Wie viel Geld verdient man mit der VG Wort pro Wort, Artikel, Website und eBook?

Wie viel Geld verdient man mit der VG Wort pro Wort, Artikel, Website und eBook?Als Autor kann man mit den eigenen Artikeln auf verschiedene Arten Geld verdienen, aber die VG Wort wird dabei von vielen noch unterschätzt.

Deshalb gehe ich heute der Frage nach, wie viel Geld man mit der VG Wort pro Wort, Artikel, Website und eBook verdienen kann.

Dabei gehe ich auf meine eigenen Erfahrungen ein und gebe Einblicke in meine Einnahmen.

Kann man schnell mit der VG Wort Geld verdienen?

Was die VG Wort ist und warum man als Online-Autor damit Geld verdienen kann, habe ich in diesem Artikel erläutert.

Die meisten neuen Website-Betreiber und Blogger haben es eilig mit dem Geld verdienen. Das kann ich auch verstehen, doch der Aufbau einer Website und das Schreiben vieler Artikel braucht Zeit.

Deshalb ist auch die VG Wort keine Einnahmequelle, die über Nacht viel Geld abwirft. Stattdessen lohnt sich die VG Wort vor allem dann, wenn man schon viele Artikel geschrieben hat, die auch noch lange nach dem Erscheinen viele Seitenaufrufe bekommen.

Zudem gibt es von der VG Wort nur einmal pro Jahr eine Geld-Ausschüttung und zwar für das Vorjahr. Im Herbst des aktuellen Jahres bekommt man also Geld für jene eigenen Artikel, die im kompletten Vorjahr mindestens 1.500 mal aufgerufen wurden. Dabei muss man auch eine gewissen Länge der Artikel erreichen, damit diese vergütet werden. Mehr Details dazu im oben verlinkten Artikel.

Richtig schnell ist das also nicht. Würde man heute mit dem Schreiben von Artikeln im eigenen Blog oder auf der eigenen Website beginnen (und natürlich die VG Wort Zählpixel in die Artikel einbinden), dann würde man frühenstens im Herbst kommenden Jahres Geld von der VG Wort bekommen.

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Wie viel Geld verdient man mit der VG Wort pro Wort, Artikel, Website & eBook?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Geld von der VG Wort zu bekommen. Dabei ist der häufigste Fall, dass man in die eigenen Artikel jeweils einen sogenannten Zählpixel einbaut. Das sind kleine img-Tags (HTML-Code), die aber nur 1×1 Pixel groß und unsichtbar sind.

In jeden eigenen Artikel baut man einen neuen Zählpixel ein und dadurch kann die VG Wort messen, wie oft ein Artikel pro Kalenderjahr (Januar – Dezember) aufgerufen wird. Und dann gibt es im Herbst des Folgejahres bis zu 45 Euro netto pro Artikel als Vergütung, wenn die Mindestaufrufe erreicht wurden.

Geld pro Wort?

Direkt pro Wort verdient man mit der VG Wort kein Geld. Allerdings müssen Artikel einen bestimmten Umfang erreichen, um überhaupt vergütet werden zu können.

Das sind ca. 300 Wörter (der Grenzwert sind 1.800 Zeichen inkl. Leerzeichen). Würde man also nur „300 Wörter“-Artikel verfassen und diese würden mindestens 1.500 Aufrufe pro Jahr erhalten, dann wären das ungefähre Einnahmen von 15 Cent pro Wort, was schon sehr gut ist (2021 gab es pro Artikel 45 Euro von der VG Wort).

Die Vergütung ist aber unabhängig von der Menge der Wörter (Zeichen), die ein Artikel darüber hinaus hat. Ein Artikel mit 2.000 Wörtern bringt dasselbe Geld ein (45 Euro) und dann lägen die Einnahmen z.B. bei nur noch etwas mehr als 2 Cent pro Wort.

Einen Vorteil hat es allerdings, wenn man viele Wörter in einem Artikel drin hat. Ab 10.000 Zeichen (ca. 1.500 Wörter) braucht ein Artikel im Jahr nur noch 750 Aufrufe zu erreichen, um eine Vergütung zu bekommen. Das ist also die Hälfte der Aufrufzahlen eines kürzeren Artikels und das erreicht man natürlich einfacher.

Geld pro Artikel?

Die eigentliche Vergütung der VG Wort findet pro Artikel statt. Wie oben schon geschildert muss dieser mindestens 1.800 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen und pro Jahr mindestens 1.500 mal aufgerufen worden sei. Wobei die VG Wort hier die Aufrufe des Autors selbst nicht misst und auch sonst nur Aufrufe aus Deutschland zählt.

Im letzten Jahr gab es einen Rekord-Betrag pro Artikel. Das waren 45 Euro.

VG Wort Geld verdienen pro Artikel

Haben also z.B. 100 eigene Artikel im Vorjahr die Mindestaufrufe erreicht, dann hätte man 4.500 Euro dafür von der VG Wort bekommen.

Dabei verdient man mit einem kurzen Artikel, der gerade mal 300 Wörter, hat genauso viel Geld, wie mit einem 3.000 Wörter „Monster“. Aus finanzieller Sicht lohnt es sich also eher kürzere Artikel zu schreiben, davon dann aber mehr.

Durch die Halbierung der notwendigen Seitenaufrufe bei Artikel mit mindestens 10.000 Zeichen auf 750 Aufrufe und der Tatsache, dass in Google meist die umfangreicheren Artikel besser ranken und damit mehr Aufrufe bekommen, sollte man sich aber nicht nur auf die kurzen Artikel konzentrieren.

Zudem lohnt es sich zeitlose Artikel zu schreiben, da man nicht nur einmal von der VG Wort Geld für einen Artikel bekommt, sondern auch später immer wieder, wenn der Artikel auch in den Folgejahren nach dem Erscheinen die Mindestaufrufe erreicht.

So habe ich z.B. wirklich alte Artikel in meinen Blogs, die vor 6, 7 oder mehr Jahren erschienen sind und diese haben immer noch pro Jahr genügend Aufrufe, um eine Vergütung von der VG Wort zu bekommen.

Allerdings schwankt die Vergütung pro Artikel von Jahr zu Jahr. Das hängt vor allem damit zusammen, wie die Einnahmen der VG Wort selbst aussehen (z.B. durch Gebühren auf Drucker, Kopierer etc.). Je mehr die VG Wort einnimmt, um so mehr kann sie an Autoren ausschütten. Wie viel das ist, kann man in der sogenannten Quotenübersicht bei der VG Wort sehen. Immer so Mitte des Jahres wird dieses Dokument veröffentlicht, in dem dann steht, wie viel Geld man pro Artikel verdient.

Ich bin ja nun schon sehr lange bei der VG Wort und in dieser Zeit lag die Vergütung pro Artikel zwischen 10 und 45 Euro. Man kann also nicht mit wirklich festen Einnahmen rechnen.

VG Wort Meldung - Geld verdienen

mehrere Autoren
Die volle Vergütung bekommt man für einen Artikel aber nur, wenn man der alleinige Autor oder die Autorin ist. Gibt es Mitautoren, wie z.B. bei einem schriftlichen Interview, dann bekommt man nur die Hälfte.

Sonderausschüttung
Hat man keine VG Wort Zähpixel in die eigenen Artikel (auf einer anderen Website) eingebaut oder ist das technisch nicht möglich, dann kann man „nur“ eine Sonderausschüttung bei der VG Wort beantragen.

Aktuell muss diese Meldung bis Ende Januar erfolgen und dann bekommt man einen Pauschalbetrag, der sich nach der Zahl der Artikel richtet. Auch hier müssen die gemeldeten Artikel mindestens 1.800 Zeichen (inkl. Leerzeichen) enthalten.

Da ist die Vergütung pro Artikel allerdings relativ gering. Im letzten Jahr gab es z.B. zwischen 1 und 20 Artikeln insgesamt nur 20 Euro. Hat man zwischen 21 und 60 Texte gemeldet, dann waren es 60 Euro. Der Höchstbetrag lag bei 960 Euro für 480 Texte oder mehr.

Wie man sehen kann, sind das pro Artikel deutlich weniger Einnahmen, als wenn man Zählpixel einbaut. Aber gerade bei Websites, die eine kleine Nische bedienen, und bei den die Artikel nicht so häufig aufgerufen werden, kann sich die Sonderausschüttung mehr lohnen, als der Einbau von Zählpixeln.

Allerdings ist die Sonderausschüttung nicht für vom Urheber selber betriebene Websites möglich. Für eigene Nischenwebsites kann man also keine Sonderausschüttung beantragen.

Geld pro Website?

Ich hatte eine Information von der VG Wort vor einer Weile mal falsch verstanden, wurde dann aber auf meinen Fehler aufmerksam gemacht. Es gibt keine Einschränkung, was man mit einer Website mit der VG Wort verdienen kann.

Hat man also z.b. auf einer Website 1.000 Artikel, die lang genug sind und die Mindestaufrufe im Vorjahr erreicht haben, dann würde man bei 45 Euro pro Artikel 45.000 Euro von der VG Wort bekommen.

Das bedeutet allerdings viel Arbeit und man muss ein Website-Thema haben, welches relativ viel Suchvolumen bietet, so dass viele Artikel sehr häufig aufgerufen werden.

Nutzt man statt den Zählpixeln dagegen die Sonderausschüttung, dann wären es derzeit maximal 960 Euro für eine Website (mit 480 oder mehr Artikeln).

Geld pro eBook?

Nicht nur Artikel auf einer Website oder in einem Blog sind relevant für die VG Wort. Man kann dort auch eBooks und PDFs melden.

Vorraussetzung dafür ist jedoch, dass das eBook als ePub oder PDF vorliegt und frei zugänglich ist (wobei man es auch verkaufen darf, z.B. über Digistore24). eBooks in anderen Formaten oder mit einem harten Kopierschutz (DRM) sind nicht meldefähig.

Dann kann so ein eBook im Rahmen der Sonderausschüttung gemeldet werden, was aber nicht viel Geld einhringt, selbst wenn das eBook sehr umfangreich ist.

Wie viele Leser braucht man, um mit der VG Wort Geld zu verdienen?

Die Einnahmen mit der VG Wort skalieren schon stark mit der Zahl der Leser, die man im eigenen Blog oder auf der eigenen Website hat. Je mehr Besucher man hat, umso mehr Artikel erreichen im Kalenderjahr die Mindestaufrufe und dadurch verdient man mehr.

Wie viele Leser man allerdings konkret braucht, ist schwer zu sagen. Es kommt sehr darauf an, wie viele Artikel man hat und wie diese aufgerufen werden.

So können 100.000 Seitenaufrufe im Jahr hohe oder niedrige VG Wort Einnahmen bedeutet. Hat z.B. man nur 50 Artikel auf der eigenen Website und diese werden halbwegs gleich aufgerufen, dann sind das im Schnitt 2.000 Aufrufe pro Artikel pro Jahr. Klar werden manche Artikel etwas mehr aufgerufen, als andere, aber man wird wohl paar Dutzend Artikel haben, die vergütet werden.

Hat man dagegen 500 Artikel und 100.000 Seitenaufrufe im Jahr insgesamt, dann sind das im Schnitt gerade mal 200 Aufrufe. Hier wird zwar auch der eine oder andere Artikel 1.500 Aufrufe oder mehr haben, aber insgesamt wird man wohl weniger Artikel vergütet bekommen.

Deshalb sollte man versuchen Artikel zu schreiben, die im Schnitt 1.500 Aufrufe pro Jahr bekommen oder mehr. Zudem sollten diese zeitlos sein, um auch noch in den Folgejahren gute Aufrufzahlen zu kommen. Und wenn man dann teilweise noch recht lange Artikel schreibt, die über 10.000 Zeichen enthalten, dann braucht man auch nur noch 750 Aufrufe im Jahr.

Wie bei vielen anderen Einnahmequellen ist es also gut, wenn man möglichst viele Leser hat.

Mehr Informationen darüber, ob man von der VG Wort leben kann, habe ich einem Artikel veröffentlicht.

Meine VG Wort Einnahmen

Ich bin bei meinen Einnahmen ja relativ transparent und berichte immer wieder mal darüber, was ich mit welchen Einnahmequellen verdiene.

So habe ich z.B. für meinen Brettspiel-Blog mal analysiert, was ich dort mit der VG Wort eingenommen habe.

Damals waren es noch 35 Euro pro Artikel (für das Jahr 2018), die man von der VG Wort bekommen hat. 31 Artikel hatten den Mindestzugriff erreicht und das brachte in der Summe 1.085 Euro netto. Das war schon deutlich mehr, als im Jahr davor.

Für das Jahr 2020 waren es dann schon rund 120 Artikel und Seiten, die vergütet wurden und bei 45 Euro pro Artikel waren es mehr als 5.000 Euro, die ich für diesen Blog von der VG Wort bekommen habe.

Auch hier im Blog und auf anderen Websites baue ich die VG Wort Zählpixel ein, so dass ich in der Summe gute Einnahmen durch die VG Wort in jedem Jahr bekomme.

Bei meinen Nischenwebsites setze ich keine Zählpixel ein, da die Aufrufe dort pro Artikel nicht hoch genug sind. Und eine Sonderausschüttung kann ich auch nicht nutzen, da ich selber diese Websites betreibe.

Wie kann man mit Texten sonst noch Geld verdienen?

Die VG Wort ist also eine wirklich interessante Möglichkeit Geld mit Online-Artikeln zu verdienen. Gerade bei Themen, die zwar viel Suchvolumen haben, aber nur schlecht mit Werbung oder Affiliate Marketing monetarisiert werden können, ist das eine tolle Sache.

Aber das eine schließt das andere ja nicht aus. Man kann sowohl die VG Wort Zählpixel nutzen, als auch Werbebanner vermieten, Affiliatelinks einbauen oder auch Links vermieten.

Zudem kann man die Texte, die man mit der VG Wort monetarisiert, auch zusätzlich nutzen, um relativ einfach daraus ein eBook zu erstellen.

Kombiniert man verschiedene Einnahmequellen, dann kann man wirklich gutes Geld verdienen.

Kann man mit der VG Wort Geld verdienen?

Ja, auf jeden Fall. Ich freue mich jedes Jahr über die Auszahlung der VG Wort und bin sehr froh, dass ich vor langer Zeit damit begonnen habe die Zählpixel einzubauen.

Nutzt du die VG Wort? Wenn nicht, wo liegt das Problem?

Bild von Peer Wandiger
Peer Wandiger
Studium der BWL und langjährige Arbeit in einem mittelständischen Unternehmen. Seit 2006 selbständig als Webentwickler und Website-Betreiber, 2007 Gründung von Selbständig im Netz.

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