Social Media Automatisierung – Praktische Tipps und die Frage nach dem Sinn

Social Media Marketing gehört heute in vielen Branchen einfach dazu.

Ob man auf Twitter interessante Infos und Know How verbreitetet oder ob man in Google+ und Facebook mit potentiellen Kunden in Kontakt tritt, das Social Web ist zu einem wichtigen Marketing-Kanal geworden. Jedoch ist dies oft sehr zeitaufwändig und Zeit ist immer knapp.

In diesem Artikel werden Lösungen vorgestellt, mit denen man das Social Media Marketing automatisieren kann.

Zudem wird der Frage nachgegangen, was die Vor- und Nachteile dieser Automatisierung sind und ob dies überhaupt Sinn macht.

Social Media Marketing

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Wer kann sich heute noch eine Online-Welt ohne Facebook, Twitter, XING und Co. vorstellen?

Gut, man muss nicht alles nutzen, aber gänzlich raushalten kann man sich als internetaffines Unternehmen oder Selbständiger eigentlich nicht.

Die Möglichkeiten Reichweite aufzubauen und viel mehr Interessenten zu erreichen, als das mit klassischen Werbemitteln möglich wäre, kann man einfach nicht ignorieren. Zudem kostet es auch weniger Geld.

Dafür kostet es allerdings Zeit und die ist ebenso knapp.

Deshalb ist es sinnvoll zu überlegen, welche Social Media Aktivitäten man automatisieren kann.

Praktische Tipps, um das Social Media Marketing automatisieren

Im Folgenden möchte ich 3 Möglichkeiten vorstellen, wie man Social Media Marketing Maßnahmen automatisieren kann.

Plugins
Ich bin passionierter WordPress-Nutzer und möchte deshalb 3 Plugins vorstellen, die bei der Automatisierung des Social Media Marketing helfen.

WP to Twitter
Das Plugin WP to Twitter bietet eine einfache Möglichkeit automatisch neue Artikel auf Twitter zu posten.

Man kann dabei die Tags als Twitter-Hashtags verwenden und es wird das Tracken mit Google Analytics unterstützt.

Zudem kann man auch neue Custom Post Types tweeten und Änderungen an der Blogroll. Ein weitere Feature ist die Anzeige der letzten eigenen Tweets als Widget im Blog.

Nützliches Plugin, vom dem es eine kostenpflichtige Pro-Version mit noch mehr Features gibt.

NextScripts: Social Networks Auto-Poster
Noch umfangreicher fällt das Plugin NextScripts: Social Networks Auto-Poster aus. Es unterstützt diverse Networks, wie Facebook, Google+, Twitter, Pinterest*, LinkedIn und viele weitere.

Die Free-Version erlaubt 1 Account pro Network und bietet schon sehr viele Funktionen, während man in der kostenpflichtigen Pro-Version so viele Accounts pro Netzwerk anlegen kann, wie man möchte. Zudem kann man hier z.B. zeitgesteuert Beiträge an die Social Networks senden.

Für die meisten reicht die Free-Variante völlig aus. Wer dennoch alle Features möchte, für 49 Dollar gibt es die Pro-Variante.

Ein sehr interessantes Plugin.

Tweet Old Post
Das Plugin Tweet Old Post macht genau das, was der Name verspricht.

Die Einrichtung ist etwas kompliziert, aber dann werden automatisch ältere Artikel per Tweet veröffentlicht. Damit kann man das eigene Artikel-Archiv etwas pushen.

Man kann bestimmte Kategorien und auch einzelne Artikel davon ausschließen. Auf diese Weise könnte man z.B. News, die ja mittlerweile veraltet sind, von der Veröffentlichung als Tweet ausnehmen.

ifttt
Eine weitere Möglichkeit ist der Online-Service “if this than that”, kurz ifttt.com.

Und genau das macht dieser Service auch. Wenn etwas bestimmtes passiert, kann man etwas anderes passieren lassen.

Man kann damit z.B. einstellen, dass bei einem neuen Blogartikel automatisch ein Tweet erstellt oder der Artikel automatisch gebookmarked wird.

Es gibt mittlerweile eine ganze Menge von sogenannten Rezepten, die man nutzen kann. Ich werde den Service in Zukunft sicher nochmal ausführlich vorstellen.

In einer Artikelserie habe ich übrigens noch viele weitere nützliche Online- und Desktop-Tools für Social Media Nutzer vorgestellt.

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Vor- und Nachteile der Automatisierung

Doch die Automatisierung des Social Media Marketing hat nicht nur Vorteile. Im Folgenden möchte ich auch auf die Nachteile eingehen.

Vorteile:

  • Man spart eine Menge Zeit bei der Publikation auf Social Media Kanälen.
  • Die vorhandenen Lösungen sind einfach und meist kostenlos oder zumindest kostengünstig.
  • Damit schafft man sich eine gute Grundlage im Social Web.

Nachteile:

  • Es ist durch die Automatisierung nicht so gut steuerbar.
  • Es handelt sich lediglich um Push-Maßnahmen, welche die reine Publizierung von Inhalten im Social Web betreffen. Doch Social Media Marketing ist weit mehr. Es ist Kommunikation und die ist nicht zu automatisieren.
  • Wenn man es übertreibt, dann kann es auch schon mal zur Sperrung kommen.

Wie man sehen kann, gibt es ebenso Nachteile, die man nicht unterschätzen sollte.

Kann man wirklich alles automatisieren?

Deshalb kann man unter dem Strich auch nur darauf hinweisen, dass die Automatisierung allein keinen Erfolg bringen wird. Social Media bedeutet vor allem Kommunikation und diese kann man nicht automatisieren.

Aus diesem Grund ist die automatisierte Verbreitung von Inhalten nur ein Baustein. Zusätzlich ist es wichtig, dass man sich zumindest in den für einen selbst wichtigsten Social Networks regelmäßig blicken lässt und antwortet, retweetet, teilt, kommentiert, liked etc..

Erst mit dem Austausch mit anderen Nutzern und einem Geben und Nehmen entfaltet Social Media seinen wirklichen Nutzen.

Habt ihr eure Social Media Veröffentlichungen automatisiert?

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7 Gedanken zu „Social Media Automatisierung – Praktische Tipps und die Frage nach dem Sinn“

  1. Ich finde, man merkt bei diesen automatisch erzeugten Nachrichten meistens, dass sie automatisiert sind, vor allem wenn nicht mal ein persönlicher Kommentar dabei steht. Das wirkt sofort langweiliger und motiviert nicht gerade den Link anzuklicken.

    Daher würde ich bei einer teilautomatisierten Lösung darauf achten, dass man noch einen persönlichen Kommentar mit angeben kann.

    Antworten
  2. Ich habe gerade Jetpack auf meinem Blog gelöscht. Das war mir irgendwie zu schwer. Jetzt muss ich halt einzelne kleinere Plugins suchen, die meine Postings zu den sozialen Netzwerken schicken. Ich glaube das ist besser.

    Antworten
  3. Ich bin da mittlweile auch sehr vorsichtig geworden was Automatisierung im Bereich Social Media angeht.. Habe 6 Monate lang in einer Firma Social Media Beiträge analysiert und gesehen wie schnell man automatisierte Beiträge filtert.. lieber selber schreiben :-)

    Antworten
  4. Sehr schöner Artikel, danke Peer. Bei mir war es so, dass ich als Blogger recht schnell auf den Gedanken “Automatisierung” gekommen bin. Das lag zum eine daran das ich Entwickler bin und zum anderen, dass man doch häufig die selben Schritte nach dem Artikelschreiben tut. Daher denkt man schnell das Automatisierung etwas bringt.
    Mittlerweile bin ich komplett weg davon. Ich lasse nichts mehr Automatisch veröffentlichen. Das kostet zwar mehr eit, aber die Zeit lohnt sich. Ich gehe dadurch selbst in die Netzwerke. Lese die ein oder andere interessante Nachricht und reagiere darauf. Das bringt persönliche Kontakte und auch den Vorteil, dass man schnell auf Antworten reagiern kann. SM ist halt eine Kommunikationsform und dies bedeutet, dass man in beide Richtungen kommunizieren sollte.
    Alles andere bringt nur kurzfristig etwas und bndet Leser oder Fans nicht wirklich.
    Mine Meinung!
    Stefan

    Antworten
  5. Ich bin der Meinung, man kann nicht alles automatisieren und es macht auch nicht immer Sinn. Je nach Anwendungsfall macht es oder weniger Sinn. Und wie Jonas schon richtig gesagt hat, bei vollautomatisierten Lösungen bekommen das die User mit. Oder sehen vielleicht das nur die Online affinen Leute so etwas?

    Antworten
  6. Ich nutze bisher überhaupt keine sozialen Medien aber die automatisierte Übergabe neuer Inhalte an deren Apis klingt interessant. Dadurch könnte man bestehende Leser oder Leute mit den richtigen Interessen zu den passenden Artikeln führen.

    Aber der Anfang dürfte sehr schwer werden bevor man die 100 Freunde oder Follower zusammen hat, denke ich mir. Wie geht man das anfangs am besten an?

    Antworten
  7. Hallo,

    sorry das ich hier mal widersprechen muss.

    Sein eigenen Content zu teilen um möglich auch alle Leser/ Kunden theoretisch erreichen zu können, ist nicht nur weit weniger – es ist doch sehr weit weg vom Begriff “Marketing”.
    Wenn jemand ein Buch schreibt und es in mehr als 2 Buchläden verkauft, betreibt er dann auch Marketing?? Sicherlich nicht.
    Auch das erneute einbringen von älteren Artikel ist völlig in Ordnung um somit neue Kunden/ Leser zu finden und anzusprechen, Ein Buch steht ja auch nicht nur solange im Laden, bis das erste mal nachbestellt werden muss – sonst würden viele keine älteren Bücher mehr kennen..

    Also es geht hier in diesen Artikel um die eigentlich Teilung vom Content, da nicht jeder Leser/ Kunde die Google Suche nutzt um den Artikel zu finden und um meine schon vorhanden Kreise weiterhin informieren zu können – leider(ein Glück) nutzen eben nicht alle nur ein Netzwerk. Das

    Um dieses auch schnell und einfach machen zu können, kann man entsprechende Tools/ Plugins nutzen. Diese Tools/ Plugins gibt es schon so lange, dass so ein Beitrag nicht ins Jahr 2014 gehört, nicht mal mehr in das Jahr 2013.

    Auch macht es keinen Unterschied dieses per Hand oder per Tool zu machen, denn kenne kaum noch eins, welches nicht die unterschiedlichen Einleitung auf den nötigen Netzwerken ermöglicht. Somit ist es dann völlig das gleiche wie mit der Hand geschrieben und den Link reingesetzt, eben nur einfacher..
    Somit ist auch der Begriff automatisch dann in diesem Fall nicht mehr passend, die unterschiedlichen Einleitungen muss und sollte man selbst anpassen, was genauso Zeit kostet und kaum einen Schreibzeit-Unterschied ausmacht, spare mir aber das zwischen den Netzwerken hin und herspringen.

    Auch liegt der Hintergrund dafür sicher nicht bei “langweilig”, es kommt auf die Vorschau verschiedener Netzwerke und vor allem zu verhindern, den sonst mehrfach wiederkehrenden gleichen Content in Suchen zu finden, welche sich nicht positiv auswirken in Suchmaschinen.

    Dabei sollte man nicht nur mal an private Blogs denken, vielmehr mal sich auch überlegen – was es ohne diese Hilfsmittel (welche ja gar nichts ändern, wenn man sie richtig bedient) für Redaktionen bedeuten würden mit einer hohen Anzahl vom täglichen Content, welcher auch recheriert, geschrieben und optimiert ins Netz muss.

    Ein “nur Verbreiten” fängt dann zum Bsp. mit dem möglichen “spammen” in 70 verschiedene Facebook Gruppen an usw. – welches aber ein ganz anderes Thema erst ist, aber auch mit Tools möglich ist.

    Hier wird einfaches “zeigen/ teilen” mit “verbreiten und bewerben” verwechselt, jeder private Blog oder User macht dieses auch – manche kennen das Wort “Marketing” davon nicht mal…

    Liebe Grüße
    Gunnar

    Antworten

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