15 Tipps, um eine Sperrung bei Google AdSense zu vermeiden – AdSense Guide Teil 14

AdSense Guide - Sperrung bei Google AdSense vermeidenHeute geht es endlich mit meiner Google AdSense Serie weiter. Weihnachten und andere Projekte haben dafür gesorgt, dass es eine Pause gab, die aber nun zu Ende ist.

In diesem 14. Teil meiner Artikelserie gehe ich auf das Schreckgespenst von AdSense-Publishern überhaupt ein. Wie groß ist die Gefahr gesperrt zu werden und wie kann man das vermeiden?

Dieser Artikel ist Teil des 15-teiligen AdSense Guides.
>> Zu den besten AdSense Tipps und Tricks.

Sperrung bei Google AdSense vermeiden

Es ist schon nicht mehr ganz so einfach bei Google AdSense reinzukommen, aber so gut wie unmöglich nach einer Sperrung wieder aufgenommen zu werden.

Wenn man erstmal bei Google AdSense in Ungnade gefallen ist, wird man nur sehr selten später wieder aufgenommen. Und da Google hier nicht nur die Seiten-URL, sondern auch den Namen, Adresse und Konto prüft, kann man nicht einfach eine neue Website starten und sich wieder bei AdSense anmelden.

Deshalb ist es wichtig, dass man alle möglichen Vorkehrungen trifft, damit es erst gar nicht zu einem Rauswurf kommt.

Sperrt Google willkürlich?

Auch wenn immer wieder gesperrte AdSense-Nutzer behaupten, dass Google willkürlich sperrt, so halte ich das für sehr unwahrscheinlich.

Ebenso wird immer wieder behauptet, Google sperrt Nutzer, die kurz vor der Auszahlungsgrenze liegen, damit sie das Geld behalten können. Auch das halte ich für Quatsch. Google ist an jedem Publisher interessiert, der dauerhaft Geld bringt, schließlich ist es das Geschäftsmodell von Google.

Es wäre sehr kurzsichtig von Google gedacht, wenn sie ihre Pubisher ständig rausschmeißen, nur um 50 Euro oder so behalten zu können.

Stattdessen denke ich, dass in diesen Fällen Google schon länger ein kritisches Auge drauf geworfen hatte und vor der ersten Auszahlung sich dann sicher war, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

Google ist ein Unternehmen, was seine Einnahmen weiter steigern will. Jeder AdSense-Publisher, der sich an die Programmregeln hält, ist willkommen.

Im Umkehrschluss bedeutet dass, das nur jene rausgeschmissen werden, die wissentlich oder unwissentlich gegen die Regeln verstoßen haben. Hier muss man allerdings zugeben, dass Verbesserungsbedarf besteht.

Schließlich sollte bei unwissentlichen Verstößen nicht immer gleich der Rauswurf erfolgen. Das hat wohl auch Google erkannt und verspricht mehr Transparenz. So will man bei Verstößen in Zukunft die Publisher erstmal informieren und die Abstellung der Probleme fordern. Zudem soll es ein Formular geben, mit dem man wieder zurückkommen kann.

So vermeidet ihr eine Sperrung bei Google AdSense

Die beste Vorgehensweise ist aber immer noch die Vorsorge. Man sollte verhindern, dass man überhaupt bei Google ins Fadenkreuz gelangt.

Dazu liste ich im Folgenden 15 Punkte auf, die man beachten bzw. vermeiden sollte. Beachtet man diese Liste, dann senkt man das Risiko eines Rauswurfs beträchtlich.

  • ungültige Klicks
    Der Hauptgrund, warum AdSense-Publisher rausgeschmissen werden sind ungültige Klicks. Man sollte keinesfalls selber klicken, da Google das mittlerweile sehr gut erkennt.

    Zudem ist die Gefahr bei wenig Traffic größer, dass einzelne ungültige Klicks negativ auffallen. Deshalb empfehle ich erst bei guten Traffic-Zahlen (mind. 5.000-10.000 Seitenaufrufe im Monat) AdSense einzubauen.

    Es gibt auch Plugins, die gegen ungültige Klicks helfen sollen, aber ich selber habe es noch nicht getestet.

  • Auffordern oder Betteln
    Ungültige Klick kommen auch zustande, wenn man die eigenen Leser direkt oder indirekt dazu auffordert zu klicken.

    Deshalb sollte man Formulierungen wie „Wer mich unterstützen will, klickt auf die Anzeigen.“ unterlassen.

  • Täuschen
    Manch einer schreibt über die AdSense-Anzeigen so etwas wie „Empfehlungen“, „Linktipps“ oder „Sponsoren“. Auch das ist nicht erlaubt.

    Generell sollte man ehrlich zu sich selbst sein und alles vermeiden, was als Täuschung der Leser über die wahre Natur der AdSense-Anzeigen angesehen werden kann.

    Die Werbung sollte auch als Werbung erkennbar sein.

  • unerlaubte Inhalte
    In den Programmrichtlinien geht Google unter anderem ausführlich auf die nicht erlaubten Inhalte ein.

    Pornografische Inhalte sind z.B. genauso verboten wie Drogen- oder gewalttätige Inhalte. Nach meiner Erfahrung ist das ein häufiger Grund, warum AdSense-Publisher gesperrt werden, ohne dass sie bewusst etwas unerlaubtes getan haben.

    Deshalb sollte ihr auf jeden Fall mal nachlesen, was an Inhalte alles nicht erlaubt ist.

  • Qualität der Inhalte
    Google geht schon eine ganze Weile gegen minderwertige Inhalte vor und nichts anderes ist das auch bei AdSense-Publishern.

    Man sollte die Google Richtlinien für Webmaster beachten und qualitativ gute Inhalte liefern.

  • Traffic-Qualität
    Google analysiert zudem recht genau, welche Qualität der Traffic hat, den man von seiner Website über die Google Anzeigen hin zu den Websites der Werbekunden sendet.

    Stellt Google fest, dass diese Besucher nicht lange bleiben und dem Werbekunden nichts bringen, dann senkt Google schnell mal die Klickpreise und es kann sogar dazu führen, dass man rausgeworfen wird.

    Deshalb sollte man dafür Sorge tragen, dass man Google AdSense nur dann einbaut, wenn es eine wirklich interessierte Zielgruppe für die Werbung gibt.

  • Rechtsverletzungen
    Generell sollte man keine Rechtsverletzungen begehen. Geklaute Inhalte sind genauso tabu, wie inhaltliche Rechtsverstöße.
  • Datenschutz
    Beim Thema Recht muss man auch den Datenschutz ansprechen. Eine Datenschutzerklärung zu Google AdSense ist notwendig.

    Dazu gibt es im Web diverse Vorlagen, wie z.B. diese hier.

  • nutzergenerierten Content
    Ebenfalls oft Stein des Anstoßes sind nutzergenerierte Inhalte. Auch hier ist man als Seitenbetreiber dafür verantwortlich, dass diese nicht gegen AdSense-Richtlinien verstoßen.
  • Änderungen
    Änderungen am Code sind nur im Rahmen dessen erlaubt, was Google selber erlaubt hat. So kann man mittlerweile flexible Anzeigen erstellen, an denen man CSS-Einstellungen vornehmen kann.

    Wer aber denkt, dass er z.B. mit JavaScript dafür sorgen kann, dass sich die Website des Werbekunden in einem neuen Fenster öffnet, wird Ärger mit Google bekommen.

  • Platzierung
    Auch bei der Platzierung der Anzeigenblöcke sollte man nicht versuchen die Nutzer zu täuschen oder Googles Richtlinien zu umgehen.

    So dürfen diese z.B. nicht in der Nähe von Bildern (so dass der Eindruck entsteht beides gehört zusammen) stehen.

    Popups und eMails dürfen ebenfalls keine Anzeigen enthalten. Auch andere Seiten, die keine wirklichen Inhalte enthalten, sind tabu.

    Und man sollte darauf achten, dass nicht mehr Anzeigen als erlaubt auf einer Seite erscheinen.

  • Malware
    Natürlich wird Google auch bei Websites, die Malware oder ähnliches enthalten, nicht unbedingt gern AdSense-Anzeigen sehen.
  • andere Werbeformen
    Andere Einnahmequellen darf man natürlich parallel zu AdSense einsetzen. Allerdings darf davon keine so aussehen wie die AdSense-Anzeigen.
  • In Kontakt bleiben
    Google verspricht mehr Transparenz. Das bedeutet aber auch, dass man sein Mail-Postfach und seinen AdSense-Account regelmäßig besuchen sollte. Wer nicht auf Google Mails reagiert, brauch sich über einen evtl. folgenden Rauswurf nicht beschweren.
  • AdSense-Daten veröffentlichen
    Ich habe selbst kein Problem damit die Gesamteinnahmen eines Monat mit Google AdSense zu veröffentlichen. Und soweit ich weiß, hat Google nichts dagegen.

    Allerdings darf man darüber hinaus keine weiteren AdSense-Daten, wie etwa die Klickrate, die durchschnittlichen Klickpreise usw. öffentlich machen.

Die AdSense-Hilfe ist mittlerweile recht umfangreich und enthält viele Infos, was man nicht darf. Das sollte man sich mal anschauen.

Was tun, wenn man raus ist?

Wieder aufgenommen zu werden ist zwar nicht unmöglich, aber sehr schwer. Man kann es versuchen, indem man erstmal das Problem behebt und dann versucht Google davon zu überzeugen, dass man es nie wieder macht.

Ein neues AdSense-Konto anlegen wird in der Regel nicht funktionieren, da Google Namen, Adresse und Konto kennt.

Man könnte eine neue Website starten und diese von jemand anderes betreiben lassen, der sich dann bei AdSense anmeldet. Aber das ist für viele sicher keine Option.

Unter dem Strich wird vielen nichts anderes übrigbleiben, als ohne AdSense weiterzuleben.

Ich verdiene nur rund 1/6 meiner Einnahmen mit AdSense. Affiliate Marketing und Direktvermarktung bringen mehr ein und sind für viele sicher gute Alternativen.

Richtige AdSense-Alternativen gibt es zwar auch, aber diese kommen insgesamt nicht an AdSense heran. Man kann sie sich aber mal anschauen.

Fazit

Google AdSense ist eine tolle Einnahmequelle, keine Frage.

Allerdings sollte man damit vorsichtig sein, die Anforderungen und Grenzen kennen und keinesfalls allein auf AdSense setzen.


So geht es weiter

Im nächsten Teil der Artikelserie gehe ich auf weitere Informationen und Ressourcen ein und präsentiere euch eine AdSense-Checkliste.

Zudem werde ich in Kürze in einem Artikel schildern, wie ich meine Einnahmen in kurzer Zeit verdoppelt habe.

Bild von Peer Wandiger
Peer Wandiger
Studium der BWL und langjährige Arbeit in einem mittelständischen Unternehmen. Seit 2006 selbständig als Webentwickler und Website-Betreiber, 2007 Gründung von Selbständig im Netz.

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