Welche Mobile App passt zu meinem Unternehmen?

Heute gibt es kaum noch ein Unternehmen, welches nicht im Internet wirbt, verkauft oder sich vernetzt. Durch das immer mobiler werdende Publikum ist es für viele Unternehmen wichtig, die Kunden und Interessierte überall und jederzeit mit Angeboten versorgen zu können. Mit Mobile Apps können die eigenen Angebote in die Hosentaschen der Kunden transportiert werden.

Allerdings gibt es viele Optionen für mobile Anwendungen und alle haben ihre Vor- und Nachteile. Oft ist es schwierig zu entscheiden, welche App zu welchem Unternehmen passt und wie der effizienteste Weg zu den Nutzern gestaltet werden soll.

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Welche Vorteile hat eine Mobile App für mein Unternehmen?

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Für die App Entwicklung haben Unternehmen die unterschiedlichsten Gründe. Manchmal soll der eigene Service verbessert werden, oder das Unternehmen verspricht sich die Erschließung einer neuen Zielgruppe. Häufig ist der Grund auch nur der Wunsch nach einem besseren Image oder eine Werbemaßnahme.

  • Reichweite:
    Wer sich jetzt fragt, wozu er als Unternehmer überhaupt eine eigene App braucht, dem sei gesagt: Laut Statista betrug der Internet-Traffic über mobile Endgeräte im Jahre 2014 durchschnittlich 2,5 Exabyte pro Monat (das sind 30 Trillionen Bytes im ganzen Jahr!). 2015 wird sich diese Zahl vermutlich beinahe verdoppeln und für das Jahr 2019 werden fast 25 Exabyte pro Monat prognostiziert!
    Gleichzeitig steigen immer mehr Nutzer von PCs auf Smartphones, Tablets usw. um. Der Anteil mobiler Daten am gesamten Traffic liegt bei derzeit ca. 5%; im Jahr 2019 wird der Anteil bei fast 15% liegen. Das heißt, dass die Verfügbarkeit über mobile Geräte für die allermeisten Firmen existentiell ist und immer bedeutender wird. Darüber hinaus sind manche Zielgruppen schon heute kaum noch über konventionelle Kanäle zu erreichen. Im Gegensatz dazu boomt der Markt der Mobile Apps und Games!
  • Erschließung neuer Marketinginstrumente:
    Auch durch die technischen Eigenschaften der mobilen Anwendungen eröffnen sich Unternehmen neue Wege, das Marketing und die Kundenbeziehung zu verbessern. Die Synchronisation mit sozialen Netzwerken kann eine neue Form der Mund-zu-Mund-Propaganda bieten. Außerdem können eigene Produkte und Neuigkeiten viel schneller, direkter und günstiger zum Kunden gelangen, als das mit Printerzeugnissen oder auch E-Mails der Fall ist.
  • Kundenbindung:
    Die meisten Apps laden sich die User auf ihre Geräte herunter. Es gibt kaum einfachere Wege, als dauerhaft im Gedächtnis von Kunden zu bleiben!
  • Feedback:
    Es kann auch von großem Vorteil sein, ein direktes Kundenfeedback zu erhalten. Nachrichten innerhalb von Apps können schnell versendet und ausgewertet werden.
  • Image:
    Natürlich erweckt ein Unternehmen mit einer modernen und gut designten App einen jungen und professionellen Eindruck. Oft denken Kunden auch, dass Unternehmen mit guten Apps die Kundenbedürfnisse ernster nehmen.
  • Daten:
    Ein sehr relevantes Thema sind die Daten der Kunden, die mithilfe von Apps einfach und effektiv gesammelt werden können. Je mehr Informationen ein Unternehmen über seine Kunden besitzt, desto effektiver und effizienter kann es Produkte bewerben und anbieten. Aber natürlich muss der Anbieter einer Mobile App sehr vorsichtig sein. Es sollten nur Daten gesammelt werden, die nicht zu weit in die Privatsphäre hineinreichen und juristische Grenzen sind unbedingt zu beachten und einzuhalten.

Welche Mobile App passt zu meinem Unternehmen?

Die Entwicklungskosten für eine Mobile App sind sehr unterschiedlich. Die einfachsten Apps kosten ab 2.500€; man kann für sehr komplexe Anwendungen aber auch 100.000€ ausgeben. Der Grund für die großen Preisunterschiede ist die Vielzahl verschiedener Anwendungen und Optionen.

  • Web Apps:
    Bei diesen Anwendungen handelt es sich eigentlich um normale Websites, die wie eine App aussehen. Sie werden nicht in den App Stores angeboten, sondern werden im Browser geöffnet. Das Design ist allerdings auf mobile Geräte ausgerichtet, wodurch das Handling mit dem Smartphone sehr viel einfacher wird als bei normalen Webseiten. Es ist nur eine Entwicklung (in HTML5) nötig, um alle mobilen Endgeräte erreichen zu können – unabhängig vom Betriebssystem. Web Apps sind tendenziell die günstigsten Apps. Man kann mit dieser Form von Apps auf sehr günstige Weise die Reichweite erhöhen und Marketing betreiben. Auch Daten können durch Cookies gesammelt werden. Besonders für kleinere und mittlere Unternehmen kann es sehr sinnvoll sein, die eigene Webseite mit einer Web App zu unterstützen, da mit Hilfe der App User auf die Firmenwebseite gelenkt werden können. Wenn beispielsweise ein Restaurant eine App zur Tischreservierung anbieten möchte, kann die Web App auf den Kalender der eigentlichen Website umleiten. Genauso sind zum Beispiel auch Online-Chats mit Kunden, Wetterdienste, Radio Apps, Nachrichtenstreams oder ähnliches denkbar. Unter anderen nutzen deutsche Nachrichtensender fast ausschließlich Web Apps.
  • Native Apps:
    Native Apps werden extra für ein Betriebssystem hergestellt, wodurch man die Anwendung genau an dessen Eigenschaften anpassen kann. Der große Vorteil ist, dass man die Funktionen des mobilen Geräts nutzen kann. Beispielsweise kann auf den Kalender oder die Kamera zugegriffen werden. Das hat allerdings auch seinen Preis. Insbesondere wenn für mehrere Betriebssysteme und unterschiedliche Sprachen entwickelt werden soll, kann die Anwendung leicht über 20.000 Euro kosten. Die Entwicklung lohnt sich, wenn ein größeres Unternehmen besondere Dienste durch die Apps bereitstellen möchte. Beispielsweise kann das GPS genutzt werden, um Echtzeit-Standortbestimmungen anzubieten. Insgesamt wirken native Apps durch die vielen Optionen sehr hochwertig. Doch wegen der hohen Kosten lohnen sie sich eher für große Unternehmen, deren Zielgruppe eine große Affinität zu Online-Produkten besitzt. In unserem Beispiel mit der Reservierung im Restaurant kann eine native App zusätzlich über das GPS die nächstgelegene Filiale zeigen und dorthin navigieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass die App unter Umständen auch im Offlinemodus verfügbar ist. Dies ist bei Web Apps nicht möglich, da diese im Browser laufen. Auch beliebte Chat-Apps sind nativ, um auf die Kontakte im Gerät zugreifen zu können.
  • Mobile Games:
    Die teuersten Anwendungen kosten zum Teil sechsstellige Beträge! Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine große Reichweite bei unter Dreißigjährigen, sehr gute Kundenbindung, virales Online Marketing und ein Imagegewinn sind bei guten Mobile Games möglich. Die extrem hohen Entwicklungskosten guter Spiele macht Marketing durch Mobile Games allerdings nur für sehr große Unternehmen mit der entsprechenden Zielgruppe interessant. Als Beispiele dienen Organisationen, die ein junges Publikum ansprechen und die nötigen Ressourcen haben, ein mobiles Spiel entwickeln zu lassen, wie nationale Fußballverbände oder auch Organisationen, die Jugendliche erreichen möchten. So hat der spanische Verband LFP inzwischen drei sehr aufwendige Spiele entwickelt, um die heimische Liga noch präsenter zu machen. In Kolumbien existiert eine App, die Jugendlichen spielerisch die Konsequenzen von ungewollten Schwangerschaften und die korrekte Verwendung von Verhütungsmethoden erklärt.
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Wie gehe ich vor, wenn ich eine App entwickeln lassen möchte?

Wie bei jeder Investition sollte eine gute Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt werden. Die Kosten können vorab schon einmal grob eingeschätzt werden, indem man beispielsweise ein kostenloses Online-Tool verwendet. Der Nutzen ist schon schwieriger einzuschätzen. Die Zielgruppe (eher jung oder alt? Internetaffin?) und die Struktur des Kundenstamms spielen eine Rolle. Aber man sollte auch realistisch einschätzen, ob das eigene Produkt das Potential besitzt, in App Stores oder in Suchmaschinen gute Rankings zu erzielen. Auch eine App braucht ein gutes Marketing, wobei sich einige Produkte besser zum Teilen in sozialen Netzwerken eignen als andere.

Der zweite Schritt ist die Suche nach einem geeigneten Entwickler. Geht hier mit Bedacht vor. Jeder App-Developer hat seine Stärken. Sucht nicht nach dem günstigsten oder nächsten, sondern nach dem Experten, der am besten zu Eurem Projekt passt. Folgende Checkliste könnt Ihr als Orientierung nehmen:

  1. Deine Idee:
    Überlege, was der User mit Deiner App machen kann. Was soll Deine App können, was andere nicht können? Warum gibt es Deine App bisher nicht? Was ist das Bedürfnis, welches Deine App stillt?
  2. Skizze/Mockup:
    Versuche Dir vorzustellen, wie Deine App aussieht und mache Skizzen. Dies erleichtert es später, Programmierern die Idee vorzustellen. Welches Design? Wie viele Screens sollen durchgeklickt werden? Welche Infos sind auf dem Bildschirm abgebildet, ohne dass es zu unübersichtlich wird? Wie soll von einem Screen zum nächsten gewechselt werden? Gibt es vergleichbare Anwendungen? Wenn ja, was ist an Deiner App schöner/besser/leichter?
  3. Anforderung an Entwickler:
    Mach Dir genaue Gedanken darüber, was ein Entwickler können muss, um Deine Anwendung zu entwickeln. Welche Betriebssysteme sollen bedient werden? Welche Funktionen werden benötigt (z.B. Kalender, GPS, Offline-Verfügbarkeit, Kontakte)? Native oder Web App? Brauchst du einen Experten für Design? Brauchst Du Hilfe beim Online Marketing/ASO/SEO?
  4. Projektbeschreibung:
    Die Definierung des Projekts ist ein wichtiger Schritt. Beschreibe so genau wie möglich, was Du Dir von einem Entwickler versprichst. Das Projekt muss so detailliert wie möglich beschrieben werden. Diese Beschreibung sollte man niemandem aushändigen, der nicht bereit ist, eine Vertraulichkeitsvereinbarung zu unterschreiben!
  5. Angebote einholen:
    Es existieren Preisunterschiede bei Entwicklern. Hole immer mehr als ein Angebot ein, wenn Du Deine App entwickeln lassen möchtest. Wenn die Angebote sehr weit auseinanderliegen, ist das ein Indiz dafür, dass die Beschreibung des Projekts nicht klar genug ist. Online-Portale können ein guter Ort sein, um Angebote von Entwicklern mit ähnlichen Qualifikationen vergleichen zu können.
  6. Besprechung des Projekts:
    Wenn Du Dich für einen Experten entschieden hast, solltest Du mit dem Entwickler Dein Projekt genau besprechen. Es ist immer gut, Verbesserungsvorschläge von Programmierern anzuhören und zu berücksichtigen. Ein guter Entwickler wird immer seine ehrliche Meinung sagen!

Außerdem sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass Apps gewartet und gepflegt werden müssen. Die Kosten für das Promoten der App und für eine regelmäßige Wartung sind oft noch einmal genauso hoch, wie für die Programmierung selbst.

Fazit

Apps sind ein gutes Mittel für Marketing, Kundenbindung und um Informationen über seine Kunden zu gewinnen. Allerdings sind bei der Wahl der richtigen App die Kosten im Auge zu behalten. Web Apps stellen für die meisten Zwecke eine sehr gute Alternative zu nativen Anwendungen dar. Besonders kleinere Unternehmen mit einer eher jungen Zielgruppe sollten nicht auf diese Möglichkeit zur Kundengewinnung und -betreuung verzichten!

Der Autor

Bei Yeeply, dem ersten Online-Netzwerk für App-Developer, ist Julian Jänicke International Business Developer für den deutschen Markt. Auf yeeply.com können Visionäre den passenden Entwickler für mobile Anwendungen oder auch Experten aus dem Bereich des Online Marketings finden.

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6 Gedanken zu „Welche Mobile App passt zu meinem Unternehmen?“

  1. Lieber eine App oder eine perfekte, mobiloptimierte Seite. Das ist die Frage. Google wird in Zukunft letzteres wohl noch stärker gewichten. Ich denke beides muss sein.

    Antworten
  2. Das Thema ist komplexer als es scheint – oder auch wieder nicht, je nach der Perspektive mit der es betrachtet wird.
    Der Titel “Welche Mobile App passt zu meinem Unternehmen?” zielt klar auf Unternehmen. In vielen Fällen kann da eine App nützlich sein. Der User nimmt sie aber nur an, wenn er damit tatsächlich einen Mehrwert bekommt. Wenn das Unternehmen meint dies realisieren zu können, ist das das go für die App. Ansonsten könnte die App noch aus PR + SEO Gründen entwickelt werden können.

    Für (weitgehend unbekannte) Freiberufler etc. dürfte es überwiegend schwierig werden eine User sinnvolle App auf den Markt zu bringen, der Traffic einbringt.
    Da stimme ich Timm Schaffner zu, eine gute responsive Seite mit guten Rankings könnte hier langfristig die deutlich bessere Wahl sein.

    Antworten
    • Hallo Frank,

      klar! Die Entscheidung hängt immer von den eigenen Möglichkeiten ab, weil die Investition nicht gerade klein ist.

      Insbesondere bezüglich des Mehrwerts stimme ich vollständig mit Dir überein. Niemand kann eine weitere nutzlose App gebrauchen – davon gibt es schon genug!

      Beste Grüße, Julian

      Antworten
  3. Hallo Herr Jänicke,
    Dies ist eine sehr interessante Thema.
    Jetzt verstehe ich, dass auch eine mobiloptimierte Seite oder eine App sehr wichtig für ein Unternehmen ist.

    Vielen Dank,
    Mathias

    Antworten
    • Hallo,

      vielen Dank für das Feedback.
      Heute kommt man wirklich kaum noch an dem Thema vorbei. Aber wer sich beginnt, damit auseinanderzusetzen, merkt schnell, wie spannend die Möglichkeiten sind.

      Liebe Grüße, Julian

      Antworten

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