So verbrennen viele Unternehmer und Selbstständige bares Geld – 10 Beispiele

So verbrennen viele Unternehmer und Selbstständige bares Geld - 10 BeispieleAls Existenzgründer und Selbstständiger muss man sich aktiv um Kunden kümmern und auch Geld investieren, da man sonst nicht erfolgreich wird bzw. bleibt. Dennoch verbrennen viele Unternehmer und Selbstständige dabei bares Geld.

In diesem Artikel stelle ich 10 Beispiele (plus 1 Bonus-Beispiel) vor, wie Geld verschwendet wird und was man dagegen machen kann.

Über weitere Beispiele und Erfahrungsberichte von euch freue ich mich in den Kommentaren.

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So verbrennen viele Unternehmer und Selbstständige Geld

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Ich bin ja nun auch schon seit mehr als 12 Jahren selbstständig und habe in dieser Zeit eine Menge Erfahrungen gemacht. Natürlich habe ich auch eine Menge Geld verbrannt, weil ich es nicht besser wusste oder einfach Fehler gemacht habe.

Damit ihr nicht so viel Geld verbrennt, stelle ich im Folgenden 10 Beispiele vor und gehe darauf ein, wie ihr diese kostspieligen Fehler vermeiden könnt. Die folgenden 10 Punkte werden in keiner speziellen Reihenfolge aufgelistet.

Unseriöse Experten-Kurse und ähnliches

Immer wieder bekomme ich Mails, in denen Leser sich für die vielen kostenlosen Informationen und Anleitungen in meinen Blogs bedanken. Viele haben vorher teure Infoprodukte gekauft, von denen sie enttäuscht waren.

Versteht mich nicht falsch, es gibt tolle eBooks, Video-Kurse und Semiare, die ihr Geld Wert sind. Leider gibt es aber auch viele Scharlatane und Betrüger, die unseriöse Versprechen machen. Es ist wichtig, dass man lernt diese zu erkennen und nicht alles zu glauben, was einem im Netz erzählt wird.

Wer Zeit hat, kann sich zudem mit den vielen kostenlosen Informationen im Internet weiterbilden. Das hat bei mir auch so funktioniert.

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Unter Wert verkaufen

Geld verbrennen kann man aber auch, indem man sich unter Wert verkauft. Gerade viele Existenzgründer sind so sehr darauf fixiert neue Kunden zu bekommen, dass sie das vor allem mit niedrigen Preisen versuchen.

Doch der eigene Stundenlohn ist für viele Selbstständige das wichtigste Instrument gute Einnahmen zu erzielen. Deshalb sollte man genau kalkulieren, was man verdienen will und muss, um gut davon leben zu können. Wer hier spart, der verschwendet bares Geld.

Unnötige Versicherungen

Ganz ohne Versicherungen kann und möchte ich nicht selbstständig sein. Dafür gibt es einfach zu viele Risiken, die existenzbedrohend sein können.

So ist eine Krankenversicherung z.B. Pflicht und um eine Rentenversicherung sollte man sich auf jeden Fall auch kümmern.

Doch es gibt noch viele andere Versicherungen, die gerade Existenzgründern angepriesen werden. Doch nicht alle sind für jeden Gründer sinnvoll und deshalb sollte man sich hier gut informieren, welche Versicherungen wirklich notwendig sind.

Zudem sollte man später als Selbstständiger immer wieder prüfen, was davon noch nötig ist oder wo man Änderungen oder Anpassungen vornehmen sollte.

“Schön muss sie sein”

Der Titel bezieht sich auf die Website eines Selbstständigen. So oft bekomme ich Mails und auch Anrufe, bei denen mir Gründer ihr Leid schildern. Sie haben viel Geld für eine Website ausgegeben und dennoch funktioniert diese nicht so, wie sie soll.

Ich habe wirklich nichts gegen Webdesigner und individuell gestaltete Websites, aber für die meisten Gründer, die lediglich ihre Leistungen und Produkte online präsentieren wollen, ist eine individuell programmierte Website gar nicht notwendig.

Stattdessen reicht meist ein kostenloses CMS wie WordPress und eine kostenlose (oder sehr günstige) Layout-Vorlage aus, um einen ordentlichen Webauftritt zu erstellen.

So verbrennen viele Unternehmer und Selbstständige bares Geld - 10 Beispiele

So kann man damit sehr schnell und günstig einen Blog starten, eine Affiliate-Website aufbauen oder eine Nischenwebsite erstellen. Kein normaler Gründer muss heutzutage noch tausende Euro ausgeben, um eine tolle Website zu haben.

Was ich übrigens auch immer mal wieder sehe ist Werbung, gern auch offline, wo die eigene Website beworben wird. Ruft man diese dann aber auf, dann ist diese teilweise gar nicht verfügbar oder extrem veraltet. Auch das ist Geld verbrennen pur.

Ineffiziente Werbung

Werbung ist wichtig, das steht außer Frage. Doch man sollte genau prüfen, welche sich wirklich lohnt.

Ich habe mit diversen Werbe-Formen Erfahrungen gesammelt in meiner Selbstständigkeit und nur ein Teil davon hat sich als sinnvoll erwiesen. So habe ich z.B. mit Offline-Werbung für mein Webdesign-Business viel Geld verbrannt und Plakat-Werbung ist mit Sicherheit auch nicht für jeden das Richtige.

Ebenfalls meist nicht sinnvoll ist “Gießkannen-Werbung”, die nicht speziell auf eine Zielgruppe ausgerichtet ist. Und auch Google AdWords kann ohne das entsprechende Know How schnell zum Geldgrab werden.

Deshalb ist es wichtig im Kleinen erstmal bestimmte Werbeformen zu testen und genau auszuwerten, was die Ergebnisse sind. “Fire and Forget” ist hier fehl am Platz.

Schlechte Buchhaltung

Mit Steuern und Buchhaltung beschäftigen sich viele Selbstständige nicht so gern. Das geht mir genauso. Und doch machen viele Selbstständige ihre Buchhaltung selbst.

Das muss nicht schlecht sein, wenn man sich intensiv damit beschäfigt. Wer aber nur Geld sparen will und die Buchhaltung und Steuererklärung schlampig macht, verschwendet hier bares Geld. So habe ich meine Buchhaltung und jegliche Steuer-Aufgaben outgesourced.

Ja, das kostet mich Geld, aber dafür holt der Experte das Beste heraus und ich kann die freigewordene Zeit dafür nutzen Geld zu verdienen. Das ist unter dem Strich lohnenswerter.

Zeit in Social Networks

Multitasking möchten viele gern können, aber leider funktioniert es nicht. Deshalb verbrennen viele Unternehmer und Selbstständige Geld, wenn sie nebenbei ständig in den sozialen Netzwerken unterwegs sind.

Mal abgesehen davon, dass dafür viel Zeit draufgeht, werden sie so auch von der Arbeit abgelenkt und sind viel ineffizienter.

Deshalb kann ich jedem nur empfehlen, die Zeit für das Social Web (und das macht ja auch Sinn) genau einzuplanen und zu begrenzen. Als eine von mehreren Aufgaben, die man täglich zu erledigen hat.

Teure Geschäftsaustattung

Ich kenne das Gefühl, als Gründer erstmal eine gewisse Grundausstattung haben zu wollen. Man hat viel geplant und große Erwartungen an die Selbstständigkeit und das will man mit einem entsprechenden Büro, einem Firmenwagen und/oder tollen Büro-Möbeln auch zeigen. Auch bei den Geschäftspapieren wird meist zu viel investiert.

Aber das alles ist bei den meisten Gründern am Anfang gar nicht notwendig. Man verbrennt nur bares Geld, wenn man in solche Sachen investiert, die sich nicht positiv auf das eigene Business auswirken.

Stattdessen sollte an von Anfang an sparen und alles vermeiden, was nicht wirklich eine positive Auswirkung auf die Selbstständigkeit hat. Wer regelmäßig Kundenkontakt im Büro hat, sollte da keine Gammel-Möbel aus dem alten Kinderzimmer stehen haben. Bei allen anderen tun es diese aber auch erstmal.

Ich habe 8 Jahre zu Hause im Heimbüro gearbeitet, wo ich auch noch ältere Möbel stehen hatte. Und es hat vollkommen ausgereicht und dafür gesorgt, dass ich kein Geld für Miete, Möbel etc. verschwendet habe.

Gleiches gilt übrigens für teure Software. Natürlich gibt es da tolle Premium-Lösungen, aber sind diese wirklich notwendig? So gibt es zum Beispiel tolle kostenlose Office-Software, die anders als Microsoft Office, eben nichts kostet. Wie Libre Office, das ich seit vielen Jahren nutze.

So verbrennen viele Unternehmer und Selbstständige bares Geld - 10 Beispiele

Nicht Nein sagen können

Ich selber habe viel Geld verbrannt, weil ich in den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit nicht Nein sagen konnte. Auf diese Weise habe ich mir einige schlechte Aufträge bzw. Kunden eingehandelt.

Die Projekte haben sich unter dem Strich nicht gelohnt. Ich habe viel zu schlecht daran verdient und viel zu viel Zeit investiert. Hätte ich auf mein Bauchgefühl gehört, wäre das nicht passiert.

Deshalb ist es wichtig sehr schnell zu lernen Nein zu sagen, um sich auf die lohnenden Aufträge zu konzentrieren.

Keine Optimierung bei den Ausgaben

Viele Menschen, nicht nur Selbstständige, schließen einmal einen Vertrag ab und kümmern sich dann nicht weiter darum. So wird der Handy-Vertrag einfach verlängert, der Strom-Lieferant über viele Jahre genutzt oder auch der Einkauf notwendiger Produkte der Einfachheit halber immer über denselben Lieferanten erledigt.

Doch gerade bei den eigenen Ausgaben kann man so viel Geld verbrennen. Deshalb lohnt es sich regelmäßig die eigenen Ausgaben zu überprüfen und mit Alternativen zu vergleichen, um Geld zu sparen.

Ebenfalls sehr vorsichtig sollte man mit einem Kredit sein. Auch hier haben viele Gründer das Gefühl, dass dieser notwendig ist, aber das ist oft gar nicht so und verursacht nur zusätzliche Kosten.

Bonus: Rechtliche Verstöße

Auch wenn ich schon 10 Beispiele dafür genannt habe, wie Unternehmer und Selbstständige Geld verbrennen, so möchte ich noch ein weiteres Beispiel ansprechen, weil es auch gerade aktuell ist.

So gibt es erste Abmahnungen bzgl. der neuen DS-GVO. Verstöße gegen den Datenschutz können teuer werden, wie z.B. eine Abmahnung in Höhe von 12.500 Euro zeigt, die gerade bekannt geworden ist.

Ich selber wurde auch schon mal vor vielen Jahren wegen eines Fotos abgemahnt, welches ich unberechtigt auf meiner Website eingesetzt hatte. Auch das war Geld, was ich aus Nachlässigkeit verbrannt habe.

Als Selbstständiger muss man sich mit den rechtlichen Anforderungen auseinandersetzen, was oft gar nicht so schwer ist, wie es im ersten Moment aussieht. Das ist aber wichtig, um kein Geld zu verbrennen.

Fazit und eure Erfahrungen

In so vielen Artikeln im Netz liest man immer nur, wie man mehr Geld verdienen kann. Genauso wichtig ist es aber auch darauf zu achten, dass man kein Geld verbrennt.

Die Beispiele helfen euch hoffentlich genau das zu vermeiden und ich freue mich natürlich sehr, wenn ihr eure eigenen Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren schildert.

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5 Gedanken zu „So verbrennen viele Unternehmer und Selbstständige bares Geld – 10 Beispiele“

  1. Wenn ich für jemanden einen Internetauftritt umsetzte, läuft das Hosting-Paket auf den Kunden. Ich denke dies ist besser so, er verliert nicht seinen Auftritt wenn bei mir was schiefgeht und kann auch wenn er das Will jederzeit zu einem anderen “Webdesigner” wechseln. Der Kunde hat sozusagen die Kontrolle darüber, für was er zahlt. Jetzt wird wieder einer sagen, das hat doch nichts mit Kundenbindung zu tun, denke ich schon. Offenheit schafft Vertrauen und nicht, das der Kunde an mich (zwanghaft )gebunden ist.

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  2. Du hast natürlich recht. Einen Kunden zu irgendetwas zwingen kann man eh nicht. Und man sollte es auch nicht versuchen.

    Aber viele meiner Kunden haben ganz einfach gesagt null Plan vom Internet und sind heilfroh, wenn ich die Hosting-Dinge für sie regele. Das ich dann auch noch was am Hosting mit verdiene ist doch keine Schande.
    Dann gibt es aber auch andere Kunden, die den Server schon haben oder das selbst regeln wollen und das ist für mich natürlich auch OK.

    Und wenn Kunden aus welche Gründen auch immer gehen wollen, sollte man sie nicht aufhalten. Im Gegenteil, man sollte das ordentlich und fair abwickeln. Sonst ist der Schaden noch viel größer. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

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    • Hi Admin,

      ich denke auch, dass viele Webseiten-Betreiber nichts ueber Webhosting, etc. wissen. Und selbstverataendlich kann man das fuer den Kunden mit abwickeln. Das kann man dann ja auch mit in Rechnung stellen. Ich wuerde aber nie das Webhosting eines Kunden auf meinen Namen laufen lassen. Dadurch macht man sich im Zweifelsfall
      angreifbar, besonders wenn Du als C-Admin eingetragen bist. Ich koennte nicht bei all meinen Kunden permanent pruefen, was sie auf ihrer Webseite veroeffentlichen. Wenn da etwas dabei ist, das gegen irgendwelche Verordnungen verstoesst, waere ich derjenige, der erstmal angesprochen/angeschrieben wird. Selbst wenn ich nachweisen kann, dass ich nixdamit zutun habe, muss ich mich erstmal damit beschaeftigen und wertvolle Zeit in die Klaerung des Falles investieren. Deshalb wuerde ich es so nicht machen. Wenn der Kunde Hilfe braucht, kommt er so oder so ;)

      Saludos
      Sunny

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  3. Ein ganz wichtiger Punkt vor der Existenzgründung wäre auch, dass sich der potentielle Gründer vorab die Meinung von unabhängigen Dritten einholen sollte. Das wird aber vielfach nicht gemacht.
    Der Gründer ist mitunter so auf die eigene Selbstständigkeit fixiert, dass er sich lieber nicht der Gefahr aussetzen möchte, Fachleute könnten von der Geschäftsidee nicht überzeugt sein.

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