Wie Du Schritt für Schritt Dein eigenes eBook schreibst – Teil 2

Wir haben es ja schon im ersten Teil gesagt. Das Schreiben eines eBooks ist wirklich harte Arbeit.

Um dir einen kleinen Teil dieser harten Arbeit abzunehmen, habe ich eine einfache Schritt für Schritt Anleitung geschrieben. An dieser Anleitung kannst du Dich nun einfach entlang hangeln und dein eigenes eBook schreiben.

Nachdem du den ersten Teil gelesen und umgesetzt hast, solltest du…

  • mit Leidenschaft an die Sache gehen
  • eine Zielgruppe haben
  • ein Thema haben
  • deine eBook-Idee validiert haben

Aber ich möchte jetzt nicht zu viele Worte verlieren. Tauchen wir lieber wieder direkt in das Thema ein.

Schritt 5: Recherchiere was das Zeug hält

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Niemand weiß alles. Nicht ich. Nicht Bestseller-Autoren. Und auch nicht Peer. Oder? :P

Jeder von uns muss Recherche betreiben und alle möglichen Informationen zusammensuchen.

Für mein eBook habe ich damals 63 Tools für das Internet Marketing zusammengesucht. Und das war wirklich harte Arbeit. Ich musste nicht nur alle Tools kennen. Ich musste sie auch noch testen. Und mir eine eigene Meinung darüber bilden.

Ich denke auch, dass das Recherchieren oft vernachlässigt wird. Aber eben dadurch erreicht man am Ende eine viel höhere Qualität. Durch starke und ausgiebige Recherche hast du am Ende einfach ein besseres Produkt. Du baust nämlich nicht nur auf deinem Wissen, sondern auch auf dem Wissen der anderen auf.

Sammle in diesem Schritt also alles was du finden kannst. Internetseiten. Blogs. Magazine. Bücher. Andere eBooks. Sauge alles auf wie ein Schwamm. Speichere dir auch alle Links und Quellen. Es kann sein, dass du sie nochmal brauchen wirst.

Schritt 6: Erstelle Deine Gliederung

Nachdem du deine Recherche abgeschlossen hast, kannst du Dich der Gliederung widmen.

Deine Gliederung oder deine Inhaltsübersicht ist deine Landkarte. Sie zeigt dir den Weg wohin du mit deinem Thema gehen möchtest.

Es gibt viele Tools und Werkzeuge, die dir hier helfen können. Hier sind 4 Stück:

  1. Wie Du Schritt für Schritt Dein eigenes eBook schreibstZeichne eine Mindmap
    Für etwas Kreativere unter uns sind Mindmaps sicherlich der beste Weg. Gute Tools hierfür sind MindMeister, Exobrain (mein Favorit) und FreeMind. Ich persönlich mag zwar Mindmaps, gehöre aber eher zu der Listen-Fraktion.
  2. Schreibe eine Liste
    Eine Inhaltsübersicht wird ja im Listenformat dargestellt. Deshalb kannst du gleich damit beginnen eine Liste mit Kapiteln und Sektionen zu erstellen. So hast du gleich ein Inhaltsverzeichnis und sparst dir ein bisschen Arbeit.
  3. Denke rückwärts
    Bei dieser Methode arbeitest du rückwärts. Du startest am Ende und fragst Dich: “Was möchte mein Leser erreichen?”. Dann gehst du einen Schritt zurück und fragst Dich wieder: “Was möchte mein Leser bis dahin erreichen?”. Und das machst du dann immer so weiter, bis du am Anfang angekommen bist. Für mich persönlich ist diese Methode nichts. Für Dich vielleicht?
  4. Lese andere eBooks und Bücher
    Ich habe es ja schon beim Recherche Teil angesprochen. Lese andere eBooks und Bücher die mit deinem Thema zu tun haben. Diesen Schritt solltest du generell immer tun. So bekommst du eine nette Grundorientierung. Welche Themen kommen immer wieder vor? Welche Themen hast du vergessen?

Mit diesen Tools und Methoden wirst du deinen Schreibprozess vereinfachen. Warum? Weil du damit eine Struktur erstellst. Ein Formular quasi. Und dieses Formular musst du dann nachher einfach ausfüllen. So ähnlich wie damals bei deiner Gewerbeanmeldung, eben nur etwas umfangreicher! :-)

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Schritt 7: Schreibe, schreibe, schreibe

Jetzt kommt der harte Teil. Das eigentliche Schreiben. Du hast ja bereits dein “Formular” erstellt. Jetzt musst du einfach die Lücken füllen. Schreibe einfach chaotisch drauf los und bringe deine Gedanken zu Papier.

Je nach Länge deines eBooks ist das logischerweise der größte Brocken. Plane dir hierfür ausreichend Zeit ein.

Wie Du Schritt für Schritt Dein eigenes eBook schreibstAls Tools kannst du dir z.B. OpenOffice, Microsoft Word oder Google Docs nehmen.

Ich empfehle auch ablenkungsfreie Schreibtools wie z.B. Writemonkey oder Draft.

Michael Hyatt hat z.B. Keynote (oder eben Microsoft Powerpoint) benutzt. Auch eine gute Idee, wie ich finde. Du siehst also, du brauchst keine schicken Tools.

Damit dir der Schreibprozess ein wenig leichter fällt, gibt es hier ein paar Tipps für Dich:

  • Schreibe zur richtigen Zeit
    Wenn deine Gedanken morgens klar sind, dann schreibe morgens. Wenn deine Gedanken nachts klar sind, dann schreibe nachts. Bei mir persönlich ist es so, dass ich morgens glasklare Gedanken habe und abends zu nichts mehr zu gebrauchen bin.
  • Schreibe ablenkungsfrei
    Fokus ist wichtig um etwas zu schaffen. Vor allem bei so etwas Großem wie einem eBook. Da kommt einem die Aufschieberitis immer in die Quere. Versuche also ablenkungsfrei zu arbeiten. Benutze Writemonkey. Schalte deine Internetverbindung aus. Benutze kein Social Media. Keine E-Mails. Lass Dich nicht ablenken.
  • Schreibe ohne Unterbrechungen
    Wir haben ja gerade geklärt, du solltest ablenkungsfrei schreiben. Du solltest aber auch ohne Unterbrechungen schreiben. Dann bist du einfach produktiver. Suche z.B. nicht nach Links oder Bildern während du schreibst. Schreibe einfach alles herunter. Für diese Sachen hast du später immer noch Zeit. Benutze dafür einfach Platzhalter wie *bild* oder *link*.
  • Schreibe ohne zu editieren
    Achte nicht auf Grammatik. Nicht auf Rechtschreibung. Du liest diesen Artikel jetzt zwar im optimalen Glanz. Aber was denkst du wie dieses Wirrwarr hier jetzt beim Schreiben aussieht? Egal. Einfach weiterschreiben.
  • Schreibe mit der Pomodoro-Technik
    Setzte deine Küchenuhr auf 25-30 Minuten und arbeite nur in diesen Intervallen. Schreibe solange bis die Zeit zu Ende ist. Mache danach eine kleine Pause. Stehe auf. Dehne Dich. Strecke Dich. Schnappe ein bisschen frische Luft. Und dann geht’s wieder von vorne los. Werbetext-Legende Eugen Schwartz hat auch so gearbeitet.
  • Schreibe persönlich
    Ich denke, dein eBook muss persönlich sein. Stimmst du mir da zu? Dein Leser liest dein eBook wenn er alleine ist. Also solltest du den Text auch nur an ihn adressieren. Benutze Wörter wie du, ich, Dich, mich, dein und mein (so wie ich es in diesem Artikel gemacht habe). Benutze auch ruhig Sprüche und Metaphern. Wir Menschen tun das während der alltäglichen Unterhaltung ja auch. Versuche einfach eine lebhafte Unterhaltung zu führen. Denn auch langweilige eBooks verstauben.
  • Schreibe klar
    Schreibe klare, einfache Sätze. Studien belegen, dass klare und einfache Sätze besser verstanden werden – ist ja auch klar. Versuche auch Jargon zu vermeiden. Schreibe in einer Sprache die jeder versteht. Ich sage immer, ein Fünftklässler muss es verstehen. Halte es einfach einfach.

Und falls du schon beliebte Blogartikel hast, dann kannst du diese auch wunderbar als Basis verwenden. Seth Godin hat es gemacht. Peer hat es auch gemacht. Das funktioniert.

Schritt 8: Poliere Dein eBook ein bisschen

Jetzt hast du bereits etwas geschaffen. Etwas von Wert. Lese jetzt das ganze Ding nochmal komplett durch. Schaue nach und stelle dir folgende Fragen:

  • Habe ich ein bestimmtes Thema mehrmals angesprochen?
  • Fallen mir noch fehlende Informationen ein?
  • Kann ich die Struktur verbessern?

Achte hier immer noch nicht auf jedes kleine Wort. Hier geht es immer noch um das große Ganze.

An diesem Punkt sieht dein eBook schon fast fertig aus. Aber ein bisschen müssen wir noch ran. Ein bisschen müssen wir noch polieren.

Schritt 9: Poliere noch ein bisschen weiter

Jetzt ist Zeit für die erste Korrekturschleife.

Wenn es zeitlich passt, dann packst du dein eBook beiseite. Am besten für mehrere Tage. Drucke es danach aus und lese es. Mit frischen Augen sieht dein Text ganz anders aus. Ich find’s immer wieder erstaunlich, wie blind man manchmal wird.

Lese deinen Text laut vor. Diesen Trick habe ich von Werbetext-Legende Gary Halbert geklaut. Wenn du deinen Text laut vorliest, dann merkst du ob er sich flüssig, persönlich, unterhaltsam und lebendig anhört.

Setzte jetzt Links, Bilder und Grafiken. Für Bilder und Grafiken schau mal auf sxc.hu, Compfight (flickr Suchmaschine), iStockphoto, Dreamstime oder Graphicriver.

Achte hier besonders auf die Lizenzbestimmungen. Manchmal kannst du die Bilder einfach so verwenden. Manchmal nur mit Nennung. Und manchmal nur mit einem Link.

Kümmere Dich auch um das komplette Layout:

  • Achte auf eine gute Schriftgröße (ca. 14px)
  • Benutze eine einfache Schriftart (Arial, Times New Roman)
  • Suche dir 1-2 schöne Farben aus (als wunderbare Inspirationsquelle dient dir COLOURlovers)
  • Achte auf genügend luftig lockere Abstände (Whitespace)
  • Benutze ausreichend Paragraphen (ein Paragraph sollte am besten nur einen Gedanken wiederspiegeln)
  • Benutze nummerierte und unnummerierte Listen (wir Menschen lieben diese Dinger einfach)

Nicht vergessen solltest du dein Vorwort, dein Inhaltsverzeichnis, einen “Über den Autoren”-Text und dein Titelcover.

Entweder erstellst du dein Cover selber. Oder du lässt es dir erstellen. Auf 12designer, twago oder oDesk schwirren genug Designer herum, die dir für einige Euro ein nettes Cover erstellen.

Und wenn du irgendwo ein passendes Zitat verwenden kannst, dann immer rein damit. Vergiss dann aber nicht den Autoren zu nennen und ihn am besten zu verlinken.

Schritt 10: Erstelle deinen finalen Entwurf

Ich glaube mittlerweile bin ich berühmt dafür, dass ich bis zum “Gehtnichtmehr” poliere. Dadurch gewährst du einfach eine gut Qualität. Und das ist mir wichtig.

In diesem letzten Schritt machst du aus deinem Stück Etwas… einen richtigen Rohdiamanten.

Drucke dafür wieder dein eBook aus oder schaue es dir im PDF-Format an. Lese es ganz langsam durch und überprüfe nochmal alles. Stelle dir folgende Fragen:

  • Helfe ich Menschen mit meinem eBook?
  • Adressiert mein eBook meine gewählte Zielgruppe?
  • Ist mein Thema gut gewählt?
  • Habe ich ein bestimmtes Thema mehrmals angesprochen?
  • Fallen mir noch fehlende Informationen ein?
  • Kann ich die Struktur noch verbessern?
  • Ist die Grammatik richtig?
  • Ist die Rechtschreibung richtig?
  • Fehlen noch irgendwo Wörter oder Buchstaben?
  • Bin ich mit dem gesamten Layout zufrieden?
  • Bin ich mit meinem gesamten eBook zufrieden?

Wenn du diese Fragen (und noch mehr) mit ja beantworten kannst, dann bist du fertig. Wenn es dir wirklich ernst ist, dann kannst du es auch professionell Korrekturlesen lassen.

Jetzt musst du es nur noch ins PDF-Format umwandeln. Achte aber auf eine kleine Dateigröße, damit es einfach verschickt werden kann. (Wenn du magst, kannst du es z.B. mit Calibre ins ePub-Format umwandeln.)

Danach hast du ein frisches, fertiges Werk.

Fazit

Jetzt bist du stolzer Autor eines eBooks. Jetzt kannst du Dich Autor nennen. Herzlichen Glückwunsch!

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig der schweren Last abnehmen und dir eine einfache Schritt für Schritt Anleitung an die Hand geben.

Egal ob du nun ein kleineres kostenloses oder ein ausführlicheres kostenpflichtiges eBook schreiben möchtest. Hier hast du die Anleitung dafür.

Was denkst du von dieser Anleitung? Kannst du sie gebrauchen?

Das war ein Gastbeitrag von Vladislav Melnik. Besuche jetzt seinen affenblog und lerne mehr über affenstarkes Internet Marketing.

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13 Gedanken zu „Wie Du Schritt für Schritt Dein eigenes eBook schreibst – Teil 2“

  1. Hallo Vladislav!

    Vielen Dank für diese zweiteilige Ausführung. Ich hatte bereits im Pfingsturlaub begonnen, mein erstes ebook zu schreiben. Die ganze Zeit lag der Text nun brach.

    Während dem Lesen dieses zweiten Teiles sind mir nun noch einige Dinge gekommen, die ich auf jeden Fall ergänzen werde.

    Deine beiden Artikel sind eine top Motivation für mich geworden. Ich hoffe, ich bekomme mein ebook auch bald fertig :)

    Empfiehlt es sich eigentlich, bei einem ebook auf jeder Seite im Kopfbereich eine Grafik einzubinden oder ist eine Auflockerung durch Bilder “im Text” ausreichend?

    Gruss
    Tobinger

    Antworten
  2. Sehr cooler Artikel. Da sind doch noch die ein oder anderen Tipps drin, die ich bislang noch nirgends gefunden habe und dir mir definitiv helfen werden – und das nicht nur beim E-Book-Schreiben, sondern auch beim Bloggen.

    Antworten
  3. Find ich gut, dass du so ne Artikel-Serie rausbringst. Hab nämlich vor bald ein ziemlich aufwändiges E-Book zu verfassen, investiere da auch etwas Geld etc.
    Denk zwar ich hab mich schon dementsprechend reingelesen und kenne fast alles, aber eben nur fast alles. Du wirsd mich definitiv überraschen, wie mit diesem Artikel zum Beispiel. :-)

    Da kristallisiert sich ganz klar heraus, dass ich noch nicht alles kenne.^^

    Antworten
  4. Hi Tobinger,

    ich sitze gerade just in diesem Moment auch an meinem eBook. Ist harte Arbeit, nicht wahr? :)

    Keine Ursache, dafür bin ich da.

    Wann ist deine Deadline?

    Ich würde nicht unbedingt im Kopfbereich eine Grafik verwenden. “Auflockerungsbilder” sollte da ausreichen.

    Gruß
    Vladislav

    Antworten
  5. Hey Nicole,

    dann habe ich ja nicht ganz so doll versagt, vielen Dank! ;)

    Ja, das eBook-Schreiben ist genau so wie Bloggen, bloß umfangreicher.

    Gruß
    Vladislav

    Antworten
  6. Hallo Robert,

    vielen Dank! Freut mich, dass die Serie gefällt.

    Ich bin der Meinung, man lernt nie aus. Gehört zum Leben einfach dazu :)

    Gruß
    Vladi

    Antworten
  7. Toller Artikel. Ich habe einen Leitfaden erstellt, den ich zum E-Book ändern wollte. Mit deinen Tipps klappt das jetzt auch super :-). Vielen Dank

    Antworten
  8. Auch zig Jahre später ist der Artikel noch sehr hilfreich! Ich habe vor ein E-Book zu schreiben. Ich sammle noch Erfahrung in einem bestimmten Bereich, und halte meine Erlebnisse bereits fest um diese dann einsetzen zu können.

    Vielen Dank für die Tips!

    Antworten

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