12 wichtige Lektionen, die du von Kickstarter für dein Business lernen kannst!

12 wichtige Lektionen, die du von Kickstarter für dein Business lernen kannst!Ich muss leider gestehen, dass ich ein großer Kickstarter-Fan bin und dort regelmäßig Geld ausgebe.

Vor allem bei Brettspiel-Crowdfundings mache ich immer wieder mit, weil das mein liebstes Hobby ist.

Ich habe mir eine Menge Gedanken darüber gemacht, warum Kickstarter auf mich und andere so eine große Faszination ausübt. Herausgekommen sind 12 wichtige Lektionen, die man als Selbstständiger für das eigene Business lernen kann.

Von zeitlicher Verknappung bis zum Direktvertrieb erfahrt ihr im Folgenden, was ihr von Kickstarter lernen könnt.

Der Crowdfunding-Boom

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Crowdfunding wird immer beliebter und zumindest in der westlichen Welt ist Kickstarter der Marktführer. Auf dieser Plattform können Kreative und Unternehmen neue Crowdfunding-Kampagnen starten, um besondere Produkte und andere Projekte zu finanzieren.

Die ursprüngliche Idee dahinter war, Produkte und ähnliches von potentiellen Kunden finanzieren zu lassen, weil es sonst nicht möglich gewesen wäre diese umzusetzen. Das betrifft z.B. sehr ausgefallene Produkte, die kein etabliertern Hersteller riskieren wollte zu produzieren. Aber auch Einzelpersonen, die kein Geld haben so etwas vorzufinanzieren, habe hier die Chance genügend Geld einzusammeln, um die eigene Idee umzusetzen.

Dabei geht es aber nicht um Spenden, sondern die sogenannten Backer (zu deutsch “Unterstützer”) bekommen oft etwas im Gegenzug. Im Spiele-Bereich sind es eben die Spiele, die umgesetzt werden sollen. Allerdings handelt es sich nicht um einen Kauf. Sollte also am Ende das Produkt doch nicht funktionieren oder der Urheber der Crowdfunding-Kampage setzt sich mit dem Geld ab, so hat man Pech gehabt.

Auf der anderen Seite hat man aber hierdurch die Möglichkeit besondere und exklusive Produkte zu bekommen, die sonst gar nicht oder deutlich später für andere verfügbar werden. Zudem gibt es meist einige Boni, auf die ich später noch zu sprechen komme.

12 wichtige Lektionen, die du von Kickstarter für dein Business lernen kannst!

Doch auch wenn man selbst gar kein Crowdfunding durchführen will, so kann man einiges von Kickstarter für das eigene Business lernen. Im Folgenden stelle ich 12 Business-Lektionen vor.

Die Reihenfolge der folgenden 12 Tipps ist nicht entscheidend. Nutzt die Lektionen für euer Business, die euch am meisten bringen und bei euch funktionieren.

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1. Zeitliche Verknappung

Auf Kickstarter ist jede Kampagne zeitlich begrenzt. Viele laufen über einen Monat, während andere z.B. nur 2 Wochen gehen. So oder so sorgt diese zeitliche Begrenzung dafür, dass viele Interessenten sich entscheiden müssen. Der FOMO-Effekt (“Fear of Missing Out” = “Die Angst etwas zu verpassen”) greift hier.

Ebenso gibt es Early Bird Pledges (etwas günstigere Unterstützungsmöglichkeiten), die z.B. nur in den ersten 72 Stunden verfügbar sind. Damit werden viele dazu “gezwungen” sofort einzusteigen, was dem ganzen Projekt natürlich einen tollen Start verschafft.

Das Konzept der zeitlichen Verknappung kann man sehr gut auch für das eigene Business einsetzen. Während eine mengenmäßige Verknappung rechtlich teilweise problematisch ist, spricht meist nichts dagegen bestimmte Produkte oder Leistungen nur für einen bestimmten Zeitraum anzubieten. Auf diese Weise können die potentiellen Kunden die Kaufentscheidung nicht ewig vor sich herschieben.

Auch zeitlich begrenzte Angebote, wie man es gerade beim Black Friday gesehen hat, fallen in diese Kategorie.

2. Verfügbarkeit nur über Kickstarter

Viele Crowdfunding-Kampagnen sind nur über Kickstarter verfügbar. Das führt natürlich dazu, dass ebenfalls der FOMO-Effekt greift, denn z.B. bei vielen Kickstarter-Brettspielen ist nicht klar, ob diese anschließend normal im Handel zu erhalten sind.

Zudem führt die Konzentration auf eine Vertriebsplattform dazu, dass man alle Marketing-Aktivitäten darauf konzentrieren kann, was auch gerade für Selbstständige interessant ist, die ja nur begrenzte Ressourcen haben.

Für Selbstständige heißt das, dass sie ihre Verkaufs- und Marketingaktivitäten ebenfalls auf weniger Kanäle fokussieren sollten. Diese können sie wirklich gut betreuen. Mehr Plattformen und Kanäle mögen mehr potentielle Reichweite bieten, aber wenn man diese aus Zeitgründen nicht richtig betreuen kann, verzettelt man sich meist mehr, als das es was bringt.

Zudem hat man eine bessere Kontrolle über das eigene Produkt, wenn man nur wenige Plattformen nutzt. In der Brettspiel-Branche gibt es z.B. Verlage, die neue Spiele für lange Zeit nur über ihren Online-Shop und stationäre Läden vertreiben. Andere Online-Shops und z.B. Amazon beliefern sie nicht. Das Resultat davon ist, dass diese Spiele sehr preisstabil sind, während andere Brettspiele schon nach relativ kurzer Zeit als Schnäppchen rausgehauen werden.

3. Exklusive Inhalte

Ein wichtiger Grund, warum viele in Kickstarter-Kampagnen einsteigen, sind die exklusiven Inhalte, die es dort meist gibt. Bei Spielen können das zusätzliche Erweiterungen sein oder ähnliches, die es nur auf Kickstarter gibt. Aber auch besondere Funktionen oder Zusatzprodukte sind hier denkbar.

Selbstständige könnten dieses Instrument nutzen, um ihre eigenen Produkte und Leistungen mit zusätzlichen Boni auszustatten. Kauft jemand dein eBook über deine Website, dann könntest du als Bonus ein Hörbuch davon drauflegen.

Aber auch zeitlich begrenzte exklusive Inhalte können sehr gut funktionieren, um zum Start den Absatz anzukurbeln und mehr Aufmerksamkeit zu erzielen.

4. Ersteindruck

Auf Kickstarter waren zu Beginn vor allem Privatpersonen als Kreative unterwegs und entsprechend amateurhaft sahen viele Kampagnen aus. Mittlerweile hat sich das deutlich mehr professionalisiert und tolle Grafiken und Illustrationen tragen dazu bei, dass eine Kampagne erfolgreich wird.

Selbstständige sollten das beachten, denn auch in der normalen Welt zählt der erste Eindruck. Wenn eine Website unprofessionell wirkt, dann beeinflusst das auch die Wahrnehmung der Produkte und Leistungen durch potentielle Kunden. Das eigene Auftreten ist ebenfalls wichtig, denn auch hier ist der Ersteindruck entscheidend.

Euer Auftritt muss sicher nicht perfekt sein, aber er sollte gut sein. Nehmt euch dafür die notwendige Zeit.

5. Geld sparen

Viele Unterstützer machen bei Kickstarter auch deshalb mit, weil man dort oft Geld sparen kann. So werden z.B. viele Brettspiele während der Kickstarter-Kampagne günstiger angeboten, als sie später dann im Laden zu erhalten sind.

Schnäppchen und Rabatte sind ein starker psychologischer Faktor und Selbstständige können und sollten diesen auch im eigenen Business nutzen. Preisnachlässe auf eigene Produkte oder Leistungen können für mehr Umsatz sorgen.

Allerdings muss man damit auch vorsichtig sein. Nur über den Preis zu gehen, um mehr Kunden zu gewinnen, geht oft nach hinten los. Aber als ein Instrument unter vielen ist es recht mächtig.

6. Marketing-Effekt

Früher war Kickstarter wirklich eine Plattform zur Finanzierung kreativer Ideen. Mittlerweile ist es mehr zu einer Marketing-Plattform geworden. Durch die große Popularität von Kickstarter und den vielen Nutzern dort, kann man mit einer Crowdfunding-Kampagne oft mehr Aufmerksamkeit erzeugen, als mit Informationen und Marketing-Maßnahmen auf der eigenen Website oder den eigenen Social Media Profilen.

Selbstständige sollten diese Erkenntnis nutzen, indem sie sich eben nicht nur auf die eigenen Kanäle verlassen. Es kann durchaus Sinn machen Kooperationen mit größeren Plattformen einzugehen bzw. solche zu nutzen, um das eigene Produkt an den Mann oder die Frau zu bringen. Romanautoren sind schlecht beraten, wenn sie ihr Buch nur auf ihrer Website verkaufen. Online Shops, wie der von Amazon, sind da natürlich deutlich reichweitenstärker, aber auch Buch-Portale oder -Foren können einen deutlich größeren Marketing-Effekt bringen.

12 wichtige Lektionen, die du von Kickstarter für dein Business lernen kannst!Zudem sollte man sich auch der kleinen Marketing-Instrumente bedienen. Auf Kickstarter wird zum Beispiel angezeigt, wie viel Prozent des angestrebten Finanzierungsbetrages schon erreicht wurde. Steht da z.B. 546%, dann wirkt das auf andere potentielle Backer natürlich auch sehr interessant. So ein gut finanziertes Projekt ist doch bestimmt was interessantes.

Deshalb sollte man solche kleinen Trigger durchaus auch im eigenen Business einsetzen, in dem man z.B. die eigene Kundenzahl mit angibt oder sonstige interessante Meilensteine publik macht.

7. Herdentrieb

Eng mit dem vorherigen Punkt hängt der sogenannte Herdentrieb bzw. das Herdenverhalten zusammen. Das klingt erstmal etwas negativ, aber das liegt auch in der Natur der Menschen.

Wenn auf Kickstarter schon 1.000 Menschen ein Produkt unterstützt haben, dann macht das natürlich neugieriger, als wenn es gerade mal 24 sind. Auch hier greift der FOMO-Effekt und deshalb sollten Selbstständige durchaus mit erreichten Meilensteinen argumentieren.

Je mehr Menschen ihr dazu bringt eure Produkte oder Leistungen zu erwerben, um so interessanter ist es mit diesen Zahlen zu werben.

8. Erwartungen

Ein weiterer psychologischer Aspekt betrifft die Erwartungen von Menschen. Eigentlich müsste man sich fragen, warum auf Kickstarter so viele Menschen Geld für ein Produkt ausgeben, welches sie erst in einem halben Jahr oder sogar erst in 12 Monaten erhalten.

Als erster dabei zu sein ist sicher ein wichtiger Punkt, aber auch die positiven Erwartungen und die Vorfreude darf man nicht unterschätzen. Gerade Vorfreude ist eine starke Emotion, weshalb man z.B. in Spielezeitschriften heutzutage mehr Previews, als Reviews findet.

Selbstständige und Unternehmen sollten sich das zu nutze machen und neue Produkte und Leistungen ankündigen. In den Monaten vor dem Start sollte man mit immer mehr Informationen und Einblicken neugierig machen und die Vorfreude wecken.

9. Vorbestellung

Eng damit verbunden ist auch die Vorbestellung, was es ja mittlerweile auf Kickstarter oft ist. Viele Projekte stammen von richtigen Verlagen und Herstellern, die das Produkt eigentlich auch normal in den Handel bringen könnten. Aber hier wird es effektiv zur Vorbestellung genutzt, was Vorteile mit sich bringt.

Man bekommt als Hersteller das Geld schon vorher und kann dann die weitere Entwicklung und Produktion des Produktes finanzieren. Das senkt das finanzielle Risiko extrem.

Ihr könnt das in eurem Business ebenfalls nutzen. Vorbestellungen sind natürlich auch im normalen Business-Leben möglich. Einfach ist es zwar nicht und man muss schon viel Interesse und Vorfreude erzeugen, aber dann sorgt es für eine sicherere finanzielle Planung.

10. Influencer

Einen großen Einfluss auf den Erfolg einer Kickstarter-Kampagne haben die großen Influencer. In der Brettspiel-Branche gibt es große YouTube-Kanäle, Podcasts und Blogs, die viele Menschen erreichen. Schafft man es, dass ein Kickstarter von diesen empfohlen wird, dann steigt die Unterstützer-Zahl stark an.

Hier ein Beispiel. Der Kanal Man vs. Meeple hat mehr als 40.000 Abonnenten und veröffentlicht regelmäßig Kickstarter-Previews:

12 wichtige Lektionen, die du von Kickstarter für dein Business lernen kannst!

Als Selbstständiger oder Unternehmen ist das natürlich ebenfalls eine valide Taktik. So könnte man einen großen Kunden darum bitten einen weiterzuempfehlen. Oder man macht mit diesem sogar eine interessante Fallstudie, die man danach weit verbreitet.

Aber auch darüber hinaus sollte man versuchen Influencer in der eigenen Branche zu identifizieren und mit diesen Kontakt aufzunehmen. Das kann sich sehr positiv auswirken. Im schlimmsten Falle hat man halt ‘nur’ sehr interessante Menschen kennengelernt und kann davon vielleicht bei einem späteren Projekt profitieren.

11. Direktvertrieb

Kickstarter ist im Wesentlichen ein Direktvertrieb. Man nutzt keinen Handel oder Online-Shops, um die eigenen Produkte an die Kunden zu bringen. Zwar möchte Kickstarter auch einen Teil vom Kuchen, aber an Groß- und Einzelhändler muss man deutlich mehr abtreten.

Das kann auch ein interessanter Schritt für Selbstständige und Unternehmen sein. Durch den Aufbau eigener Reichweite, kann man die Produkte direkt an die Kunden verkaufen. Die eigene Marge und damit der Profit steigt dann natürlich an. Auf der anderen Seite muss man Logistik- und Support-Kosten nun selbst stemmen. Dennoch kann das sehr interessant sein.

Aber nicht immer macht das Sinn. Bei meinem Nischenseiten-Aufbau E-Book hatte ich z.B. überlegt, es direkt hier in meinem Blog zu verkaufen. Da hätte ich mich aber um die Technik, die rechtlichen Aspekte, die Rechnungslegung und so weiter selbst kümmern müssen. Auf Digistore24 muss ich mich mit all dem nicht abgegeben, bekomme aber dennoch den absolut größten Teil des Verkaufspreises.

Man muss also im Einzelfall abwägen und durchrechnen, ob der Direktvertrieb wirklich die beste Lösung ist.

12. Geld ist nicht alles

Zu guter Letzt steht die Erkenntnis, dass es auf Kickstarter eben nicht nur ums Geld geht. Viele der schon angesprochenen Punkte sorgen dafür, dass Kickstarter-Projekte oft so gut funktionieren.

Wer dagegen nur ans Geld denkt, wir oft nicht so erfolgreich sein. Mehr Aufmerksamkeit, der Aufbau einer Community, die Chance das Produkt mit Hilfe der Unterstützer zu verbessern und vieles mehr sind Vorteile, die man nicht unterschätzen sollte. Man merkt zudem die Leidenschaft der Crowdfunding-Ersteller, was wiederum mehr Unterstützer anzieht. Dagegen kommen nüchterne Crowdfundings, wo die Leidenschaft fehlt und es offensichtlich nur ums Geld geht, meist nicht so gut an.

Für das eigene Business bedeutet dies einfach, dass man als Selbstständige/r eben nicht nur ans Geld denken sollte, sondern das große Ganze sehen muss. Viele Maßnahmen bringen nicht sofort mehr Einnahmen, wirken sich aber langfristig sehr positiv aus. Und wer wirklich mit dem Herzen dabei ist, wird meist mehr Erfolg haben.

Eure Meinung zu den Crowdfunding und Kickstarter Lektionen

Mich würde zum einen interessieren, was ihr von Kickstarter und Co. haltet? Habt ihr Erfahrungen mit Crowdfunding-Kampagnen oder ist das nichts für euch?

Was haltet ihr zudem von meinem Tipps und welche Erfahrungen könnt ihr diesbezüglich mit uns teilen?

Hast du auf Kickstarter schon mal etwas finanziell unterstützt?

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1 Gedanke zu „12 wichtige Lektionen, die du von Kickstarter für dein Business lernen kannst!“

  1. Wichtiger Tipp ist dabei auch keine Angst vor dem Scheitern zu haben: Nicht jedes Projekt, das du startest wird erfolgreich sein. Scheitern gehört im Business einfach dazu. Egal, wieviel du weißt oder wie gut du dich auch vorbereitest, Scheitern ist unvermeidlich. Finde dich daher damit ab, dass auch du nicht vom Scheitern verschont bleiben wirst. Sieh Scheitern als Lektion und eine Gelegenheit zur Verbesserung und nicht als Ende deines Erfolges.

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