YouTube und Online-Videos – 3 Experten-Prognosen und Tipps für 2017

YouTube und Online-Videos - 3 Experten-Prognosen und Tipps für 2017YouTube war im vergangenen Jahr ein wichtiges Thema und auch 2017 wird Video im Internet eine große Bedeutung haben.

Deshalb habe ich 3 YouTube/Video-Experten nach ihren Erfahrungen befragt und auch um Tipps und Prognosen gebeten. Zudem gibt es interessante Einblicke in die Technik zur Videoerstellung.

Des Weiteren gibt es eine kleine Umfrage. Ich würde mich freuen, wenn ihr zahlreich daran teilnehmt.

Alle Expertenprognosen für 2017:
Selbstständigkeit & Kundengewinnung
SEO, Onpage, Offpage ...
Online-Marketing
Startups & Existenzgründung
YouTube und Online-Videos
Social Media und Networks

YouTube und Online-Videos – 3 Experten-Prognosen und Tipps für 2017

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Meine Interviewpartner sind (alphabetisch):

Wie viele YouTube-Videos veröffentlicht ihr im Schnitt pro Woche?

  • 1 (31%, 83 Stimmen)
  • 2-3 (16%, 44 Stimmen)
  • 4-6 (6%, 16 Stimmen)
  • 7-10 (5%, 13 Stimmen)
  • mehr als 10 (3%, 9 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 269 (1 Stimmen)

Was waren deine wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen bzgl. YouTube und Online-Videos generell im Jahr 2016?

“Die Leute kommen wegen dem, was Du weißt und bleiben wegen dem, was Du bist. Wissen, know-how, Expertise – all das ist super wichtig und bildet das Fundament, aber wenn Du ohne Persönlichkeit auftrittst, wirst Du im Nu durch den nächsten Experten ersetzt, der noch etwas mehr Ahnung hat als Du.

Deine Persönlichkeit macht Dich sofort einzigartig. Setze sie ein! Wir lernen viel lieber von Menschen, mit denen wir uns als Person verbunden fühlen.”
Robert Gladitz

“YouTube ist und bleibt stark und zieht nach wie vor gleichermaßen Creator und Zuschauer an. Daran haben auch das starke Wachstum von Snapchat, sowie die immer mehr auf Facebook direkt geposteten Videos nichts geändert.

Ich würde jederzeit und mit gutem Gewissen mit YouTube neu starten und bin der Überzeugung, dass der Video-Markt als solches noch auf unbestimmte Zeit weiter wachsen wird.”
Andreas Pelta

“Keep it short! Wir können eine hyperaktive Zielgruppe, wie Sie auf YouTube vermehrt anzutreffen ist, nur noch erreichen, solange wir Inhalte knackig auf den Punkt bringen.

Daher gilt: Lange Pausen und inhaltliche Lücken vermeiden. Ein Clip, der am Anfang schon einen Ausblick auf den nachfolgenden Inhalt gibt, setzt dem Prinzip noch die Krone auf.”
Hendrik Unger

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Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren für YouTube-Videos?

“Zusätzlich zu obigem Punkt ist Hartnäckigkeit und Langzeitdenken aus meiner Sicht der wichtigste Erfolgsfaktor. Gerade ist mein 575. Daily Vlog online gegangen und in Kürze steht all in all das 1000. YouTube Video an. Bei diesem Output wird es irgendwann unvermeidlich, dass die Nummer richtig groß wird!

YouTube ist ein Langzeitspiel. Über Nacht geht nicht viel, nach einigen Jahren hochqualitativer Arbeit aber eine Menge!”
Robert Gladitz

“Es ist wichtig, sich als YouTuber darauf zu fokussieren echte Mehrwerte zu schaffen. Nur wer wirklich interessanten Content erstellt und dabei nie vergisst, dass der User im Mittelpunkt steht, wird auf Dauer erfolgreich sein.

Dafür ist neben einem gewissen Qualitätsanspruch an sich selbst auch notwendig, dass man Kommentare unter seinen Videos liest und die Gedanken seiner Zuschauer mit in die Video-Planung einfließen lässt.”
Andreas Pelta

“Snack Content! User wollen Entertainment und Infotainment, sprich leicht bekömmliche Kost und keine langen Opern.

Wer es nicht schafft in 5 Sekunden klar zu machen worum es gerade geht und warum es sich lohn das Video weiter anzuschauen, der wird von der Community mit dem Absprung auf das nächst bessere Katzenvideo bestraft.”
Hendrik Unger


Welche Marketingmaßnahmen haben sich beim Aufbau eines Abonnentenstamms bewährt?

“Werde zum besten Freund Deiner Abonnenten. Das ist mein voller Ernst!

  • Präsent sein. Helfen. Bei jeder Gelegenheit.
  • Jedem, der die zum Kanal gehörige Facebook Seite liked, eine persönliche Dankesmessage schicken.
  • Jede Woche das aktivste Mitglied der Community belohnen: Shoutout, 30-minütiges gratis Coaching, Geschenkgutschein, etc.
  • Die eigene Telefonnummer veröffentlichen und Unterstützung via WhatsApp anbieten.

All diese Maßnahmen mögen ein Stück weit verrückt und nach viel Arbeit klingen – das sind sie auch, aber genau das ist die berühmte Extrameile, die niemand bereit ist zu gehen. Und das macht den Unterschied zwischen einem YouTuber, bei dem man ab und an mal reinschaut und einem, bei dem man gar nicht abwarten kann, dass es wieder neues Futter gibt.”
Robert Gladitz

“So banal es klingt: Vor allem gute Inhalte sind entscheidend. Wer gute Videos macht, der bekommt fast von alleine seine Abonnentenschaft zusammen. Der Anfang ist manchmal etwas schwierig, aber wenn der Kanal erst einmal ein paar treue Zuschauer hat, entsteht meist ein Dominoeffekt und das Kanalwachstum nimmt immer weiter zu.

Darüber hinaus ist es hilfreich, regelmäßig unter anderen Videos zu kommentieren, seine eigenen Videos in relevanten Gruppen zu posten oder auch Kooperationen mit anderen YouTubern zu starten.”
Andreas Pelta

“Ehrlich & authentisch User ansprechen! Wichtig ist es, eine saubere Fanbase aufzubauen. Lurker, Gewinnspiel-Fans, inaktive User sind Gift für Viralität.

Wer bereits eine verwässerte Zielgruppe hat, sollte aktiv die Mitläufer-Fans aus dem Zielgruppen-Pool löschen oder durch Werbekampagnen neue Follower-Gruppen erschließen. Somit ist die Basis bereinigt und es kann die Reichweite der Posts wieder steigen.”
Hendrik Unger


Welche Technik nutzt du für die Erstellung von Videos?

“Aktuell filme ich mit einer Sony A7S II mit 16-35mm Objektiv plus einer Canon G7 X als backup Pocketkamera (ein absolutes Preis-Leistungs-Biest). Auf der Sony sorgt das Rode Videomicro für den guten Ton und ein Joby GorillaPod für’s Handling.

Wenn in Deutschland Winter ist, reise ich super gerne – wir sind kürzlich von Bali nach Australien geflogen und Ende Januar geht’s dann nach Neuseeland weiter. Da hab ich natürlich meine Drohne (DJI Phantom 3 Standard) dabei. Drohnenaufnahmen sind einfach noch mal ein ganz anderes Level, aber für Anfänger eher Spielerei, die den Fokus vom Wesentlichen ablenkt.

Generell sollte Equipment keine Hürde zum Einstieg darstellen – ich hab die ersten 50 Daily Videos mit dem iPhone gefilmt und in der iMovie App geschnitten. Hat funktioniert. :)”
Robert Gladitz

“Meine Videos veröffentliche ich in aller Regel als sogenannte Whiteboard Videos – also Videos, die so animiert sind, als würden alle Inhalte vor laufender Kamera gezeichnet werden. Die Software, die ich dafür nutze heißt Explaindio.

Für die Vertonung nutze ich das kostenlose Programm Audacity, sowie ein günstiges Kondensatormikrofon und eine selbst gebaute Box mit Pyramidenschaum zur Schallunterdrückung.”
Andreas Pelta

“High-End! Die Ära von verwackelten Handyfilmchen im Web ist vorbei. Die User erwarten mittlerweile gestochen scharfe HD-Qualität.

Daher setzen wir auf professionelle Video-Produktionen mit einem authentischen Touch und professioneller Nachbereitung. Wir schneiden in unserer Werbeagentur alle Online-Videos an professionell ausgestatteten Schnittplätzen.”
Hendrik Unger


Welche wichtigen Entwicklungen für YouTube bzw. Online-Videos erwartest du für das kommende Jahr 2017?

“Zum einen ist absehbar, dass das Videomedium generell noch viel stärker wird – Video is king. Insbesondere die Plattformen, die Authentizität und Improvisation erzwingen wie Snapchat, Instagram Stories und die diversen Livestreaming Möglichkeiten werden weiter an Zuwachs gewinnen.

Wir haben einfach keinen Bock mehr auf Hochglanz und fette Drehbücher, wir wollen echte Menschen.”
Robert Gladitz

“Ich denke, dass mehr und mehr neue Plattformen auftauchen werden, deren zentrales Element aus Video besteht – wie eben Snapchat oder Musically.

YouTube auf der anderen Seite wird im kommenden Jahr voraussichtlich immer mehr zum sozialen Netzwerk werden und so versuchen, seine User länger auf der Plattform zu halten und eine Möglichkeit zu schaffen, mit der sich Creator und Zuschauer besser austauschen können. Wir dürfen gespannt sein!”
Andreas Pelta

“Produkte wie YouTube Kids und YouTube TV werden weiter ausgebaut, um am Markt weitere Zielgruppen und Devices zu erschließen. Wir werden es daher leider in naher Zukunft für selbstverständlich erachten 2-jährige am iPad zu erwischen, die auf YouTube surfen.”
Hendrik Unger


Fazit

Auch wenn die Aussagen der Experten durchaus auch Unterschiede aufweisen, so gibt es dennoch viele Gemeinsamkeiten.

So ist viel Arbeit und Durchhaltevermögen notwendig, um auf YouTube erfolgreich zu werden. Das gilt also auch hier.

Zudem zählt mittlerweile Qualität. Man sollte zwar authentisch und nahbar rüberkommen, aber das in optimaler Bild- und Tonqualität.

Und die Zukunft sehen diese Experten auf jeden Fall positiv. Video im Internet wird weiter wachsen, auch wenn sich hier und da die Spielregeln auch mal ändern.

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4 Gedanken zu „YouTube und Online-Videos – 3 Experten-Prognosen und Tipps für 2017“

  1. Zur Aussage von Gladitz:
    „Zusätzlich zu obigem Punkt ist Hartnäckigkeit und Langzeitdenken aus meiner Sicht der wichtigste Erfolgsfaktor. Gerade ist mein 575. Daily Vlog online gegangen und in Kürze steht all in all das 1000. YouTube Video an. Bei diesem Output wird es irgendwann unvermeidlich, dass die Nummer richtig groß wird!”

    Beinhaltet das, dass die Qualität der Videos nur sekundär ist? Ich meine, wenn ich 1000 Schrott-Videos mache die keine Daumen kriegen, ist das dann nicht für YT ein Zeichen dafür, die Nummer eben nicht groß werden zu lassen?

    Freue mich auf Antwort!

    Antworten
  2. Also ich habe die Erfahrung gemacht, das viele sich gerne Videos anschauen und dann dort auch reagieren. Es geht immer mehr hin die Beiträge mit ein paar Bilder und dann eher mit Videomaterial zu versehen. Aber auch da ist der Inhalte und der Mehrwert für den Betrachter wichtig!

    Antworten
  3. Hallo und vielen Dank für den tollen Beitrag. Stimme dem Ganzen voll zu, gute Qualität und Durchhaltevermögen sind für Erfolg entscheidend, auch bei Youtubevideos. Die Frage ist wo entwickelt sich das Internet hin? Im Moment sieht es stark nach Live Videos aus und user Interactions doch was kommt danach? Hat man mit VR Videos in Zukunft einen neuen Goldrausch wie bei Youtube vor knapp 10 Jahren?

    Antworten
  4. Vielen Dank für den interessanten Artikel! Ich stimme meinem Vorredner Franz zu. Momentan geht der Trend wohl eher in Richtung Livevideos. Ich bin auch sehr gespannt, wie sich das Ganze entwickeln wird und ob VR Videos zukünftig eine große Rolle spielen werden.

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