
Doch ist „Hard“ wirklich der richtige Weg oder ist es nicht wichtiger „Smart“ zu arbeiten?
In diesem Artikel gehe ich auf diese Frage ein, beleuchte dabei besonders Gründer und schildere meine eigenen Erfahrungen.
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ToggleHard or Smart?
Unsere Gesellschaft ist immer mehr geprägt davon ständig zu arbeiten. Wer Erfolg haben will, muss einfach nur hart genug arbeiten und dann wird das schon. Doch bedeutet viel Arbeiten auch immer automatisch Erfolg?
Zumindest wird man als Gründer komisch angeschaut, wenn man nur einen normalen 8 Stunden Arbeitstag hat oder sogar weniger. Und in der Praxis ist das oft auch ungewöhnlich, denn es gibt viel zu tun.
Allerdings arbeiten Existenzgründer nicht immer effizient. Einfach nur noch mehr Stunden auf eine Aufgabe „draufzuschmeißen“ führt nur bedingt zum Erfolg.
Die Produktivität lässt nach und auch wenn man seine Arbeit schafft, ist es nicht unbedingt ideal so vorzugehen. Man tut der eigenen Gesundheit keinen Gefallen, wenn man ausschließlich nach der „Hard Work“ Methode vorgeht.
Prioritäten setzen in der Selbständigkeit
Es ist deshalb sehr wichtig, dass man die vielen, viele Aufgaben, die man als Gründer bzw. Selbständiger bekommt bzw. sich selbst auferlegt, besser einschätzt. Nicht alles trägt gleich stark zum Erfolg bei, weshalb auch nicht jede Aufgabe gleich wichtig ist.
Viele Gründer wählen die zu erledigenden Aufgaben nach dem Bauchgefühl aus, was oft nicht ideal ist. Meist macht man Dinge, die einem besonders viel Spaß machen oder die am wenigsten „wehtun“.
Besser ist es dagegen, sein Business kennenzulernen und dann objektiv zu entscheiden, was die wichtigen Aufgaben sind. Man sollte jene Aufgaben als erstes erledigen, die das meiste für die eigene Selbständigkeit bringen.
Wenn man diese erledigt hat, dann kann man sich den mit anderen, weniger wichtigen Aufgaben beschäftigen.
80/20 Regel
Sehr oft wird die 80/20 Regel in diesem Zusammenhang genannt. Allerdings wird diese auch oft missverstanden.
Im Grunde soll dieses Prinzip klarmachen, dass ein kleiner Teil der Arbeiten für eine großen Teil der Ergebnisse sorgt. So gibt es z.B. bei der Website-Erstellung Arbeiten/Aufgaben, die dafür sorgen, dass die Website überhaupt schon mal steht und funktioniert. Das Hosting, das CMS und die Installation.
Darüber hinaus gibt es dann noch weitere relativ wichtige Aufgaben, welche die Qualität der Website nochmal verbessern. Das Layout und z.B. wichtige Plugins.
Aber es gibt eben auch Aufgaben, die nur sehr wenig bringen. Wenn man bei einer Website z.B. stundenlang an ein paar kleinen Farbgestaltungen oder bei den Texten ewig an bestimmten Formulierungen bastelt, dann macht das die Website kaum besser. Man verbringt aber dennoch sehr viel Zeit damit.
Man sollte sich allerdings nicht zu sehr an den Zahlen „80“ und „20“ festklammern. Viel wichtiger an diesem Prinzip ist die grundsätzliche Erkenntnis, dass manche Aufgaben wirklich wichtig sind und viel bringen. andere dagegen wenig oder kaum was zum Erfolg beitragen, obwohl sie auch viel Zeit kosten.
In erster Linie sollte man sich also auf die „20%“ konzentieren, die „80%“ der Ergebnisse bringen.
Das Pareto-Prinzip hat aber noch eine weitere wichtige Botschaft für Gründer. Man sollte wissen, wann etwas gut genug ist. Perfektion wird von vielen angestrebt, aber das ist keine gute Idee. Man sollte die meisten Aufgaben so gut wie nötig erledigen, anstatt zu versuchen noch die letzten Prozente zu optimieren, was unter dem Strich aber nichts mehr bringt.
So recherchiere ich natürlich für meine Artikel, editiere diese nach dem Schreiben und achte darauf, dass es ein passendes Bild dazu gibt. Aber ich suche nicht tagelang nach weiteren Quellen, feile nicht stundenlang an Formulierungen oder bastle ewig an noch einem weiteren tollen Bild.
Meine Erfahrungen
Ein wenig habe ich schon über meine Erfahrungen berichtet. Die 80/20 Regel habe ich bereits im Studium kennengelernt. Da hat sie mir schon geholfen.
Dennoch habe ich zu Beginn meiner Selbständigkeit vor allem hart gearbeitet. Ich habe bei Null angefangen und musste mir erstmal ein Business aufbauen. Trotz meiner Vorbereitungen auf die Selbständigkeit wusste ich nicht, was für den Erfolg wirklich wichtig ist. Und so habe ich neben wichtigen Aufgaben auch weniger wichtige erledigt, die es im Nachhinein nicht wirklich gebraucht hätte.
Mit der Zeit habe ich dann gelernt, was wirklich wichtig ist und dass man auch Nein sagen können muss. Zudem habe ich mein Business anders ausgerichtet und andere Schwerpunkte gesetzt. Das ist eine Entscheidung gewesen, die zu mehr Erfolg geführt hat.
Heute habe ich ein sehr gutes Gefühl dafür, welche Arbeiten mich wirklich voranbringen. Allerdings lerne ich natürlich auch immer noch dazu.
Gut funktioniert bei mir übrigens, dass ich mir meine ToDo-Listen anschaue und prüfe, welche Aufgaben erledigt wurden und welche nicht. Wenn ich eine Aufgabe immer wieder nach hinten schiebe, weil ich nicht dazu komme, dann ist diese meist auch nicht wirklich wichtig.
Hard und Smart
In der Realität geht es in der Regel gar nicht darum Hard oder Smart zu arbeiten, sondern meist um eine gesunde Kombination der beiden Extreme.
Es wird immer wieder Arbeiten geben, die man erledigen muss, auch wenn sie nicht so viel bringen. Gerade am Anfang der Selbständigkeit wird man zudem alles mögliche machen, um Erfahrungen zu sammeln und voran zu kommen.
Wichtig ist, dass man immer über die eigene Arbeit nachdenkt, Erkenntnisse sammelt und für die weitere Selbständigkeit daraus Schlüsse zieht.
Wie findet ihr die Balance zwischen Hard und Smart?
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