Bessere Monetarisierung von Websites – Interview mit Traffective

Viele Website-Betreiber haben Schwierigkeiten mehr als nur ein Taschengeld zu verdienen.

Immer wieder bekomme ich Mails von Lesern, die zwar recht hohe Besucherzahlen, aber nur sehr niedrige Einnahmen haben.

In meinem heutigen Interview spreche ich mit einem Experten über die bessere Monetarisierung von Websites, typische Probleme und sein eigenes Startup.

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Hallo Sascha. Bitte stell dich meinen Lesern vor.

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Hallo Peer, danke dir. Mein Name ist Sascha Schlüter, 41 Jahre alt, Geschäftsführer und Mitgründer der Traffective GmbH.

Wann bist du zum Online-Business gekommen?

Das ist lange her: 2004, als Affiliate-Publisher. Durch diese Tätigkeit kam ich zu Tradedoubler. Meine Aufgaben dort beinhalteten das nationale und internationale Publisher-Sales Thema zu betreuen und aufzubauen. Dort habe ich auch vor fast 10 Jahren 3 meiner Mitgesellschafter kennengelernt.

Nach einem kurzen Ausflug zu Affili.net (2 Jahre) habe ich mich dann selbständig gemacht und die Traffective GmbH mit ein paar Partnern aus dem digitalen Business gegründet.

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Kannst du dich noch erinnern, wann und wie du zum ersten mal online Geld verdient hast?

Ja, ich habe durch Zufall eine Kreuzfahrt online verkauft. Ich hatte ein paar Artikel online gestellt, weil ich schon immer eine Kreuzfahrt machen wollte und zack, da hat in der Tat jemand gebucht und die Reise wurde auch nicht storniert. Es waren ca. 140 EUR Provision.

Was sind die häufigsten Probleme dafür, dass Websitebetreiber zu wenig verdienen?

Ich kann hier nur einen Querschnitt der Branche ziehen, es ist nicht allgemeingültig, aber es zeichnet sich schon ab, dass:

  • viele Publisher nur strickt ein Monetarisierungsmodell verfolgen, zum Beispiel Affiliate Marketing oder nur Google Adsense.
  • Das fehlende Wissen über die Bandbreite, die es an Monetarisierungsmöglichkeiten gibt.
  • Fehlende Transparenz hinsichtlich Kampagnen, die über Netzwerke auf Basis Run On Network auf den Publisher-Webseiten eingespielt werden (Bild-Text-Kombinationen und deren dahinterstehende Abrechnung – meist rein Performance-orientiert).
  • Eine zu lange „Vermarktungskette“ unterliegt einigen Monetarisierungsmodellen. Dies bedeutet konkret: Ein Kunde zahlt z.B. 10 EUR TKP, beim Publisher kommt jedoch gerade mal 1 EUR an. Die Wertschöpfungskette ist in einigen Fällen eindeutig zu lang, was wiederum die Werbeerlöse für den Publisher vermindert.

Wie ist Traffective entstanden und wie hat sich eure Firma seitdem entwickelt?

Bessere Monetarisierung von Websites - Interview mit TraffectiveTraffective haben wir im Oktober 2009 gegründet. Unser Fokus liegt auf Monetarisierung digitaler Werbeplätze – also mobile / desktop / tablet – web & app. Gute Monetarisierung betrachtet neben dem Publisher auch immer den Advertiser, welcher letztlich die Werbung bezahlt und entsprechende Kampagnenziele verfolgt.

Zu Beginn haben wir Kunden (Advertiser) in sämtlichen Performance Marketing Disziplinen betreut. Je enger dadurch der Kontakt mit Publishern wurde, kristallisierte sich ein weiteres Standbein in unserem Geschäftsfeld heraus: Publisher Monetarisierung.

Die Anzahl der Publisher in diesem Geschäftsfeld wuchs rasant. Anfänglich halfen wir vor allem bei der Optimierung von performance-orientierten Werbeeinbindungen, sahen aber kurze Zeit später, dass eine ganzumfängliche Optimierung für den monetären Erfolg einer Website unerlässlich ist und weiteten unseren Fokus aus.

So wuchs in kurzer Zeit auch ein sehr enges Verhältnis zum Branchen-Primus Google. Da es jedoch schwierig war in einer engen Kooperation zu arbeiten, ohne offizielle Beurkundung, wurde von Google 2013 erstmalig das Gütesiegel “Google AdSense Certified Partner” ins Leben gerufen. Wir waren eine der ersten Agenturen weltweit, die an diesem Programm teilgenommen haben.

Da der Markt sich aber im Zeitalter von Real-Time-Advertising & Big Data inhaltlich rasant weiterentwickelte, erweiterte sich auch unser Produktportfolio weiter. AdSense ist nach wie vor ein Bestandteil der Optimierung, jedoch benötigt der Publisher von heute viele weitere Google Monetarisiserungsthemen, wie z.B. die Adserver Lösung Doubleclick for Publisher, Google Ad Exchange, Google Consumer Survey, Video, AdMob, Analytics uvm..

Partnern, die großen Erfolg und Expertise in diesen Themen aufwiesen, verlieh Google 2015 daher das Siegel “Google Certified Publishing Partner”. Durch diese Partnerschaft können wir unseren Partnern erstklassigen Service rund um alle Google Themen bieten, beschränken uns jedoch nicht nur darauf und arbeiten auch mit vielen weiteren Partnern, wie z.B. Facebook, um bestmögliche Ergebnisse für unsere Partner sicherzustellen.

Um dies ganzheitlich abbilden zu können, hat sich auch produktseitig ein eigenes Traffective Cockpit herausgebildet. Hier erlangt jeder Partner die komplette Transparenz über seine Werbeflächen. Kennzahlen aus AdExchange, Facebook, AdSense, Survey … lassen sich einzeln oder auch direkt kumuliert betrachten und durch die Benchmarkanalyse interpretieren. Adblocking Tracking ist Bestandteil oder auch Arbitrage-Tracking, in welchen ich sehe, welche Traffic-Quellen wie viel Umsatz einbringen.

Wie helft ihr bei der besseren Monetarisierung von Websites?

Auf Grund unser langjährigen Erfahrung, nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch, kennen wir viele Formen der Monetarisierung. Was vor 4 Jahren der Kassenschlager war, ist heute im besten Falle nur noch „Resterampe“ wert. Unser Ansatz liegt darin, den Webseiten-Betreiber zu beraten, also eine Bestandsaufnahme zu machen und darüber hinaus Empfehlungen abzugeben, welche Produkte er wie einsetzen kann, um das bestmögliche Ergebnis für sein Projekt zu erreichen.

Da wir Google Certified Publishing Partner sind, können wir einige Premium-Tools, deren Freigabe wir haben, auf unsere Partner übertragen bzw. beantragen oder auf Produkte aufmerksam machen, von denen der Partner noch nie gehört hat. Darüber hinaus helfen wir bei der Aufbereitung und Implementierung der Produkte und informieren den Partner über den Monetarisierungserfolg mit unseren eigens entwickelten Tools & dem transparenten Reporting.

Für wen ist euer Service gedacht und was kostet dieser?

Im Grund genommen ist es für jeden Webseiten Betreiber geeignet. Fixe Kosten entstehen in der Regel nicht. Abgerechnet wird monatlich anhand einer Umsatzbeteiligung an den für den Partner erzielten Werbeerlösen.

Was sind nach deiner Erfahrung aktuelle Trends im Bereich der Website-Einnahmen?

Der Trend geht ganz klar Richtung RTA (Real-Time-Advertising), wobei der Fokus sehr auf Mobile ausgerichtet ist. Webseitenbetreiber oder Publisher müssen sich bzw. ihr Projekt dafür fit machen. 60% der Internet-Nutzung findet schon mobil statt – Tendenz steigend. Wir befinden uns gerade im Wandel hin zum datengetriebenen Marketing. Die „Großen“ sind bereits schon lange dabei Zielgruppendaten zu erfassen, bzw. Ihre Kampagnenumsetzung über die entsprechenden Systeme auf Basis von Zielgruppendaten zu optimieren.

Entscheidend ist es, dass Publisher ihre Infrastruktur auf diesen Trend bzw. die Möglichkeiten dieses Wandels adaptieren. Verkürzung der Vermarktungskette – große Publisher haben direkten Zugriffe auf die entsprechenden Marktplätze wie Ad Exchanges und bauen mehr und mehr ihr Know-how auf. Kleinere & mittlere Publisher können sich an entsprechende neue Intermediäre (wie Traffective) wenden, um Zugang zu diesen Marktplätzen zu erhalten. Die klassischen Vermarkterstrukturen, wie wir Sie noch vor einiger Zeit als selbstverständlich angesehen haben, beginnen sich sehr stark zu verändern.

Eine Veränderung im Denken muss aber auch auf Seiten der Spender/Advertiser vollzogen werden. Raus aus dem klassischen Muster, z.B. „Das sind meine drei Standard-Werbemittel“, hin zu dem strategischen Ziel: „Werbung muss nicht nerven, Werbung muss auf die Bedürfnisse des Users zugeschnitten sein“. Das setzt natürlich Willen und auch Mut bezüglich Veränderungen beim Advertiser voraus.

Wie kann man die aktuelle Einnahmensituation analysieren und Probleme finden?

Schau dir bitte einmal teilweise den Monetarisiserungsmix einiger Webseiten an und sobald du denkst, du bist auf einer Haartransplantations-Webseite oder einer Börsenseite, weil jeder dir 400% Wachstum für erstaunliche Tricks anbietet, ist es Grund genug zu fragen, ob dem Webseiten-Betreiber die Monetarisierungsstruktur bewusst ist.

Welche Rolle spielt AdSense in Zukunft. Lohnt sich das noch?

Adsense lohnt sich definitiv. Wesentliche Gründe sind:

  • das weltweit größte Advertiser Netzwerk
  • kein Zahlungsausfallrisiko & keine Stornos wie z.B. bei Provisionsmodellen
  • hoher qualitativer Advertiser Anspruch in Bezug auf Richtlinien
  • Zielgruppenschutz – sehr Hohe Fraud-Prevention
  • Spezielle Lösungen wie z.B. AdSense for Search oder AdSense for Games

Aber es geht nicht ausschließlich um AdSense, es geht um das programmatische Thema, welches wir über den Google Ad Exchange regeln. Warum Google? Eben aus den selben oben genannten Gründen. Hier trifft sich Nachfrage und Angebot, einfaches Prinzip.

Zum Schluss würde ich mich über deine wichtigsten Monetarisierungs-Tipps für Blogbetreiber freuen.

  • Content ist und bleibt „King“. Ohne qualitativen Content ist nichts los auf der Website! Dies kann auch eine absolute Nische sein, aber hieran wird sich auch in X Jahren nichts ändern.
  • Idealerweise mulitmediales Angebot der Zielgruppe zur Verfügung stellen – Text, Bilder, Videos
  • Weniger ist manchmal mehr. Wir haben an zahlreichen Beispielen gesehen, dass wir ein digitales Angebot nicht mit Werbung überfrachten müssen. Weniger ist manchmal „Mehr“ im übertragenen Sinne bzw. lassen sich die gleichen Ergebnisse erzielen.
  • Gezielt Partner auswählen. Es macht auf alle Fälle Sinn nach Transparenz und auch nach dem Business Modell eines möglichen „Vermarktungs-“ Partners zu fragen, um Verständnis der Wertschöpfungskette etc. zu erhalten
  • Testen, Testen, Testen. Neue Werbeformen, wie native Werbekonzepte, ausprobieren und auf die richtige Infrastruktur setzen. Stichwort: Hoheit der Adserver Strukur.

Danke für das Interview

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1 Gedanke zu „Bessere Monetarisierung von Websites – Interview mit Traffective“

  1. Es wäre mal interessant zu wissen, wie andere Affiliates ihre Website jenseits von Google Adsense und Amazon monetarisieren. Leider wird fast immer nur über diese Standard Monetarisierung berichtet.

    Ebenfalls muss ich widersprechen, dass man guten Content braucht, wenn man mit Adsense oder TKP viel Geld verdienen möchte. Eher das Gegenteil ist der Fall, da bei diesem Modell auf Masse gesetzt werden muss. Man braucht ein massives Trafficaufkommen um damit überhaupt einen angemessenen Betrag zu verdienen. Am besten erstellt man dazu ein Lexikon in dem man Begriffe, die erst selten im Internet erklärt wurden, kurz erklärt.

    Guten Content braucht man nur dann, wenn man seinen Besuchern etwas verkaufen möchte oder Leads generieren will. Dort sind dann wenige, aber gufe und ausführliche Artikel die bessere Wahl.

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