Suchintention bei Google – Wie du sie für deine Website findest!

Suchintention bei Google - Wie du sie für deine Website findest!Die Suchintention bei Google. Lange Zeit war sie den meisten vollkommen egal. Dann kam das große Update und spätestens seit dem letzten Fred-Update, vor allem aber seit Google bemüht ist, Suchanfragen tatsächlich korrekt zu deuten, spielt sie die wohl eine der größten Rollen bei der modernen Suchmaschinenoptimierung.

Doch was genau ist die Suchintention eigentlich? Welche Arten von Intention gibt es, wenn man Google fragt, und wie findet ihr die richtige Suchintention zum eigenen Keyword?

Wichtige Fragen, um die es im heutigen Artikel gehen soll. Denn Google-Updates hin oder her, so richtig haben viele das Thema Suchintention noch nicht verstanden, wie mir scheint.

Früher vs. Heute

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Mal ganz kurz zum Ist-Zustand und wie es einmal war. Ganz früher ging es um Keywords. Ein Artikel wurde mit dem Keyword »Möbel« zugestopft, also rankte er auch für diesen Begriff. Dann wurde Google sensibler, kategorisierte und unterschied mehr, einzelne Wörter machten den semantischen Unterschied, WDFIDF und TFIDF kamen hinzu. Guter Content war plötzlich ziemlich kompliziert zu verfassen, zumindest wen er wirklich clever optimiert sein sollte.

Heute geht Google wieder ein paar Schritte zurück, so scheint es oft, versucht auf der anderen Seite aber mehr zu verstehen. Meiner Meinung nach scheitert die Suchmaschine aktuell daran, siehe meinen Artikel zum Thema Google EAT, doch dieses Fass möchte ich hier nun gar nicht erneut aufmachen.

Suchmaschinenoptimierung heißt für mich am Ende nicht unbedingt Nutzer zu verstehen, sondern vor allem zu verstehen, wie Google Nutzer versteht. Wie Google ihre Intention deutet und mit modernen Techniken dafür sorgt, dass ganze Sätze korrekt verstanden und interpretiert werden können.

Die Suchintention spielt eine große Rolle, hat meiner Meinung nach aber mehr mit Google, als mit dem wirklichen Nutzerinteresse zu tun. Dafür sind die Rankings* derzeit nämlich teilweise einfach zu miserabel.

Die Suchintentionen bei Google

Wer es sich ganz einfach machen möchte, unterscheidet lediglich zwischen »Do« und »Know» Intention. Entweder der Besucher möchte also etwas tun, also handeln, oder er möchte sich informieren.

Das sind in meinen Augen die zwei Intentionen, die Google für wichtig hält, was natürlich auch durchaus logisch erscheint. Wenn ich einen Stuhl kaufen möchte, suche ich nunmal keinen Artikel über die Geschichte der Stühle, sondern ein Möbelstück. Soweit so klar.

Die Know-Intention kennt dabei aber noch das »Know Simple«. Google versteht darunter eine Anfrage nach Wissen, die aber einfach und schnell beantwortet werden sollte. Wer also Fragt: »Wie viele Einwohner hat Deutschland«, sucht nach einer Zahl oder nach einem Diagramm, was nach Möglichkeit direkt innerhalb der Suche angezeigt wird.

Bei der Do-Intention geht es, neben Käufen aber auch um Downloads oder andere Interaktionen. Dennoch ist das beste Beispiel der Kauf oder das Ausführen von etwas, also nichts mit Wissen. Der Suchende möchte eine Handlung durchführen.

Wichtig dabei ist, dass es durchaus sein kann, dass mehrere Suchintentionen zutreffen. Dann gilt es diejenige auszuwählen, die für die eigene Zielgruppe am wahrscheinlichsten erscheint. Und es gibt noch ein paar weitere Unterkategorien (Visit-in-person Suchen sind sehr standortbezogen, die Website-Intention zeigt als Ergebnis Websites an usw.)

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Nochmal im Detail

In der klassischen SEO-Arbeit wird bei Keywords zwischen Informational, Transactional, Commercial, Navigational und Brand unterschieden. Google regelt das runter, wie oben schon erwähnt, auf Do (Transactional), Know (Informational) und Go (Navigational – der Besucher möchte auf eine bestimmte Seite, z.B. Website zur Marke* oder Seite zur Anfahrt/Wegbeschreibung).

Commercial-Suchen sind, was die Intention angeht, Do-Intentionen und beim Brand ist es abhängig von der Marke (meist Go). Für mich ergeben die weiteren Abstufungen daher auch keinen Sinn und für Google wohl derzeit auch noch nicht so wirklich.

Die Sache mit den Suchintentionen kann zum Teil sehr komplex wirken und abhängig von vielen Faktoren sein. Google ermittelt die Intention wohl nach Ort und Gerät des Nutzers, ebenso wie dem Kontext und den semantischen Zusammenhängen innerhalb der Suchanfrage. Mit dem letzten Fred-Update von Google, hat die Suchmaschine hier noch einmal zugelegt und versteht den Nutzer noch besser. Zumindest so, wie ein Algorithmus einen Nutzer eben verstehen kann, denn YouTube zeigt mir auch ständig Videos von abonnierten Kanälen NICHT an, obwohl ich die Videos schon gerne sehen würde. Aber wenn der Algorithmus eben meint, ich klicke nicht genug auf die Videos des Kanals, weiß Google es eben besser als ich.

In diesem Sinne würde ich die Suchintention per se nie zu ernst nehmen. Wichtig ist sie nur deshalb, weil Google das eben so sieht. Was nicht heißt, dass ihr nicht auch andere Intentionen auf eurer Website erfüllen könnt oder solltet, nur eben nicht so SEO-Fokussiert.

Suchintention finden

Die Suchintention für ein bestimmtes Keyword zu finden, erscheint fast schon zu einfach. Sie ist offensichtlich. Gebt euer Keyword bei Google ein und schaut euch genau an, welche Seiten ganz oben ranken. Das allein zeigt euch sofort, welche Suchintention Google hier sieht oder vermutet. Ganz einfach.

Nicht wundern, wenn innerhalb der Suche vermischte Ergebnisse erscheinen. Bei manchen Suchbegriffen kommen, wie erwähnt, auch unterschiedliche Suchintentionen vor, weil Nutzer eben nach sehr unterschiedlichen Dingen suchen oder Google mit bestimmten Seiten testet, in welche Richtung gerade geklickt wird. Dann wählt ihr am besten die Intention, die perfekt zu eurer Website passt (Nischenseiten wollen z.B. verkaufen, nicht bestmöglich informieren) oder die am häufigsten vorkommt. Wobei sie auch dann zu eurer Website passen sollte, da es sonst nicht viel bringt, sich darüber überhaupt Gedanken zu machen.

Also einfach die entsprechenden Keywords Googlen und schon habt ihr die Suchintention. Interessant dabei ist, dass sich einzelne Longtail-Keywords in ihrer Intention überraschenderweise vom Hauptkeyword oder einem verwandten Longtail unterscheiden können. Geht also nicht davon aus, dass eure Keyword-Liste automatisch dieselbe Suchintention besitzt, wie das Hauptkeyword. Immer alles einzeln prüfen.

Fazit zur Suchintention bei Google

Bei SEO-Themen sind viele immer Feuer und Flamme. Sofort möchten sie alles perfekt umsetzen. Dabei vergessen sie aber, dass auch die Suchintention nur ein Teil der Optimierung ist. Solltet ihr sie also wirklich so ernst nehmen?

Aktuell schon, weil Google es allem Anschein nach auch so sieht. Dabei ist aber ebenso wichtig, im Kopf zu behalten, dass sich eine Suchintention auch problemlos ändern kann. Saisonal, bei bestimmten Themen oder Feiertagen, zu besonderen Anlässen oder bestimmten Ereignissen und wenn Trends sich verschieben. Alles auf eine Intention hin zu optimieren, macht also im Zweifel keinen Sinn.

Achtet daher nicht so sehr auf die Suchintention, die Google ganz oben listet, sondern konzentriert euch auf euren Content, eure Texte, eure Videos. Ihr könnt euren Inhalten keine Intention aufzwingen, nur um für Google besser dazustehen. Jede Website hat doch ihre eigene Intention. Die gilt es Google zu kommunizieren und dafür die bestmöglichen Keywords auszuwählen. Nicht nur die, die ein hohes Suchvolumen aufweisen.

Wie immer gilt also: Locker bleiben. Lasst euch nicht nervös machen, morgen hat Google schon wieder alles geändert.

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5 Gedanken zu „Suchintention bei Google – Wie du sie für deine Website findest!“

  1. Super geschriebener und informativer Artikel :-). Eine sehr gute Aufstellung. In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen ?

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  2. Ich glaube du hast es ganz gut auf den Punkt gebracht auch wenn es nicht wirklich gute News sind. Hierzulande ist der Wettbewerb meistens so groß, was sich natürlich auch auf die Richtlinien von Google & Co. auswirkt. Ruhige Kugel schieben? Hier wohl eher fehl am Platz. Wer sich nicht ständig nach seiner Positionierung umschaut verschwindet bald schon in den Tiefen des Netzes.

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  3. Es wird immer schwieriger. Google änder immer seinen Algorithmus und es wird schwierig nachzvollziehen wie goolge arbeitet. Der Artikel ist auf jede Fall hilfreich für mich google besser zu verstehen.
    LG
    Herbert

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    • Der Tipp am Ende des Artikels “konzentriert euch auf euren Content, eure Texte, eure Videos” ist zeitlos gut. Nach fast jedem Google Update in den letzten 5 Jahren konnte man schnell versuchen, nach zu optimieren. Oder, gleich von Anfang an auf den Nutzer und Leser konzentrieren. Langfristig top, und am Ende weniger Aufwand. Es zahlt sich im Business besser aus, empfehle ich so auch immer meinen Kunden. VG Florian

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