Profi-Hosting Tipps und Anforderungen – Schneller, Zuverlässiger und Besser?!

Profi-Hosting Tipps und Anforderungen - Schneller, Zuverlässiger und Besser?!Sollte man zu einem Profi-Hosting greifen, wenn man sich im Internet selbstständig machen will? Oder reicht ein günstiger Massenhoster aus?

Diesen wichtigen Fragen gehe ich im Folgenden genauer auf den Grund.

Zudem stelle ich die wichtigsten Anforderungen für professionelle Hosting-Lösungen vor und gehe darauf ein, für wen das sinnvoll ist.

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Was ist Profi-Hosting?

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Es gibt natürlich keine allgemeingültige Definition von Profi-Hosting oder ein Gütesiegel, welches man einfach erkennen kann.

Im Grunde geht es beim professionellen Hosting um Angebote, die für Unternehmen mit besonderen Anforderungen geeignet sind. Es sollte klar sein, dass eine kleine Handwerker-Website andere Anforderungen an das Hosting hat, als ein großer Online-Shop.

Wa genau ein Profi-Hosting ausmacht, liegt deshalb am Ende vor allem im Auge des Betrachters, da unterschiedliche Profi-Websites auch unterschiedliche Anforderungen haben.

Deshalb kann man schon mal festhalten, dass Profi-Hosting sich vor allem an den Bedürfnissen des Kunden orientiert.

Vorteile gegenüber Standard-Hosting Angeboten

Hosting-Pakete für keine Websites (z.B. Nischenwebsites) sind bereits ab ein paar Euro im Monat zu bekommen. Diese Shared Hosting Tarife sind aber für professionelle Anforderungen nicht geeignet.

Profi-Hosting-Lösungen bieten dagegen grundsätzlich folgende Vorteile:

  • Performance
    Ganz wichtig ist natürlich die höhere Performance, die auch bei sehr vielen Besuchern ein zuverlässiges Funktionieren der Website gerantiert. Damit werden Ausfallzeiten praktisch eliminiert.
  • Funktionen
    Profi-Hosting-Angebote stellen zusätzliche Funktionen und Möglichkeiten zu Verfügung, wie z.B. besondere Domaineinstellungen, Cloud-Services und Schutzmechanismen.
  • Services
    Ebenfalls sehr wichtig sind zusätzliche Service-Angebote, die unter anderem den schnell und rund um die Uhr erreichbaren Support umfassen.

Diese Vorteile haben natürlich ihren Preis, aber wer mit der eigenen Website Geld verdient, wird wissen was es bedeutet, wenn die eigene Website immer wieder sehr langsam oder sogar komplett nicht erreichbar ist. Da lohnt es sich in aller Regel mehr Geld auszugeben.

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Professionelle Anforderungen

Wie oben schon erwähnt, gibt es nicht die eine professionelle Lösung für alle, Es kommt auf die jeweiligen Anforderungen des eigenen Projektes an. Dazu muss man den Bedarf der eigenen Website ermitteln und die passenden Fragen stellen.

Im Folgenden stelle ich einige wichtige Aspekte und Möglichkeiten vor, die dabei bedacht werden sollten:

Performance
Die Performance ist natürlich der Hauptfaktor bei der Auswahl eines Hosting-Tarifs. Hierfür ist es notwendig vor der endgültigen Umsetzung der Website zu evaluieren, welche Leistung notwendig ist.

Das ist aber gar nicht so einfach, da sich die endgültige Belastung ja erst mit der Zahl der Nutzer ergibt. Dennoch kann man bereits im Vorfeld abschätzen, welche Anforderungen hier notwendig sind.

Stresstests auf einem Testserver sind deshalb unabdingbar, um dann später beim Live-System keine böse Überraschung zu erleben.

Einfluss auf die Performance des Servers haben unter anderem der Arbeitsspeicher, die Art der Festplatten (SSD oder normal), der Prozessor und die Zahl der verfügbaren CPU Kerne.

Server oder vServer?
Bei vielen stellt sich die Frage, ob es ein richtiger Server sein muss oder ob nicht ein vServer reicht. Ein vServer ist genauso konfiguriert wie ein richtiger Server, aber dennoch teilt man sich den physischen Rechner dann mit mehreren anderen Kunden.

Mittlerweile sind diese vServer aber so gut konfiguriert, dass die Nutzung der anderen Kunden keine Auswirkungen auf den eigenen vServer hat. Dennoch ist die Frage, wie die zukünftige Planung ist, denn auch wenn vServer grundsätzlich gut funktionieren und viele Möglichkeiten bieten, ist die Skalierung natürlich ein Problem.

Bei den richtigen Servern hat man zudem die Auswahl zwischen Root Server und Managed Server. Der Root Server muss komplett vom Kunden verwaltet und aktualisiert werden. Das ist natürlich ideal, wenn man Ahnung davon hat. Ansonsten würde ich eher einen Managed Server empfehlen, der auch sehr viele Möglichkeiten bietet, aber um die Betreuung kümmert sich der Hoster.

Managend Server sind deshalb meist die teuerste Variante der 3 Möglichkeiten. Ich setze dennoch auf Managed Hosting.

Cloud-Hosting
Seit ein paar Jahren bieten viele Hoster sogenanntes Cloud Hosting an. Dabei mietet man nicht mehr einen konkreten physischen Server, sondern nutzt die komplette IT-Infratruktur des Hosters.

Die virtualisierten Server in der Cloud funktionieren im Grunde genauso wie richtige vServer, nur dass man hiermit deutlich flexibler ist. Sehr schnell kann man mehr Leistung für die eigene Website nutzen, da das Cloud Hosting sehr gut skalierbar ist.

Sogar die Nutzung der Ressourcen vieler physischer Server ist hier möglich, was das Cloud-Hosting für sehr große Online-Angebote heute unabdingbar macht.

Die Abrechnung erfolgt dementsprechend auch nicht zu festen Monatspreisen, sondern nach Minuten für den jeweils gerade genutzten Cloud-Tarif.

Service und Support
Oft ein wenig Unterschätzt wird dieser Bereich bei der Auswahl des Hostings. Dabei ist es gerade der Support und dessen Qualität und Schnelligkeit, was im Notfall zählt.

Deshalb sollte man diesen bereits vor dem Erstfall testen und ggf. Sondervereinbarungen für VIP-Behandlung und 24 Stunden Betreuung buchen.

Zusätzliche Service sind ebenfalls für professionelle Nutzer interessant. So gibt es zum Beispiel besondere Funktionen wie einen automatischen Ausfallschutz.

Verfügbarkeit
Eine garantierte Verfügbarkeit von 99,9% hört sich gut an? Für viele Zwecke ist das auch ausreichend, zumal das ja nur die Untergrenze ist und die Verfügbarkeit real dann meist noch deutlich höher liegt.

Aber wer es sich wirklich nicht leisten kann offline zu sein, der sollte mehr als 99,9% vereinbaren. Denn in diesem Fall könnte die Website bis zu 9 Stunden im Jahr offline sein.

Hier sollte man also im Vorfeld genau prüfen, wie wichtig die Verfügbarkeit ist und ggf. besondere Service Level Agreements vereinbaren. Hochverfügbarkeits-Server sorgen z.B. mit 99,999% dafür, dass die Website maximal rund 5 Minuten im Jahr offline ist.

Datenschutz
Immer wichtiger wird zudem der Datenschutz. Die europäischen Regelungen werden diesbwzüglich sogar noch verschärft, so dass dieser Punkt eine hohe Priorität haben sollte.

Dass der Server in Europa und im besten Fall in Deutschland stehen sollte, ist schon fast eine Selbstverständlichlichkeit.

Zudem sollten vor allem bei Kundendaten und anderen sensiblen Daten besondere Schutzmechanismen angeboten werden. Verschlüsselung und Backups inklusive.

Für wen ist Profi-Hosting wirklich sinnvoll?

Wie man sehen kann, sind die Anforderungen für das Profi-Hosting nicht gerade gering, was sich natürlich im Preis niederschlägt.

Nun ist mein Blog nicht für Konzerne und deren IT-Infrastruktur gedacht, sondern für Selbstständige und kleine Unternehmen. Aber auch die müssen sich Gedanken machen, was sie benötigen.

Werden z.B. sensible Daten auf dem eigenen Server gespeichert, sollte man unbedingt zum Profi-Hosting greifen. Das betrifft z.B. Online-Shops mit Kundendaten oder auch jegliche Online-Services mit Registrierungsmöglichkeit.

Ebenso eignet sich Profi-Hosting für alle, die hohe Besucherzahlen erwarten und/oder auch eine starke Steigerung der Traffic-Werte. Ebenso können Stoßzeiten mit besonders hohe Traffic-Belastungen mit professionellen Hosting-Angeboten sehr gut aufgefangen werden.

Und wer besonderen Wert auf Ausfallsicherheit legt, kommt ebenfalls nicht um ein professionelles Hosting herum.

Nicht zuletzt sollte man die konkreten “technischen Anforderungen” analysieren. Gehen diese über Standard-Komponenten hinaus, ist ein Profi-Hosting-Paket ebenfalls das Richtige.

Profi-Hosting Beispiele

Ich selber nutze einen Managed Server bei DomainFactory und bin damit sehr zufrieden. Alle paar Jahre ziehe ich mal auf eine neue Server-Generation um, was aber vollautomatisch passiert.

Aber auch für alle, die weniger ausgeben möchten, ist DomainFactory interessant. Schließlich gibt es in den Webspace-Tarifen einen Überlastungsschutz. Hier kann man manuell oder automatisch einen temporären Umzug auf einen Server nornehmen und damit unerwartete oder erwartete Überlastungen abfedern.

Mittwald bietet neben Managend Servern und vServern mit seinem Varnish-Hosting einen zusätzlichen Performance-Gewinn an. Durch diesen Service wird eine deutlich höhere Performance erreicht.

Neben Servern in verschiedenen Leistungsstufen bietet All-Inkl.com individuelle Systemlösungen an, die auf den Kunden zugeschnitten sind, Cloud-Hosting also. Cloud-Hosting gibt es natürlich auch bei vielen anderen Anbietern. So ist Amazon Web Services mittlerweile weltweit der wohl größte Cloud-Hosting Dienst.

Spezialisierte Business-Anbieter wie Stratus oder NECDIS bieten Hochverfügbarkeitsserver an, die aber für den normalen Selbstständigen weder notwendig, noch bezahlbar sind.

Profi-Hosting ganz individuell

Für mich hat sich der Wechsel auf einen eigenen Server auf jeden Fall bezahlt gemacht. Trotz hoher Besucherzahlen laufen meine Blogs und Websites problemlos. Es gab beim Umstieg auf den eigenen Server sogar einen Trafficsprung nach oben, weil die Ladezeiten deutlich gesunken sind.

Dennoch setze ich nicht für alle meine Projekte Server ein. Schließlich ist das für kleinere Websites einfach nicht notwendig. Dennoch nutze ich ein professionelles Hosting, denn Ausfallsicherheit, Performance und Service sind mir auch dort wichtig.

Du solltest dir bei der Auswahl des richtigen Hostings deshalb Zeit lassen und das auswählen, was für deine Anforderungen und Planungen passend ist.

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8 Gedanken zu „Profi-Hosting Tipps und Anforderungen – Schneller, Zuverlässiger und Besser?!“

  1. Hi Peer,

    vor einigen Jahren bin ich auch auf einen dedizierten managed Server bei Strato umgestiegen, der Hauptvorteil im Bereich Performance ist wirklich die Gleichmäßigkeit in der Geschwindigkeit, der Server bietet im Grunde immer die gleichen Wartezeiten. Allerdings sind diese bei langsameren Servern auch gleichmäßig langsam, da hatte ich schon Webpakete, die schneller waren, zumindest im Peak. Ein weiterer Umstieg auf einen erheblich schnelleren Server hat dort auch nochmal einen dicken Performance Schub gegeben.

    Managed Server von Strato sind zwar günstig, aber die versuchen auch irgendwie Geld zu verdienen, bei einem internen Serverumstieg musste ich meine Domains für die ganze Laufzeit nochmal bezahlen. Den schriftlichen Standardsupport würde ich eher als weniger gut bezeichnen, vor allem lange Wartezeiten. Der Telefonsupport klappt aber soweit.

    Was mich etwas stört, sind Serverupdates, die mitten am Tag durchgeführt werden, statt z. B. nachts. Dafür ist der Preis aber echt gut, wer mit solchen Dingen leben kann, kann getrost zugreifen.

    Für viele Dinge reicht aber ein Webhosting Paket aus, Alfahosting kann ich immer noch empfehlen, dort kommt es bei den billigeren Paketen zwar ggf. auch mal zu Performanceproblemen, einen vom Anbieter verschuldeten Komplettausfall o.ä. habe ich dort aber noch nie erlebt (oder nicht mitbekommen).

    Der Support reagiert ziemlich schnell für das “kleine” Geld und gleichzeitig werden Updates in der Nacht eingespielt. Langjährige Kunden werden anscheinend auch nicht vergessen, zuletzt wurde für unseren Verein noch ein kostenloses SSL-Zertifikat nachgeschoben, welches eigentlich nur in den neuen Paketen enthalten ist.

    Für den Einstieg oder für Vereinsseiten z. B., finde ich den Anbieter gut.

    Gruß

    Sven

    Antworten
  2. Ich hoste meine Webseiten mittlerweile selbst im Haus. Der Server steht eh schon da und ich habe direkten Zugriff darauf, wenn mal Not am Mann ist. Des weiteren habe ich die Möglichkeit meine Daten sicher in meinem Betrieb zu sichern und lege die Daten nicht irgendwo ins Netz.
    Natürlich benötigt man einen guten Internetanbieter mit einem entsprechender Upload-Geschwindigkeit. Den habe ich Gott sei Dank. Stromkosten sollte man auch nicht vernachlässigen. Bei mir ist das wie erwähnt Hardwareseitig eh alles bereits vorhanden gewesen, so dass ich mich für die eigen-hosting Variante entschieden habe.

    Antworten
  3. Hi Peer, ich hoffe der Kommentar im etwas älteren Artikel geht nicht unter. Bist du mit DF noch zufrieden? Ich suche gerade nach einer Alternative fürs Managed Hosting auf einem Server (HostEurope bietet das anscheinend leider nicht an – da liegen meine Seiten mit 200.000 Besuchern / Monat immer noch auf den shared Webhosting-Tarifen). Ich glaube die Möglichkeit Dateien via SSD auszuliefern (vor allem Bilder) und dedizierte Ressorucen sollten nochmal einen ordentlichen Perfomance-Boost liefern. Ich habe mich durch deine Artikel durchgeklickt und schwanke jetzt zwischen DF und Webgo. Zu DF findet man in letzter Zeit viele negativere Kommentare (vor allem seit dem Standortwechsel nach Straßburg und durch seit der Übernahme durch HE) … Das deckt sich mit meinen HE-Erfahrungen in den letzten 2-3 Jahren (seit 16 Jahren Kunde bei denen), der Support braucht immer länger und wird schlechter ….

    Antworten
    • Der Wechsel nach Straßburg war sicher kein Highlight für DF. Ich bin nun zurück nach Deutschland gewechselt. Die Zusatzkosten dafür fallen bei einem Server nicht so sehr ins Gewicht.

      Mit dem Support habe ich allerdings keine Probleme.

      Für einen kleinen Webspace finde ich All-Inkl.com sehr gut. Webgo kenne ich aus eigener Erfahrung kaum.

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      • Okay, danke für die Rückmeldung. Mit “zurück nach Deutschland” meinst du den Aufpreis von 10 Euro, der bei den Managed-Servern optional hinzugenommen werden kann? Was hast du für einen Server bei DF? Magst du das sagen?

        Antworten
        • Ich habe einen ManagedServer XL7, der nun 10 Euro mehr kostet. Damit kann ich leben, weil ich ansonsten sehr zufrieden mit DF bin.

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          • Okay, Dank dir. Den hatte ich kurz nach meinem letzten Kommentar dann auch bestellt und mittlerweile die erste Seite umgezogen (Domain liegt noch bei HE, aber Projekt ist zu DF gewandert, was erschreckend unkompliziert lief). Fazit: Die Ladezeiten sind in etwa gleich geblieben bzw. scheinen sich leicht verbessert zu haben, bei der Response-Time des Servers gabs aber Veränderungen von 800ms auf knapp 300ms. Ich bin mal gespannt ob Google das aus SEO-Sicht irgendwie honoriert …..

            Übrigens n spannendes Thema für nen Blogeintrag: Die ganzen unterschiedlichen Perfomancewerte in Punkto Ladezeiten. Ich finds z.B. extrem merkwürdig, dass die Server-Response-Time sich jetzt um 0,6 Sek. verbessert hat, aber bei den durchschnittlichen Ladezeiten die Google Analytics in der Webseitgeschwindigkeit anzeigt diese Veränderung nicht zu sehen ist ….

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