So hältst du deine alte Website am Leben, wenn du eigentlich keine Lust mehr hast

Wer kennt es nicht. Mit viel Elan wurde die eigene Website gestartet, doch nach all den Jahren hat die Motivation dann doch stark nachgelassen. Mittlerweile sind neue Artikel eher eine nervige Pflicht, wichtige Rankings müssen permanent beobachtet werden, der Spaß an der Sache ist irgendwie abhanden gekommen.

Doch die Website nicht mehr zu pflegen, ist keine Option, denn Inaktivität ist Gift im Internet, wird bestraft von Google und selbst treue Leser verschwinden, wenn es keinen neuen Content mehr gibt.

Doch muss das so sein? Hier gibt es nun ein paar Tipps und Tricks, wie ihr eure alte Website am Leben haltet und vielleicht auch ein bisschen für neue Motivation sorgt.

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So hältst du deine alte Website am Leben

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Technik aktuell halten

Ganz wichtig ist, dass ihr, auch wenn kein großes Interesse mehr besteht, eine Website nicht einfach auf die Seite legt. Gerade WordPress, oder auch andere Content Management Systeme, brauchen ihre Updates nämlich, um die allgemeine Sicherheit zu gewährleisten.

Immer wieder mal gibt es Bugs oder Sicherheitslücken, welche mit alten Versionen dauerhaft ausgenutzt werden können. Wer seinen WordPress Blog also einfach verwaisen lässt, läuft häufig Gefahr, dass ein Angreifer versucht Schadcode zu integrieren oder sich Zugang zu verschaffen. Die Technik nicht einfach aufzugeben, ist aus Sicherheitsgründen daher enorm wichtig.

Ein andere Thema, in Bezug auf die Technik, sind tote Links. Google mag es nicht, wenn Websites herumliegen und ungepflegt verweilen. Checkt also immer mal wieder die vorhandenen Links auf ihre Erreichbarkeit. Bei WordPress geht das ganz einfach mit dem Broken Link Checker.

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Alten Content, neu erfinden

Die wohl einfachste Methode eine Website am Leben zu halten, ohne direkt neue Inhalte schaffen zu müssen, ist es, ihr die Dynamik zu nehmen. Blendet keine Datumsangaben mehr ein (z.B. mit diesem WordPress-Plugin) und auch keine Übersicht der letzten Artikel.

Baut eine Startseite auf, die wichtige Artikel eurer Website verlinkt oder die Artikel mit den meisten Aufrufen. Auch thematisch sortierte Beitragslisten kommen häufig sehr gut an. Wie so etwas aussieht, hängt dabei stark vom gewählten Thema und der Zielgruppe ab.

Das Motto lautet jedenfalls: Statt klassisch immer wieder neue Inhalte zu erzeugen, konzentriert ihr euch auf die Besten, die bereits vorhanden sind. Die werden entsprechend präsentiert und verlinkt.

Und weil Google Aktivität mag, könnt ihr all die alten Inhalte nach und nach noch einmal gezielt überarbeiten, verbessern und aktualisieren, sodass immer mal wieder kleine Änderungen wahrgenommen werden und die Website weitgehend aktuell bleibt. Übersichtsseiten und Landing Pages also, die den alten Content neu erfinden, aufbereiten und präsentieren.

Manchmal reicht es da schon, in bestehende Artikel neue Bilder zu integrieren oder ein YouTube Video hinzuzufügen, welches den Textinhalt noch einmal veranschaulicht.

Feste Zeiten für regelmäßigen Content

Ein großes Problem, gerade bei Blogs, ist es, dass immer wieder neue Artikel erscheinen sollten, um Stammleser zu erhalten und diese zufrieden zu stellen. Doch täglich zu schreiben kann ziemlich anstrengend werden, sich immer wieder Themen auszudenken ebenfalls.

Am besten führt ihr feste Zeiten ein, auf die Leser sich verlassen können. Zum Beispiel eine Kolumne bzw. einen Meinungsartikel, der jeden Sonntagmorgen oder Mittag erscheint. Darauf können sich die Leser dann verlassen und verinnerlichen diese Zeit, indem sie vielleicht regelmäßig am Sonntagmorgen vorbeischauen, um die Kolumne zu lesen.

Bei meinen Blogs hat derartiges immer sehr gut funktioniert, gerade am Wochenende. Feste Zeiten sind immer dann perfekt, wenn es sich um klassische Artikel handelt. Was jetzt vielleicht stressig klingt, entlastet in Wahrheit. Durch die Regelmäßigkeit und die Zeit, die bis zum Erscheinen des Artikels vergeht, habt ihr viel Spielraum für Ideen und könnt den Content entsprechend vorbereiten, um ihn dann geplant und automatisiert zu veröffentlichen. Das nimmt viel von dem Druck, wie ich finde.

Wer seine alte Website also am Leben halten möchte, könnte das Prinzip nutzen, um einmal pro Woche einen Beitrag zu schreiben. Ganz gezielt. So bleiben die Leser und der Blog stirbt nicht einfach.

Regelmäßiger Content, statt ständig Neues

Feste Zeiten sind wichtig, doch auch regelmäßiger Content ist von Vorteil. Die eben erwähnte Kolumne ist da nur der Anfang. Gerade dann, wenn die Website nicht mehr so viel Spaß bringt, ist es von Vorteil, wenn bereits feste Contentpläne bestehen.

Jeden Montag wird in einem Artikel beispielsweise ein Gadget vorgestellt, am Sonntag kommt die Kolumne und Mittwochs gibt es dann den Podcast. Wer das so durchplant, muss sich zwar Themen oder Produkte aussuchen, die dann vorgestellt werden sollen, kann sich dabei aber an feste Muster halten. Eine Kolumne sieht immer gleich aus, genau wie eine Gadget-Vorstellung gewissen Regeln folgen wird.

Versucht nicht auf Krampf immer wieder Neues oder Andersartiges zu schreiben, sondern findet einen eigenen Stil, samt festen Formaten, die für euch sprechen und die ihr, auch wenn mal keine große Lust besteht, immer noch bewältigen könnt. Nicht unwichtig, denn Schreiben macht nicht dauerhaft Spaß und kreativ sein ist ebenfalls nicht immer so einfach. Da bringt es manchmal viel, wenn schon ein Rahmen besteht, der bestimmte Regeln entsprechend festlegt.

Verstärkung suchen, statt untätig zu warten

Als freier Autor und Content-Manager mag der Tipp naheliegend sein, er ist aber durchaus ernst gemeint und nicht aus eigenem Interesse. Manchmal reicht es schon, wenn pro Monat ein neuer Artikel erscheint, um Leser und Google bei der Stange zu halten. Manchmal braucht ihr nur mal ein wenig Pause von einem Projekt oder wollt euch auf ein anderes konzentrieren, um dann wieder mit neuem Elan und dem Spirit von damals anzufangen.

Sich Unterstützung zu suchen, kostet dabei fast immer Geld, ist aber längst nicht so teuer wie viele glauben. Wirft ein Projekt also noch etwas Werbegeld ab, investiert dieses doch einfach in einen freien Autoren oder jemanden, der sich aktiv für den Blog einsetzt und ihn für euch führt. Das ist besser als ein Verkauf oder lässt den Blog vor einem geplanten Verkauf noch einmal etwas aufleben.

So oder so: Ohne Updates kommt höchstens noch die Firmenseite aus und selbst die freut sich heutzutage über etwas mehr Bewegung oder einen eigenen Blog. Wer das nicht selber leisten kann, sollte sich einen Autoren suchen.

Lasst eure Websites nicht sterben

Persönlich kenne ich es gut, wenn irgendwann das Interesse nachlässt. Auf gar keinen Fall solltet ihr dann allerdings stur abwarten und hoffen, dass die Lust demnächst automatisch wieder da ist. Ist sie nicht, also tut etwas.

Strukturiert eure Seite komplett um, setzt neue Regeln für Inhalte auf, sucht euch Verstärkung oder verkauft das Projekt endgültig. Stillstand ist jedenfalls nie das Richtige und irgendwann ist es dann auch einfach zu spät, um eine Website noch einmal auf Vordermann zu bringen.

Wartet also lieber nicht darauf, dass eure Website stirbt. Fangt jetzt an, sie langsam wiederzubeleben.

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11 Gedanken zu „So hältst du deine alte Website am Leben, wenn du eigentlich keine Lust mehr hast“

  1. Danke für den Beitrag.

    Ein weiterer Punkt wäre die Social Media Kanäle weiter zu bespielen z.B. mit Revive Old Post oder ähnlichen Plugins.

    Antworten
    • Durchaus, allerdings hilft das der Website ja nur sehr indirekt. Für Google zählen nicht unbedingt die Besucher, sondern eben auch die Aktualität und wenn eine Website brach liegt und dort nichts mehr passiert, ist das oft (je nach Website) ein Problem.

      Antworten
  2. Hallo David,
    klasse Zusammenfassung. Solche “Sommerlöcher” kennt wohl jeder von uns. Eine Idee dagegen hätte ich noch: Einen “Tapetentausch” in Form von (größeren) Layout-Änderungen. Ein anderes Theme oder eine etwas andere Farbgebung können als erste & einfache Aufgabe helfen, sich wieder um die Seite zu kümmern.
    Schönen Gruß

    Antworten
    • Da stimme ich zu. Durchaus, kann das motivieren und allgemein wieder für einen Neustart sorgen. Danke dafür, guter Punkt.

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  3. Oh ja. Das Problem kenne ich. Oft hab ich noch nicht mal Werbung eingebaut und die Seiten laufen gefühlt seit 1970. Erinnert sich jemand an Framsets?

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  4. Hi Peer,

    ja, das Problem hat wohl jeder, der mehr als nur eine Website oder ein Portal betreibt. Letzten Monat waren wir ja alle mehr oder weniger gezwungen auf allen unseren Seiten wieder mal vorbeizuschauen.

    Bei mit gab es da zusätzlich wirklich einiges zum Updaten ;)

    Ich habe mir angewöhnt, gerade bei kleineren Seiten, reichlich Content vorzuplanen. Es fällt mir leichter in einem Zug 10 oder 12 kleinere Beiträge zu einem Thema zu schreiben und diese dann Step by Step (automatisch) zu veröffentlichen.

    Viele Grüße

    Manu

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    • Stimmt! Ich hab das DSGVO in der Liste vergessen. Das hilft natürlich am meisten, alte Websites neu zu beleben :P und da kommt bestimmt auch noch jede Menge mehr, die Politik kümmert sich also drum, dass bei uns alles aktuell bleibt :)

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  5. Ich habe den erwähnten “Broken Link Checker” einmal ausprobiert. Das Problem ist, dass das Plugin jede Menge Klicks beim Amazon-Partnerprogramm erzeugt und damit verbunden eine entsprechend niedrige Conversionsrate. Es hat allerdings auch “tote” Links gefunden, die ich ohne das Plugin nie entdeckt hätte.

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    • Ist kein Problem. Ist halt notwendig, um bei Blogs mit weit mehr als 10.000 Artikel die Links zu prüfen. Kannst es aber natürlich auch von Hand absolvieren ;)

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  6. Hallo David,

    ich hätte auch noch eine Idee und zwar mache ich es so, dass ich Gastbeiträge annehme. Allerdings habe ich sehr strikte Anforderungen, sodass diese auch idealerweise für gewisse Keywords ranken. Dadurch muss ich keinen Content selbst erstellen, sondern lasse ihn mir schreiben.

    Oder ich kontaktiere Experten in meiner Branche und führe mit diesen ein Interview. Die Antworten können diese selbst schreiben – so habe ich Content und einen minimalen Aufwand.

    Beste Grüße
    Oliver von Firmenpartnerschaft

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