Lärm im Home Office: So gehst du mit lauten Geräuschen um!

Lärm im Home Office: So gehst du mit lauten Geräuschen um!Für viele Selbstständige ist das Home Office inzwischen selbstverständlich geworden. Doch was auf den ersten Blick so praktisch und einfach erscheint, birgt auf den zweiten meist einige Nachteile und Probleme. Lärm zum Beispiel.

Denn wo Büroräume oder Coworking Spaces meist mit Menschen gefüllt sind, die ebenfalls nur arbeiten, ist das in den eigenen vier Wänden ein wenig anders.

Dort renoviert der Nachbar schon einmal sein Badezimmer, auf der anderen Seite der Straße wird gerade gebaut, die Wiese vor dem Haus wird wöchentlich gemäht und die Kinder in der Nachbarschaft verstehen sich zwar toll mit den eigenen Kids, beim Arbeiten hilft euch das Geschrei aber nun nicht unbedingt.

Wie ihr mit Lärm im Home Office umgeht, darum soll es im heutigen Artikel gehen. Weil ich selbst immer wieder Probleme damit hatte, habe ich hier ein paar meiner Tipps und Tricks zusammengesucht, um Lärm im Home Office zu bekämpfen oder effektiv zu umgehen. Vielleicht helfen sie euch ebenfalls.

Lärm im Home Office

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Wozu einen teuren Büroraum mieten, wozu den langen Arbeitsweg im Kauf nehmen, wo doch alles auch in einem Home Office erledigt werden kann.

So bleibt man trotz Selbstständigkeit in der Nähe seiner Familie, hat alle Annehmlichkeiten, die die eigenen vier Wände so bieten, und spart sich lange Fahrten oder Umwege zur Arbeit.

Doch Lärm kann die Arbeit im Home Office erschweren. Im Folgenden gibt es praktische Tipps gegen Lärm.

1. Lärm im Home Office mindern

Da ich eine Vergangenheit in der Musik habe, bin ich ein großer Freund von hochwertigen Akustikabsorbern geworden. Die gibt es aus Holz, Stoff und vielen anderen Materialien und sie wirken tatsächlich wahre Wunder.

Doch bevor ich euch nun (weiter unten) kostenpflichtige Absorber empfehle, wollte ich erst einmal ein paar kostengünstige Methoden nennen.

Gegen Schall und Raumklang helfen beispielsweise Teppiche sehr gut. Nicht kleine Läufer, sondern wirklich dicke Teppiche, die das oft verbaute Laminat am Fußboden zusätzlich dämmen. Ist der Raum sehr leer, können Gardinen oder Wandbilder aus Stoff ebenfalls Echos und unangenehme Geräusche mindern.

Möbel helfen natürlich auch. Ich selbst habe im Home Office gerne wenig stehen, damit alles aufgeräumt ist, aber Möbel, Bücherregale, eben alles was Raum einnimmt, reduziert ebenfalls den Schall und sorgt so für ein ruhigeres Home Office.

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2. Arbeitszeiten klug wählen

Manchmal hilft es schon seine Arbeitszeiten ein wenig zu verschieben. Ihr könnt euch aufregen und euch gestört fühlen wie ihr wollt, doch ihr werdet eure Umwelt vermutlich nicht so schnell verändern können. Da ist es oft sinnvoller seine Arbeitszeiten einfach zu verlegen. Vielleicht arbeitet ihr Nachts ruhiger, vielleicht reicht es schon, am Morgen ein paar Stunden länger zu schlafen, um einen Störfaktor in der Früh zu umgehen.

Wer gegen Lärm in seiner Umgebung kämpft, sollte flexibel bleiben. Denn ein Kampf mit den Nachbarn kostet Zeit und Nerven, seine Arbeitszeiten zu verlegen, ist hingegen meist problemlos möglich. Schließlich ist genau das einer der Vorteile im Home Office. Arbeitet dann, wenn es in eurem Umfeld verhältnismäßig ruhig ist.

3. Einfach mal eine Pause einlegen

Mir persönlich hat noch etwas anderes sehr geholfen. Früher habe ich mich immer schnell aufgeregt, wenn eine Lärmquelle entstand. Ich wollte unbedingt weiterarbeiten oder etwas zum Ende bringen und der Lärm störte eben einfach dabei, was meine Stimmung entsprechend auflud und mich sauer machte. Heute sehe ich das anderes.

Wenn der Rasenmäher mal wieder zu laut ist, der Nachbar plötzlich bohrt oder die Straßenreinigung im Schneckentempo vor meinem Fenster vorbeifährt, mache ich einfach eine kurze Pause. Mal reicht es einen Kaffee zu kochen, mal gehe ich eine Stunde mit dem Hund raus oder ziehe seinen Spaziergang entsprechend vor.

Für mich hat sich das als sehr effektiv erwiesen. Komme ich wieder, ist der Lärm meist verschwunden und meine Laune hat sich deutlich verbessert, weil ich die Zeit nicht mit Ärger verschwendet, sondern effektiv genutzt habe.

Arbeiten wäre bei dem Lärm eh nicht möglich gewesen, weshalb die vorgezogene Mittagspause ideal war. Kann ich nur empfehlen. Statt sich aufzuregen, einfach mal eine Pause machen.

4. Arbeiten mit Kopfhörer

Okay, das ist nicht für alle möglich, ich gebe es zu, doch wer programmiert, Papierkram erledigt oder Routinearbeiten auszuführen hat, der kann sich hin und wieder auch einfach mal den Kopfhörer aufsetzen und Lärm mit Musik bekämpfen. Klappt bei mir ganz gut.

Einfach die eigene Musik einschalten, um den Lärm der anderen auszublenden. Die muss, bei den guten Kopfhörern heutzutage, nicht einmal besonders laut sein, um den Lärm der anderen zu übertönen.

Auch das ist effektiv, jedoch zugegebenermaßen nicht bei jeder Art von Arbeit möglich. Natürlich will man auch nicht immer Musik hören.

5. Lärmschutz einsetzen

Wenn es gar nicht mehr anders geht, helfen Ohrstöpsel aus Wachs oder Silikon. Ich persönlich nehme gerne die aus Wachs, weil sich diese frei formen lassen und sich somit perfekt an das eigene Ohr anpassen, wenn sie warm und weich geworden sind. Für mich eine kleine Wunderwaffe, weil sie viele Geräusche tatsächlich komplett eliminieren oder zumindest so schwach werden lassen, dass sie einfach nicht mehr stören.

Manchmal nutze ich Ohrstöpsel auch einfach so. Denn selbst wenn es vermeintlich ruhig ist, wird es mit den Ohrstöpseln noch deutlich ruhiger und jegliches Summen und jeglicher Autolärm im Hintergrund verschwindet. Das tut manchmal wirklich gut.

Auch Ohrstöpsel kann ich also nur empfehlen, wenn der Lärm mal wieder zu stark wird oder ihr einfach für einen Moment vollkommene Ruhe benötigt. Sind nicht allzu teuer, gibt es in jeder Apotheke und bei mir helfen sie richtig gut.

6. Einfach mal den Raum wechseln

Es ist so einfach, dass viele gar nicht daran denken. Gemeint ist das Wechseln des Raumes. Denn wenn über oder vor dem Home Office gerade viel los ist und jede Menge Lärm entsteht, gilt das nicht zwangsläufig für das Wohnzimmer, welches vielleicht am anderen Ende der Wohnung und damit deutlich ruhiger liegt.

Einfach mal den Raum wechseln, kann also wahre Wunder wirken, wenn im Home Office Lärm zu hören ist, der euch von der Arbeit abhält. Kann ich nur empfehlen, auch wenn es natürlich unschön ist, aus dem geordneten Home Office vertrieben zu werden und dann auf der Couch arbeiten zu müssen. Aber manchmal geht es eben nicht anders.

7. Akustikabsorber? reduzieren den Raumklang

Als ich in Richtung Minimalismus ging, habe ich schnell gemerkt, dass wenig Gegenstände in einem Raum den Nachteil haben, dass viel Hall entsteht. Auch im Home Office sind meist nicht allzu viel Möbel zu finden, weshalb Akustikabsorber dafür sorgen können, den Raumklang drastisch zu reduzieren. Denn je weniger Raumklang vorhanden ist, desto angenehmer und ruhiger wird meist die Umgebung. Da geht es gar nicht so sehr um laut wahrnehmbare Klänge oder Geräusche, sondern wirklich um eine Art Gefühl von Mikrotönen, die durch den Raum schwingen. Kaum wahrnehmbar, aber sobald sie weg sind, ist alles plötzlich ruhiger und dumpfer.

Ein paar Akustikabsorber an der Wand und ein oder zwei Elemente an der Decke, wirken da wahre Wunder. Kann ich nur empfehlen. Der Raumklang wird deutlich angenehmer, das Gefühl allgemein ruhiger und ein ebenfalls handfester Vorteil ist, dass der Ton für Mikrofone und YouTube-Aufnahmen gleich automatisch mit verbessert wird. Denn Mikrofone neigen eben auch dazu, all die kleinen Klänge mit aufzunehmen, die gar nicht so bewusst auffallen, aber eben durchaus vorhanden sind. Akustikabsorber vernichten diese.

Ich kann euch Absorber von Basotect* ans Herz legen. Sehen in Wabenform ganz gut aus, wenn sie an der Wand befestigt werden, erfüllen ihren Zweck und sind nicht allzu teuer. Ein wenig Geld müsst ihr allerdings schon in die Hand nehmen und je günstiger es sein soll, desto dünner und schlechter wirken die Akustikabsorber meist. Also nicht am falschen Ende sparen und beim Kauf stets auf Material und Dicke achten.

Was sind deine größten Probleme im Home-Office?

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Lasst euch vom Lärm im Home-Office nicht ärgern

Meine persönliche Geschichte mit Lärm im Home Office ist, dass ich mich früher schnell davon habe ärgern lassen. Da gab es ein Geräusch, ich wollte arbeiten, wurde sauer, diese Stimmung nahm dann mein Hund auf und wurde unsicher, worauf ich mich über mich selbst ärgerte und so wurde der Ärger größer und größer. Am Ende war ich unglücklich, genervt und an Arbeit war gar nicht mehr zu denken.

Da Nachbarn, Umgebung und Lärm aber nicht verschwinden, musste ich im Home Office damit leben lernen. Mit den Tipps und Hilfsmitteln von oben, ist mir das ehrlich gesagt recht gut gelungen. Vielleicht sind diese für euch auch eine Hilfe.

Falls ihr selbst noch Tipps und Tricks habt, schreibt sie doch gerne in die Kommentare. Gegen Lärm kann es nie genug praktische Tipps geben, wie ich finden.

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8 Gedanken zu „Lärm im Home Office: So gehst du mit lauten Geräuschen um!“

  1. Moin!

    Bei Noise-Canceling-Kopfhörern lässt sich auch nur die Canceling Funktion einschalten, wenn man auch ohne Musik Ruhe haben möchte.

    Antworten
    • Ich suche eher was für Kindergeschrei, habe gehört, dass die Frequenzen bei noise-cancelling-Kopfhörern da nicht helfen, oder?

      Antworten
      • Das stimmt, selbst die besten NC-Kopfhörer können den Frequenzbereich der Sprache und höher nicht wirklich unterdrücken. Für mich hat sich weißes Rauschen als hilfreich erwiesen. Wenn man Noise-Cancelling mit dem weißen Rauschen verbindet, kann man einen Großteil der Umgebungsgeräusche überdecken. So höre ich die den ganzen Tag schreienden Nachbarskinder zumindest nicht mehr und kann einigermaßen konzentriert arbeiten.

        Antworten
  2. Ich persönlich höre den ganzen Tag während der Arbeit Musik über meine Kopfhörer, wenn ich mich Mal extrem konzentrieren muss, dann schalte ich die Musik aus uns lasse nur dir Kopfhörer auf. Die Kopfhörer an auch schotten schon so viel Lärm ab, dass reicht vollkommen :). Einziges Problem ist, dass mich irgendwann alle meine Lieder nerven, weil ich sie zu oft höre :D

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  3. Die investition in einen guten NC Kopfhörer ist das Geld wert. Ob mit oder ohne Musik kann man sich sehr gut focusieren. Ich möchte nicht mehr drauf verzichten.

    Gruß
    Guido

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  4. Vielen Dank für den Beitrag zum Thema Störgeräusche während der Arbeit. Ich habe während meiner Selbstständigkeit in einem Coworking Space gearbeitet. Dort wurde Sound Masking eingesetzt, um den Geräuschpegel niedrig zu halten. Gut zu wissen, dass man auch mit Kopfhörern, mit oder ohne Musik, eine angenehmere Arbeitsatmosphäre schaffen kann.

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  5. Es ist auch die Frage, ob einem zuhause nicht irgendwann “die Decke auf den Kopf” fällt. Nicht jeder hält es einen langen Arbeitstag in einer kleinen Wohnung aus. Es gibt Tätigkeiten und sogar Weiterbildungen, wo mittels Webcam die Anwesendheit des Arbeitnehmers bzw. Azubis kontrolliert werden kann. Zeiterfassungssysteme kontrollieren die Arbeitszeit zuhause am Computer (Home Office, auch Weiterbildungsmaßnahmen vom Arbeitsamt / Jobcenter).
    Das Zuhause kann schnell von einem Ort der Erholung zu einem Ort der Anspannung, von Stress und psychischer Belastung werden.
    Findet die Arbeit an einem anderen Ort statt, kann man sich zumindest räumlich von der Arbeit trennen. Bei einem Home Office geht das nicht mehr. Der Wert der eigenen vier Wände als Ort des Rückzugs und der Erholung geht verloren.

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    • Ja, das stimmt. Deshalb muss jeder Arbeitnehmer für sich herausfinden, was funktioniert und was nicht. Und als Arbeitgeber muss man auch lernen zu vertrauen und auf die Ergebnisse schauen. Überwachung ist da auch eine sehr veraltete Herangehensweise.

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