Der zweite wichtige Faktor bei der Steigerung der eigenen AdSense-Einnahmen sind die Klickpreise.
Je höher die Vergütung pro Klick auf eine AdSense-Anzeige auf der eigenen Website ist, umso mehr kann man insgesamt verdienen.
Doch wie kann man die AdSense-Klickpreise steigern?
In diesem Artikels stelle ich 5 Tipps vor, wie man die Klickpreise der eigenen AdSense-Anzeigen optimieren kann.
Dieser Artikel ist Teil des 15-teiligen AdSense Guides.
Inhalt
ToggleKlickpreis-Optimierung für AdSense
Die Klickpreise bei Google AdSense sind ein ganz wichtiger Faktor für höhere Einnahmen.
Da kann man noch so viele Klicks durch ein optimiertes Anzeigen-Layout und durch viel Traffic generieren, wenn pro Klick auf eine AdSense-Anzeige nur ein paar Cent eingenommen werden, wird man nicht viel verdienen.
Steigert man aber die Einnahmen pro AdSense-Klick, kann man bei gleichem Traffic deutlich mehr verdienen.
Deshalb sollte man sich mit der Optimierung der AdSense-Anzeigen hinsichtlich der Klickpreise beschäftigen.
Im Folgenden stelle ich 5 Methoden vor, mit denen man den Klickpreis steigern kann.
Google AdWords Keyword Tool
Das Google AdWords Keyword Tool wird von Google selber bereit gestellt.
Damit kann man zum einen Keywords recherchieren und sich anschauen, wie oft diese im Monat im Schnitt gesucht werden.
Für uns ist aber in diesem Fall viel wichtiger, dass man damit auch sehen kann, wie teuer es für AdWords-Werbekunden im Schnitt ist, bei den Keyword zu werben. Um die geschätzten Klickpreise zu sehen, muss man allerdings mit seinen Google-Konto angemeldet sein.
Nun kann man in dem Formular entweder bestimmte Keywords eingeben oder die URL der eigenen Website. Bei letzterem analysiert Google die eigene Website und liste die passenden Keywords auf.

Mit diesem Tool kann man auf die Suche nach Themen/Keywords gehen, die besonders hohe Klickpreise haben. Auch wenn die Klickpreise für die Google-Suche gelten, so kann man davon ausgehen, dass diese Keywords auch im Content-Netzwerk (also AdSense) gute Klickpreise erzielen.
Darauf basierend kann man dann neue Artikel im eigenen Blog oder auf der eigenen Website verfassen.
Lukrative Themen mit Analytics finden
Es gibt die Möglichkeit Google AdSense und Google Analytics zu verknüpfen. Das sorgt dafür, dass in Analytics auch die AdSense-Einnahmen angezeigt werden.
Unter „Content > AdSense > AdSense-Seiten“ werden z.B. die AdSense Einnahmen pro URL (Artikel) anzeigt. Dort sieht man unter anderem die Klickrate und den eCPM. Letzterer zeigt an, wie hoch die Einnahmen pro 1.000 Einblendung sind.
In dem man den eCPM mit der Klickrate verrechnet, kommt man auf die Einnahmen pro Klick.
Hat man also z.B. einen eCPM von 5 Euro und eine Klickrate von 2% bei einem Artikel, kann man den Klickpreis wie folgt ausrechnen:
5 Euro / (1.000 * 0,02) = 0,25 Euro pro Klick
Eine Klickrate von 2% entspricht also 20 Klicks pro 1.000 AdSense-Einblendungen. Und 5 Euro durch 20 Klicks sind 0,25 Euro pro Klick.
Das hilft sehr dabei die Themen der eigenen Website zu finden, die besonders gute Klickpreise mit sich bringen.
Diese Auswertung kann man übrigens per CSV exportieren und dann in Excel oder einer anderen Tabellenkalkulation den Klickpreis ausrechnen lassen.
AdSense Positionierung
Die dritte Möglichkeit für höhere Klickpreise zu sorgen ist die richtige Positionierung im Code. Es ist nämlich so, dass der erste im HTML-Code vorkommende AdSense-Block auch die profitabelsten Anzeigen bekommt.
Deshalb sollte der erste im Code vorkommende AdSense-Block auch die höchste Klickrate haben.
Manche bauen im Header einen AdSense-Block ein und dann im Text noch einen. Meist hat aber der AdSense-Block im Text die höhere Klickrate. Leider bekommt in diesem Fall der AdSense-Block im Header die Anzeigen mit den höchsten Klickpreisen und der häufiger angeklickte Block im Text bekommt Anzeigen mit niedrigeren Klickpreisen.
Deshalb sollte man mit Hilfe von CSS dafür sorgen, dass auf jeden Fall der AdSense-Block mit der höchsten Klickrate auch im Quellcode der Website als erstes kommt.
Kategorie Filter
AdSense selber bietet ebenfalls Möglichkeiten zur Optimierung der Klickpreise an. Leider handelt es sich um keine direkte Möglichkeit die Preise zu beeinflussen, sondern eher um indirekte Methoden.
Im Reiter „Anzeigen zulassen und blockieren“ im eigenen AdSense Account wählt man „Content Seiten“ aus. Rechts gibt es nun ein paar weitere Reiter. Wir wählen den Punkt „Allgemeine Kategorien“ aus.
Dort werden thematische Kategorien für Anzeigen aufgelistet. Recht daneben sieht man 2 Spalten die sehr wichtig sind. Zum einen die Spalte „% Anzeigenimpressionen (in den letzten 30 Tagen)“ und zum anderen die Spalte „% Einnahmen (in den letzten 30 Tagen)“.
Findet ihr dort eine Kategorie, die prozentual recht häufig angezeigt wird, aber prozentual deutlich weniger Einnahmen eingebracht hat, so scheint es sich nicht um sehr profitable Anzeigen zu handeln. Also z.B. 5% Anzeigenimpressionen aber nur 0,5% Einnahmen.
Idealerweise liegen die %-Einnahmen gleich oder höher als die %-Anzeigenimpressionen.
Aber vorsichtig, nur weil eine Kategorie mit z.B. 30% Einnahmen und 40% Anzeigenimpressionen hier etwas schlechter dasteht, würde ich sie nicht pauschal blocken. Schließlich verdient man damit sehr viel.
In diesem Fall sollte man sich die Unterkategorien anschauen. Finden sich dort Unterkategorien mit einem hohen Prozentsatz bei den Einblendungen, aber niedrigem Prozentsatz bei den Einnahmen, könnte man diese Unterkategorie blocken.
Dasselbe gibt es auch noch für sensible Kategorien. Diese möchte man aber eigentlich fast alle deaktivieren, außer es passt zum eigenen Website-Thema.
Übrigens kann man diese Kategorie-Filterung für alle Websites gesammelt vornehmen oder pro eigener Website.
Unprofitable Werbekunden blockieren
Die fünfte Maßnahme ist das Blockieren einzelner Werbekunden.
Dazu geht man im Reiter „Anzeigen zulassen und blockieren“ auf den „Unter-Reiter“ „Werbetreibenden-URLs“. Dort kann man URLs von Websites eingeben, die nicht auf den eigenen Seiten per AdSense Anzeigen schalten sollen.
Doch welche Werbekunden sollte man blockieren?
Zum eine gibt es im Netz immer wieder Listen mit URLs, die man bei AdSense blocken sollte. Das ist zumindest ein guter Anfang, da diese Listen in der Regel minderwertige Websites enthalten, die immer nur das Minimum bieten und deshalb nur sehr niedrige Klickpreise bringen.
Ich selber schaue mir zudem immer mal wieder die AdSense-Anzeigen auf meinen Seiten an und wenn etwas unseriös erscheint, rufe ich von Hand die URL der Seite auf und wenn sich mein Eindruck bestätigt, dann blockiere ich die URL ebenfalls. Unseriöse Werbekunden haben meist nicht nur niedrige Klickpreise, sondern natürlich verärgert man auch die eigenen Leser damit.
Einfacher geht die Überprüfung einzelner Anzeigen im Unter-Reiter „Anzeigen (Überprüfungszentrum für Anzeigen)“. Dort sieht man aktuelle Anzeigen von Werbekunden, die auf der eigenen Website erscheinen. Diese kann man dann einzeln blockieren, wenn man das Gefühl hat, dass sie nicht passen oder nicht seriös sind.
Leider sieht man hier nirgendwo die tatsächlichen Klickpreise und deshalb ist die Blockierung einzelner Werbekunden eher eine Gefühlssache, als eine genauer Wissenschaft.
Aus meiner Erfahrung kann ich aber sagen, dass seriöse Werbekunden oft auch bessere Klickpreise haben.
Fazit
Die Optimierung der Klickpreise ist auf direktem Wege eher schwer möglich. Stattdessen hat man mehrere indirekte Möglichkeiten höhere Klickpreise zu realisieren.
Das fängt bei der Auswahl von Themen mit hohen AdSense-Klickpreisen an, geht über die richtige Positionierung der AdSense-Anzeigen im Code bis hin zur Blockierung unprofitabler Anzeigen-Kategorien und Werbekunden.
Mit diesen Maßnahmen konnte ich die Klickpreise meiner AdSense-Anzeigen deutlich steigern.
So geht es weiter
Im nächsten Teil der Serie geht es um ein verwandtes Thema. Ich gehe darauf ein, warum es wichtig ist für relevante/passende AdSense-Anzeigen zu sorgen und wie man das macht.
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