12 Tipps, deine Schreibblockade zu überwinden – Wie du Web-Texte erstellst – Teil 8

Ob Journalist, Schriftsteller, Werbetexter, Student oder Blogger – jeder kann sie haben. Die allseits gefürchtete Schreibblockade.

Hast du es selbst schon einmal erlebt? Du sitzt stundenlang wie gelähmt vor einem weißen Blatt Papier oder dem leeren Bildschirm und nichts tut sich? Deine Gedanken machen Urlaub im wunderschönen Sansibar während der Cursor unaufhaltsam vor sich hin blinkt? Und du denkst, die Qualität deines Geschriebenen sei heute einfach nur zum K….?

Fetzt nicht. Kann und darf aber durchaus vorkommen.
Und merke: Du bist nicht allein.

Was eine Schreibblockade verursacht und wie du sie im Fall der Fälle überwinden kannst, erzähle ich dir in diesem 8. Teil der aktuellen Artikelserie „Wie du Web-Texte erstellst, aber richtig!“.

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Was Schreibblockaden verursacht

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Angeblich liegt es am Druck.

Die Angst zu versagen und kein gutes Ergebnis zu liefern, setzt die meisten so sehr unter Druck, dass kein einziger Buchstabe mehr den Weg aufs Papier oder auf den Bildschirm findet.

Wenn man sich nicht selbst unter Druck setzt, liegt es häufig an den anderen. Deadlines. Überstunden. Abgabetermine. Dabei kommen doch einige in stressigen Situationen erst so richtig in Fahrt?

Und dann gibt es da noch die Planlosen und die Zweifler.

  • Worüber will ich eigentlich schreiben?
  • Was möchte ich meinem Leser unbedingt sagen?
  • Wohin mit meinen vielen Ideen?
  • Bekomme ich die überhaupt alle in meinen Text rein?
  • Wo soll ich anfangen?
  • Wie soll ich mich ausdrücken?
  • Mir fällt das richtige Wort einfach nicht ein.
  • Kann ich das so schreiben?
  • Alles neu?
  • Oh Gott. Ich habe das Gefühl mich völlig verrannt zu haben.
  • Wie retten, was noch zu retten ist?
  • Wird der Text meinen Lesern gefallen?
  • Bringt er einen ultimativen Mehrwert? Was, wenn nicht? Wenn ich versage.
  • Was, wenn mich ein Shitstorm in den Kommentaren erwartet?

Die Ursachen für eine Schreibblockade sind so vielfältig wie die Schreiberlinge selbst.

Dabei kann dir eine Schreibblockade direkt im ersten Satz den Fahrtwind aus den Segeln nehmen. Oder auch mittendrin.

Was nun?

Eine ausweglose Situation? Keineswegs.

Die folgenden Tipps sollen dir helfen, deine Schreibblockade zu überwinden und den Knoten endlich platzen zu lassen. Lass dir gesagt sein: Damit habe ich in der Vergangenheit schon so einige leere Seiten wieder mit Leben gefüllt.

12 Tipps, deine Schreibblockade zu überwinden

  1. Mache dir einen Plan
    Ein Plan oder eine To-Do-Liste soll dir dabei helfen, regelmäßig zu schreiben. Denn die Erfahrung zeigt: Wer regelmäßig schreibt, leidet seltener unter Schreibblockaden.

    Setze dir regelmäßige, feste Termine, zu denen du mit einem bestimmten Beitrag fertig sein möchtest. Das wird dir helfen, deine Schreibblockade zu überwinden.

  2. Zeit für einen Ortswechsel
    Wenn dir zu Hause oder im Büro die Luft zum Atmen fehlt, dann schnappe dir Laptop oder Tablet und geh raus zu deinem Lieblingsplatz. Ein gemütliches Café, deine Lieblingskneipe oder einfach ein schattiges Plätzchen im Park. Plötzlich sitzt du an einem kreativen Ort und deine Gedanken beginnen zu fließen.

    Endlich! Neue Gegenden oder Erlebnisse in der Natur können Wunder bewirken. Oder besuche doch mal eine Konferenz, eine Messe oder eine Networking-Veranstaltung in deiner Nähe. Auch das kann dich auf völlig neue Ideen bringen.

  3. Schalte jegliche Störquellen aus
    Der Fernseher, der Geschirrspüler, vielleicht sogar das Telefon. Schalte jegliche Störquellen aus. Schließe unnütze Programme oder öffne sie erst gar nicht.

    Damit meine ich auch Facebook & Co., die Nachrichten, andere Blogs und Foren sowie diverse Onlineshops, dein E-Mail*-Programm und und und. Eben alles, was deine Gedanken immer wieder in die falsche Richtung lenkt und daher völlig kontraproduktiv ist.

  4. Recherchiere so wenig wie möglich, so viel wie nötig
    Ja, das mit der Recherche ist so eine Sache. Ich verfalle auch hin und wieder mal in eine mehrstündige Recherche, wenn ich mit einem Thema noch nicht besonders gut vertraut bin. Mittlerweile habe ich mir jedoch folgende Taktik angewöhnt: Maximal zwei Seiten in den Suchergebnissen von Google abgrasen, Texte auf den Webseiten überfliegen, bei Bedarf genauer lesen und dann die wichtigsten Aspekte auf einem Zettel festhalten, um dann meinen Text, gespickt mit eigenen Erfahrungen, zu verfassen.

    Wenn du zu viel recherchierst, läufst du meiner Meinung nach Gefahr, den Berg an Informationen auch in deinen Text packen zu wollen. Oder man weiß schlicht und einfach nicht, wo man überhaupt anfangen soll, kann keine Zusammenhänge herstellen und die Infos ordnen. Deshalb: Recherchiere so wenig wie möglich und so viel wie nötig.

  5. Nutze die Kreativität deines Hirns
    Schon mal ein Brainstorming gemacht? Mach das doch mal und schreibe alles auf ein Blatt Papier, was dir spontan zu deinem aktuellen Beitrag einfällt. Wildes assoziieren ist dringend erwünscht, um auch verwandte Themengebiete zu entdecken.
  6. Lies andere Texte
    Und damit meine ich nicht nur Texte anderer Blogger und Autoren, die zu deinem Thema passen, sondern auch völlig artfremde Texte. Romane, Krimis, Nachrichten, Ratgeber.

    Oder lies doch mal etwas, was du normalerweise zur Seite legst oder was du sonst direkt überblätterst. Auch Gespräche mit Freunden oder mit Kollegen, mit denen du dich zuvor noch nie unterhalten hast, können dich inspirieren und völlig neue Ideen zutage fördern.

  7. Schreib an mehreren Texten gleichzeitig
    Wenn es mit dem einen gerade nicht so läuft, dann probiere es doch mal mit einem anderen. Text. Ich bin gerade in den letzten Zügen meiner Artikelserie „Wie du Web-Texte erstellst, aber richtig!“.

    Manchmal ist es aber nicht so einfach pausenlos über das Schreiben zu schreiben. Dann hilft es mir, zur Abwechslung z. B. Texte für Peers Nischenseiten zu verfassen. Oder ich brainstorme, worüber ich in Zukunft schreiben könnte.

  8. Schreib einfach drauf los
    Versuche es. Routine ist wichtig. Wenn du dich der Schreibblockade kampflos hingibst, wird es mit der Zeit nur noch schwerer, Texte zu verfassen und wieder eine gewisse Routine zu entwickeln.

    Arbeite zum Beispiel in Zeitblöcken. Für 25 oder 50 Minuten alle Ablenkungen ausschalten und gänzlich auf das Schreiben konzentrieren. Volle Power. Stoppuhr oder Timer helfen, deine Schreibzeit im Auge zu behalten.

    Danach: Pause. Korrekturlesen kannst du später. Jetzt kannst du dich erst einmal anderen Dingen widmen. Das trainiert deinen eigenen Fokus. Wichtig aber ist, dass du bei einer Schreibblockade nicht aufgibst. Schreib trotzdem.

  9. Fang in der Mitte an
    Du sitzt schon seit Stunden an deiner Einleitung und bekommst einfach nichts zu Papier, das dich überzeugt? Und wenn es dich schon nicht überzeugt, was werden deine Leser dann erst denken?

    Setze dich nicht unnötig unter Druck und vergiss deine Einleitung. Fang in der Mitte an. Mit dem Hauptteil. Das ist absolut nicht verwerflich. Vielleicht ergibt sich dadurch deine unwiderstehliche Einleitung ganz von selbst.

  10. Bewege dich
    Sport ist die beste Medizin. Für mich trifft das auf jeden Fall zu. Wenn ich laufen gehe oder den Ball in die Hand nehme, vergesse ich alles um mich herum. Ich konzentriere mich nur auf den Sport oder lasse die Musik auf mich wirken, die ich beim Laufen höre. Das Abschalten hilft mir sehr, mich am nächsten Arbeitstag wieder auf neue Texte zu stürzen.

    Nimm doch die Treppe statt des Aufzuges. Jeder fängt mal klein an.

  11. Wähle eine neue Schriftart
    Ok. Das klingt jetzt möglicherweise banal oder auch unglaubwürdig für dich. Aber ich schwöre darauf. Meine Texte schreibe ich nicht direkt im WordPress, sondern vorher im LibreOffice Writer.

    Von Zeit zu Zeit die Schriftart zu ändern oder Ideen zuvor auf blankem Papier zu notieren, bewirkt bei mir aus irgendwelchen Gründen Wunder. Auch, wenn du keine Schreibblockade hast, kannst du das ja mal ausprobieren und mir einen Kommentar hinterlassen, ob du eine Veränderung bemerkt hast.

  12. Finde deine persönliche Schreibzeit
    Manch einer steht morgens etwas früher auf. Der andere wird erst vor dem Mittagessen so richtig produktiv. Und noch andere, so wie ich, sind normalerweise gepflegte Nachteulen, die abends oder in der Nacht erst so richtig durchstarten.

    Versuche, deine produktivsten Schreibzeiten zu finden, in denen die Feder quasi mühelos übers Papier fliegt. Wenn möglich, plane auch deinen Tagesablauf danach. Nur wer abends oder nachts am liebsten schreibt, sollte dennoch auf einen gesunden Tagesrhythmus achten, damit nicht demnächst Schlafstörungen zu neuen Schreibblockaden führen.

Fazit

Ganz abgesehen von den genannten 12 Tipps zur Überwindung deiner Schreibblockade solltest du dich von dem Anspruch verabschieden, sofort einen fehlerfreien, perfekten Text schreiben zu müssen. Wer kann das schon?

Hab keine Angst zu versagen oder von einem deiner Leser kritisiert zu werden. Peer und ich erleben das nahezu jede Woche. Es gibt immer Leser, deren Meinung du mit deinen Inhalten widersprechen wirst. Das ist völlig in Ordnung. Verschließe jedoch Augen und Ohren nicht völlig vor dieser Kritik. Nimm an, was du für sinnvoll hältst und setze es um. Ignoriere den Rest.

Ich hoffe sehr, dass dir der ein oder andere Tipp dabei helfen kann, deine Schreibblockade zu überwinden.

Und jetzt: Lass den Knoten platzen!

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8 Gedanken zu „12 Tipps, deine Schreibblockade zu überwinden – Wie du Web-Texte erstellst – Teil 8“

  1. Punkt vier mit der Recherche hilft mir am besten. Ich durchsuche meist so die ersten 10 bis 20 Seiten in den suchergebnissen. Bei der Recherche fallen mir meist schon wieder eigene Anmerkungen ein. Am Ende habe ich so viele Stichpunkte die mir das Schreiben erheblich erleichtern.

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  2. Super Tipps!
    Mir persönlich genügt meistens schon Punkt 2. Da reicht manchmal sogar ein kurzer Spaziergang auf dem Flur. Hauptsache mal ein paar Minuten keine Buchstaben mehr vor Augen und schon läuft es wieder. :)

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  3. also ich habe die erfahrung gemacht, dass der besagte ortswechsel wahre wunder wirkt! solang ich am heimischen rechner sitze geht nichts, aber sobald ich draußen bin läufts wie geschmiert. egal wo! ob bahn oder cafe.

    danke für den guten artikel!

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  4. Danke für die tollen Tipps. Sind einige sehr hilfreich.

    Bin zwar jetzt schon mehr an Videos bloggen, aber dieser Artikel hat mich wieder inspiriert mehr zu schreiben.

    Falls es dich mal interessiert, findest du hier auf meinen Blog Artikel zum Thema Conversion Optimierung, Online Marketing, Traffic Aufbau, etc. markohuemer.com

    Liebe Grüße.

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