Kann man mit Let’s Plays heute noch auf YouTube und Twitch erfolgreich werden und Geld verdienen?

Kann man mit Let's Plays heute noch auf YouTube und Twitch erfolgreich werden und Geld verdienen?Im diesem Artikel widme ich mich einem Phänomen, welches auf YouTube und Twitch für viele Nachahmer gesorgt hat. Es geht um Let’s Plays.

Um was es sich bei einem Let’s Player genau handelt und wie diese Geld verdienen, erläutere ich im Folgenden.

Zudem gehe ich der spannenden Frage nach, ob man mit Let’s Plays heute noch erfolgreich werden und Geld verdienen kann.

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Was sind Let’s Plays?

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Als Let’s Plays bezeichnet man Videos von Computer- oder Videospiel-Sessions, die Let’s Player aufnehmen und als Video z.B. auf YouTube veröffentlichen oder live auf Twitch streamen. (wobei es zum auch Let’s Plays von Brettspielen gibt.)

Diese Videoaufnahmen sind in der Regel ungeschnitten. Wenn also ein Shooter 6 Stunden Spielzeit hat, dann wird das Let’s Play ebenfalls 6 Stunden lang sein, natürlich aufgeteilt in einzelne Teile von z.B. 15 oder 30 Minuten, die nach und nach veröffentlicht werden.

In der Regel spricht der Let’s Player dann auch beim Spielen. Zum einen über das Spiel selbst, aber auch über alle möglichen sonstigen Themen. In manchen Let’s Plays (typischerweise Multiplayer-Games) sind mehrere Personen dabei.

Viele Let’s Player, wie Gronkh, PewDiePie oder PietSmiet, sind mittlerweile sehr bekannt und haben siebenstellige Abonnentenzahlen auf YouTube.

Sie sind die Vorbilder von vielen “kleinen” Let’s Playern, nicht zuletzt, weil sie mittlerweile vom “Vorspielen”, also ihren Let’s Plays, leben können.

Doch warum ist z.B. Gronkh so erfolgreich und viele andere Let’s Plays haben nur wenige Zuschauer? Kann man mit Let’s Plays heute noch erfolgreich werden und Geld verdienen?

Warum sind manche Let’s Player so erfolgreich?

Schaut man sich auf YouTube und Twitch so um, dann findet man einige erfolgreiche deutsche Let’s Player (und natürlich noch viel mehr erfolgreiche englischsprachige).

Unter den Top 100 deutschen YouTube-Kanälen finden sich rund ein fünftel Games-Kanäle, größtenteils Let’s Player.

Doch wie in so vielen Bereichen sollte man sich von der Spitze des Eisbergs nicht täuschen lassen. Auf jeden erfolgreichen Let’s Player kommen hunderte, die mit ein paar dutzend oder ein paar hundert Abonnenten vor sich hindümpeln. Prozentual gesehen sind nur wenige wirklich groß und haben relevante Einnahmen mit ihren Let’s Plays.

Im Folgenden möchte ich ein paar Gründe auflisten, warum nur wenige wirklich groß und auch finanziell erfolgreich werden:

  • Startzeitpunkt

    Gronhk begann im April 2010 mit seinem YouTube-Kanal. Damals war das Thema Let’s Plays noch recht unbekannt und er war mit einer der ersten, die das groß aufgezogen haben. Es schadet sicher nicht unter den First Movern zu sein, auch wenn es kein K.O.-Kriterium ist.

  • Ausdauer

    Doch früh anfangen reicht nicht, man muss auch durchhalten. Mehr als 10 Jahre veröffentlicht Gronkh nun schon täglich Let’s Play Videos. Gerade in den Anfangszeiten, wenn noch kein Geld reinkommt und man nicht so viele Abonnenten hat, ist es entscheidend, dass man Durchhaltevermögen an den Tag legt.

  • Person

    Nicht jeder ist zum Let’s Player geeignet, denn viele schauen die Let’s Plays vor allem wegen der Person, die diese macht. Natürlich interessiert Spieler auch das Spiel, aber Minecraft wird zum Beispiel von tausenden Leuten auf YouTube gespielt. Nur wenige davon haben sehr viele Zuschauer.

    Wenn die Person nicht interessant, lustig, schlagfertig, kreative etc. ist, wird das nicht so gut ankommen. Zudem sollte man mit der Aufmerksamkeit umgehend können, die man früher oder später bekommt. Das liegt nicht jedem.

  • Qualität

    Die Qualität der Videos gehört ebenso dazu. Eine gute Aussprache, möglichst wenig oder zumindest einen angenehmen Dialekt, Ausdruck und Sprachgewandheit haben durchaus positiven Einfluss auf den Erfolg.

    Wer will schon jemanden nuscheln hören oder vom Rauschen des Billig-Mikrofons Kopfschmerzen bekommen?

  • Know How

    Um als Let’s Player erfolgreich zu werden, bedarf es auch eines gewissen Know Hows. Das betrifft natürlich vor allem die technische Seite, aber auch kaufmännisch muss man etwas Ahnung haben.

  • Vermarktung

    Die (Selbst-)Vermarktung ist ebenfalls nicht unwichtig. Über eine eigene Website, Social Network Profile usw. haben viele erfolgreiche Let’s Player zusätzlich für Fans und Videoaufrufe gesorgt.

  • Nische

    Eine Nische zu finden, die noch nicht so überlaufen ist, kann ebenfalls sehr dabei helfen erfolgreich zu werden. Es macht wenig Sinn das hundertste Minecraft Let’s Play zu starten.

    Ein gutes Beispiel ist hier nordrheintvplay. Dort spielt man überwiegend Simulatoren, bei denen Hardcore-Spieler oft die Nase rümpfen.

    Anscheinend aber mit Erfolg, da der Kanal mittlerweile über 400.000 Abonnenten hat und das in relativ kurzer Zeit.

Sicher gibt es weitere Erfolgsfaktoren, aber das sind meiner Meinung nach die wichtigsten.

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Kann man mit Let’s Plays heute noch erfolgreich werden?

Die entscheidende Frage ist aber, ob man heute überhaupt noch als neuer Let’s Player erfolgreich werden kann. Ähnliche Fragen bekomme ich immer wieder bzgl. Blogs.

Und genauso wie dort, lautet meine Antwort auch hier: “Ja man kann, aber…”

Natürlich ist der “Markt” schon ein wenig gesättigt. Es reicht nicht mehr einfach einen YouTube- oder Twitch-Kanal zu starten und den neuesten Shooter zu spielen. Das machen zu viele andere auch.

Stattdessen sollte man sich die oben aufgelisteten Erfolgsfaktoren zur Brust nehmen. Das fängt bei der Planung der Spiele an, die man spielen möchte, über die Präsentation und geht bis hin zum langfristigen Durchhaltevermögen.

Ähnlich wie bei Websites und Blogs gibt es natürlich keine Garantie, dass man erfolgreich wird, aber man kann mit verschiedensten Maßnahmen die Erfolgschancen erhöhen.

So sehen es auch ein paar Facebook-Leser, die ihre Meinung dazu abgegeben haben.

Wichtig ist aus meiner Erfahrung mit Blogs, Websites und der Analyse vieler YouTube-Kanäle, dass man es schafft eine gewisse Grenze zu überschreiten. Hat man erstmal 10.000 Abonnenten, dann ist es viel einfacher neue dazu zu gewinnen, da diese auch selbst in gewisser Weise Werbung betreiben und neue User natürlich viel eher auf schon recht beliebte Kanäle “aufspringen”.

Geld verdienen als Let’s Player

Wie verdient man überhaupt Geld mit Youtube?

Mittlerweile ist es recht einfach Werbeeinblendungen für die eigenen YouTube-Videos zu nutzen. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Möglichkeiten Videos zu monetarisieren. Auch auf Twitch gibt es viele Möglichkeiten Geld zu verdienen.

Das gute ist, dass man gar nicht so erfolgreich wie Gronkh und Co. sein muss, um gutes Geld zu verdienen. Es gibt zwar wenig Infos über konkrete Einnahmen von YouTube-Nutzern, aber es gibt z.B. die Website socialblade.com, die ungefähre Schätzung abgibt, was bestimmte YouTube-Kanäle an Einnahmen generieren.

Einfach den YouTube-Namen des Kanals eingeben und man bekommt neben Statistiken auch Schätzungen zu den Einnahmen. Das sind aber wirklich nur grobe Schätzungen.

In einem interessanten Let’s Play FAQ wird unter anderem auf das Thema Geld eingangen. Dort wird von typischen 2 Euro pro 1.000 Videos-Views gesprochen, wobei das hier natürlich ähnlich wie bei AdSense schwankt.

Aber als ersten Anhaltspunkt kann man schon sagen, dass man für 500 Euro im Monat um die 200.000 – 300.000 Videoaufrufe generieren muss.

Harald Fränkel hat in einem älteren Let’s Play mal gesagt, dass er weniger verdient, als manche Taschengeld haben. Damals hatte er so um die 4.000 Abonnenten. Heute sollte sollte es mehr als ein Taschengeld sein, aber davon leben wird er sicher noch nicht können.

Rechtliche Aspekte

Nur kurz möchte ich auf die rechtlichen Aspekte auf YouTube eingehen.

Das Veröffentlichen von Spielevideos ist urheberrechtlich problematisch. Mittlerweile verlangen viele Spielefirmen, dass man mit Ihnen Vereinbarungen schließt, wenn man mit Let’s Plays Geld verdient.

Nintendo hatte sogar mal verlangt, das alle YouTube-Einnahmen von Nintendospiele-Let’s Play an sie gehen müssten. Nachdem viel Let’s Player daraufhin aufgehört hatten Spiele von Nintendo zu spielen, ist man wohl wieder etwas zurück gerudert.

Dennoch ist das eine heikle Angelegenheit. Man muss sich um die rechtlichen Aspekte entweder selber kümmern oder man wird z.B. Mitglied im Gamestar YouTube Netzwerk. Da ist man auf der rechtlich sicheren Seite, muss aber einen großen Prozentsatz der Einnahmen abgeben.

Nicht zuletzt ist die Community auf YouTube nicht ohne. Dort gibt es viele Neider und teilweise geht es in den Kommentaren recht heftig zu, wenn Let’s Player Geld verdienen möchten. Das erinnert mich ein wenig an die Situation bei Blogs vor vielen Jahren. Damals war es auch verpönt mit Blogs Geld zu verdienen. Heute ist das kaum noch ein Problem.

Job-Perspektive – Let’s Player

Ist der “Job” als Let’s Player von Dauer? Das ist schwer zu sagen.

Ich gehe aber nicht davon aus, dass man als 50 oder 60-jähriger noch Let’s Plays machen wird oder machen will. Mal abgesehen davon, dass das Interesse daran generell in Zukunft wieder abebben könnte.

Insofern sollte man nicht unbedingt ausschließlich auf Let’s Plays setzen, sondern sich parallel noch weitere Standbeine aufbauen.

Fazit

Es gibt mittlerweile eine ganze Menge Menschen, die von Videos auf YouTube und Twitch leben können und noch mehr, die umindest gutes Geld nebenbei verdienen.

Doch wie immer ist das alles kein Selbstläufer, sondern bedarf Ausdauer, Engagement, Know How, Planung und auch etwas Glück.

Welche Erfahrungen habt ihr mit eigenen Let’s Plays gemacht?

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2 Gedanken zu „Kann man mit Let’s Plays heute noch auf YouTube und Twitch erfolgreich werden und Geld verdienen?“

  1. Auch da gilt: Nische finden. Siehe Steinwallen (https://www.youtube.com/user/Steinwallen) oder Writing Bull (https://www.youtube.com/user/TheWritingBull) oder ein alternatives Finanzierungsmodell via Patreon etc. aufbauen, wie es auch der sehr geniale VaatiVidya (https://www.youtube.com/c/VaatiVidya/videos) mit seinen Souls-Videos macht.

    Allgemein hat sich doch auch herausgestellt, dass das Geld nicht von YouTube, sondern von Twitch kommt. Bei Twitch reicht es ja im Zweifel, wenn du wenige Unterstützer mit viel Geld hast, welche dir genügend Spenden. Bei YouTube regelt es sich immer nur über die Masse, weshalb quasi jedes Video min. 100.000 Aufrufe erreichen sollte, wenn du davon leben willst.

    Außerdem haben auch viele gemerkt, dass YouTube/Google eben sehr unzuverlässig ist. Die Einnahmen sind gering, die Transparenz nicht vorhanden, fällst du aus dem Algo hast du plötzlich kein Geld mehr und monetarisiert wird vieles auch nicht mehr. Also was ich da so mitbekomme ist, dass alle weg von YouTube wollen oder Channels eben quasi durch PPs finanziert werden. Die eigentlichen YouTube-Einnahmen sind für die, die davon leben, glaube ich immer nur ein Beibrot zum Gesamten.

    Meinen eigenen Channel bei YouTube (https://www.youtube.com/channel/UCVG2YCJAT0JRZOQMeWXgohA) betreibe ich beispielsweise nur zum Spaß. Für mich ist das im besten Fall Werbung, in erster Linie aber einfach Freude an der Sache. Und da ich eh nie Zeit habe, entsteht da alle paar Monate mal was. Ist okay so. Das sollte bei Let’s Plays auch so sein.

    Stream und lade deine Let’s Plays ruhig hoch, aber geh nicht davon aus, dass beruflich machen zu können. Wenns klappt – cool. Wenn nicht – hab Freude an dem Hobby. Ich hatte früher auch einen sehr großen Gaming Blog. Der begann nur deshalb, weil mich die langweilige Berichterstattung nervte. Irgendwann wurde aus dem Hobby dann deutlich mehr und es wurde finanziell groß. Als ich dann aber kaum noch Zeit fürs Gaming hatte und Let’s Plays kamen, habe ich den Blog aufgeben.

    Was ich sagen will: Tut die Dinge niemals für das Geld, sondern weil sie euch erfüllen. Dann macht ihr immer automatisch das Richtige. Heute schreibe ich nur noch und mache nebenbei meine Videos. Kunden suche ich mir extrem gut aus und lehne vieles einfach ab. Auch das gehört zu der Lektion, Dinge nicht nur wegen dem Geld zu tätigen.

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  2. Ich denke, den meisten Let’s Playern ist gut damit beraten, sich mit diesem Hobby nebenher etwas dazu zu verdienen. Alleine davon leben können einige, aber der Großteil sicherlich nicht. Zu mal gerade über TikTok immer mehr Streamer und Let’s Player bekannt werden, obwohl das potentielle Publikum irgendwo auch begrenzt ist. Vielleicht gibt es irgendwann mehr YouTuber als Zuschauer, Lol.

    LG
    Julius

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