Finanzierung und Förderung für die nebenberufliche Selbstständigkeit

Finanzierung und Förderung für die nebenberufliche SelbstständigkeitÜber die Finanzierung der nebenberuflichen Selbstständigkeit machen sich erstaunlich wenige Gründer Gedanken.

Und auch das Thema Förderungen wird meist nicht so intensiv begutachtet, wie das bei Vollzeit-Gründern der Fall ist.

Im Folgenden schaue ich mir an, auf was man bei der Finanzierung achten sollte, ob es überhaupt ein wichtiges Thema ist und wie es mit Fördermöglichkeiten aussieht.

Teile der Artikel-Serie:
1. Einführung
2. Warum nebenberuflich selbstständig?
3. Wichtige Vorbereitungen
4. Typische Fragen
5. Nebenberufliche Geschäftsideen finden und prüfen
6. Rechtsform, Businessplan, Gewerbeanmeldungen ...
7. Finanzierung und Förderung
8. Planung und Ziele
9. Zeitmanagement Tipps
10. Der optimale Arbeitsplatz für nebenberuflich Selbstständige
11. So bleiben nebenberuflich Selbstständige motiviert!
12. Steuern in der nebenberuflichen Selbstständigkeit

Warum sollte man sich mit der Finanzierung beschäftigen?

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Viele Gründer, die sich nebenberuflich selbstständig machen, sehen den finanziellen Teil meist erstmal nicht so kritisch. Schließlich leben diese vom Hauptjob und deshalb wird die genaue Planung der Finanzierung oft vernachlässig.

Meist wird auch nur Zeit in die nebenberufliche Selbstständigkeit investiert und nicht viel Geld. Das ist vor allem bei Online-Business Gründungen der Fall.

Dennoch sollte man sich über die Finanzierung der nebenberuflichen Selbstständigkeit Gedanken machen. So können die Kosten explodieren, wenn man nicht im Vorfeld alle wichtigen Punkte bedacht hat.

Zudem will man mittel- bis langfristig ja auch finanziell von dem Nebenjob profitieren und damit Geld verdienen. Vielleicht will man später sogar mal in die Vollzeit-Selbstständigkeit wechseln. All das ist nur möglich, wenn man sich damit intensiv auseinandersetzt. Die Finanzierung ist ein sehr wichtiger Punkt, den man nicht unterschätzen sollte.

Wie viel Geld braucht man?

Wie viel Geld man braucht, lässt sich pauschal natürlich nicht beantworten. Es kommt auf die individuelle Situation und das jeweilige Business an.

Es ist zum Beispiel ein großer Unterschied, ob ich einen Online-Shop starten will oder mit Affiliate-Websites Geld verdienen möchte. Bei ersterem muss ich natürlich einiges an Geld erstmal in die Hand nehmen, um Produkte einzukaufen. Ebenso wird man um Online-Werbung wohl nicht herumkommen. Bei einer Affiliate-Website* sieht die Sache dagegen anders aus und meist sind hier keine größeren Ausgaben notwendig.

Zudem macht es natürlich einen großen Unterschied, ob man online oder offine gründet. Die Arbeitsmittel bei Selbstständigen im Netz sind meist günstig bzw. schon vorhanden. Bei Offline-Tätigkeiten sind von den Arbeitsmitteln bis hin zu einem ggf. notwendigen Laden/Büro ganz andere Investitionen notwendig.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass man die geplante nebenberufliche Selbstständigkeit detailliert in einem Businessplan skizziert. Wichtig sind darin nicht nur die geplanten Investitionen, sondern auch Dinge wie ein Liquiditätsplan und eine Rentabilitätsvorschau.

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Finanzierungsquellen

Grundsätzlich kann man die notwendigen finanziellen Mittel entweder aus dem Eigenkapital bezahlen oder sich um Fremdkapital bemühen.

Das hängt natürlich sehr stark davon ab, welche Investitionskosten man zum Start plant und welche Kosten im weiteren Verlauf anfallen. Auch die geplanten Einnahmen und deren Entwicklung spielt bei der Planung des Kapitalbedarfs eine Rolle.

Mittelfristig sollte der Break Even erreicht sein, so dass man wirklich Geld in nebenberuflichen Selbstständigkeit verdient, denn dauerhaft schaut sich das Finanzamt Verluste nicht an.

Lohnt sich ein Kredit?

Die Abwägung zwischen Eigenkapital und Fremdkapital ist nicht so einfach. Schließlich will man weder eigenes Geld verbrennen, noch später auf Schulden sitzen.

Man muss aber sagen, dass Kredite sehr weit verbreitet sind und es in vielen Branchen normal und wichtig ist, dass Kredite aufgenommen werden können. Kaum ein angehender Restaurantbesitzer hat z.B. genug Geld auf der hohen Kante, um ein neues Lokal aus der eigenen Tasche zu bezahlen.

Als nebenberuflicher Gründer sollte man aber bedenken, dass man mit dem eigenen Privatvermögen haftet. Deshalb sollte man sich gut überlegen, ob die eigene Geschäftsidee so gut ist, dass sich dieses Risiko lohnt.

Unter dem Strich hat man beim Scheitern dann lieber eigenes Geld verbrannt, als einen Schuldenberg angehäuft.

Da im Online-Business oft sowieso nicht so viel Geld notwendig ist bei der Gründung, kann man auch Privatkredite als eine Alternative ansehen. Doch Vorsichtig: “Beim Geld hört die Freundschaft auf”

Fördermöglichkeiten für nebenberufliche Gründungen

Für Vollzeit-Gründer gibt es eine Reihe von Fördermöglichkeiten, die vom Bund, vom Land oder regionalen Institutionen bereitgestellt werden.

Für Gründer im Nebenerwerb sieht das dagegen nicht so rosig aus, auch wenn eine Reihe von Förderangeboten da keinen Unterschied machen.

Eine Möglichkeit günstig an Fremdkapital heranzukommen ist der ERP-Gründerkredit – StartGeld. Damit kann man bis zu 100.000 Euro zu einem günstigen Zinssatz leihen. Man kann damit bis zu 100% des Gesamtfremdfinanzierungsbedarfs decken, muss also nicht unbedingt Eigenkapital mitbringen.

Diese finanzielle Förderungn ist auch auch für alle verfügbar, die erstmal nur im Nebenjob gründen. Allerdings muss das mittelfristige Ziel die Vollzeit-Selbstständigkeit sein

Doch nicht nur finanzielle Unterstützung macht Sinn. So gibt es das Programm Förderung unternehmerischen Know-hows, welches als Nachfolger des “Gründercoachings” Unterstützung im Gründungsprozess bietet.

Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten zur Förderung, die man einzelnen prüfen muss. Und auch bei der eigenen Kommune oder Stadt sollte man nachfragen, ob es Fördermöglichkeiten gibt. Teilweise gibt es auch in den Bundesländern individuelle Projekte.

Online lohnt es sich einen Fördercheck in Anspruch zu nehmen.

Fazit

Auch als nebenberuflicher Gründer sollte man die Finanzierung nicht unterschätzen. Ein Businessplan ist sehr zu empfehlen, um eine klare Ausrichtung auf eine profitable Selbstständigkeit zu erreichen und im weiteren Verlauf auch sicherstellen zu können. Dazu gehört es unter anderem die Kosten im Auge zu behalten.

Bei Förderungen für Nebenerwerbs-Gründer sieht es leider nicht so rosig aus, aber wer Geld für Investitionen braucht, kann sich dieses recht günstig leihen. Zudem sollte man bei allen möglichen Stellen nachfragen und sich beraten lassen. KFW und IHK bieten dies kostenlos an. Dann erhält man einen besseren Zugang zur relativ unübersichtlichen Förderlandschaft in Deutschland.

Hast du schon mal eine Beratungs-Förderung in Anspruch genommen?

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4 Gedanken zu „Finanzierung und Förderung für die nebenberufliche Selbstständigkeit“

  1. Ich bin mal ganz ehrlich und habe mich mit dem Thema auch so gut wie noch gar nicht beschäftigt (bin jetzt 1,5Jahre nebenberuflich Selbständig im Onlinebusiness tätig). Ich habe mir diesbezüglich aber auch noch nie groß Gedanken gemacht. Im Onlinebusiness ist es ja (zum Glück) auch möglich mit wenig Startkapital zu starten. Das variiert natürlich je nach Businessmodell. Hat jemand schonmal solche Seminare zu Förderung des Unternehmerischen Know Hows mitgemacht ?

    Habe schon 1-2 Einladugen für solche Programme bekommen aber nie wirklich “Lust” gehabt dort hin zu gehen.

    LG Antja

    Antworten
  2. Nebenberufliche Selbstständigkeit fängt bei den meisten ja im Affiliate-Sektor und mit Kleinunternehmerregelung an. Da wird es so gut wie keine Finanzierungsmöglichkeiten geben. Mit einem guten Geschäftsmodell bieten sich aber für Startups auf Crowdfunding Plattformen wie z.B. Companisto gute Möglichkeiten zur Finanzierung.

    Grüße
    Rainer

    Antworten
  3. Das Thema der Finanzierung für nebenberufliche Tätigkeit finde ich extrem wichtig, obwohl ja wirklich wenige sich darüber Gedanken machen. Man wird ja selbständig, wenn auch nebenberuflich, um zusätzliches Geld zu verdienen. Deswegen sollte man bei jedem Business immer wieder neue Finanzierungsquelle suchen, um das Geschäft von unerwarteten Kosten abzusichern und schließlich davon auch zu profitieren.
    Ich fand es auch überraschend, wie viele Möglichkeiten es für Förderung im Nebenjob gibt. Sehr wichtig ist, dass einige Förderungsprogramme auch für die Existenzgründer passen, die weniger als 3 Jahre am Markt beschäftigt sind – genau in der Zeit braucht man meistens dringend Geld, um sich weiter expandieren zu können.
    Bei Gründercoaching bekommt man eine gründliche Beratung bei den Fragen, die, meiner Meinung nach, lebenswichtig für die Gründer sind – Steuern, Businessplan, Versicherung, Marketing. Also die Bereiche, wo sich die Existenzgründer manchmal unwohl fühlen können, will sie wenig Erfahrung damit haben. Ist natürlich nicht kostenlos, kann aber am Ende richtig viel Geld sparen.
    Wegen Kredite für nebenberufliche Gründer bin ich mir nicht sicher, ob ich so was aufnehmen würde. Weil es gibt ja immer ein Risiko, dass etwas schief geht, und man am Ende noch Schulden hat. Ich würde eher Eigenkapital einsetzen oder notfalls bei den Freunden oder Eltern Geld leihen.

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  4. Guten Morgen,

    wow, das ist echt ein klasse Blog. Besonders dieser Beitrag ist für mich gerade sehr interessant. Er bietet viele klasse Tipps, welche eigentlich jedem weiterhelfen sollten, der sich selbstständig machen möchte.

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