Wie du ganz einfach aus einer WordPress-Website eine statische HTML-Website machst!

Wie du ganz einfach aus einer WordPress-Website eine statische HTML-Website machst!Viele Websitebetreiber versuchen ihre WordPress-Website von Anfang an zu etwas Besonderem zu machen. Statt dabei aber auf einzigartige Inhalte bzw. speziellen Content zu setzen, verfallen sie der Verlockung der vielen dynamischen Features. Schnell bekommt die eigentlich sehr interessante Website dann allerlei dynamische Widgets spendiert, ein unfassbar aufwendiges Magazin-Layout oder ein Theme mit allerlei Sonderfunktionen. Bald schon sind außerdem mehr als zehn Plugins installiert, um Funktionen ohne Ende hinzuzufügen. Einfach nur deshalb, weil es in WordPress so einfach ist.

Doch halt, stop! Denkt lieber andersrum. Statt die eigene WordPress-Website immer dynamischer und umfangreicher zu gestalten, sollte man auf die Performance achten und einen möglichst gut lesbaren und konsumierbaren Inhalt erschaffen.

Wie du zurück den zu Wurzeln gelangst und aus einer WordPress-Website wieder eine statische HTML-Website machst, erkläre ich dir im heutigen Beitrag.

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Warum WordPress statisch werden sollte

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Was ich früher toll fand, genieße ich heute mit deutlich mehr Zurückhaltung. Die Rede ist von WordPress und anderen dynamischen Content Management Systemen. Dynamik geht nämlich immer auch auf die Leistung, bringt Schwachstellen ins Spiel und erfordert viel Aufwand in Sachen Verwaltung. Ein statisches CMS ist da ganz anders. Nicht umsonst stellte ich vor einiger Zeit meine liebsten Flat-File-Systeme vor.

Heute geht es jedoch darum, wie wir ganz einfach aus einer WordPress-Website eine statische HTML-Website machen können und warum genau das gar nicht so verkehrt erscheint. Immerhin hat eine statische Seite enorm viele Vorteile.

Zunächst wäre hier die Performance zu nennen, schließlich muss nicht einmal PHP gestartet werden. Dann wäre da das Thema Sicherheit, denn eine WordPress-Firewall kannst du dir bei einer rein statischen Website ebenfalls sparen. Zu guter Letzt ist es die Verwaltung des Ganzen, denn handelt es sich um eine reine HTML-Website, gibt es gar nicht viel zu verwalten.

Vor allem jedoch macht eine statische Website immer dann Sinn, wenn es um eine Firmenwebsite oder ein Portfolio geht. Also eine Seite, die wenig Veränderung erfährt und eher selten neue Inhalte bekommt. Somit kannst du bei der Erstellung auf Themes zurückgreifen und den Editor von WordPress nutzen, erzeugt dann aber eine reine HTML-Website daraus. Dies ergibt Sinn, da eine Firmenwebsite nicht dynamisch sein muss.

Du nutzt also die Vorteile von WordPress und erzeugst daraus die statische Kopie.

Setzt du auf statische HTML-Websites?

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WordPress-Website statisch machen

Um eine WordPress-Website statisch werden zu lassen, braucht es weder viel Können, noch gesonderte Kenntnisse. Wer sich ein bisschen mit der Materie WordPress auskennt und weiß, wie das CMS funktioniert, kann mit entsprechenden Plugins eine direkte und einfache Umwandlung der Website anstoßen.

Im Grunde ist genau das übrigens der Sinn vieler Caching Plugins. Diese erzeugen aus der dynamischen Website eine statische Kopie. Doch im Vergleich zu einer Seite im Cache, läuft bei der rein statischen Website kein WordPress mehr im Hintergrund. Es gibt somit keine Schwachstelle, die gehackt werden kann und auch kein Admin-Bereich oder WordPress-Core, der die Performance des Servers frisst. Nicht einmal PHP muss gestartet werden.

Mein Lieblings-Plugin in diesem Bereich ist Simply Static. Die WordPress-Erweiterung wird installiert und anschließend über einen eigenen Menüpunkt im Admin von WordPress aufgerufen. Hier können geringfügige Optionen ausgewählt werden, bevor die statische Version der WordPress-Website generiert wird. Dies geschieht über einen einfachen Knopfdruck.

Wie du ganz einfach aus einer WordPress-Website eine statische HTML-Website machst!

Die rein statische Website wird anschließend als Zip-Archiv heruntergeladen. Bei den enthaltenen Dateien handelt es sich um HTML-Seiten, die dann wiederum genau so auf den Server hochgeladen werden. Hier ist die Website nun wie gewohnt erreichbar, ohne dafür aber weiterhin WordPress oder PHP zu verwenden.

Damit ist es möglich, WordPress beispielsweise offline als Editor zu betreiben und nur die statische Version auf den Server zu exportieren. Doch dazu weiter unten noch ein wenig mehr.

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WordPress-Website als HTML downloaden

Bevor ich auf die Offline-Lösung mit WordPress eingehe, schauen wir uns zunächst noch eine weitere Methode an. Während Simply Static sehr WordPress-fokussiert vorgeht, gibt es ebenso andere Wege, eine statische Website zu erhalten. Denn was WordPress ausgibt, ist am Ende nichts anderes als ein statisches Ergebnis vieler Dynamiken. Diese kannst du ebenso herunterladen.

Das ist mit Programmen wie httrack oder dem SiteSucker möglich. Diese fungieren als Downloader für vollständige Websites. Auch in diesen Tools kannst du dann bestimmte Einstellungen vornehmen, damit Bilder, Videos, Dynamiken oder Links korrekt umgewandelt werden.

Wie du ganz einfach aus einer WordPress-Website eine statische HTML-Website machst!

Drittanbieter Services für statische HTML-Website verwenden

Headless WordPress und Staging sind in letzter Zeit ein großes Thema geworden. Headless meint dabei grob gesagt, Front- und Backend voneinander zu trennen. Das CMS wird also von der visuellen Darstellung getrennt und die Inhalte können via API praktisch überallhin ausgeliefert werden. Staging hingegen meint eine geschlossene und für Nutzer nicht erreichbare Umgebung zu schaffen, die aber komplett geklont ist.

Das geht teilweise soweit, dass WordPress lokal verwaltet wird und die Live-Version auf dem Server quasi die Kopie ist. In erster Linie eignet sich Staging aber zum Testen neuer Funktionen.

Auch deshalb, weil Google mit den Core Web Vitals stark in Richtung Performance geht, spielen beide Themen immer wieder eine größere Rolle. Außerdem ist WordPress zu einem aufgeblähten CMS geworden und das bemerken immer mehr Anwender, je wichtiger die Performance wird. Viele Projekte benötigten etwas schlankes und schnelles. WordPress wird jedoch nur gewählt, weil es einfach ist und allseits bekannt.

Für alle, die weiterhin WordPress bevorzugen, ist die Drittanbieter-Lösung von Strattic interessant. Der Service stellt dir eine All-in-One-Lösung zur Verfügung. WordPress bleibt weiterhin das CMS der Wahl, doch die generierte Website ist rein statisch bzw. Headless und somit losgelöst von dem eigentlichen System. Ein Headless CMS ist wieder ein Thema für sich, welches wir vielleicht mal an anderer Stelle genauer besprechen werden.

So kannst du WordPress einfach offline verwenden

Der geniale Vorteil, der sich bei statischen WordPress-Websites ergibt, ist der, dass du bei der Verwaltung nicht auf WordPress verzichten musst. Besser noch, du kannst WordPress rein offline betreiben, also lokal auf deinem Computer installieren. Somit ist es auf dem Server gar nicht mehr erreichbar und es können auch keine Angriffe auf das System stattfinden.

Auf diese Weise verwaltest und erstellst du deine Website vollständig offline, gleichzeitig aber angenehm einfach und wie gewohnt innerhalb von WordPress.

Anschließend generierst du eine statische HTML-Website und lädst diese auf deinen Server hoch. Das Resultat ist bestmögliche Performance und Sicherheit, weil das Ergebnis reine HTML-Seiten sind. Supereinfach zu lösen und oftmals derart performant, dass kein V-Server oder großes Hpstingpaket mehr benötigt wird und günstiges Hosting reicht.

Mit den Plugins wird es also möglich, eine superschnelle statische WordPress-Website ganz ohne WordPress zu betreiben. Hast du das schon einmal ausprobiert?

Wie sind deine Erfahrungen diesbezüglich und interessiert dich das Thema?

Sag uns gerne mehr dazu in den Kommentaren.

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10 Gedanken zu „Wie du ganz einfach aus einer WordPress-Website eine statische HTML-Website machst!“

  1. Hallo David,
    prinzipiell verstehe ich Deinen Ansatz und auch ich habe (damals mit per Hand erstellten) statischen Seiten (+ ein klein wenig PHP) sehr gute Erfahrungen gemacht.
    Alltagstauglich ist das Ganze in der Regel aber doch nicht mehr. In einem Blog habe ich dann ja noch nicht mal mehr eine Kommentarfunktion. Und die Möglichkeiten Geld zu verdienen (darum geht es in SiN ja hauptsächlich) sind mit statischen Links doch auch mehr als schlecht.
    Also eigentlich nur eine Lösung für sehr exotische Ausnahmefälle. Oder?
    Viele Grüße
    Günter

    Antworten
    • Da gibt es natürlich Einschränkungen, aber ich denke, dass es dennoch sinnvoll nutzbar ist. Wäre mal eine neue Herausforderung eine statische Website zum Geld verdienen zu bauen.

      Antworten
    • Wie kommst du darauf? Es gibt ja genug Verwaltungssysteme, die voll statisch arbeiten und selbst WordPress kannst du durchaus betreiben, wenn du z.B. auf Staging setzt. Ich rede hier nicht nur von der Seite an sich, sondern ebenso davon, das Backend zu lösen und oder Headless zu betreiben.

      Denk bitte auch daran, dass du mit einem Caching Plugin per se nichts anderes machst, als eine statische Kopie zu erzeugen, die dann entsprechend schnell ausgespielt werden kann. Es gibt hier nicht nur 0 und 1.

      Antworten
      • Hallo David,
        vielleicht denke ich ja auch falsch.
        Aber um bei meinem ersten Beispiel zu bleiben: Wenn ich eine rein statische Seite ohne PHP betreibe, dann kann ich für die Kommentarfunktion zwar ein Formular bereitstellen, das der Leser ausfüllen kann … aber was passiert dann? Die Daten werden doch nicht weiterverarbeitet und in die Datenbank geschrieben?
        Oder das zweite Beispiel: Ich kann ein lokal gehostetes Bild des beworbenen Produkts anzeigen und kann einen ‘Kaufen bei Amazon’-Button darunter setzen. Aber die wichtigste Information für den potentiellen Kunden fehlt. Ich kann doch keinen aktuellen Preis bei Amazon abfragen, puffern und anzeigen (mal abgesehen von den Uralt-Werbemitteln von Amazon).
        Wie gesagt: Wenn ich irgendwo unterwegs ‘falsch abgebogen’ bin oder falsch denke, bin ich für einen aufklärenden Hinweis dankbar!

        Antworten
  2. Ist mal wieder OffTopic! Aber gehört trotzdem zu WP: Ich möchte gerne Quellecode wie html, PHP etc. direkt in den Artikeln von mir publizieren, leider funktioniert das mit dem alten Editor und den folgenden Tags gar nicht: mit code und pre hier wird der Quelltest entweder gelöscht oder auskommentiert.

    Hat da Jemand eine Idee wie ich den Quellcode auf WordPress in den Artikel mit entsprechenden Tags im alten Editor anzeigen kann oder aber welche Plugins mir da weiter helfen könnten?

    Antworten
  3. pre und code funktioniert im alten Editor, wenn man die Einstellung “Beim Schreiben den visuellen Editor nicht benutzen” aktiviert.
    Den alten Editor kann man mit dem Classic Plugin zurückholen

    Im Gutenberg-Editor wird das wohl auch gehen, aber da ich diesen nicht nutze, kann ich dazu nichts sagen.

    Antworten
  4. Hi Peer, Danke für den Tipp, aber kommt jetzt beim Tag Code ein kleines graues Pixel auf dem Bildschirm und wenn ich pre als Tag nutze, dann wird erscheint eine einzeilige Codezeile, allerdings ohne Inhalt.

    Und das lustige der Code im pre Tag ist unverändert korrekt vorhanden, ist weder aus kommentiert wurde, noch geblockt worden. Als Code ist im übrigen hello Word drin.

    Hmmm! Hast Du da eine Idee? Könnte es eventuell an Wordfence liegen und wenn, was muss ich passend ändern?

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