascal

    Antworten

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